Kündigung des Untermieters eines Gewerbemietvertrags: Nichtigkeit wegen Form? Kassation 2019
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Kündigung des Untermieters eines Gewerbemietvertrags: Nichtigkeit wegen Form? Kassation 2019

📅 Décision du 24 Oktober 2019⚖️ Cour de cassation👁️ 6 vues📖 5 min de lecture

Der Kassationsgerichtshof hat ein Berufungsurteil aufgehoben, das eine Kündigung eines Untermieters per Einschreiben für nichtig erklärt hatte. Er stellt klar, dass für eine Kündigung zum dreijährigen Termin das Einschreiben ausreicht, im Gegensatz zur Kündigung nach Art. L.145-9, die eine Zustellung durch Gerichtsvollzieher erfordert.

Entscheidungsreferenz: cc • Nr. 18-24.077 • 2019-10-24 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich vor: Sie sind Mieter eines Geschäftslokals in Vauvert, betreiben Ihr Geschäft seit drei Jahren und möchten ausziehen. Sie senden Ihrem Vermieter ein Einschreiben, um ihn zu informieren, dass Sie die Räumlichkeiten zum nächsten dreijährigen Termin verlassen. Das scheint doch normal, oder? Doch Ihr Vermieter könnte die Gültigkeit Ihrer Kündigung anfechten mit der Begründung, sie hätte durch einen Gerichtsvollzieher zugestellt werden müssen. Die Frage ist entscheidend: Welche Form muss eine Kündigung durch einen Untermieter einhalten?

Genau dieses Problem hat der Kassationsgerichtshof am 24. Oktober 2019 (Nr. 18-24.077) entschieden. Der Fall betraf einen Untermieter, die Firma Lecorps services, und seinen Hauptvermieter. Der Untermieter hatte per Einschreiben zum dreijährigen Termin gekündigt. Das Berufungsgericht hatte diese Kündigung für nichtig erklärt, da nur eine Zustellung durch Gerichtsvollzieher gültig sei. Der Kassationsgerichtshof hob dieses Urteil auf und stellte klar, dass Art. L.145-4 des Handelsgesetzbuchs (der die dreijährige Kündigung regelt) das Einschreiben erlaubt.

Diese Entscheidung ist eine Erleichterung für Mieter und Untermieter: Ein einfaches Einschreiben reicht aus, um einen Gewerbemietvertrag zum dreijährigen Termin zu beenden, es sei denn, der Vertrag sieht etwas anderes vor. Aber Achtung: Die Regeln unterscheiden sich, je nachdem, ob es sich um eine Kündigung durch den Vermieter oder eine Kündigung zum Verkauf handelt. Lassen Sie uns diese Entscheidung und ihre konkreten Auswirkungen gemeinsam entschlüsseln.

Der Sachverhalt: eine alltägliche Geschichte

Die Firma Lecorps services war Untermieterin von Geschäftsräumen in Uzès, im Département Gard. Sie hatte einen Gewerbemietvertrag mit der Vermieterfirma abgeschlossen, die selbst Hauptmieterin war. Im Jahr 2016 beschloss die Untermieterin, die Räumlichkeiten zu verlassen. Sie sandte ihrem Hauptvermieter ein Einschreiben mit Rückschein vom 16. Mai 2016, um ihn zu informieren, dass sie zum dreijährigen Termin am 1. September 2016 kündige.

Der Hauptvermieter focht dies an. Er reichte Klage beim Tribunal de grande instance de Nîmes ein, um die Kündigung für nichtig erklären zu lassen, mit der Begründung, das Gesetz schreibe eine Zustellung durch Gerichtsvollzieher vor (außergerichtliche Zustellung). Seiner Ansicht nach verlangt Art. L.145-9 des Handelsgesetzbuchs in der Fassung des Gesetzes vom 6. August 2015, dass jede Kündigung durch außergerichtliche Zustellung erfolgen müsse. Der Untermieter entgegnete, dass Art. L.145-4, der speziell die dreijährige Kündigung betrifft, das Einschreiben erlaube.

