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Ausschreibung des Verwalters: Fehlender Wettbewerb führt nicht zur Nichtigkeit des Vertrags
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Ausschreibung des Verwalters: Fehlender Wettbewerb führt nicht zur Nichtigkeit des Vertrags

📅 Décision du 03 Juni 2021⚖️ Cour de cassation👁️ 13 vues📖 4 min de lecture

Der Kassationsgerichtshof hat eine wichtige Entscheidung für Wohnungseigentümergemeinschaften getroffen: Das Fehlen einer Ausschreibung mehrerer Verwalterverträge führt nicht automatisch zur Nichtigkeit der Bestellung des Verwalters. Analyse für Eigentümer und Fachleute.

Referenzentscheidung: cc • Nr. 20-13.269 • 2021-06-03 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich vor, Sie sind Eigentümer in einer gehobenen Residenz in Sophia-Antipolis, diesem Technologiezentrum, in dem moderne Gebäude Hunderte von Wohnungseigentümern beherbergen. Ihr Verwaltungsbeirat organisiert die jährliche Eigentümerversammlung, um den Vertrag des Verwalters zu erneuern. Doch dann entdecken Sie: Es wurde nur ein einziger Vertragsentwurf vorgelegt, ohne dass eine Ausschreibung stattgefunden hat. Sie fragen sich: Ist dieses Verfahren gültig? Können Sie die Bestellung des Verwalters anfechten?

Diese Situation begegnet mir regelmäßig in meiner Kanzlei, sei es in Grasse, wo ich hauptsächlich praktiziere, oder in den Wohnungseigentümergemeinschaften von Valbonne, wo die immobilienrechtlichen Fragen oft bedeutend sind. Die Eigentümer fühlen sich manchmal benachteiligt, wenn sie feststellen, dass die Transparenzregeln nicht eingehalten wurden. Aber was sagt das Gesetz tatsächlich dazu?

Der Kassationsgerichtshof hat am 3. Juni 2021 in einer richtungsweisenden Entscheidung eine klare Antwort gegeben. Dieses oberste Gericht (die höchste französische Gerichtsinstanz) hat eine Frage entschieden, die viele Wohnungseigentümer beschäftigt: Führt das Fehlen einer Ausschreibung mehrerer Verwalterverträge automatisch zur Nichtigkeit (Annullierung) der Bestellung des Verwalters? Die Antwort könnte Sie überraschen.

Der Sachverhalt: Eine alltägliche Geschichte

Die Geschichte beginnt in einer Wohnungseigentümergemeinschaft, die wir „Arcadia Principal“ nennen wollen, in einer französischen Stadt. Herr Dupont, Eigentümer einer Wohnung in diesem Gebäude, nimmt an der jährlichen Eigentümerversammlung teil. Auf der Tagesordnung steht die Erneuerung des Vertrags des Verwalters (des Fachmanns oder der Gesellschaft, die die Wohnungseigentümergemeinschaft verwaltet). Doch Herr Dupont stellt überrascht fest, dass der Verwaltungsbeirat (das von den Eigentümern gewählte Gremium, das sie vertritt) nur einen einzigen Vertragsentwurf vorgelegt hat.

Aus seiner üblichen Praxis wusste Herr Dupont, dass das Gesetz vom 10. Juli 1965, das die Wohnungseigentümergemeinschaften regelt, den Verwaltungsbeirat verpflichtet, mehrere Verwalterverträge auszuschreiben, bevor er der Eigentümerversammlung einen Vorschlag unterbreitet. Diese Ausschreibungspflicht (das Vergleichen mehrerer Angebote) dient der Gewährleistung von Transparenz und der Erzielung der besten Konditionen für die Gemeinschaft. Doch hier war kein Vergleich erfolgt.

