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Kündigungsfrist und Arbeitssuche: Der Kassationsgerichtshof präzisiert die Rechte der Arbeitnehmer
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Kündigungsfrist und Arbeitssuche: Der Kassationsgerichtshof präzisiert die Rechte der Arbeitnehmer

📅 Décision du 07 Mai 1987⚖️ Cour de cassation👁️ 11 vues📖 4 min de lecture

Ein Urteil des Kassationsgerichtshofs von 1987 stellt klar, dass die Stunden für die Arbeitssuche während der Kündigungsfrist nicht automatisch über die tarifvertragliche Kündigungsfrist hinaus verlängert werden, es sei denn, es besteht eine abweichende betriebliche Übung. Analyse für Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

Referenzentscheidung: Kassationsgerichtshof, Sozialkammer • Nr. 85-40.581 • 1987-05-07 • Entscheidung einsehen →

Sie sind Arbeitnehmer in Cannes, wurden nach mehreren Jahren Betriebszugehörigkeit gekündigt und fragen sich, ob Sie während Ihrer Kündigungsfrist (Zeitraum zwischen Kündigungsankündigung und tatsächlichem Austrittsdatum) Anspruch auf Stunden zur Arbeitssuche haben? Oder Sie sind Arbeitgeber in einer Druckerei in Vallauris und möchten wissen, ob Sie diese Stunden über die im Tarifvertrag vorgesehene Kündigungsfrist hinaus gewähren müssen? Diese scheinbar technische Frage betrifft jedes Jahr Tausende von Arbeitnehmern und Arbeitgebern. Der Kassationsgerichtshof hat in einem Urteil vom 7. Mai 1987 eine differenzierte Antwort gegeben, die es wert ist, bekannt zu sein. Lassen Sie uns diese Entscheidung und ihre konkreten Auswirkungen gemeinsam entdecken.

Der Sachverhalt: Eine alltägliche Geschichte

In diesem Fall werden Arbeitnehmer einer gewerblichen Druckerei nach mehr als zwei Jahren Betriebszugehörigkeit gekündigt. Der nationale Tarifvertrag für gewerbliche Druckereien und grafische Industrien sieht eine tarifvertragliche Kündigungsfrist von einem Monat vor, aber auch ein Recht auf zwei Stunden Abwesenheit pro Tag zur Arbeitssuche während dieser Kündigungsfrist. Darüber hinaus schreibt das Gesetz vom 13. Juli 1973 (heute Artikel L.1234-1 des Arbeitsgesetzbuchs) eine gesetzliche Kündigungsfrist von zwei Monaten für Arbeitnehmer mit mehr als zwei Jahren Betriebszugehörigkeit vor. Die Arbeitnehmer fordern daher die Gewährung der Arbeitssuche-Stunden nicht nur während des einen Monats der tarifvertraglichen Kündigungsfrist, sondern auch während des zweiten Monats der gesetzlichen Kündigungsfrist. Der Arbeitgeber lehnt dies ab mit der Begründung, das Gesetz gewähre dieses Recht nicht über die tarifvertragliche Kündigungsfrist hinaus. Die Arbeitnehmer rufen das Arbeitsgericht an, das ihnen Recht gibt. Der Arbeitgeber legt Kassationsbeschwerde ein.

Die Argumentation des Gerichts – aufgeschlüsselt

Der Kassationsgerichtshof hebt die Entscheidung der Vorinstanz auf. Er stellt klar, dass das Gesetz vom 13. Juli 1973 eine Mindestkündigungsfrist festlegt, die nach der Betriebszugehörigkeit gestaffelt ist, aber nicht automatisch den Anspruch auf Arbeitssuche-Stunden auf die gesamte Dauer dieser gesetzlichen Kündigungsfrist ausdehnt. Der Tarifvertrag sieht diese Stunden nämlich nur für die tarifvertragliche Kündigungsfrist von einem Monat vor. Damit die Arbeitnehmer sie auch während der zusätzlichen gesetzlichen Kündigungsfrist erhalten, müsste eine betriebliche Übung oder eine günstigere tarifvertragliche Regelung nachgewiesen werden. Da die Vorinstanz das Bestehen einer solchen Übung nicht geprüft hat, wird ihre Entscheidung aufgehoben. Kurz gesagt unterscheiden die Richter zwischen zwei Quellen: dem Gesetz (Mindestkündigungsfrist) und dem Tarifvertrag (Arbeitssuche-Stunden). Das eine überlagert nicht automatisch das andere. Mit anderen Worten: Ein Arbeitnehmer hat Anspruch auf eine Kündigungsfrist von zwei Monaten, aber die Arbeitssuche-Stunden stehen ihm nur während des ersten Monats zu, es sei denn, der Arbeitgeber hat durch Gewährung dieser Stunden über die gesamte Dauer eine betriebliche Übung geschaffen.

