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Vaterschaftsurlaub: Der Arbeitgeber kann weder die Abreise verweigern noch verschieben
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Vaterschaftsurlaub: Der Arbeitgeber kann weder die Abreise verweigern noch verschieben

📅 Décision du 31 Mai 2012⚖️ Cour de cassation👁️ 9 vues📖 5 min de lecture

Der Kassationsgerichtshof erinnert daran, dass der Arbeitnehmer, der die einmonatige Informationsfrist für seinen Vaterschaftsurlaub einhält, zu den gewählten Daten abreisen kann, ohne dass der Arbeitgeber dies verweigern oder eine Verschiebung verlangen kann, selbst aus betrieblichen Gründen.

Entscheidungsreferenz: cc • N° 11-10.282 • 2012-05-31 • Entscheidung einsehen →

In Aix-en-Provence, in einer Immobilienagentur im Stadtzentrum, erfährt Herr Torres, dass er Vater wird. Er informiert seinen Arbeitgeber einen Monat im Voraus: Er möchte seinen Vaterschaftsurlaub vom 1. bis 21. September nehmen. Sein Chef antwortet ihm, dass dies unmöglich sei: Die Periode sei zu ausgelastet, er müsse verschieben. Herr Torres besteht darauf, geht trotzdem und erhält eine Abmahnung. Er ruft das Arbeitsgericht an. Wer hat recht? Die Frage, die sich jeder werdende Vater stellt, ist einfach: Kann mein Arbeitgeber meinen Urlaub wirklich blockieren? Diese Entscheidung des Kassationsgerichtshofs vom 31. Mai 2012 (Nr. 11-10.282) gibt eine klare und endgültige Antwort. Das Arbeitsrecht schützt den Vaterschaftsurlaub als eigenständiges Recht, das sich von bezahltem Urlaub unterscheidet. Und die Richter haben entschieden: Der Arbeitgeber kann weder die Abreise des Arbeitnehmers verweigern noch eine Verschiebung verlangen, sofern dieser die einmonatige Informationsfrist eingehalten hat. undefined, der Vater hat das letzte Wort. Aber Vorsicht: Es gibt Nuancen. Tauchen wir in die Details dieses Falles ein und sehen wir konkret, was dies für Sie ändert, ob Sie nun Arbeitnehmer in La Ciotat oder Arbeitgeber in Marseille sind.

Die Fakten: Eine Geschichte, wie sie jeden Tag passiert

Herr X, Arbeitnehmer eines Transportunternehmens mit Sitz in La Ciotat, wird am 25. Juli 2007 Vater. Gemäß Artikel L. 1225-35 des Arbeitsgesetzbuches informiert er seinen Arbeitgeber mit eingeschriebenem Brief vom 3. August 2007 über seinen Wunsch, Vaterschaftsurlaub zu nehmen. Er gibt die Daten an: vom 1. bis 21. September 2007. Der Arbeitgeber, der sich auf Arbeitsüberlastung beruft, verweigert ihm die Abreise zu diesen Daten und verlangt eine Verschiebung. Herr X lehnt ab und nimmt seinen Urlaub wie geplant. Nach seiner Rückkehr verhängt der Arbeitgeber eine Disziplinarstrafe gegen ihn. Der Arbeitnehmer ruft daraufhin das Arbeitsgericht an, um diese Strafe anzufechten und Schadensersatz zu fordern. Das Arbeitsgericht gibt ihm recht, aber das Berufungsgericht von Aix-en-Provence hebt das Urteil auf und entscheidet, dass der Arbeitgeber den Urlaub aus betrieblichen Gründen berechtigt verweigern konnte. Herr X legt Kassation ein. Der Kassationsgerichtshof hebt das Berufungsurteil auf und gibt ihm endgültig recht. Der Arbeitgeber hatte durch die Verweigerung des Urlaubs das Recht des Arbeitnehmers verletzt.

Die Argumentation des Gerichts — aufgeschlüsselt

Der Kassationsgerichtshof stützt sich auf Artikel L. 1225-35 Absatz 3 des Arbeitsgesetzbuches. Dieser Text bestimmt, dass der Arbeitnehmer, der Vaterschaftsurlaub nehmen möchte, „seinen Arbeitgeber mindestens einen Monat vor dem Datum, an dem er ihn zu nehmen beabsichtigt, unter Angabe des Datums, an dem er ihn beenden will, informiert“. Für die Richter reicht diese einfache Information aus: Der Arbeitgeber hat kein Recht auf Widerspruch oder Verschiebung. Der Vaterschaftsurlaub ist ein eigenständiges Recht, das sich von bezahltem Urlaub unterscheidet und nicht den betrieblichen Notwendigkeiten unterworfen werden kann. undefined, der Arbeitnehmer ist alleiniger Herr seiner Daten, innerhalb der gesetzlichen Grenzen (11 aufeinanderfolgende Tage, die in zwei Zeiträume aufgeteilt werden können). Das Gericht stellt klar, dass weder betriebliche Notwendigkeiten noch die Arbeitsbelastung dieses Recht behindern können. Dies ist eine Bestätigung der früheren Rechtsprechung: Der Vaterschaftsurlaub genießt einen verstärkten Schutz. Der Arbeitgeber, der sich dem widersetzt oder den Arbeitnehmer sanktioniert, begeht ein Verschulden, das seine Haftung begründet (Artikel 1240 des Bürgerlichen Gesetzbuches, der verpflichtet, den durch sein Verschulden verursachten Schaden zu ersetzen). In diesem Fall hatte das Berufungsgericht einen Fehler gemacht, indem es annahm, der Arbeitgeber könne eine Verschiebung verlangen. Der Kassationsgerichtshof stellt das Recht wieder her.

