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Zahlungsabtretung der Entschädigung für Geschäftsaufgabe: Der Mieter kann direkt gegen den Erwerber vorgehen
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Zahlungsabtretung der Entschädigung für Geschäftsaufgabe: Der Mieter kann direkt gegen den Erwerber vorgehen

📅 Décision du 05 März 2008⚖️ Cour de cassation👁️ 11 vues📖 5 min de lecture

Der Kassationsgerichtshof (Urteil Nr. 06-19.237 vom 5. März 2008) hat entschieden, dass die Klausel eines Kaufvertrags, durch die sich der Erwerber verpflichtet, die dem Mieter geschuldete Entschädigung für Geschäftsaufgabe zu zahlen, eine unvollkommene Zahlungsabtretung darstellt. Dies ermöglicht es dem Mieter, direkt gegen den Erwerber auf Zahlung zu klagen, ohne dass dieser den Grundsatz der relativen Wirkung von Verträgen einwenden kann.

Entscheidungsreferenz: cc • N° 06-19.237 • 2008-03-05 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich einen Moment vor: Sie sind Mieter eines Geschäftslokals in Évron, betreiben dort seit zehn Jahren eine Bäckerei, und Ihr Vermieter verkauft das Gebäude. Der neue Eigentümer kündigt Ihnen, um die Immobilie frei zu verkaufen. Normalerweise schuldet er Ihnen eine Entschädigung für Geschäftsaufgabe (die Summe, die den Verlust Ihres Geschäftsbetriebs ausgleichen soll). Aber Überraschung: Der Kaufvertrag sieht vor, dass der Erwerber diese Entschädigung an Ihrer Stelle zahlt. Nur zahlt der Erwerber nicht, und der Verkäufer hat sich zurückgezogen. Wen können Sie verklagen? Diese Frage, die sich täglich Hunderte von Gewerbetreibenden und Eigentümern stellen, wurde vom Kassationsgerichtshof in einem Urteil vom 5. März 2008 entschieden.

Die gefundene Lösung ist sowohl subtil als auch schützend für den Mieter. Das hohe Gericht entschied, dass die Klausel des Kaufvertrags, durch die sich der Erwerber verpflichtet, die dem Mieter geschuldete Entschädigung für Geschäftsaufgabe zu übernehmen, als „unvollkommene Zahlungsabtretung“ zu qualifizieren ist (ein rechtlicher Mechanismus, bei dem eine Person, der Delegierte, sich gegenüber einer anderen, dem Delegatar, verpflichtet, eine Schuld zu zahlen, die den Deleganten betrifft). Konkret bedeutet dies, dass der Mieter (der Delegatar) die Zahlung direkt vom Erwerber (dem Delegierten) verlangen kann, ohne über den Verkäufer gehen zu müssen. Und vor allem kann der Erwerber ihm nicht die Regel der relativen Wirkung von Verträgen entgegenhalten (das Prinzip, dass ein Vertrag nur zwischen den Vertragsparteien Verpflichtungen schafft).

Aber was ändert das genau? Und wie reagieren, wenn Sie betroffen sind? Dieser Artikel analysiert die Entscheidung, erklärt konkret, was sie für Eigentümer, Mieter und Erwerber bedeutet, und gibt praktische Ratschläge, um Fallstricke zu vermeiden. Das Ergebnis: Der Mieter ist nicht wehrlos gegenüber einem widerspenstigen Erwerber.

Der Sachverhalt: eine alltägliche Geschichte

Der Fall, der zu diesem Urteil führte, betrifft die Gesellschaft The Ritz Hotel Limited (Eigentümerin eines prestigeträchtigen Gebäudes) gegen die Gesellschaft Banque Sepah (Mieterin) und den Crédit Foncier de France (CFF, ein Finanzinstitut). 1998 erhielt die Banque Sepah, Mieterin von Geschäftsräumen, eine Kündigung mit Verweigerung der Verlängerung des Mietvertrags durch den Eigentümer. Folglich schuldet der Eigentümer ihr eine Entschädigung für Geschäftsaufgabe (die finanzielle Entschädigung, die dem gekündigten Mieter zusteht, um den Verlust seines Geschäftsbetriebs, Umzugskosten usw. zu decken).

Im Februar 1999 verkaufte der Eigentümer das Gebäude an den Crédit Foncier de France. Der Kaufvertrag enthielt eine Klausel, durch die sich der Erwerber (CFF) verpflichtete, die Zahlung der der Banque Sepah geschuldeten Entschädigung für Geschäftsaufgabe zu übernehmen. Bis dahin scheint alles klar: Der Verkäufer befreit sich von seiner Schuld, und der Erwerber verspricht zu zahlen.

Nur zahlte der CFF nicht. Die Banque Sepah, unbezahlt, verklagte daraufhin den Verkäufer (The Ritz Hotel) auf Zahlung der Entschädigung. Der Verkäufer wiederum rief den CFF als Gewährleistung an (d.h. er beantragte beim Gericht, den Erwerber zu verurteilen, ihn zu erstatten, falls er selbst verurteilt würde). Die zentrale Frage war also: Kann die Banque Sepah die Zahlung direkt vom CFF verlangen, oder muss sie sich damit begnügen, den Verkäufer zu verfolgen?

Das Berufungsgericht Paris entschied in einem Urteil vom 31. Mai 2006, dass die Klausel eine unvollkommene Zahlungsabtretung darstellte, die es dem Mieter erlaubte, direkt gegen den CFF vorzugehen. Der Verkäufer (The Ritz Hotel) legte Kassation ein mit der Begründung, der Mieter sei nicht Partei des Kaufvertrags und könne sich daher nicht auf die Klausel berufen (Grundsatz der relativen Wirkung von Verträgen). Der Kassationsgerichtshof wies die Beschwerde in seinem Urteil vom 5. März 2008 zurück und bestätigte die Lösung des Berufungsgerichts. Mit anderen Worten: Der Mieter kann tatsächlich direkt gegen den Erwerber vorgehen.

