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Von Gefahr betroffene Wohnung: Vermieter muss Mieter auch nach neuem Mietvertrag unterbringen
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Von Gefahr betroffene Wohnung: Vermieter muss Mieter auch nach neuem Mietvertrag unterbringen

📅 Décision du 03 Februar 2010⚖️ Cour de cassation👁️ 10 vues📖 4 min de lecture

Der Kassationsgerichtshof erinnert daran, dass der Vermieter, wenn eine Wohnung mit einem vorübergehenden Wohnverbot belegt ist, für die Unterbringung seines Mieters sorgen muss. Die Unterzeichnung eines neuen Mietvertrags durch den Mieter stellt keinen Verzicht auf dieses Recht dar. Schlüsselentscheidung für Vermieter und Mieter, die mit einer Immobiliengefahr konfrontiert sind.

Referenzentscheidung: cc • Nr. 08-20.176 • 2010-02-03 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich vor: Sie sind Mieter einer Wohnung in Saint-Vincent-de-Tyrosse. Eines Tages teilt Ihnen die Gemeinde eine Gefahrenverfügung mit: Die Wohnung ist vorübergehend unbewohnbar. Sie müssen die Räumlichkeiten verlassen und ein Dach über dem Kopf finden. Ihr Vermieter bietet Ihnen eine andere Wohnung an, Sie unterschreiben einen neuen Mietvertrag. Doch was passiert, wenn diese neue Wohnung Probleme aufweist oder Sie die Miete nicht mehr zahlen können? Kann der Vermieter Sie dann ausweisen?

Diese Frage hat der Kassationsgerichtshof am 3. Februar 2010 in einem Fall beantwortet, der die Gesellschaft Logivie und ihre Mieter betrifft. Die Entscheidung ist klar: Der Vermieter einer Wohnung, die mit einem vorübergehenden Wohnverbot belegt ist, ist verpflichtet, für die Unterbringung seines Mieters zu sorgen und die Kosten zu tragen. Und die Unterzeichnung eines neuen Mietvertrags für eine andere Wohnung durch den Mieter stellt keinen Verzicht auf seine Rechte dar. Mit anderen Worten: Der Vermieter kann sich nicht auf diesen neuen Vertrag berufen, um die Zahlung der Mieten zu verlangen oder die Kündigung des Mietvertrags zu beantragen.

Doch was bedeutet das konkret für Sie als Vermieter oder Mieter in den Landes oder anderswo? Tauchen wir in diese Entscheidung ein.

Der Sachverhalt: eine alltägliche Geschichte

Herr und Frau X sind Mieter einer Wohnung der Gesellschaft Logivie in Saint-Vincent-de-Tyrosse. Am 30. Juli 2004 erklärt eine Gemeindeverfügung die Wohnung für gefährdet und verbietet vorübergehend deren Bewohnung. Die Mieter müssen die Räumlichkeiten verlassen. Die Gesellschaft Logivie bietet ihnen daraufhin eine andere Wohnung in einer anderen Gemeinde der Landes an. Am 11. August 2004 unterschreiben Herr und Frau X einen neuen Mietvertrag für diese Ersatzwohnung.

Doch schnell kommt es zu Problemen. Die neuen Mieter zahlen die Mieten nicht. Die Gesellschaft Logivie verklagt sie daraufhin, um die Kündigung des neuen Mietvertrags feststellen zu lassen (d. h. den Richter zu bitten, zu entscheiden, dass der Mietvertrag aufgrund der Nichtzahlung aufgelöst ist) und ihre Räumung zu erwirken. Die Mieter ihrerseits berufen sich auf ihr Recht, vom Vermieter kostenlos untergebracht zu werden, gemäß den Artikeln L. 521-2 und L. 521-3 des Bau- und Wohnungsgesetzbuchs. Diese Texte verpflichten den Eigentümer einer von Gefahr betroffenen Wohnung, für die Unterbringung seiner Mieter zu sorgen, und zwar für die Dauer des Wohnverbots.

Das Berufungsgericht gibt den Mietern recht: Es weist die Klage der Gesellschaft Logivie ab und stellt fest, dass der neue Mietvertrag lediglich eine Modalität zur Erfüllung der Unterbringungspflicht war und kein gewöhnlicher Mietvertrag. Der Vermieter legt Kassation ein (beantragt beim Kassationsgerichtshof die Aufhebung des Berufungsurteils). Er argumentiert, dass nichts dagegen spreche, dass die Parteien eine sofortige Wiederunterbringung in Form eines neuen Mietvertrags vereinbaren, und dass dieser neue Mietvertrag seine normalen Wirkungen entfalten müsse, insbesondere die Verpflichtung des Mieters zur Zahlung der Miete.

Die Argumentation des Gerichts – aufgeschlüsselt

Der Kassationsgerichtshof weist die Kassation zurück und bestätigt das Berufungsurteil. Seine Argumentation ist wie folgt: Die Artikel L. 521-2 und L. 521-3 des Bau- und Wohnungsgesetzbuchs (die den Vermieter einer mit einem vorübergehenden Wohnverbot belegten Wohnung verpflichten, für die Unterbringung seines Mieters zu sorgen und die Kosten zu tragen) sind ordre public. Das bedeutet, dass von ihnen nicht durch Vertrag abgewichen werden kann. Die Unterzeichnung eines neuen Mietvertrags durch den Mieter stellt keinen Verzicht auf sein Recht auf kostenlose Unterbringung dar. Ein Verzicht auf ein Recht wird nämlich nicht vermutet: Er muss ausdrücklich und eindeutig sein. Die bloße Annahme einer neuen Wohnung im Rahmen einer vom Vermieter angebotenen Unterbringungslösung zeigt nicht, dass der Mieter auf die Kostenfreiheit dieser Unterbringung verzichtet hat.

