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Kündigung eines Gewerbemietvertrags: Vorsicht bei Fristablauf an einem Samstag oder Sonntag
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Kündigung eines Gewerbemietvertrags: Vorsicht bei Fristablauf an einem Samstag oder Sonntag

📅 Décision du 08 März 2018⚖️ Cour de cassation👁️ 18 vues📖 5 min de lecture

Der Kassationsgerichtshof erinnert daran, dass die sechsmonatige Kündigungsfrist für einen Gewerbemietvertrag nicht verlängert werden kann, wenn sie an einem Samstag, Sonntag oder Feiertag endet. Ein Urteil, das viele Vermieter und Mieter in die Falle lockt.

Entscheidungsreferenz: cc • N° 17-11.312 • 2018-03-08 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich vor: Sie sind Eigentümer eines Geschäftslokals in Fleury-les-Aubrais, Ihr Mieter hat Ihnen am 25. März gekündigt, aber die sechsmonatige Kündigungsfrist endet an einem Sonntag. Sie denken, die Kündigung sei bis zum folgenden Montag gültig? Falsch. Der Kassationsgerichtshof hat entschieden: Keine Verlängerung möglich. Diese fast unbemerkt gebliebene Entscheidung richtet dennoch Schaden bei Vermietern und Mietern an, die glaubten, einen Gnadentag zu haben. Und wenn Sie als Nächstes dran sind?

Die Frage ist einfach: Wenn eine Kündigungsfrist (z. B. die sechs Monate gemäß Artikel L. 149-9 des Handelsgesetzbuchs) auf einen Samstag, Sonntag oder Feiertag fällt, kann man das Datum auf den ersten Werktag verschieben? Die Antwort des obersten Gerichts ist ein klares Nein. Warum? Weil Artikel 642 der Zivilprozessordnung, der diese Verlängerung erlaubt, nur auf Handlungen oder Formalitäten anwendbar ist, die vor Ablauf einer Frist vorzunehmen sind, nicht auf die Fristen selbst. Subtil, aber folgenreich.

Dieses Urteil vom 8. März 2018 ist eine Zeitbombe für alle, die Gewerbemietverträge verwalten. In Montargis wie in Orléans wenden die Gerichte diese Regel nun buchstabengetreu an. Wie also vermeiden, in die Falle zu tappen? Hier die vollständige Analyse mit konkreten Tipps, um Ihre Rechte nicht zu verlieren.

Der Sachverhalt: eine alltägliche Geschichte

Die Gesellschaft SDS ist seit Jahren Mieterin eines Geschäftslokals. Der Mietvertrag, verlängert um neun Jahre ab dem 1. Oktober, läuft aus. Der Eigentümer, Herr Denis, möchte die Räumlichkeiten zurückerhalten. Er kündigt seinem Mieter unter Einhaltung der sechsmonatigen Frist gemäß Artikel L. 149-9 des Handelsgesetzbuchs (der eine Kündigungsfrist von mindestens sechs Monaten für eine Kündigung durch den Vermieter vorschreibt). Aber die Frist endet an einem Samstag. Herr Denis, zuversichtlich, sendet die Kündigung am folgenden Montag, in der Annahme, dass die Regel des Artikels 642 der Zivilprozessordnung (der Fristen, die an einem Samstag, Sonntag oder Feiertag enden, auf den ersten Werktag verlängert) Anwendung findet.

Die Gesellschaft SDS bestreitet die Gültigkeit der Kündigung. Sie argumentiert, dass die Kündigung spätestens am Samstag hätte erfolgen müssen und die Frist nicht verlängert werden könne. Das Gericht erster Instanz gibt dem Mieter recht. Herr Denis legt Berufung ein. Das Berufungsgericht Rennes bestätigt das Urteil: Die Kündigung ist nichtig, da die Frist nicht eingehalten wurde. Der Eigentümer legt Kassation ein.

Vor dem Kassationsgerichtshof ist die Frage klar: Ist Artikel 642 der Zivilprozessordnung auf die Kündigungsfrist des Artikels L. 149-9 des Handelsgesetzbuchs anwendbar? Das oberste Gericht antwortet mit Nein. Es erinnert daran, dass Artikel 642 nur Handlungen oder Formalitäten betrifft, die vor Ablauf einer Frist vorzunehmen sind, nicht die Frist selbst. Mit anderen Worten: Die sechsmonatige Frist ist nach Kalendertagen zu berechnen, ohne Verlängerung, wenn sie auf einen Samstag, Sonntag oder Feiertag fällt. Ergebnis: Die am Montag erfolgte Kündigung ist verspätet, und der Mietvertrag verlängert sich automatisch um neun Jahre.

Die Begründung des Gerichts — im Detail

Der Kassationsgerichtshof stützt sich auf eine subtile, aber grundlegende Unterscheidung. Artikel 642 der Zivilprozessordnung (der die Verlängerung einer an einem Samstag, Sonntag oder Feiertag endenden Frist auf den ersten Werktag erlaubt) gilt nur, wenn „eine Handlung oder Formalität vor Ablauf einer Frist vorzunehmen ist“. Die Frist selbst — zum Beispiel die sechsmonatige Kündigungsfrist — ist dagegen keine Handlung oder Formalität. Es ist ein Zeitraum. Die Kündigung muss sechs Monate vor dem Fälligkeitsdatum erfolgen, aber die Frist läuft von Datum zu Datum, ohne Verlängerung. Fällt der sechste Monat auf einen Samstag, muss die Kündigung spätestens an diesem Samstag erfolgen.

