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Kaufversprechen: Ein Darlehen unter dem vereinbarten Höchstbetrag führt nicht zum Scheitern der aufschiebenden Bedingung
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Kaufversprechen: Ein Darlehen unter dem vereinbarten Höchstbetrag führt nicht zum Scheitern der aufschiebenden Bedingung

📅 Décision du 14 Januar 2021⚖️ Cour de cassation👁️ 14 vues📖 5 min de lecture

Der Kassationsgerichtshof hat entschieden, dass die Gewährung eines Darlehens in Höhe eines Betrags, der unter dem in einem Kaufversprechen vorgesehenen Höchstbetrag liegt, die aufschiebende Bedingung erfüllt und der Käufer sich nicht auf die Unwirksamkeit des Vorvertrags aus diesem Grund berufen kann.

Entscheidungsreferenz: cc • Nr. 20-11.224 • 2021-01-14 • Entscheidung einsehen →

Sie sind Eigentümer in Belfort und haben ein Kaufversprechen für Ihr Familienhaus unterzeichnet. Der Vorvertrag sieht vor, dass Sie ein Immobiliendarlehen in Höhe von maximal 200.000 € erhalten müssen. Die Bank gewährt Ihnen schließlich 180.000 €. Der Verkäufer beruft sich auf die Unwirksamkeit des Vorvertrags mit der Begründung, die aufschiebende Bedingung sei nicht erfüllt. Eine stressige Situation, nicht wahr? Die entscheidende Frage: Verpflichtet Sie ein Darlehen, das niedriger ist als der vereinbarte Höchstbetrag, zum Verzicht auf den Kauf? Der Kassationsgerichtshof antwortet in seinem Urteil vom 14. Januar 2021 (Nr. 20-11.224) klar: Nein, dieses Darlehen entspricht den vertraglichen Bestimmungen. Analyse dieser Entscheidung, die viele Käufer absichert.

Der Sachverhalt: eine alltägliche Geschichte

Herr X, Einwohner von Beaucourt, unterzeichnet am 4. November 2016 einen Vorvertrag zum Erwerb einer Wohnung in Belfort. Der Kaufpreis beträgt 250.000 €, und der Vorvertrag sieht eine aufschiebende Bedingung der Darlehensgewährung in Höhe von maximal 200.000 € vor, rückzahlbar über 20 Jahre zu einem Zinssatz von 2,5 %. Herr X stellt mehrere Darlehensanträge. Eine Bank gewährt ihm ein Darlehen von 180.000 €, also 20.000 € weniger als der Höchstbetrag. Herr X informiert den Verkäufer, doch dieser weigert sich, den Kaufvertrag notariell zu beurkunden, da er das Darlehen für nicht vertragskonform hält. Der Verkäufer verklagt Herrn X auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vorvertrags und auf Zahlung von Schadensersatz.

Das Tribunal de grande instance von Belfort gibt dem Verkäufer recht: Es ist der Ansicht, dass das niedrigere Darlehen die aufschiebende Bedingung nicht erfüllt. Herr X legt Berufung ein. Das Berufungsgericht von Besançon bestätigt das Urteil und erklärt den Vorvertrag für unwirksam, wobei es die Klagen von Herrn X abweist. Herr X legt daraufhin Kassationsbeschwerde ein.

Der Kassationsgerichtshof hebt in seinem Urteil vom 14. Januar 2021 das Berufungsurteil auf. Er stellt klar, dass die im Vorvertrag vereinbarte aufschiebende Bedingung ein Darlehen in Höhe von „maximal“ 200.000 € vorsah. Das gewährte Darlehen von 180.000 € liegt unter diesem Höchstbetrag. Folglich entspricht es den vertraglichen Bestimmungen. Das Berufungsgericht hat durch seine gegenteilige Auffassung den Grundsatz der Vertragstreue verletzt (Artikel 1134 des damaligen Code civil). Der Fall wird an das Berufungsgericht von Nancy zurückverwiesen.

Die Begründung des Gerichts – aufgeschlüsselt

Der Kassationsgerichtshof stützt sich auf den Grundsatz der Vertragstreue, der in Artikel 1103 des Code civil (ehemals 1134) verankert ist. Dieser Grundsatz bedeutet, dass die Parteien an die von ihnen freiwillig vereinbarten Bedingungen gebunden sind. Hier sah der Vorvertrag einen Darlehensbetrag von „maximal“ 200.000 € vor. Das Wort „maximal“ ist wesentlich: Es legt eine Obergrenze fest, nicht einen genauen Betrag. Jedes Darlehen in Höhe von 200.000 € oder weniger ist daher vertragskonform.

