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Unterbrechung der Verjährung: Wenn eine Klage eine andere rettet
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Unterbrechung der Verjährung: Wenn eine Klage eine andere rettet

📅 Décision du 09 Mai 2019⚖️ Cour de cassation👁️ 3 vues📖 4 min de lecture

Der Kassationsgerichtshof stellt klar, dass die Unterbrechung der Verjährung auf eine andere Klage erstreckt werden kann, wenn beide auf dasselbe Ziel gerichtet sind, selbst wenn ihre Rechtsgründe verschieden sind. Konkrete Erklärung für Eigentümer und Fachleute.

Referenzentscheidung: cc • Nr. 18-14.736 • 2019-05-09 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich vor: Sie haben gerade ein Haus in Mimizan gekauft. Einige Monate später stellen Sie fest, dass das Dach von Termiten befallen ist. Sie verklagen den Verkäufer wegen eines versteckten Mangels (ein versteckter Defekt, der die Nutzung der Immobilie beeinträchtigt). Aber die Verjährungsfrist (die gesetzliche Frist für eine Klage) beträgt zwei Jahre ab Entdeckung des Mangels. Sie haben rechtzeitig geklagt, aber das Verfahren zieht sich hin. Sie stellen fest, dass Sie auch den Bauunternehmer wegen Baumängeln hätten verklagen sollen. Zu spät? Der Kassationsgerichtshof hat nun entschieden, dass dies unter bestimmten Bedingungen nicht der Fall ist. Erklärungen.

Der Sachverhalt: eine alltägliche Geschichte

Herr und Frau D. betreiben eine SCEA (Société Civile d'Exploitation Agricole) in Mont-de-Marsan. 2012 kaufen sie eine komplexe landwirtschaftliche Maschine von der Firma Class réseau agricole. Die Maschine fällt schnell aus. 2013 verklagen sie den Verkäufer vor dem tribunal de grande instance auf Einholung eines Sachverständigengutachtens. Parallel dazu verklagen sie im April 2014 den Hersteller, die Firma Grégoire, auf Rückabwicklung des Kaufs (Annullierung) und Rückzahlung des Kaufpreises. Der Hersteller wendet Verjährung ein: Die Klage wegen versteckter Mängel muss innerhalb von zwei Jahren nach Entdeckung des Mangels erhoben werden. Die Maschine wurde 2012 geliefert, die Klage gegen den Hersteller datiert von 2014, also mehr als zwei Jahre später.

Die Eheleute D. entgegnen jedoch: Die 2013 gegen den Verkäufer erhobene Klage habe die Verjährung unterbrochen (die Frist ausgesetzt). Und diese Unterbrechung komme auch der Klage gegen den Hersteller zugute, da beide Klagen auf dasselbe Ziel gerichtet seien: Schadensersatz für den Mangel. Das Berufungsgericht Bordeaux gibt ihnen recht. Der Hersteller legt Kassation ein.

Die Begründung des Gerichts – aufgeschlüsselt

Der Kassationsgerichtshof erinnert zunächst an den Grundsatz: Im Recht kann die Unterbrechung der Verjährung grundsätzlich nicht von einer Klage auf eine andere erstreckt werden. So steht es in Artikel 2241 des Code civil (der die Unterbrechung der Verjährung durch eine gerichtliche Klage regelt). Mit anderen Worten: Wenn Sie Herrn X aus einem Grund verklagen, unterbricht dies nicht die Verjährung für eine Klage gegen Herrn Y aus einem anderen Grund.

Das Gericht fügt jedoch eine Ausnahme hinzu: Anders verhält es sich, wenn beide Klagen, obwohl sie einen unterschiedlichen Rechtsgrund haben (eine unterschiedliche rechtliche Grundlage: hier beruht die Klage gegen den Verkäufer auf der Gewährleistung für versteckte Mängel, die gegen den Hersteller auf der vertraglichen Haftung), auf dasselbe Ziel gerichtet sind. Im vorliegenden Fall zielten beide Klagen auf den Ersatz desselben Schadens ab (die defekte Maschine). Daher ist die zweite Klage virtuell in der ersten enthalten. Die Verjährung gilt somit für beide als unterbrochen.

Diese Begründung stellt eine wichtige Entwicklung dar: Bisher verlangten die Richter eine Identität von Rechtsgrund und Gegenstand. Nun genügt die Identität des Ziels. Dies erleichtert den Rechtsuchenden das Leben, die durch Klage gegen einen ersten Verantwortlichen ihre Rechte gegenüber anderen wahren können.

Was das für Sie konkret ändert

Für Eigentümer: Wenn Sie einen Mangel an Ihrem Haus entdecken und den Verkäufer verklagen, können Sie später auch den Bauunternehmer oder Hersteller verklagen, selbst wenn die Zweijahresfrist abgelaufen ist, sofern beide Klagen auf denselben Schadensersatz abzielen. Beispiel: In Mont-de-Marsan entdeckt ein Eigentümer Risse aufgrund eines Fundamentfehlers. Er verklagt den Verkäufer wegen versteckter Mängel. Später erfährt er, dass der Bauunternehmer für Pfusch bekannt ist. Er kann auch diesen verklagen, selbst wenn die Frist abgelaufen ist, da beide Klagen auf den Ersatz desselben Schadens abzielen.

Für Mieter: Wenn Sie unter einer Beeinträchtigung des Wohngebrauchs leiden (z. B. durch eindringendes Wasser) und den Vermieter verklagen, können Sie auch den Miteigentümer oder die Hausverwaltung verklagen, wenn die Ursache dieselbe ist.

