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Liquidation judiciaire und Kündigung wegen Verkaufs: Der Vermieter muss das Gesetz vom 6. Juli 1989 einhalten
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Liquidation judiciaire und Kündigung wegen Verkaufs: Der Vermieter muss das Gesetz vom 6. Juli 1989 einhalten

📅 Décision du 07 Oktober 2020⚖️ Cour de cassation👁️ 13 vues📖 4 min de lecture

Der Kassationsgerichtshof stellt klar, dass auch in der Liquidation judiciaire der Liquidator, der eine vermietete Wohnung verkaufen will, eine Kündigung wegen Verkaufs gemäß dem Gesetz vom 6. Juli 1989 aussprechen muss, mit einer Frist von 6 Monaten und Angabe des Preises. Diese Entscheidung schützt Mieter vor übereilten Verkäufen.

Referenzentscheidung: cc • Nr. 19-10.685 • 2020-10-07 • Entscheidung einsehen →

Sie sind Eigentümer einer Wohnung in Mimizan, und leider wird Ihre Gesellschaft in Liquidation judiciaire versetzt (ein kollektives Verfahren, das die Geschäftstätigkeit des Unternehmens beendet). Der Liquidator (die Person, die mit der Verwertung des Unternehmensvermögens beauftragt ist) teilt Ihnen mit, dass er die Wohnung, die Sie an einen Mieter vermieten, verkaufen will. Kann er dies tun, ohne die üblichen Regeln für die Kündigung wegen Verkaufs (Kündigungsfrist von 6 Monaten, Angabe des Preises, Kaufangebot an den Mieter) einzuhalten? Diese Frage hat der Kassationsgerichtshof am 7. Oktober 2020 (Revisionsnr. 19-10.685) beantwortet.

Diese Entscheidung, die einen Rechtsstreit in den Landes betrifft, ist für Vermieter und Mieter in Mimizan, Tarnos und ganz Frankreich von direktem Interesse. Kurz gesagt, der Gerichtshof hat entschieden, dass der Liquidator, selbst in der Liquidation judiciaire, Artikel 15 des Gesetzes vom 6. Juli 1989 (das Wohnraummietverhältnisse regelt) einhalten muss: Er muss eine Kündigung wegen Verkaufs mit einer Frist von 6 Monaten aussprechen, den Preis und die Verkaufsbedingungen angeben, und die Kündigung gilt als Kaufangebot zugunsten des Mieters. Mit anderen Worten, die Liquidation judiciaire erlaubt es nicht, die Rechte des Mieters zu umgehen. Aber was ändert das genau? Tauchen wir in die Fakten ein.

Dieser Fall ist ein perfektes Beispiel für die Spannungen, die zwischen dem Recht der kollektiven Verfahren (das darauf abzielt, die Gläubiger so schnell wie möglich zu befriedigen) und dem Recht auf Wohnen (das den Mieter schützt) entstehen können. Wie sollten Sie reagieren, wenn Sie in dieser Situation sind? Lesen Sie weiter.

Der Sachverhalt: eine Geschichte, wie sie täglich vorkommt

Stellen Sie sich vor: In Tarnos ist eine Gesellschaft namens „Alexandre“ (wir nennen sie Gesellschaft A) Eigentümerin einer Wohnung, die sie an eine Familie, die Eheleute K. (Herr und Frau K.), vermietet. Die Gesellschaft A befindet sich in Liquidation judiciaire. Der vom Handelsgericht bestellte Liquidator beschließt, die Wohnung frei von Nutzungsrechten (d. h. ohne Mieter) zu verkaufen, um den bestmöglichen Preis zu erzielen. Dazu muss er zunächst den Mietvertrag kündigen. Der Liquidator klagt (vor dem Mietrichter), um die Kündigung des Mietvertrags feststellen zu lassen, ohne zuvor dem Mieter eine Kündigung wegen Verkaufs ausgesprochen zu haben.

Die Eheleute K. widersprechen: Sie sind der Ansicht, dass der Liquidator das Gesetz vom 6. Juli 1989 einhalten muss, das eine Kündigungsfrist von 6 Monaten und ein Vorkaufsrecht des Mieters vorsieht. Der Liquidator beruft sich dagegen auf Artikel L. 641-11-1, IV des Handelsgesetzbuchs (der die Liquidation judiciaire regelt): Seiner Ansicht nach erlaubt ihm dieser Text, die Vermögenswerte frei zu veräußern, ohne an die Regeln des Mietrechts gebunden zu sein. Das erstinstanzliche Gericht (der Richter für Streitigkeiten des Mieterschutzes) gibt dem Liquidator Recht und spricht die Kündigung des Mietvertrags aus. Die Eheleute K. legen Berufung ein (beantragen, dass ein Berufungsgericht den Fall erneut prüft). Das Berufungsgericht Pau (das die Landes abdeckt) bestätigt die Entscheidung. Daraufhin legen die Eheleute K. Revision ein (befassen den Kassationsgerichtshof, das höchste französische Gericht).

