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Grunderwerbsteuer: Wie bewertet man börsennotierte Aktien, die als bloßes Eigentum übertragen werden?
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Grunderwerbsteuer: Wie bewertet man börsennotierte Aktien, die als bloßes Eigentum übertragen werden?

📅 Décision du 23 Februar 1999⚖️ Cour de cassation👁️ 13 vues📖 5 min de lecture

Der Kassationshof stellt klar, dass bei Titeln, die als bloßes Eigentum übertragen werden, der erklärte Wert zugrunde gelegt werden kann, wenn der Nießbraucher älter als 70 Jahre ist, dank des 10%igen Abschlags gemäß Artikel 762 des Allgemeinen Steuergesetzbuchs.

Referenzentscheidung: cc • N° 96-19.507 • 1999-02-23 • Entscheidung einsehen →

In diesem Fall hatte ein Steuerpflichtiger Aktien eines börsennotierten Unternehmens geschenkt erhalten. Der Schenker, 75 Jahre alt, hatte sich den Nießbrauch (das Recht, die Erträge zu beziehen) vorbehalten, während der Beschenkte das bloße Eigentum erhielt (er würde das volle Eigentum beim Tod des Schenkers erlangen). Welcher Wert ist beim Finanzamt zu erklären? Der Börsenwert am Tag der Übertragung? Oder ein reduzierter Wert unter Berücksichtigung des Nießbrauchs?

Genau diese Frage stellte sich für die Erben X. Ihr Notar hatte die Aktien mit ihrem Verkehrswert (Marktpreis) abzüglich eines Abschlags von 10 % aufgrund des Alters des Nießbrauchers erklärt. Die Steuerverwaltung widersprach: Ihrer Ansicht nach war der durchschnittliche Kurs am Tag der Übertragung ohne Abschlag zugrunde zu legen.

Was antwortet der Kassationshof in diesem Urteil vom 23. Februar 1999? Er gibt den Steuerpflichtigen recht: Sobald der Nießbraucher älter als 70 Jahre ist, findet der 10%ige Abschlag gemäß Artikel 762 des Allgemeinen Steuergesetzbuchs Anwendung, und der erklärte Wert wird anerkannt. Erläuterungen.

Der Sachverhalt: eine alltägliche Geschichte

Die Erben X. hatten eine vorweggenommene Erbteilung (eine Urkunde zur vorzeitigen Übertragung ihres Vermögens) zugunsten ihrer Kinder errichtet. Sie hatten insbesondere börsennotierte Aktien übertragen, deren Nießbrauch sie sich vorbehielten. Zu dieser Zeit sah die steuerliche Bewertungstabelle für den Nießbrauch vor, dass bei einem Alter über 70 Jahren der Nießbrauch mit 10 % des Werts des Volleigentums bewertet wird (Artikel 762 CGI).

Die Kinder erklärten diese Aktien daher mit einem Wert von 90 % ihres Börsenkurses (100 % - 10 % Nießbrauch). Die Steuerverwaltung war jedoch der Ansicht, dass der Wert gemäß Artikel 759 CGI zu berechnen sei, der vorschreibt, den durchschnittlichen Kurs am Tag der Übertragung ohne Abschlag zugrunde zu legen. Sie erließ daher einen Steuerbescheid.

Die Erben X. fochten dies vor dem zuständigen Tribunal de grande instance an. Das Gericht gab ihnen recht, und die Verwaltung legte Kassation ein.

Die Begründung des Gerichts – analysiert

Der Kassationshof musste einen Konflikt zwischen zwei Vorschriften entscheiden: Artikel 759 CGI, der den Wert börsennotierter Aktien auf den durchschnittlichen Kurs am Tag der Übertragung festlegt (ohne Abschlag), und Artikel 762, der eine Bewertungstabelle für den Nießbrauch nach dem Alter des Nießbrauchers vorsieht.

Kurz gesagt: Ist bei Titeln, die als bloßes Eigentum übertragen werden, Artikel 759 (roher Börsenwert) anzuwenden und dann der Nießbrauch gemäß der Tabelle von Artikel 762 abzuziehen? Oder kann man direkt den erklärten Wert, vermindert um den Abschlag, zugrunde legen?

Die Richter antworteten: Ja, man kann den erklärten Wert zugrunde legen, sofern der Nießbraucher älter als 70 Jahre ist und der Abschlag von 10 % genau der gesetzlichen Tabelle entspricht. Mit anderen Worten, Artikel 762 hat Vorrang bei der Bewertung des Nießbrauchs, und der Wert des bloßen Eigentums ergibt sich automatisch daraus.

Was nur wenige wissen: Diese Entscheidung bestätigt die bisherige Rechtsprechung. Sie schafft kein neues Recht, sondern klärt das Verhältnis der beiden Artikel. Vorsicht jedoch: Ist der Nießbraucher jünger als 70 Jahre, ist der Abschlag geringer (z.B. 20 % zwischen 61 und 70 Jahren), und die Berechnung kann komplexer werden.

In meiner Praxis bin ich auf Fälle gestoßen, in denen die Verwaltung versuchte, diese Abschläge anzufechten mit der Begründung, der Börsenwert müsse vorrangig sein. Aber seit diesem Urteil ist die Position der Steuerpflichtigen solide geschützt.

