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Enteignung: Freiwillige Veräußerungen nach Gemeinwohl-erklärung unterliegen dem Enteignungsgesetzbuch
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Enteignung: Freiwillige Veräußerungen nach Gemeinwohl-erklärung unterliegen dem Enteignungsgesetzbuch

📅 Décision du 11 Januar 2023⚖️ Cour de cassation👁️ 11 vues📖 4 min de lecture

Der Kassationsgerichtshof stellt klar, dass freiwillige Veräußerungen, die nach einer Gemeinwohlerklärung erfolgen, den Regeln des Enteignungsgesetzbuchs unterliegen, insbesondere hinsichtlich Veräußerung und vorübergehender Nutzungsüberlassung. Eine Entscheidung, die die Rechte der Eigentümer präzisiert.

Referenzentscheidung: cc • Nr. 22-10.027 • 2023-01-11 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich vor: Sie sind Eigentümer eines Grundstücks in Mont-de-Marsan, in einem Gebiet, in dem die Gemeinde ein Erschließungsprojekt gestartet hat. Eine öffentliche Einrichtung bietet Ihnen an, Ihr Grundstück im freiwilligen Wege zu kaufen. Sie stimmen zu und glauben, einen einfachen privaten Kaufvertrag abzuschließen. Doch Jahre später stellen Sie fest, dass nicht die allgemeinen Regeln, sondern die strengeren Vorschriften des Enteignungsgesetzbuchs gelten. Was tun? Diese Frage hat der Kassationsgerichtshof in einem Urteil vom 11. Januar 2023 geklärt, das Eigentümer und Immobilienfachleute direkt betrifft.

Im vorliegenden Fall hatten Eigentümer ihre Grundstücke nach einer Gemeinwohlerklärung (DUP, Verwaltungsakt, der ein Projekt von allgemeinem Interesse erklärt) an die öffentliche Erschließungseinrichtung von Marne-la-Vallée (Epamarne) verkauft. Sie waren der Ansicht, der Verkauf unterliege dem allgemeinen Recht, doch der Kassationsgerichtshof entschied anders: Die Bestimmungen der Artikel L. 21-1 ff. des Enteignungsgesetzbuchs gelten für alle freiwilligen Veräußerungen, die nach einer DUP erfolgen. Mit anderen Worten: Sobald die Gemeinnützigkeit erklärt ist, unterliegt auch ein „freiwilliger“ Verkauf besonderen Regeln, die sowohl den öffentlichen Erwerber als auch den Verkäufer schützen, aber auch bestimmte Rechte einschränken.

Doch was bedeutet das konkret für Sie als Eigentümer in Tarnos oder anderswo? Diese Entscheidung klärt einen wichtigen Punkt: Sie können die Regeln der Enteignung nicht umgehen, indem Sie einen „freiwilligen“ Kaufvertrag unterzeichnen. Die im Enteignungsgesetzbuch vorgesehenen Garantien (wie das Rückübertragungsrecht, also die Möglichkeit, das Grundstück zurückzukaufen, wenn das Projekt nicht realisiert wird) gelten, aber auch die Einschränkungen. In diesem Artikel erläutere ich diese Entscheidung und ihre Auswirkungen für Eigentümer, Mieter und Fachleute.

Der Sachverhalt: eine alltägliche Geschichte

Die Geschichte beginnt in den 1970er Jahren im Rahmen der Erschließung der neuen Stadt Marne-la-Vallée. Die öffentliche Erschließungseinrichtung von Marne-la-Vallée (Epamarne) erwarb 1975 und 1976 zahlreiche Grundstücke in einem geplanten Erschließungsgebiet (ZAC, ein Bereich, in dem die Stadtplanung festgelegt ist). Diese Erwerbe erfolgten nach einer Gemeinwohlerklärung (DUP), jedoch im freiwilligen Wege, d. h. durch freiwillige Verkäufe ohne Zwangsenteignung.

Jahre später, im Jahr 2017, verklagten Herr und Frau [T], Eigentümer einiger dieser Grundstücke, die Epamarne vor dem Tribunal de grande instance Paris. Sie beantragten die Anwendung der Artikel L. 21-1 ff. des Enteignungsgesetzbuchs über die Veräußerung und die vorübergehende Nutzungsüberlassung enteigneter Immobilien. Kurz gesagt, sie waren der Ansicht, dass der freiwillige Verkauf nach der DUP diesen Bestimmungen und nicht dem allgemeinen Kaufrecht unterliege. Ihr Ziel? Wahrscheinlich zusätzliche Rechte wie ein Vorkaufsrecht oder eine günstigere Entschädigung zu erhalten.

Die Epamarne hingegen argumentierte, der freiwillige Verkauf sei ein Verkauf des allgemeinen Rechts und die Enteignungsregeln fänden keine Anwendung. Gab das Gericht den Eheleuten [T] in erster Instanz recht? Nein, das Berufungsgericht Paris wies ihre Klage mit Urteil vom 2. April 2021 ab. Die Berufungsrichter waren der Ansicht, dass freiwillige Veräußerungen, die vor der DUP erfolgten, nicht dem Enteignungsgesetzbuch unterlägen. Aber Achtung: Hier hatten die Verkäufe nach der DUP stattgefunden. Die Eheleute [T] legten Kassation ein.

