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Mietwohnung und Unbewohnbarkeit: Benachrichtigung jedes Mitmieters ist Pflicht
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Mietwohnung und Unbewohnbarkeit: Benachrichtigung jedes Mitmieters ist Pflicht

📅 Décision du 09 Februar 2017⚖️ Cour de cassation👁️ 11 vues📖 4 min de lecture

Wenn eine präfekturale Unbewohnbarkeitsverfügung das Wohnen endgültig verbietet, muss der Vermieter sein Umsiedlungsangebot jedem Mitmieter des Mietvertrags zustellen. Der Kassationsgerichtshof erinnert in einem Urteil vom 9. Februar 2017 an diese Pflicht.

Entscheidungsreferenz: cc • Nr. 16-13.260 • 2017-02-09 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich ein Paar vor, die Martins, Mieter eines Hauses in Biscarrosse in den Landes. Ihre Mietwohnung wird von der Präfektur für unbewohnbar erklärt: Es ist nicht mehr möglich, dort zu wohnen, bei Androhung strafrechtlicher Sanktionen (Geldstrafe oder Haft). Der Eigentümer, ein Vermieter aus Mont-de-Marsan, bietet ihnen eine Umsiedlung an. Aber er richtet das Angebot nur an die Ehefrau und vergisst, dass der Mietvertrag auf beide Ehegatten lautet. Der Ehemann, der nicht informiert wurde, ruft die Gerichte an. Dieser Fall, den ich in meiner Praxis mehrfach gesehen habe, wirft eine entscheidende Frage auf: Wem muss der Vermieter sein Umsiedlungsangebot zustellen?

Diese Entscheidung des Kassationsgerichtshofs vom 9. Februar 2017 (Nr. 16-13.260) beantwortet diese Frage eindeutig: Wenn die Wohnung von einer präfekturalen Unbewohnbarkeitsverfügung betroffen ist, die das Wohnen sofort und endgültig verbietet, muss der Vermieter, der gemäß Artikel L. 521-1 des Bau- und Wohnungsgesetzbuchs zur Umsiedlung der Bewohner verpflichtet ist, sein Angebot allen Mitmietern des Mietvertrags zustellen. Mit anderen Worten: Wenn der Mietvertrag von mehreren Personen (Ehegatten, Lebensgefährten, Mitbewohnern) unterzeichnet wurde, muss jeder persönlich das Angebot erhalten. Eine einzige Benachrichtigung reicht nicht aus, selbst wenn die Mitmieter unter einem Dach leben.

Was bedeutet das konkret für Eigentümer und Mieter? Kurz gesagt: Wenn der Vermieter einen Mitmieter vergisst, kann sein Umsiedlungsangebot für unwirksam erklärt werden, und der benachteiligte Mieter kann die angebotene Umsiedlung ablehnen und Schadensersatz (finanzielle Entschädigung für den erlittenen Schaden) verlangen. Für den Eigentümer ist dies ein Damoklesschwert: Ein einfaches Versehen kann eine Umsiedlungspflicht in einen kostspieligen Rechtsstreit verwandeln. Lassen Sie uns diese Entscheidung gemeinsam analysieren.

Der Sachverhalt: eine alltägliche Geschichte

In diesem Fall hatte ein Eigentümer (Herr X, Vermieter in Mont-de-Marsan) ein Wohnhaus an ein Ehepaar, die Eheleute Y, vermietet (Mietvertrag). Der Mietvertrag lautete auf beide Ehegatten, was bedeutet, dass sie Mitmieter (gemeinsame Vertragsparteien) waren. Einige Zeit später erließ die Präfektur der Landes eine Unbewohnbarkeitsverfügung (Verwaltungsentscheidung, die feststellt, dass die Wohnung eine Gefahr für die Gesundheit oder Sicherheit der Bewohner darstellt), die das Wohnen sofort und endgültig verbot. Diese Verfügung verpflichtete den Eigentümer, die Mieter gemäß Artikel L. 521-1 des Bau- und Wohnungsgesetzbuchs umzusiedeln.

Der Vermieter bot der Familie eine Umsiedlung an, richtete sein Angebot jedoch nur an die Ehefrau. Der Ehemann, Herr Y, erhielt keine persönliche Benachrichtigung. Da er der Ansicht war, dass dieses Versäumnis ihn seines Rechts beraube, die Umsiedlung abzulehnen oder anzunehmen, verklagte er den Eigentümer vor Gericht, um feststellen zu lassen, dass das Angebot unwirksam sei. Der Eigentümer hingegen argumentierte, dass die Benachrichtigung der Ehefrau ausreiche, da das Paar zusammenlebte und die Ehefrau ihren Ehemann informiert habe. Das Berufungsgericht (zweite Instanz) gab dem Eigentümer recht und befand, dass die Benachrichtigung eines einzigen Mitmieters gültig sei.

Darüber hinaus hatte die Ehefrau Räumlichkeiten genutzt, die nicht im Mietvertrag enthalten waren (vielleicht eine Garage oder ein Nebengebäude). Das Berufungsgericht hatte entschieden, dass dies die Gültigkeit der Benachrichtigung nicht beeinträchtige. Der Kassationsgerichtshof (oberstes Gericht der ordentlichen Gerichtsbarkeit) hob diese Entscheidung jedoch auf und erinnerte daran, dass die Mitmieterschaft im Mietvertrag erfordert, dass jeder Mitmieter persönlich das Umsiedlungsangebot erhält, unabhängig davon, ob sie zusammenleben oder ob einer den anderen informiert hat. Der Fall wurde zur erneuten Verhandlung an ein anderes Berufungsgericht zurückverwiesen.