Die Begründung des Gerichts – analysiert

Wie begründet der Kassationsgerichtshof seine Entscheidung? Er stützt sich auf den Begriff der unvollkommenen Zahlungsabtretung, definiert in den Artikeln 1336 ff. des Code civil (in der vor der Reform des Schuldrechts von 2016 geltenden Fassung). Die Abtretung ist „unvollkommen“, weil der Delegant (der Verkäufer) gegenüber dem Delegatar (dem Mieter) weiterhin haftet, wenn der Delegierte (der Erwerber) nicht zahlt. Mit anderen Worten: Der Verkäufer wird von seiner Schuld nicht befreit, aber der Mieter hat die Wahl, gegen den einen oder den anderen vorzugehen.

Vorsicht jedoch: Dieser Mechanismus kann nur greifen, wenn die Klausel klar den Willen der Parteien zum Ausdruck bringt, eine Abtretung zu begründen. Im vorliegenden Fall sah die Klausel vor, dass der Erwerber „sich verpflichtet, die Zahlung der dem Mieter geschuldeten Entschädigung für Geschäftsaufgabe zu übernehmen“. Für die Richter war diese Formulierung ausreichend präzise, um eine Abtretung zu charakterisieren: Der Verkäufer (Delegant) fordert den Erwerber (Delegierten) auf, direkt an den Mieter (Delegatar) zu zahlen.

Was wenige wissen: Der Grundsatz der relativen Wirkung von Verträgen (Art. 1165 alter Code civil) steht dem nicht entgegen. Tatsächlich ist die Zahlungsabtretung eine gesetzliche Ausnahme von diesem Grundsatz: Sie erlaubt einer Person (dem Delegatar), die Erfüllung einer Verpflichtung zu verlangen, die in einem Vertrag festgelegt ist, an dem sie nicht beteiligt ist. Der Kassationsgerichtshof stellt dies klar: „Die Klausel ist als unvollkommene Zahlungsabtretung zu qualifizieren, die es dem Mieter erlaubt, direkt gegen den Delegierten vorzugehen, ohne dass ihm die Regel der relativen Wirkung von Verträgen entgegengehalten werden kann.“

Kurz gesagt, die Richter waren der Ansicht, dass die Absicht der Parteien darin bestand, dem Mieter zu ermöglichen, sich direkt an den Erwerber zu wenden, auch wenn er den Kaufvertrag nicht unterzeichnet hat.

Questions fréquentes

Puis-je agir directement contre l'acquéreur si la clause de l'acte de vente ne mentionne pas explicitement une délégation ?

Non, la clause doit exprimer clairement la volonté de l'acquéreur de s'obliger envers le locataire. En cas d'ambiguïté, un juge pourrait l'interpréter comme une simple promesse de remboursement au vendeur.

Que faire si l'acquéreur est insolvable ?

Dans une délégation imparfaite, le vendeur reste tenu. Vous pouvez donc vous retourner contre lui. Si le vendeur est également insolvable, vérifiez si une garantie a été constituée ou saisissez le prix de vente.

Quels sont les délais pour agir ?

Vous avez 5 ans à compter de la date à laquelle l'indemnité est due. Mieux vaut agir dans les 2 ans suivant le départ des lieux.

Dois-je obligatoirement passer par un avocat ?

Oui, pour une action en justice devant le tribunal judiciaire, la représentation par avocat est obligatoire. Le coût d'une procédure varie entre 2 000 et 5 000 €.

L'acquéreur peut-il contester le montant de l'indemnité ?

Oui, il peut contester le montant et demander une expertise judiciaire. Cela ne le dispense pas de payer si la créance est certaine, liquide et exigible.

Informations juridiques

  • Numéro: 06-19.237
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 05 mars 2008

Mots-clés

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Cas d'usage pratiques

1

Locataire évincé à Évron : obtenir le paiement directement de l'acquéreur

Vous êtes locataire d'un local commercial à Évron. Le propriétaire vend l'immeuble et l'acte de vente prévoit que l'acquéreur paiera votre indemnité d'éviction de 80 000 €. L'acquéreur refuse de payer.

Application pratique:

Vous pouvez assigner l'acquéreur directement en paiement, sans passer par le vendeur. La clause de l'acte de vente constitue une délégation imparfaite. Vous devez prouver la clause et le refus de paiement. Un avocat vous aidera à rédiger l'assignation et à obtenir une condamnation.

2

Vendeur à Ernée : se protéger contre le défaut de paiement de l'acquéreur

Vous vendez un immeuble à Ernée avec un locataire en instance d'éviction. L'acquéreur s'engage à payer l'indemnité de 120 000 €, mais vous craignez qu'il ne paie pas.

Application pratique:

Exigez que l'acquéreur dépose le montant chez un notaire ou fournisse une caution bancaire. Sinon, vous restez tenu solidairement. Dans l'acte de vente, précisez que la délégation est imparfaite et que vous restez créancier subsidiaire.

3

Acquéreur à Laval : éviter une action directe du locataire

Vous achetez un immeuble à Laval. L'acte de vente contient une clause vous obligeant à payer l'indemnité d'éviction due au locataire. Vous pensiez n'être engagé qu'envers le vendeur.

Application pratique:

Sachez que le locataire peut vous poursuivre directement. Pour éviter un litige, négociez avec le locataire un échéancier ou un paiement immédiat. Si vous contestez le montant, faites-le par voie judiciaire, mais ne restez pas passif.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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