Der Kassationsgerichtshof hob mit seinem Urteil vom 11. Januar 2023 das Berufungsurteil auf. Er stellte klar, dass die Artikel L. 21-1 ff. des Enteignungsgesetzbuchs auf freiwillige Veräußerungen anwendbar sind, die nach einer Gemeinwohlerklärung erfolgen. Es spiele keine Rolle, ob die Veräußerung freiwillig oder zwangsweise erfolge: Sobald eine DUP erlassen sei, unterlägen die Verkäufe diesem Sonderregime. Dies ist eine wichtige Klarstellung für alle Eigentümer, die von Erschließungsprojekten betroffen sind.

Die Begründung des Gerichts – aufgeschlüsselt

Um die Entscheidung zu verstehen, muss man sich zunächst die Texte ansehen. Artikel L. 21-1 des Enteignungsgesetzbuchs bestimmt, dass „die zum Zweck der Durchführung von Maßnahmen in geplanten Erschließungsgebieten enteigneten Immobilien unter bestimmten Bedingungen veräußert oder vorübergehend überlassen werden können“. Die Frage war, ob dieser Artikel nur für Zwangsenteignungen oder auch für freiwillige Verkäufe nach einer DUP gilt.

Der Kassationsgerichtshof antwortet: Ja, er gilt. Er stützt sich auf den Wortlaut des Gesetzes: „die enteigneten Immobilien“ beziehe sich nicht nur auf diejenigen, die zwangsweise entzogen wurden, sondern auch auf diejenigen, die im Rahmen eines Enteignungsverfahrens freiwillig erworben wurden. Mit anderen Worten: Sobald eine DUP erklärt wurde, kann die Verwaltung Grundstücke entweder im freiwilligen Wege oder durch Enteignung erwerben, aber in beiden Fällen gilt das Enteignungsregime. Das Berufungsgericht habe einen Fehler begangen, indem es den Anwendungsbereich auf reine Zwangsenteignungen beschränkt habe.

Questions fréquentes

Qu'est-ce qu'une déclaration d'utilité publique (DUP) ?

La DUP est un acte administratif qui déclare qu'un projet (ex : construction d'une route, d'une zone d'activités) est d'intérêt général. Elle permet à l'administration d'acquérir les terrains nécessaires, soit à l'amiable, soit par expropriation forcée.

Puis-je refuser une vente amiable après une DUP ?

Oui, vous pouvez refuser. Mais l'administration peut alors engager une procédure d'expropriation forcée, qui aboutira à une indemnité fixée par le juge. Il est souvent préférable de négocier l'indemnité avec l'aide d'un avocat.

Quels sont mes droits si j'ai déjà vendu à l'amiable après une DUP ?

Vous pouvez demander la révision de l'indemnité si elle n'a pas respecté les règles du code de l'expropriation (ex : indemnité de remploi, droit de rétrocession). Consultez un avocat rapidement, car les délais sont limités.

Quel est le délai pour exercer le droit de rétrocession ?

Le droit de rétrocession permet de racheter le bien si le projet n'est pas réalisé dans les 5 ans suivant l'acquisition. Vous devez agir dans un délai de 5 ans à compter de l'expiration de ce délai, soit 10 ans au total.

Comment est calculée l'indemnité d'expropriation ?

L'indemnité est calculée sur la valeur vénale du bien à la date de la DUP, majorée d'une indemnité de remploi (environ 10% pour les terrains). Elle peut être négociée ou fixée par le juge de l'expropriation.

Informations juridiques

  • Numéro: 22-10.027
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 11 janvier 2023

Mots-clés

expropriationcession amiabledéclaration d'utilité publiquecode de l'expropriationdroit immobilier

Cas d'usage pratiques

1

Propriétaire d'un terrain à Tarnos menacé d'expropriation

M. Dupont possède un terrain agricole de 2 hectares à Tarnos, dans une zone où la commune a déclaré l'utilité publique pour créer une zone d'activités. L'établissement public lui propose 80 000 € à l'amiable. M. Dupont hésite.

Application pratique:

Grâce à la décision de la Cour de cassation, M. Dupont sait que cette vente est soumise au code de l'expropriation. Il peut exiger une évaluation conforme, incluant une indemnité de remploi (environ 8 000 €) et un droit de rétrocession si le projet échoue. Il doit consulter un avocat pour négocier un prix plus élevé, potentiellement 100 000 €.

2

Locataire d'un logement inclus dans une DUP

Mme Martin est locataire d'un appartement à Mont-de-Marsan. L'immeuble est visé par une DUP pour un projet de rénovation urbaine. Le propriétaire vend à l'amiable à la commune.

Application pratique:

Mme Martin n'est pas partie à la vente, mais elle peut se prévaloir des droits des locataires en cas d'expropriation : droit à une indemnité d'éviction et à un relogement. Même si la vente est amiable, les règles de l'expropriation s'appliquent, ce qui la protège. Elle doit contacter un avocat pour faire valoir ses droits.

3

Acquéreur public : commune de Mont-de-Marsan

La commune de Mont-de-Marsan souhaite acquérir à l'amiable plusieurs parcelles pour un projet de voirie, après une DUP. Elle propose un prix de marché.

Application pratique:

La commune doit désormais rédiger les actes de vente en respectant les articles L. 21-1 et suivants, notamment en précisant les conditions de cession et la destination des biens. Si elle ne le fait pas, les vendeurs peuvent contester. Elle doit donc prévoir des clauses spécifiques et s'assurer que l'indemnité est conforme au code.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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Avertissement: Les analyses présentées sur ce site sont fournies à titre informatif uniquement et ne constituent pas des conseils juridiques personnalisés. Pour une consultation adaptée à votre situation, contactez un avocat.

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