Was das für Sie konkret ändert

Für Arbeitnehmer: Sie haben das Recht, Ihren Vaterschaftsurlaub zu den von Ihnen gewählten Daten zu nehmen, vorausgesetzt, Sie halten die einmonatige Informationsfrist ein. Ihr Arbeitgeber kann sich dem nicht widersetzen. Tut er es doch, können Sie das Arbeitsgericht anrufen, um Schadensersatz und die Aufhebung etwaiger Sanktionen zu verlangen. Wenn Sie beispielsweise in einem Bauunternehmen in La Ciotat arbeiten und Ihr Chef Ihnen mit Kündigung droht, falls Sie gehen, sind Sie geschützt. Für Arbeitgeber: Sie müssen die Vertretung organisieren, ohne eine Verschiebung verlangen zu können. Wenn Sie der Meinung sind, dass die Abwesenheit des Arbeitnehmers den Betrieb stört, können Sie eine Anpassung vorschlagen, aber der Arbeitnehmer kann ablehnen. Achtung: Wenn Sie einen Arbeitnehmer sanktionieren, der das Verfahren eingehalten hat, riskieren Sie Schadensersatz (oft mehrere Monatsgehälter) und die Aufhebung der Sanktion. undefined, ich habe Fälle erlebt, in denen der Arbeitgeber, in gutem Glauben, eine Verschiebung wegen eines dringenden Projekts verlangt hat. Ergebnis: Verurteilung zu 3.000 € Schadensersatz an den Arbeitnehmer. undefined, ist, dass der Vaterschaftsurlaub in zwei Zeiträume aufgeteilt werden kann, aber der erste muss unmittelbar nach der Geburt genommen werden. Der Arbeitnehmer muss den Arbeitgeber einen Monat vor jedem Zeitraum informieren.

Vier Ratschläge, um solche Streitigkeiten zu vermeiden

  • Für den Arbeitnehmer: Halten Sie die einmonatige Frist strikt ein. Senden Sie ein Einschreiben mit Rückschein an Ihren Arbeitgeber, in dem Sie Beginn und Ende Ihres Urlaubs angeben. Bewahren Sie eine Kopie auf. Wenn der Arbeitgeber ablehnt, gehen Sie trotzdem: Sie sind im Recht.
  • Für den Arbeitgeber: Lehnen Sie niemals formell ab. Sie können mit dem Arbeitnehmer sprechen, um einen Kompromiss zu finden, aber wenn Sie die Abreise verweigern, begehen Sie ein Verschulden. Bereiten Sie stattdessen einen Vertretungsplan vor, sobald Sie informiert werden.
  • Für beide: Halten Sie alle Kommunikationen schriftlich fest. Im Streitfall sind schriftliche Beweise entscheidend.

Questions fréquentes

Puis-je prendre mon congé de paternité en plusieurs fois ?

Oui, le congé peut être fractionné en deux périodes, mais la première doit débuter immédiatement après la naissance. Chaque période doit être précédée d'un préavis d'un mois.

Que faire si mon employeur me menace de licenciement si je pars ?

Vous pouvez partir quand même : la menace est illégale. Conservez toutes les preuves (courriers, témoins) et saisissez les prud'hommes après votre retour. Vous pourrez obtenir des dommages-intérêts pour résistance abusive.

Mon employeur peut-il exiger que je reporte mon congé pour cause de surcharge de travail ?

Non, la jurisprudence est claire : la charge de travail ne peut pas faire obstacle au droit au congé de paternité. L'employeur doit organiser le remplacement.

Quels sont les délais pour contester une sanction liée au congé de paternité ?

Vous avez 12 mois à compter de la sanction pour saisir le conseil de prud'hommes. Passé ce délai, votre action sera irrecevable.

Le congé de paternité est-il rémunéré ?

Oui, il est indemnisé par la Sécurité sociale (IJSS) sous conditions. L'employeur n'a pas à verser le salaire, sauf si une convention collective prévoit un maintien de salaire.

Informations juridiques

  • Numéro: 11-10.282
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 31 mai 2012

Mots-clés

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Cas d'usage pratiques

1

Salarié à La Ciotat : employeur refuse le congé

M. Torres, salarié d'une entreprise de transport à La Ciotat, informe son employeur un mois avant son congé de paternité. L'employeur refuse pour cause de surcharge de travail. M. Torres part quand même et reçoit un avertissement.

Application pratique:

M. Torres doit contester l'avertissement devant les prud'hommes dans les 12 mois. Il peut demander l'annulation de la sanction et des dommages-intérêts (souvent 1 à 3 mois de salaire). Il doit conserver la lettre d'information et la preuve du refus de l'employeur.

2

Employeur à Aix-en-Provence : salarié impose ses dates

Un petit patron d'agence immobilière à Aix-en-Provence voit son agent commercial partir en congé paternité en pleine période de transactions. Il ne peut pas le remplacer au pied levé.

Application pratique:

L'employeur ne peut pas s'opposer. Il doit anticiper : dès réception de l'information, il peut demander au salarié de fractionner le congé (avec son accord) ou recruter un intérimaire. S'il sanctionne, il risque des dommages-intérêts.

3

Salarié fractionnant son congé : erreur de délai

Un salarié à Marseille prend une première période de 5 jours après la naissance, puis souhaite prendre les 6 jours restants 3 mois plus tard. Il n'informe son employeur que 15 jours avant.

Application pratique:

Le salarié doit respecter le délai d'un mois pour chaque période. S'il prévient trop tard, l'employeur peut légitimement refuser le report. Il doit alors choisir une autre date et respecter le préavis. En cas de litige, le juge vérifiera le respect des délais.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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