Was das für Sie konkret bedeutet

Für einen Arbeitnehmer in Cannes mit 3 Jahren Betriebszugehörigkeit beträgt die gesetzliche Kündigungsfrist 2 Monate. Wenn Ihr Tarifvertrag (oder Ihr Arbeitsvertrag) Arbeitssuche-Stunden nur für einen Monat vorsieht, haben Sie nur Anspruch auf 2 Stunden pro Tag für 30 Tage, also maximal 60 Stunden. Für den zweiten Monat müssen Sie nachweisen, dass das Unternehmen diese Stunden immer für die gesamte Kündigungsfrist gewährt hat (betriebliche Übung). Für einen Arbeitgeber in Vallauris müssen Sie Ihren Tarifvertrag und Ihre betrieblichen Übungen prüfen. Wenn keine Übung besteht, können Sie die Stunden auf die tarifvertragliche Kündigungsfrist beschränken. Beispiel: Ein Vollzeitbeschäftigter (35 Std./Woche) mit einer Kündigungsfrist von 2 Monaten: Wenn er 2 Std./Tag für 30 Tage erhält, sind das 60 Stunden im ersten Monat, also fast 2 Wochen weniger Arbeit. Wenn Sie in dieser Situation sind, sollten Sie Ihren Tarifvertrag und Ihre bisherige Praxis konsultieren. Achtung: Einige Tarifverträge (z. B. Metallindustrie) sehen Stunden für die gesamte gesetzliche Kündigungsfrist vor.

Vier Tipps zur Vermeidung solcher Streitigkeiten

  • Überprüfen Sie Ihren Tarifvertrag: Konsultieren Sie den für Ihre Branche geltenden Text (z. B. Druckerei, Metallindustrie, Handel), um die Dauer der Kündigungsfrist und die Rechte auf Arbeitssuche zu erfahren.
  • Dokumentieren Sie betriebliche Übungen: Wenn Ihr Unternehmen Stunden über die tarifvertragliche Kündigungsfrist hinaus gewährt, formalisieren Sie diese Übung schriftlich (Rundschreiben, Betriebsvereinbarung), um Anfechtungen zu vermeiden.
  • Verlangen Sie bei Kündigung eine Quittung: Lassen Sie im Kündigungsschreiben oder in der Abrechnung die Anzahl der für die Arbeitssuche gewährten Stunden angeben.
  • Konsultieren Sie vorher einen Anwalt: Eine persönliche Beratung kann kostspielige Fehler vermeiden, insbesondere wenn Ihre Situation ungewöhnlich ist (Betriebszugehörigkeit, abweichende tarifvertragliche Kündigungsfrist).

Vertiefung: Verwandte Rechtsprechung und Entwicklungen

In einem früheren Urteil vom 20. März 1985 (Nr. 83-45.672) hatte der Kassationsgerichtshof bereits entschieden, dass Arbeitssuche-Stunden nur während der tarifvertraglichen Kündigungsfrist geschuldet sind, es sei denn, es besteht eine betriebliche Übung. Diese Rechtsprechung ist ständig: Die

Questions fréquentes

Puis-je bénéficier d'heures pour recherche d'emploi pendant tout mon préavis légal ?

Non, sauf si votre convention collective ou un usage dans l'entreprise le prévoit. Sinon, ces heures ne sont dues que pendant le préavis conventionnel.

Que faire si mon employeur ne m'accorde pas ces heures ?

Vous pouvez saisir le conseil de prud'hommes dans les 12 mois suivant la rupture. Rassemblez des preuves d'usage (témoignages, courriels).

Quels sont mes droits si ma convention collective ne mentionne rien ?

Vous n'avez pas de droit automatique. Mais vous pouvez demander à votre employeur de les accorder à titre gracieux, ou invoquer un usage si l'entreprise les accorde habituellement.

Un employeur peut-il refuser ces heures pendant le préavis conventionnel ?

Non, si la convention collective les prévoit, l'employeur doit les accorder. En cas de refus, il peut être condamné à des dommages et intérêts.

Comment prouver un usage dans l'entreprise ?

Par tout moyen : fiches de paie antérieures, attestations d'autres salariés, courriels, notes de service. Un usage doit être constant, général et fixe.

Informations juridiques

  • Numéro: 85-40.581
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 07 mai 1987

Mots-clés

préavisrecherche d'emploiCour de cassationdroit du travailconvention collective

Cas d'usage pratiques

1

Salarié licencié à Cannes avec 5 ans d'ancienneté

M. Dupont, salarié d'une entreprise de services à Cannes, est licencié. Sa convention collective (services de proximité) prévoit un préavis conventionnel de 2 mois et des heures de recherche d'emploi pendant ce préavis. La loi lui accorde aussi 2 mois de préavis (identique). Il n'y a donc pas de dépassement. Il bénéficie des heures sur toute la durée.

Application pratique:

Vérifiez que votre préavis légal n'est pas plus long que le conventionnel. Ici, ils sont égaux, donc pas de problème. Consultez votre convention collective pour le nombre d'heures par jour.

2

Employeur à Vallauris confronté à une demande d'heures supplémentaires

Un employeur d'une imprimerie à Vallauris reçoit une demande d'un salarié licencié avec 3 ans d'ancienneté. La convention collective prévoit un préavis d'1 mois avec heures de recherche. La loi impose 2 mois. Le salarié réclame des heures sur les 2 mois. L'employeur refuse, se basant sur la convention.

Application pratique:

L'employeur doit vérifier s'il existe un usage dans son entreprise d'accorder ces heures sur toute la durée. Si non, il peut légalement refuser. Il est conseillé de formaliser par écrit l'absence d'usage.

3

Salarié sans convention collective applicable

Mme Martin, commerciale à Cannes, n'a pas de convention collective. Son contrat prévoit un préavis de 3 mois (conforme à la loi). Aucune clause sur les heures de recherche. Elle demande à son employeur de lui accorder 2h/jour pendant le préavis. L'employeur refuse.

Application pratique:

En l'absence de convention ou d'usage, l'employeur n'a aucune obligation. Mme Martin peut tenter de négocier, mais n'a pas de recours judiciaire. Elle doit chercher un emploi sur son temps libre.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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23 juil. 2026Lire →

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