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Kündigung wegen Verkaufs einer möblierten Wohnung: Auch der Liquidator muss die 3-monatige Kündigungsfrist einhalten
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Kündigung wegen Verkaufs einer möblierten Wohnung: Auch der Liquidator muss die 3-monatige Kündigungsfrist einhalten

📅 Décision du 07 Oktober 2020⚖️ Cour de cassation👁️ 5 vues📖 5 min de lecture

Der Kassationsgerichtshof stellt klar, dass auch im Falle einer Liquidation der Liquidator dem Mieter einer möblierten Wohnung eine dreimonatige Kündigungsfrist wegen Verkaufs einhalten muss, andernfalls ist die Kündigung nichtig. Diese Entscheidung schützt die Mieter, erschwert jedoch die Arbeit der Verwalter.

Referenzentscheidung: cc • Nr. 19-14.388 • 2020-10-07 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich vor: Sie mieten seit drei Jahren eine möblierte Wohnung in Biscarrosse. Eines Morgens erhalten Sie ein Schreiben des Liquidators Ihres Vermieters (der Person, die die Insolvenz des Unternehmens verwaltet), in dem Ihnen mitgeteilt wird, dass die Wohnung verkauft wurde und Sie in zwei Monaten ausziehen müssen. Keine dreimonatige Kündigungsfrist, kein genauer Grund. Ist das rechtens? Die Antwort des Kassationsgerichtshofs ist klar: nein. Und diese Entscheidung vom 7. Oktober 2020 (Nr. 19-14.388) stellt klar, dass die Rechte des Mieters einer möblierten Wohnung auch im Falle einer Liquidation unantastbar bleiben. Aber was ändert das konkret für Sie? Eine Analyse.

Der Sachverhalt: eine alltägliche Geschichte

Frau O... ist Mieterin einer möblierten Wohnung, die einer Gesellschaft in Dax (Landes) gehört. Im Jahr 2014 unterzeichnet sie einen Mietvertrag für eine möblierte Wohnung. Einige Jahre später wird die Gesellschaft in Liquidation versetzt (ein kollektives Verfahren, das die Geschäftstätigkeit des Unternehmens beendet und seine Vermögenswerte zur Befriedigung der Gläubiger verkauft). Der Liquidator, dessen Aufgabe es ist, das Vermögen zu verwerten (die Vermögenswerte zu verkaufen), beschließt, die Wohnung frei von Mietverhältnissen zu verkaufen. Dazu verklagt er Frau O... auf Kündigung des Mietvertrags und Räumung. Er stellt ihr keine Kündigung wegen Verkaufs zu (eine Handlung, mit der der Vermieter dem Mieter seine Verkaufsabsicht mitteilt und ihm eine Kündigungsfrist gewährt). Das Berufungsgericht in Pau gibt dem Liquidator recht: Es spricht die Kündigung des Mietvertrags aus und ordnet die Räumung an. Frau O... legt Kassation ein. Sie argumentiert, dass der Liquidator Artikel 25-8 des Gesetzes vom 6. Juli 1989 (der eine dreimonatige Kündigungsfrist für den Verkauf einer möblierten Wohnung vorschreibt) hätte einhalten müssen. Der Kassationsgerichtshof gibt ihr recht: Das Berufungsurteil wird aufgehoben.

Die Begründung des Gerichts – im Detail

Die dem Kassationsgerichtshof vorgelegte Frage lautete: Ist der Liquidator verpflichtet, die Regeln des Mietrechts für möblierte Wohnungen, insbesondere Artikel 25-8 des Gesetzes vom 6. Juli 1989, einzuhalten, wenn er die Wohnung verkaufen will? Dieser Artikel bestimmt, dass der Vermieter dem Mieter zum Zwecke des Verkaufs einer möblierten Wohnung mit einer Frist von drei Monaten kündigen muss, und diese Kündigung muss mit dem Verkauf begründet werden, andernfalls ist sie nichtig. Der Liquidator stützte sich dagegen auf Artikel L. 641-11-1 IV des Handelsgesetzbuchs (der es dem Liquidator erlaubt, die Vermögenswerte des Schuldners frei zu veräußern, ohne bestimmte Klauseln des Mietvertrags einhalten zu müssen). Aber der Kassationsgerichtshof sagt: Diese Vorschrift schließt die Anwendung von Artikel 25-8 nicht aus. Mit anderen Worten: Auch in der Liquidation muss der Liquidator eine ordnungsgemäße Kündigung aussprechen. Vorsicht: Das Gericht sagt nicht, dass der Liquidator nicht verkaufen darf, sondern dass er das Verfahren einhalten muss. Was nur wenige wissen: Diese Entscheidung steht im Zusammenhang mit einem verstärkten Schutz des Mieters einer möblierten Wohnung, der als verletzlicher gilt, da er eine kürzere Kündigungsfrist hat (ein Monat bei unmöblierter Vermietung, drei Monate bei möblierter). Kurz gesagt: Das Gericht stellt das Recht auf Wohnung über die Erfordernisse der Liquidation.

Was das konkret für Sie bedeutet

Wenn Sie Mieter einer möblierten Wohnung sind: Sie sind geschützt. Selbst wenn Ihr Vermieter in Konkurs geht, kann der Liquidator Sie nicht ohne Einhaltung der dreimonatigen Kündigungsfrist und einer begründeten Kündigung hinauswerfen. Beispiel: In Dax, wenn Sie ein möbliertes Studio mieten und die vermietende Gesellschaft liquidiert wird, muss der Liquidator Ihnen mindestens drei Monate vor dem Verkauf kündigen. In meiner Praxis habe ich Fälle gesehen, in denen Mieter innerhalb von zwei Monaten hinausgeworfen wurden: Diese Entscheidung hätte sie geschützt.