Für Immobilienfachleute: Seien Sie wachsam. Diese Rechtsprechung erweitert den Kreis potenziell Verantwortlicher. Ein Bauträger könnte noch Jahre später verklagt werden, wenn zuvor eine erste Klage gegen einen anderen Beteiligten erhoben wurde.

Achtung jedoch: Die Verbindung zwischen den beiden Klagen muss eng sein. Es reicht nicht, dass beide Klagen dieselbe Immobilie betreffen. Sie müssen auf dasselbe Ziel gerichtet sein, d. h. auf den Ersatz desselben Schadens. Wenn die eine den Ersatz eines Sachschadens und die andere den Ersatz eines Personenschadens bezweckt, erstreckt sich die Unterbrechung nicht.

Vier Tipps zur Vermeidung solcher Rechtsstreitigkeiten

  • Handeln Sie schnell: Sobald Sie ein Problem entdecken, konsultieren Sie einen Anwalt. Die Zweijahresfrist für versteckte Mängel läuft ab Entdeckung des Mangels. Zögern Sie nicht.
  • Identifizieren Sie alle potenziell Verantwortlichen: Verkäufer, Bauunternehmer, Hersteller, Architekt usw. Auch wenn Sie sich über deren Haftung nicht sicher sind, nennen Sie sie in Ihrer Klageschrift, um die Verjährung ihnen gegenüber zu unterbrechen.
  • Lassen Sie die Mängel feststellen: Beauftragen Sie einen Sachverständigen oder Gerichtsvollzieher mit der Erstellung eines Gutachtens. Dies sichert Ihnen Beweise.

Questions fréquentes

Qu'est-ce que l'interruption de la prescription ?

C'est un acte (comme une assignation en justice) qui remet le compteur des délais à zéro. Par exemple, si vous assignez le vendeur pour vice caché, le délai de deux ans recommence à courir.

Puis-je attaquer le constructeur après avoir attaqué le vendeur pour le même défaut, même si le délai est dépassé ?

Oui, si les deux actions tendent à la même réparation (le même dommage). La première assignation interrompt la prescription pour la seconde. C'est ce que dit l'arrêt du 9 mai 2019.

Quel est le délai pour agir en garantie des vices cachés ?

Deux ans à compter de la découverte du vice. Ce délai peut être interrompu par une assignation en justice, même si celle-ci ne vise pas tous les responsables.

Que faire si j'ai déjà engagé une action contre le vendeur mais pas contre le fabricant ?

Vous pouvez encore agir contre le fabricant si l'action contre le vendeur a été intentée dans le délai de deux ans et que les deux actions visent le même préjudice. Consultez un avocat rapidement pour ne pas perdre le bénéfice de l'interruption.

Cette jurisprudence s'applique-t-elle à tous les types de contrats ?

Oui, elle s'applique à toutes les actions en responsabilité contractuelle ou délictuelle, dès lors qu'elles tendent aux mêmes fins. Mais chaque situation est unique, un avocat peut vous conseiller.

Informations juridiques

  • Numéro: 18-14.736
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 09 mai 2019

Mots-clés

prescriptioninterruptionvice cachéaction en justicejurisprudence 2019

Cas d'usage pratiques

1

Propriétaire découvrant un vice caché à Mimizan

M. Dupont achète une maison à Mimizan en 2020. En 2021, il découvre des termites. Il assigne le vendeur en justice en 2021. En 2022, il apprend que le constructeur a utilisé du bois non traité. Il peut encore assigner le constructeur en 2022, même si le délai de deux ans est dépassé, car l'action contre le vendeur interrompt la prescription pour le constructeur, les deux actions visant la réparation du même préjudice.

Application pratique:

M. Dupont doit prouver que l'action contre le constructeur tend à la même fin (réparation des termites). Il doit conserver l'assignation initiale et démontrer que le dommage est identique. Il gagne du temps et évite une fin de non-recevoir.

2

Locataire victime d'infiltrations à Mont-de-Marsan

Mme Martin est locataire d'un appartement à Mont-de-Marsan. En 2022, des infiltrations endommagent ses meubles. Elle assigne son bailleur en 2022 pour trouble de jouissance. En 2023, elle découvre que le syndic de copropriété a négligé l'entretien de la toiture. Elle peut assigner le syndic en 2023, même si le délai de prescription de l'action en responsabilité délictuelle (5 ans) est dépassé, car l'action contre le bailleur a interrompu la prescription pour le syndic.

Application pratique:

Mme Martin doit démontrer que les deux actions visent à réparer le même préjudice (dégâts des eaux). Elle peut ainsi obtenir une indemnisation complète sans être bloquée par les délais.

3

Promoteur immobilier attaqué plusieurs années après

Un promoteur vend un lotissement à Mont-de-Marsan en 2015. En 2018, des acquéreurs découvrent des fissures et assignent le vendeur (le promoteur) en 2018. En 2020, ils découvrent que l'architecte a commis une erreur de conception et l'assignent. Le promoteur peut être attaqué aussi en 2020, car l'action contre l'architecte tend à la même fin (réparation des fissures).

Application pratique:

Le promoteur doit être vigilant : même si le délai de la garantie décennale (10 ans) n'est pas expiré, l'interruption de prescription par une action contre un autre intervenant peut le remettre en cause. Il doit consulter un avocat dès la première assignation.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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