Unzufrieden mit dieser Situation beschließt Herr Dupont, die Gültigkeit der Bestellung des Verwalters anzufechten. Er ruft das Tribunal judiciaire an und argumentiert, dass das Fehlen einer Ausschreibung das Verfahren unregelmäßig mache und zur Nichtigkeit des Beschlusses der Eigentümerversammlung führen müsse. Das Tribunal gibt ihm zunächst recht und annulliert die Bestellung des Verwalters. Der Verwalter legt jedoch Berufung gegen diese Entscheidung ein.

Das Berufungsgericht, das den Fall in zweiter Instanz prüft, vertritt eine andere Auffassung. Es ist der Ansicht, dass die Verletzung der Ausschreibungspflicht nicht automatisch die Annullierung der Bestellung des Verwalters rechtfertigt. Herr Dupont, beharrlich, legt daraufhin Kassationsbeschwerde ein (ein Rechtsmittel vor dem höchsten Gericht, um die Auslegung des Gesetzes anzufechten). So gelangt der Fall vor den Kassationsgerichtshof.

Dieser gerichtliche Werdegang, von der ersten Instanz bis zum obersten Gericht, ist typisch für Streitigkeiten in Wohnungseigentümergemeinschaften. In meiner Praxis in Grasse und im umliegenden Bezirk habe ich viele Fälle gesehen, die denselben Weg genommen haben, mit Eigentümern, die ihre Rechte gegenüber dem, was sie als Verfahrensfehler wahrnehmen, durchsetzen wollen.

Die Argumentation des Gerichts – aufgeschlüsselt

Der Kassationsgerichtshof hat in seinem Urteil vom 3. Juni 2021 die Position des Berufungsgerichts bestätigt. Seine Argumentation beruht auf einer grundlegenden Unterscheidung im Recht: dem Unterschied zwischen einer materiellen Regel und einer Formvorschrift. Aber was bedeutet das konkret?

Die Richter haben daran erinnert, dass Artikel 18 des Gesetzes vom 10. Juli 1965 tatsächlich vorschreibt, dass der Verwaltungsbeirat mehrere Verwalterverträge ausschreiben muss. Diese gesetzliche Bestimmung ist klar: „Der Verwaltungsbeirat schreibt mehrere Verwalterverträge aus.“ Allerdings, und das ist der entscheidende Punkt, sieht das Gesetz keine spezifische Sanktion für den Fall der Nichtbeachtung dieser Pflicht vor.

Mit anderen Worten: Der Gesetzgeber hat eine Pflicht geschaffen, aber nicht angegeben, was geschehen soll, wenn diese Pflicht nicht eingehalten wird. Der Kassationsgerichtshof folgert daraus, dass diese Pflicht zu den Formvorschriften (den Modalitäten des Verfahrens) gehört und nicht zu den materiellen Regeln (den wesentlichen Gültigkeitsvoraussetzungen eines Rechtsakts).

Um diese Unterscheidung zu verstehen, nehmen wir ein einfaches Beispiel: Wenn Sie eine Wohnung in Valbonne kaufen, sind bestimmte Regeln wesentlich (wie die Verkaufsberechtigung des Eigentümers): Dies sind materielle Regeln. Andere Regeln betreffen die Art und Weise des Vorgehens (wie bestimmte Fristen): Dies sind Formvorschriften. Die Nichtigkeit (Annullierung) gilt in der Regel nur bei Verstößen gegen materielle Regeln, es sei denn, das Gesetz sieht etwas anderes vor.

Questions fréquentes

L'absence de mise en concurrence pour le choix du syndic annule-t-elle le contrat ?

Non, selon la Cour de cassation, l'absence de mise en concurrence n'entraîne pas automatiquement la nullité du contrat de syndic. Mais vous pouvez contester la décision de l'assemblée générale dans un délai de 2 mois. Consultez un avocat pour vos recours.

Puis-je contester la désignation du syndic si aucune concurrence n'a été organisée ?

Oui, vous pouvez contester la délibération de l'assemblée générale dans les 2 mois suivant son adoption. Le juge peut annuler la désignation si elle est contraire aux règles de transparence. Un avocat peut vous aider.