Das Gericht gab dem Vermieter recht: Urteil vom 19. Juli 2017, die Kündigung ist nichtig. Der Untermieter legte Berufung ein. Das Berufungsgericht Nîmes bestätigte am 12. Juli 2018: Für das Gericht kann eine Kündigung zur Beendigung eines Gewerbemietvertrags nur in der in Art. L.145-9 vorgesehenen Form, also durch Gerichtsvollzieher, erfolgen. Der Untermieter legte Kassation ein. Der Kassationsgerichtshof gab ihm am 24. Oktober 2019 recht und hob das Berufungsurteil auf.

Die Begründung des Gerichts — aufgeschlüsselt

Der Kassationsgerichtshof stützt sich auf Art. L.145-4 des Handelsgesetzbuchs in der Fassung des Gesetzes Nr. 2015-990 vom 6. August 2015. Diese Vorschrift bestimmt, dass der Mieter (Locataire) zum Ablauf eines dreijährigen Zeitraums per Einschreiben mit Rückschein oder durch außergerichtliche Zustellung kündigen kann. Es handelt sich um eine Sonderregelung, die vom allgemeinen Recht der Gewerbemietverträge abweicht.

Das Berufungsgericht hatte Art. L.145-9 angewandt, der für jede Kündigung die außergerichtliche Zustellung vorschreibt. Der Kassationsgerichtshof stellt jedoch klar, dass Art. L.145-4 eine Ausnahme darstellt: Er erlaubt ausdrücklich das Einschreiben für die dreijährige Kündigung. Übrigens hat das Gesetz vom 6. August 2015 die Verpflichtung zur außergerichtlichen Zustellung für diese Art der Kündigung abgeschafft, um die Formalitäten für kleine Gewerbetreibende zu vereinfachen.

Im vorliegenden Fall hatte der Untermieter die Formvorschriften eingehalten: Einschreiben, Frist von sechs Monaten vor dem Termin. Das Berufungsgericht hat daher das Gesetz verletzt, indem es eine Zustellung durch Gerichtsvollzieher verlangte. Der Kassationsgerichtshof entscheidet nicht in der Sache (Gültigkeit der Kündigung), sondern verweist die Sache an ein anderes Berufungsgericht, das unter Berücksichtigung dieses Grundsatzes entscheiden soll. Es handelt sich um eine Bestätigung des Wortlauts von Art. L.145-4 und nicht um eine Rechtsprechungsänderung: Der Gerichtshof hatte bereits in einem Urteil vom 6. Juli 2017 (Nr. 16-15.036) in diesem Sinne entschieden.

Was das für Sie konkret ändert

Für Mieter und Untermieter: Sie können zum dreijährigen Termin per einfachem Einschreiben kündigen. Ersparnis: Eine Zustellung durch Gerichtsvollzieher kostet zwischen 150 und 200 €. In Uzès kann ein Händler, der sein 80 m² großes Lokal verlassen möchte, so diese Summe sparen. Achtung: Die Kündigungsfrist beträgt sechs Monate vor dem Termin. Wenn Sie Ihren Brief zu spät abschicken, ist die Kündigung nichtig.

Für Vermieter: Sie können eine dreijährige Kündigung nicht mehr mit der Begründung anfechten, sie sei nicht durch Gerichtsvollzieher zugestellt worden. Aber prüfen Sie genau, ob der Mieter die anderen Bedingungen eingehalten hat: Frist, Inhalt der Kündigung (Angabe von Gründen?). Wenn der Mietvertrag eine Klausel enthält, die die Zustellung durch Gerichtsvollzieher vorschreibt, ist diese gültig? Der Kassationsgerichtshof hat dies nicht gesagt, aber grundsätzlich ist eine strengere Klausel möglich.