Was das für Sie konkret bedeutet

Wenn Sie Eigentümer börsennotierter Aktien sind und eine Schenkung unter Nießbrauchsvorbehalt planen, sollten Sie Folgendes wissen:

Für den Schenker (den, der schenkt): Wenn Sie älter als 70 Jahre sind, wird der von Ihnen vorbehaltene Nießbrauch mit 10 % des Aktienwerts bewertet. Die Schenkung betrifft daher 90 % des Werts. Das ist steuerlich sehr vorteilhaft, da die Schenkungsteuer (für unentgeltliche Übertragungen) nur auf dieses bloße Eigentum berechnet wird.

Für den Beschenkten (den, der erhält): Sie erklären die Aktien mit 90 % ihres durchschnittlichen Kurses. Wenn die Verwaltung widerspricht, können Sie sich auf das Urteil von 1999 berufen. Konkretes Beispiel: Aktien im Wert von 100.000 € werden mit 90.000 € erklärt, was eine Steuerersparnis von mehreren tausend Euro bedeutet.

Achtung jedoch: Ist der Nießbraucher jünger als 70 Jahre, ist der Abschlag geringer (z.B. 30 % zwischen 51 und 60 Jahren). In diesem Fall gilt Artikel 759 vollständig, und der durchschnittliche Kurs am Tag der Übertragung wird zugrunde gelegt, dann wird die Tabelle von Artikel 762 angewendet.

Für Fachleute (Notare, Vermögensberater): Diese Rechtsprechung ist ein wertvolles Instrument zur Optimierung von Übertragungen. Sie vermeidet unnötige Steuerbescheide.

Vier Tipps zur Vermeidung solcher Streitigkeiten

  • Bewerten Sie den Nießbrauch nach der gesetzlichen Tabelle: Verwenden Sie die Tabelle von Artikel 762 CGI (10 % ab 71 Jahren, 20 % von 61 bis 70 Jahren usw.). Verlassen Sie sich nicht auf eine freie Schätzung.
  • Erklären Sie den Wert der Aktien auf der Grundlage des durchschnittlichen Kurses am Tag der Übertragung: Auch wenn Sie den Abschlag anwenden, bewahren Sie den Nachweis des Börsenkurses am Tag der Übertragung auf. Im Falle einer Prüfung können Sie die Berechnung rechtfertigen.
  • Bewahren Sie alle Dokumente auf: Wertpapierdepotauszüge, Nachweis des Alters des Nießbrauchers, notarielle Urkunde. Diese Beweise sind im Streitfall unerlässlich.
  • Konsultieren Sie vor der Unterzeichnung einen Fachanwalt: Jede Situation ist einzigartig. Zum Beispiel, wenn die Aktien im Miteigentum gehalten werden oder wenn es sich um nicht börsennotierte Aktien handelt.

Questions fréquentes

Quelle valeur déclarer pour des actions cotées données en nue-propriété ?

La valeur de la nue-propriété est égale à la valeur de la pleine propriété (cours moyen du jour de la transmission) multipliée par le pourcentage correspondant à l'âge de l'usufruitier selon le barème de l'article 762 du CGI. Par exemple, si l'usufruitier a plus de 70 ans, l'usufruit vaut 10 %, donc la nue-propriété vaut 90 %.

Puis-je contester un redressement si l'administration refuse cet abattement ?

Oui, vous pouvez contester en vous appuyant sur l'article 762 du CGI et sur la jurisprudence de la Cour de cassation du 23 février 1999. Vous devez saisir le tribunal judiciaire dans les deux ans suivant la notification du redressement.

Quel est le coût d'une consultation avec Maître Zakine ?

Une première consultation de 30 minutes est facturée 45 €. Cela permet de faire le point sur votre situation et d'éviter des erreurs coûteuses.

Cet abattement s'applique-t-il aussi pour l'IFI ou l'ISF ?

Non, l'IFI (impôt sur la fortune immobilière) a ses propres règles d'évaluation. L'abattement de l'article 762 CGI ne concerne que les droits de mutation à titre gratuit (donation, succession).

Informations juridiques

  • Numéro: 96-19.507
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 23 février 1999

Mots-clés

droits de mutationnue-propriétéusufruitactions cotéesarticle 762 CGI

Cas d'usage pratiques

1

Donation d'actions cotées à un enfant avec usufruit conservé

M. Martin, 75 ans, souhaite donner à sa fille des actions TotalEnergies d'une valeur de 200 000 €. Il conserve l'usufruit. Sa fille devra déclarer la nue-propriété, soit 200 000 € × 90 % = 180 000 €.

Application pratique:

La fille déclare 180 000 € sur la déclaration de donation. En cas de contrôle, elle justifie l'abattement par l'âge de son père. Si l'administration conteste, elle peut citer l'arrêt de 1999.

2

Succession d'actions cotées avec usufruit au conjoint survivant

Mme Durand décède, laissant à son conjoint, âgé de 72 ans, l'usufruit d'actions LVMH. Les enfants, nus-propriétaires, doivent déclarer les actions à leur valeur vénale minorée de 10 %.

Application pratique:

Les enfants déclarent les actions à 90 % de leur cours. Le conjoint n'a rien à déclarer pour l'usufruit. L'administration peut vérifier l'âge, mais ne peut pas exiger 100 % de la valeur.

3

Donation avec usufruit à un parent de moins de 70 ans

M. Leblanc, 65 ans, donne des actions Air Liquide à son fils. L'usufruit est évalué à 20 % (tranche 61-70 ans). La nue-propriété est donc de 80 %.

Application pratique:

Le fils déclare 80 % de la valeur. L'administration pourrait contester si elle estime que l'usufruit a une valeur économique supérieure, mais la jurisprudence protège l'application du barème.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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23 juil. 2026Lire →

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