Quels sont les délais pour agir contre un syndic nommé sans mise en concurrence ?

Le délai pour contester une décision d'assemblée générale est de 2 mois à compter de la notification du procès-verbal. Passé ce délai, la désignation devient définitive. Consultez rapidement un avocat.

Que faire si le syndic a été nommé sans concurrence et que je suis mécontent ?

Vous pouvez demander l'inscription à l'ordre du jour de la prochaine assemblée générale d'une question sur la mise en concurrence. Vous pouvez aussi contester la désignation en justice dans les 2 mois. Un avocat peut vous conseiller.

Le conseil syndical peut-il imposer une mise en concurrence ?

Le conseil syndical peut recommander une mise en concurrence, mais seule l'assemblée générale peut décider. Si l'assemblée refuse, vous pouvez contester cette décision. Consultez un avocat pour vos droits.

Informations juridiques

  • Numéro: 20-13.269
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 03 juin 2021

Mots-clés

copropriétésyndicmise en concurrencenullitéconseil syndical

Cas d'usage pratiques

1

Copropriétaire contestant un contrat de syndic unique

Mme Dubois, propriétaire d'un appartement de 85 m² dans une copropriété de 120 lots à Lyon (7e arrondissement), assiste à l'assemblée générale annuelle où le conseil syndical propose uniquement le renouvellement du contrat avec l'actuel syndic pour 3 ans sans avoir sollicité d'autres devis. Le budget prévisionnel annuel est de 45 000 €.

Application pratique:

L'arrêt de la Cour de cassation du 3 juin 2021 précise que l'absence de mise en concurrence de plusieurs projets de contrat ne rend pas automatiquement nulle la désignation du syndic. Mme Dubois doit d'abord vérifier si cette irrégularité a causé un préjudice réel (ex: tarifs anormalement élevés). Elle peut contester la décision en assemblée générale en soulevant cette irrégularité, puis si nécessaire saisir le tribunal judiciaire dans les 2 mois suivant l'assemblée, en démontrant le préjudice subi.

2

Premier acheteur découvrant une irrégularité en copropriété

M. Chen, qui vient d'acheter son premier appartement de 55 m² à Marseille (13008) pour 250 000 €, consulte les procès-verbaux d'assemblée générale et découvre que le syndic actuel a été désigné il y a 2 ans sans mise en concurrence préalable. Le contrat court encore pour 1 an avec des honoraires fixes de 8 000 € par an.

Application pratique:

Selon la jurisprudence de 2021, M. Chen ne peut pas demander l'annulation automatique du contrat pour simple défaut de mise en concurrence. Il doit analyser si cette irrégularité a entraîné des conséquences dommageables (ex: honoraires disproportionnés par rapport au marché). Il peut soulever le problème lors de la prochaine assemblée générale et demander une mise en concurrence pour le prochain renouvellement. En cas de préjudice avéré, il pourra saisir le tribunal avec les autres copropriétaires concernés.

3

Investisseur confronté à un conflit en copropriété

M. Schmidt, qui possède 5 studios en investissement locatif dans une copropriété de 80 lots à Nice (centre-ville), constate que le syndic a été reconduit pour 4 ans sans comparaison de devis. Les charges annuelles pour ses lots s'élèvent à 12 000 € et il suspecte des surfacturations de 15% par rapport au marché local.

Application pratique:

La décision de 2021 indique que l'irrégularité procédurale ne vaut nullité que si elle cause un préjudice. M. Schmidt doit d'abord rassembler des preuves concrètes du préjudice financier (devis comparatifs, relevés de charges anormaux). Il peut ensuite : 1) demander en assemblée générale la résiliation du contrat pour faute, 2) si refus, saisir le tribunal judiciaire de Nice dans le délai légal, en joignant les éléments prouvant le surcoût subi. Une action collective avec d'autres copropriétaires est recommandée.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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