Für Untermieter: Die Entscheidung ist noch günstiger. Der Untermieter ist ein Mieter wie jeder andere. Er genießt dieselben Regeln. Wenn Sie also Untermieter sind, reicht ein Einschreiben aus. Aber Achtung: Der Untermietvertrag muss ordnungsgemäß sein (vom Hauptmietvertrag genehmigt).

Vier Tipps, um solche Streitigkeiten zu vermeiden

  • Überprüfen Sie Ihren Mietvertrag: Manche Klauseln sehen zusätzliche Formalitäten vor (Zustellung durch Gerichtsvollzieher).

Questions fréquentes

Puis-je donner congé de mon bail commercial par simple lettre recommandée ?

Oui, si vous donnez congé à l'échéance triennale. L'article L.145-4 du code de commerce autorise la lettre recommandée avec accusé de réception. En revanche, pour un congé à l'initiative du bailleur (refus de renouvellement), un acte d'huissier est obligatoire.

Que faire si mon bailleur conteste mon congé par lettre recommandée ?

Vous pouvez saisir le tribunal judiciaire pour faire reconnaître la validité de votre congé. Conservez l'accusé de réception et prouvez que vous avez respecté le délai de six mois avant l'échéance. La jurisprudence récente vous est favorable.

Quels sont les risques si j'envoie mon congé par lettre simple ?

La lettre simple n'a pas de valeur probante. Le bailleur peut contester la date de réception. Privilégiez toujours la lettre recommandée avec AR ou l'acte d'huissier pour sécuriser votre départ.

Le sous-locataire peut-il donner congé par lettre recommandée ?

Oui, depuis la loi du 6 août 2015, le sous-locataire bénéficie des mêmes règles que le locataire principal. Un arrêt de la Cour de cassation du 24 octobre 2019 (n° 18-24.077) le confirme.

Quel est le délai de préavis pour un congé triennal ?

Le congé doit être donné au moins six mois avant l'échéance triennale. Par exemple, pour une échéance au 1er janvier 2025, envoyez votre lettre avant le 1er juillet 2024.

Informations juridiques

  • Numéro: 18-24.077
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 24 octobre 2019

Mots-clés

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Cas d'usage pratiques

1

Locataire commerçant à Uzès souhaitant partir à l'échéance triennale

Un commerçant à Uzès, locataire d'un local de 80 m², veut quitter les lieux à la première échéance triennale. Il envoie une lettre recommandée 8 mois avant l'échéance. Le bailleur conteste, arguant qu'un acte d'huissier était nécessaire.

Application pratique:

Le commerçant peut invoquer l'arrêt de la Cour de cassation du 24 octobre 2019. Il doit prouver l'envoi et la réception de la lettre. S'il est assigné, il peut demander le rejet de la demande du bailleur et des dommages-intérêts pour procédure abusive.

2

Sous-locataire d'un local à Nîmes voulant mettre fin au sous-bail

Un sous-locataire à Nîmes a signé un sous-bail de 3 ans. À l'échéance, il envoie une lettre recommandée au bailleur principal. Ce dernier refuse, affirmant que seul un acte d'huissier est valable.

Application pratique:

La décision de la Cour de cassation est directement applicable. Le sous-locataire peut envoyer un courrier recommandé avec AR, et si le bailleur conteste, il peut saisir le tribunal. Il est conseillé de consulter un avocat pour rédiger le congé.

3

Bailleur d'un local commercial à Vauvert contestant un congé

Un propriétaire à Vauvert reçoit une lettre recommandée de son locataire donnant congé à l'échéance triennale. Il pense que le congé est nul car non signifié par huissier et refuse de libérer le dépôt de garantie.

Application pratique:

Le bailleur a tort. Il doit accepter le congé et restituer le dépôt de garantie. S'il engage une action, il risque d'être condamné pour procédure abusive. Mieux vaut consulter un avocat pour vérifier la régularité du congé.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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