Der Kassationsgerichtshof hebt das Urteil des Berufungsgerichts auf. Er entscheidet, dass der Liquidator als Vermieter Artikel 15 des Gesetzes vom 6. Juli 1989 einhalten muss. Dieser Text ist zwingendes Recht (ordre public, von dem nicht abgewichen werden kann). Der Liquidator hätte eine Kündigung wegen Verkaufs aussprechen müssen, mit einer Frist von 6 Monaten, unter Angabe des Preises und der Verkaufsbedingungen, und diese Kündigung gilt als Kaufangebot zugunsten des Mieters. Artikel L. 641-11-1, IV des Handelsgesetzbuchs schließt die Anwendung dieser Bestimmungen nicht aus. Kurz gesagt, die Liquidation judiciaire erlaubt es nicht, die Rechte des Mieters zu umgehen.

Die Begründung des Gerichts – aufgeschlüsselt

Der Kassationsgerichtshof stützt sich auf zwei Texte: Artikel 15, I und II des Gesetzes Nr. 89-462 vom 6. Juli 1989 (das Gesetz über Wohnraummietverhältnisse) und Artikel L. 641-11-1, IV des Handelsgesetzbuchs (betreffend die Liquidation judiciaire). Der erste Text bestimmt, dass der Vermieter zur Kündigung eines Wohnraummietvertrags zwecks Verkaufs der Wohnung eine Kündigungsfrist von 6 Monaten einhalten und eine Kündigung aussprechen muss, die den Preis und die Verkaufsbedingungen angibt. Diese Kündigung gilt als Kaufangebot zugunsten des Mieters: Der Mieter hat während der ersten zwei Monate der Kündigungsfrist ein Vorkaufsrecht. Der zweite Text sieht vor, dass der Liquidator die Vermögenswerte des Unternehmens in Liquidation freihändig veräußern kann, ohne besondere Formalitäten.

Die Richter des Kassationsgerichtshofs haben diese beiden Texte so ausgelegt, dass sie miteinander vereinbar sind. Sie haben entschieden, dass der zweite Text die Anwendung des ersten nicht ausschließt. Mit anderen Worten, der Liquidator kann das Grundstück zwar verkaufen, aber er muss dies unter Beachtung der Schutzvorschriften für den Mieter tun. Diese Argumentation ist logisch: Das Recht auf Wohnen ist ein Grundrecht, und das Gesetz vom 6. Juli 1989 ist zwingendes Recht. Selbst in der Liquidation judiciaire behält der Mieter seine Rechte.

Diese Entscheidung bestätigt eine bereits eingeleitete Rechtsprechungstendenz: Die Gerichte schützen den Mieter auch gegenüber kollektiven Verfahren.

Questions fréquentes

Puis-je être expulsé sans congé pour vendre en liquidation judiciaire ?

Non, le liquidateur doit respecter la loi du 6 juillet 1989 : préavis de 6 mois, prix indiqué, offre de vente au locataire. Sans cela, la résiliation du bail est nulle.

Que faire si je reçois un congé pour vendre d'un liquidateur ?

Vérifiez le délai de préavis (6 mois) et le prix. Vous avez 2 mois pour accepter l'offre. Si le prix est excessif, vous pouvez le contester devant le juge.

Le liquidateur peut-il vendre le logement à un tiers sans me proposer en priorité ?

Non, le congé vaut offre de vente. Le locataire a un droit de préemption de 2 mois. Vente à un tiers sans respecter ce droit peut être annulée.

Quels sont les risques pour le liquidateur qui ne respecte pas ces règles ?

Il peut être condamné à des dommages et intérêts et la résiliation du bail peut être annulée.

Un propriétaire personne physique est-il soumis aux mêmes règles ?

Oui, la loi de 1989 s'applique à tous les bailleurs, personnes physiques ou morales.

Informations juridiques

  • Numéro: 19-10.685
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 07 octobre 2020

Mots-clés

liquidation judiciairecongé pour vendrebail d'habitationloi du 6 juillet 1989droit de préemption

Cas d'usage pratiques

1

Propriétaire en liquidation judiciaire à Mimizan

Un propriétaire bailleur à Mimizan voit sa société mise en liquidation judiciaire. Le liquidateur veut vendre rapidement un appartement loué à un locataire de longue date. Il tente de résilier le bail sans congé.

Application pratique:

La décision de la Cour de cassation impose au liquidateur de délivrer un congé pour vendre de 6 mois, avec prix et offre de vente. Le locataire peut rester jusqu'à l'expiration du préavis et a un droit de priorité pour acheter.

2

Locataire à Tarnos menacé d'expulsion abusive

Un locataire à Tarnos reçoit une lettre du liquidateur de son bailleur lui ordonnant de quitter les lieux sous 3 mois, sans mention de prix de vente.

Application pratique:

Le locataire peut contester cette résiliation : le congé est nul. Il doit saisir le juge des contentieux de la protection pour faire respecter ses droits. Il peut aussi se porter acquéreur aux conditions légales.

3

Acquéreur d'un bien occupé dans les Landes

Un investisseur achète un appartement à Dax dans le cadre d'une liquidation judiciaire, sans vérifier si un congé régulier a été délivré au locataire.

Application pratique:

L'acquéreur risque de ne pas pouvoir expulser le locataire. Il doit exiger du vendeur la preuve d'un congé valable. Sinon, il peut être contraint de supporter le maintien dans les lieux.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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