Wenn Sie Vermieter (oder Liquidator) sind: Sie müssen unbedingt eine ordnungsgemäße Kündigung aussprechen, andernfalls ist sie nichtig. Der Liquidator kann sich nicht mit einer einfachen gerichtlichen Kündigungsklage begnügen. Er muss die Formvorschriften einhalten. In Biscarrosse riskiert ein Liquidator, der eine möblierte Wohnung ohne Kündigung verkauft, dass der Verkauf für nichtig erklärt wird oder er den Mieter entschädigen muss.

Wenn Sie Erwerber einer möblierten Wohnung in Liquidation sind: Überprüfen Sie, ob die Kündigung ordnungsgemäß ausgesprochen wurde. Andernfalls könnten Sie eine bewohnte Wohnung kaufen und nicht einziehen können.

Vier Tipps zur Vermeidung solcher Streitigkeiten

  • Für den Liquidator: Sobald Sie den Verkauf einer möblierten Wohnung in Betracht ziehen, sprechen Sie eine Kündigung wegen Verkaufs per Gerichtsvollzieher oder eingeschriebenem Brief mit Rückschein aus, unter Einhaltung der dreimonatigen Frist und mit Begründung des Verkaufs. Versuchen Sie nicht, Artikel 25-8 zu umgehen.
  • Für den Mieter: Wenn Sie eine Aufforderung zum Auszug ohne formelle Kündigung erhalten, ziehen Sie nicht aus. Konsultieren Sie einen Fachanwalt, um die Nichtigkeit der Kündigung feststellen zu lassen und in der Wohnung zu bleiben.
  • Für den Erwerber: Verlangen Sie vom Verkäufer (oder Liquidator) eine Kopie der dem Mieter zugestellten Kündigung. Überprüfen Sie die Daten. Ist die Kündigung fehlerhaft, können Sie die Unterzeichnung des Kaufvertrags verweigern oder einen Preisnachlass aushandeln.
  • Für den Vermieter in finanziellen Schwierigkeiten: Wenn Sie eine Liquidation befürchten, lassen Sie sich frühzeitig beraten, um die Rechte Ihrer Mieter zu wahren und spätere Klagen zu vermeiden.

Questions fréquentes

Un liquidateur peut-il vendre un meublé sans donner congé au locataire ?

Non, la Cour de cassation (7 octobre 2020) rappelle que le liquidateur doit délivrer un congé pour vendre avec un préavis de trois mois, sous peine de nullité. L'article 25-8 de la loi du 6 juillet 1989 s'applique même en liquidation judiciaire.

Que faire si je reçois un congé de moins de trois mois de la part d'un liquidateur ?

Vous pouvez contester ce congé devant le tribunal judiciaire. Il est probablement nul. Consultez un avocat spécialisé pour obtenir le maintien dans les lieux et d'éventuels dommages-intérêts.

Le locataire d'un meublé a-t-il un droit de préemption en cas de vente par le liquidateur ?

Oui, selon une jurisprudence antérieure (Civ. 3e, 5 juillet 2018), le liquidateur doit proposer la vente au locataire en priorité. Cette décision de 2020 confirme que les droits du locataire sont préservés.

Quels sont les délais à respecter pour un congé pour vendre en meublé ?

Le préavis est de trois mois avant la date d'effet du congé. Le congé doit être délivré par acte d'huissier ou lettre recommandée avec accusé de réception, et motivé par la décision de vendre.

Cette règle s'applique-t-elle aux locations vides ?

Oui, par analogie, le préavis est de six mois pour les locations vides (article 15 de la loi de 1989). Mais la décision commentée porte spécifiquement sur les meublés.

Informations juridiques

  • Numéro: 19-14.388
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 07 octobre 2020

Mots-clés

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Cas d'usage pratiques

1

Locataire d'un meublé à Dax menacé d'expulsion rapide

Mme O..., locataire d'un meublé à Dax, se voit assignée en justice par le liquidateur de son bailleur pour expulsion en deux mois, sans congé préalable.

Application pratique:

Grâce à cette décision, Mme O... aurait pu exiger un congé de trois mois. En pratique, il faut refuser tout départ immédiat, contester l'assignation et demander la nullité de la procédure. Le liquidateur devra recommencer dans les formes.

2

Liquidateur vendant un meublé à Biscarrosse sans préavis

Un liquidateur vend un appartement meublé à Biscarrosse et demande au locataire de partir sous deux mois pour signature de l'acte de vente.

Application pratique:

Le liquidateur doit annuler la vente ou négocier avec l'acquéreur une remise. Il doit délivrer un congé régulier de trois mois. Le locataire peut rester jusqu'à l'expiration du préavis et exercer son droit de préemption.

3

Acquéreur d'un meublé en liquidation sans congé délivré

Un acheteur à Dax signe un compromis pour un meublé vendu par un liquidateur, sans savoir que le locataire n'a pas reçu de congé.

Application pratique:

L'acquéreur peut refuser de signer l'acte authentique si le logement n'est pas libre. Il peut demander au liquidateur de régulariser ou négocier une baisse de prix. En cas de refus, il peut obtenir des dommages-intérêts.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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