Mit anderen Worten: Der neue Mietvertrag ist kein gewöhnlicher Mietvertrag: Er ist die Konkretisierung der Unterbringungspflicht des Vermieters. Folglich kann sich der Vermieter nicht auf diesen Vertrag berufen, um die Zahlung der Mieten oder die Kündigung wegen Zahlungsverzugs zu verlangen. Achtung jedoch: Dies bedeutet nicht, dass der Mieter völlig von allen Pflichten befreit ist. Er muss weiterhin die anderen Klauseln des Mietvertrags einhalten (ordnungsgemäße Nutzung der Wohnung usw.). Aber die Mietklausel ist gewissermaßen ausgesetzt.

Diese Entscheidung fügt sich in eine Rechtsprechung ein, die Mieter bei ungesundem oder gefährlichem Wohnraum schützt. Was nur wenige wissen: Die Richter sind der Ansicht, dass die Unterbringungspflicht Vorrang vor dem Mietvertrag hat, da sie dem Allgemeininteresse an Sicherheit und Gesundheit dient. Dies ist eine Bestätigung der früheren Position des Kassationsgerichtshofs, die bereits in einem Urteil vom 7. Mai 2008 zum Ausdruck kam.

Was das für Sie konkret ändert

Für den Vermieter: Wenn Ihre Wohnung von einer Gefahrenverfügung betroffen ist (vorübergehendes Wohnverbot), müssen Sie Ihren Mietern eine Unterkunft auf Ihre Kosten anbieten. Sie können ihnen während der Dauer des Verbots keinen neuen Mietvertrag mit Mietzahlung auferlegen. In meiner Praxis bin ich auf Fälle gestoßen, in denen Vermieter in Parentis-en-Born o

Questions fréquentes

Que faire si mon logement est frappé d'un arrêté de péril ?

Vous devez quitter les lieux. Votre propriétaire est tenu de vous proposer un hébergement gratuit et décent pendant toute la durée de l'interdiction. Ne signez pas de nouveau bail sans conseil juridique.

Puis-je être expulsé si je ne paie pas le loyer du logement de remplacement proposé par mon propriétaire après un péril ?

Non, selon la Cour de cassation, ce nouveau bail n'est pas un bail ordinaire : il concrétise l'obligation d'hébergement du propriétaire. Vous n'êtes pas tenu de payer le loyer pendant la durée du péril.

Quels sont les délais pour agir en tant que propriétaire après un arrêté de péril ?

Dès réception de l'arrêté, vous devez proposer un hébergement. Si vous ne le faites pas, le locataire peut vous assigner en justice. Il est conseillé d'agir dans les 15 jours pour éviter des dommages-intérêts.

Un propriétaire peut-il récupérer les loyers perdus via une assurance ?

Certaines assurances perte de loyers couvrent cette situation, mais vérifiez les exclusions. L'obligation d'hébergement n'est pas toujours couverte. Consultez votre contrat.

Cette décision s'applique-t-elle en cas d'insalubrité ?

Oui, par extension, la jurisprudence a étendu cette obligation aux cas d'insalubrité. Depuis un arrêt de 2012, le propriétaire doit reloger le locataire même en cas d'insalubrité.

Informations juridiques

  • Numéro: 08-20.176
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 03 février 2010

Mots-clés

péril immobilierobligation d'hébergementbailleurlocataireCour de cassation

Cas d'usage pratiques

1

Propriétaire à Saint-Vincent-de-Tyrosse confronté à un arrêté de péril

Un propriétaire d'un immeuble ancien à Saint-Vincent-de-Tyrosse reçoit un arrêté de péril. Il propose à sa locataire un appartement de remplacement dans la même commune, avec un nouveau bail à 500 €/mois. La locataire accepte mais ne paie pas. Le propriétaire veut l'expulser.

Application pratique:

Cette jurisprudence empêche l'expulsion. Le propriétaire doit assumer le coût de l'hébergement sans loyer. Il aurait dû proposer une convention d'hébergement temporaire gratuite. Désormais, il peut régulariser en remboursant les loyers perçus et en prenant en charge les charges.

2

Locataire à Parentis-en-Born en situation de péril

Une locataire à Parentis-en-Born voit son logement déclaré inhabitable. Son propriétaire lui propose un logement de remplacement mais exige un loyer de 600 €. La locataire refuse et saisit le tribunal.

Application pratique:

La locataire peut exiger un hébergement gratuit. Elle doit refuser de signer un bail payant. Si elle a déjà signé, elle peut demander en justice la nullité de la clause de loyer et le remboursement des sommes versées. Elle a droit à des dommages-intérêts si le propriétaire a tardé.

3

Acquéreur d'un bien avec locataire en péril

Un investisseur achète un immeuble à Mont-de-Marsan sans savoir qu'un logement est sous arrêté de péril et que le locataire est hébergé gratuitement ailleurs par l'ancien propriétaire.

Application pratique:

L'acquéreur doit poursuivre l'obligation d'hébergement jusqu'à la levée du péril. Il peut se retourner contre le vendeur pour défaut d'information. Il doit vérifier avant l'achat l'état du bien et les contrats en cours.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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