Die Begründung des Gerichts – entschlüsselt

Der Kassationsgerichtshof stützt sich auf Artikel L. 521-1 des Bau- und Wohnungsgesetzbuchs (CCH), der vorsieht, dass der Eigentümer bei einer Unbewohnbarkeitsverfügung, die das Wohnen verbietet, die Umsiedlung der Bewohner sicherstellen muss. Er präzisiert jedoch eine wesentliche Verfahrensregel: Das Umsiedlungsangebot muss jedem Mitmieter des Mietvertrags offiziell zugestellt werden. Warum? Weil jeder Mitmieter ein individuelles Recht hat: Er kann die angebotene Umsiedlung annehmen oder ablehnen, und er muss diese Wahl in Kenntnis der Sachlage treffen können. Wenn das Angebot nur an einen von ihnen gerichtet wird, werden die anderen dieser Information und damit ihres Entscheidungsrechts beraubt.

Im vorliegenden Fall lautete der Mietvertrag auf beide Ehegatten. Sie waren daher beide Mitmieter. Die Benachrichtigung nur der Ehefrau erfüllte die gesetzliche Verpflichtung nicht. Das Berufungsgericht hatte einen Fehler begangen, als es das Gegenteil annahm. Vorsicht jedoch: Der Kassationsgerichtshof stellt die Umsiedlungspflicht an sich nicht in Frage, sondern präzisiert lediglich ihre Modalitäten. Was nur wenige wissen: Diese Anforderung einer individuellen Benachrichtigung ergibt sich auch aus dem allgemeinen Vertragsrechtsgrundsatz: Ein Vertrag (der Mietvertrag) bindet alle Vertragsparteien, und jede Änderung oder Erfüllung einer Verpflichtung muss allen gegenüber ordnungsgemäß erfolgen.

Questions fréquentes

Qu'est-ce qu'un arrêté d'insalubrité ?

C'est une décision administrative prise par le préfet qui constate qu'un logement présente un danger pour la santé ou la sécurité des occupants (humidité, plomb, absence de chauffage, etc.). Il peut interdire l'habitation de façon immédiate et définitive.

Que doit faire le propriétaire en cas d'arrêté d'insalubrité ?

Il doit reloger les occupants dans un logement décent, conformément à l'article L. 521-1 du Code de la construction et de l'habitation. Il doit notifier sa proposition de relogement à chaque cotitulaire du bail par lettre recommandée avec accusé de réception.

Puis-je refuser le relogement proposé par mon propriétaire ?

Oui, vous pouvez refuser si le logement proposé n'est pas décent, si le loyer est trop élevé, ou si la proposition n'a pas été notifiée à tous les cotitulaires. Dans ce cas, le propriétaire doit faire une nouvelle proposition.

Quels sont les délais pour reloger ?

L'arrêté d'insalubrité fixe généralement un délai pour le relogement (souvent quelques mois). Passé ce délai, le propriétaire s'expose à des sanctions pénales (amende) et à des dommages et intérêts pour les locataires.

Que faire si le propriétaire ne me reloge pas ?

Vous pouvez saisir le tribunal judiciaire pour faire constater le manquement et demander des dommages et intérêts. Vous pouvez aussi signaler la situation à la préfecture ou à l'Agence régionale de santé (ARS).

Informations juridiques

  • Numéro: 16-13.260
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 09 février 2017

Mots-clés

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Cas d'usage pratiques

1

Propriétaire d'un immeuble insalubre à Mont-de-Marsan

M. Dupont possède un immeuble de trois logements à Mont-de-Marsan. La préfecture prend un arrêté d'insalubrité pour un logement loué à un couple, les Durand. M. Dupont envoie une seule proposition de relogement à Mme Durand, mais le bail est au nom des deux époux. M. Durand conteste.

Application pratique:

Cette jurisprudence s'applique directement : M. Dupont doit adresser une proposition individuelle à M. Durand. Sinon, celle-ci est irrégulière et M. Durand peut exiger des dommages et intérêts. M. Dupont devra régulariser rapidement pour éviter un procès.

2

Locataire cotitulaire d'un bail à Biscarrosse

Mme Martin est locataire avec son concubin d'une maison à Biscarrosse. Un arrêté d'insalubrité est pris. Le propriétaire notifie le relogement uniquement à Mme Martin. Son concubin n'a rien reçu.

Application pratique:

Le concubin peut contester la proposition car il est cotitulaire du bail (si son nom figure sur le contrat). Il doit demander au propriétaire une notification personnelle. Si le propriétaire refuse, il peut saisir le tribunal pour obtenir des dommages et intérêts.

3

Acquéreur d'un immeuble avec arrêté d'insalubrité en cours

M. Leroy achète un immeuble à Mont-de-Marsan sans savoir qu'un arrêté d'insalubrité a été pris pour un logement. Après la vente, il doit reloger les locataires.

Application pratique:

Cette décision rappelle que l'obligation de relogement pèse sur le propriétaire actuel, même si l'arrêté est antérieur à l'acquisition. M. Leroy doit notifier à chaque cotitulaire. Il peut vérifier les baux avant l'achat et prévoir ce risque dans le prix.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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