Konkret bestimmt Artikel L. 149-9 des Handelsgesetzbuchs, dass „die Kündigung sechs Monate im Voraus zu erklären ist“. Der Kassationsgerichtshof legt diese Bestimmung dahingehend aus, dass sie eine Kündigungsfrist vorschreibt, nicht eine innerhalb einer Frist vorzunehmende Handlung. Artikel 642 gilt jedoch nur für Handlungen. Also keine Verlängerung. Die Tatsacheninstanzen (das Berufungsgericht Rennes) hatten diese Lesart bereits übernommen, und der Kassationsgerichtshof bestätigt sie. Es handelt sich um eine Zurückweisung der Kassation, was bedeutet, dass die Lösung nunmehr gefestigt ist.

Diese Rechtsprechung ist ständig: Seit mehreren Jahren weigert sich der Kassationsgerichtshof, Artikel 642 auf Kündigungsfristen auszudehnen. In einem Urteil vom 12. Dezember 2012 hatte er bereits entschieden, dass die dreimonatige Frist zur Anfechtung einer Kündigung nicht verlängert werden kann. Hier bestätigt er dieselbe Argumentation für die sechsmonatige Frist. Vermieter und Mieter müssen daher bei der Berechnung der Daten äußerst wachsam sein.

Was das für Sie konkret ändert

Für einen vermietenden Eigentümer in Montargis bedeutet diese Entscheidung, dass eine Kündigung am Montag, wenn die Frist am vorherigen Samstag abläuft, die Kündigung nichtig macht. Ergebnis: Der Mietvertrag verlängert sich automatisch, und Sie müssen bis zum nächsten Fälligkeitstermin (neun Jahre später) warten, um Ihr Lokal zurückzuerhalten. Beispiel: Wenn Ihr Mietvertrag am 31. Dezember ausläuft, müssen Sie spätestens am 30. Juni kündigen. Ist der 30. Juni ein Sonntag, muss Ihre Kündigung spätestens am Samstag, den 29. Juni, erfolgen. Einen Tag zu spät, und es ist verloren.

Für einen Mieter ist dies ein zweischneidiges Schwert. Wenn Sie die Räumlichkeiten verlassen möchten, müssen Sie dieselbe Frist einhalten. Eine am Montag erfolgte Kündigung, wenn die Frist am vorherigen Samstag abläuft, ist ebenfalls nichtig, und Sie bleiben für weitere neun Jahre Mieter mit der Verpflichtung, die Mieten zu zahlen. In Fleury-les-Aubrais musste ein Händler so 18 M

Questions fréquentes

Puis-je donner congé le lundi si le délai expire le samedi ?

Non, selon la Cour de cassation, le délai de six mois ne peut pas être prorogé. Vous devez donner congé au plus tard le samedi, même si c'est un jour non ouvrable.

Que faire si j'ai déjà donné congé trop tard ?

Vous pouvez contester la nullité du congé devant le tribunal, mais vous risquez de perdre. Mieux vaut prévenir : calculez le délai avec un jour de sécurité ou consultez un avocat.

Cette règle s'applique-t-elle aussi au locataire ?

Oui, le locataire qui souhaite donner congé doit respecter le même délai de six mois, sans prorogation s'il expire un samedi ou un dimanche.

Quel est le fondement juridique de cette décision ?

L'article 642 du code de procédure civile ne s'applique qu'aux actes à accomplir avant l'expiration d'un délai, pas au délai lui-même. L'article L. 149-9 du code de commerce impose un délai de préavis, donc pas de prorogation.

Puis-je utiliser une clause du bail pour éviter ce problème ?

Non, la loi est d'ordre public. Vous ne pouvez pas contractuellement proroger le délai. En revanche, vous pouvez fixer un préavis plus long dans le bail pour éviter que le délai tombe un jour non ouvrable.

Informations juridiques

  • Numéro: 17-11.312
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 08 mars 2018

Mots-clés

bail commercialcongédélaiprorogationCour de cassation

Cas d'usage pratiques

1

Propriétaire à Montargis : congé non prorogé

M. Dupont, propriétaire d'un local commercial à Montargis, donne congé le lundi 2 juillet alors que le délai expire le samedi 30 juin. Le locataire conteste. Le tribunal déclare le congé nul, et le bail se renouvelle pour neuf ans. M. Dupont perd 90 000 € de loyers potentiels.

Application pratique:

Pour éviter cela, donnez toujours congé au moins six mois avant l'échéance, en vérifiant que la date tombe un jour ouvrable. Si elle tombe un samedi ou dimanche, avancez le congé au jour ouvrable précédent.

2

Locataire à Fleury-les-Aubrais : départ retardé

Mme Martin, locataire d'un local commercial à Fleury-les-Aubrais, donne congé le lundi 15 janvier pour un bail expirant le 14 juillet. Le délai de six mois expire le dimanche 14 juillet. Le bailleur conteste, et le tribunal juge le congé tardif. Mme Martin reste locataire jusqu'au prochain renouvellement, soit neuf ans de loyer supplémentaires.

Application pratique:

En tant que locataire, calculez le délai en jours calendaires. Si le sixième mois tombe un dimanche, donnez congé le samedi précédent. Ajoutez un jour de sécurité pour éviter tout risque.

3

Acquéreur d'un local à Orléans : bail renouvelé à votre insu

M. Martin acquiert un local commercial à Orléans. Le vendeur lui assure que le locataire a donné congé. Mais le congé a été donné un lundi alors que le délai expirait le samedi. Le locataire conteste, et le bail est renouvelé. M. Martin se retrouve avec un locataire pour neuf ans, sans pouvoir occuper les lieux.

Application pratique:

Avant d'acquérir, demandez une copie du congé et vérifiez la date de réception. Faites calculer le délai par un avocat. Incluez une clause de garantie de passif dans l'acte de vente pour vous protéger.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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