Der Verkäufer argumentierte, der Käufer müsse ein Darlehen erhalten, das den gesamten Finanzierungsbedarf decke. Der Kassationsgerichtshof stellt jedoch klar, dass sich die aufschiebende Bedingung nur auf die Darlehensgewährung innerhalb der vereinbarten Grenzen bezieht, nicht auf die Deckung des Kaufpreises. Erhält der Käufer ein niedrigeres Darlehen, kann er die Finanzierung durch Eigenmittel ergänzen oder vom Kauf zurücktreten – er kann jedoch nicht dazu gezwungen werden.

Diese Entscheidung bestätigt eine ständige Rechtsprechung (Civ. 3e, 19. März 2013, Nr. 12-14.866). Es handelt sich weder um eine Abkehr noch um eine Weiterentwicklung, sondern um eine klassische Anwendung des Vertragsrechts. Der Kassationsgerichtshof rügt das Berufungsgericht, das eine nicht von den Parteien vorgesehene Bedingung hinzugefügt hatte: die eines Darlehens in Höhe des Höchstbetrags. Die Tatsachenrichter müssen sich an den Wortlaut des Vertrags halten.

In der Praxis schützt diese Lösung den Käufer: Er ist nicht verpflichtet, ein Darlehen in Höhe des Höchstbetrags anzunehmen. Der Verkäufer kann sich nicht auf die Unwirksamkeit wegen einer bloßen Abweichung des Betrags berufen, es sei denn, er weist nach, dass das gewonnene Darlehen für die Finanzierung des Erwerbs nicht ausreicht (z. B. wenn der Käufer kein Eigenkapital hat). Im vorliegenden Fall gab es jedoch keine Anhaltspunkte dafür, dass Herr X die Finanzierung nicht ergänzen konnte.

Was das für Sie konkret bedeutet

Wenn Sie Käufer sind: Sie können ein Darlehen erhalten, das unter dem im Vorvertrag vereinbarten Höchstbetrag liegt, ohne die Unwirksamkeit zu riskieren. Wenn Ihr Vorvertrag beispielsweise ein Darlehen von maximal 200.000 € vorsieht und die Bank Ihnen 170.000 € gewährt, sind Sie im Recht. Sie müssen jedoch über die zusätzlichen Mittel verfügen, um den Kaufpreis zu decken. Wenn Sie diese nicht haben, können Sie vom Kauf ohne Vertragsstrafe zurücktreten, da die aufschiebende Bedingung als erfüllt gilt (das gewährte Darlehen ist vertragskonform), aber Sie sind nicht verpflichtet, den notariellen Kaufvertrag zu unterzeichnen, wenn die Gesamtfinanzierung nicht gesichert ist. Achtung: Wenn Sie zurücktreten, könnte der Verkäufer Schadensersatz fordern, wenn er einen Missbrauch nachweist.

Wenn Sie Verkäufer sind: Sie können den Verkauf nicht mit der Begründung verweigern, das Darlehen liege unter dem Höchstbetrag. Sie können jedoch verlangen, dass der Käufer seine Fähigkeit zur Zahlung des Restkaufpreises nachweist. Kann er dies nicht, können Sie die Unwirksamkeit wegen fehlender Gesamtfinanzierung geltend machen, aber dies geschieht nicht automatisch. Ein Verkäufer in Belfort müsste beispielsweise nachweisen, dass der Käufer nicht über die fehlenden 30.000 € verfügt. Es ist daher besser, die finanzielle Situation des Käufers vor Vertragsunterzeichnung zu prüfen.

Wenn Sie Immobilienmakler oder Notar sind: Formulieren Sie die aufschiebenden Bedingungen präzise. Vermeiden Sie vage Formulierungen wie „für den Erwerb erforderliches Darlehen“. Bevorzugen Sie einen Höchstbetrag und eine Rückzahlungsdauer. Erwähnen Sie, dass jedes Darlehen unter dem Höchstbetrag als vertragskonform gilt. Dies vermeidet Rechtsstreitigkeiten.

Ein Zahlenbeispiel: Sie unterzeichnen einen Vorvertrag über eine Immobilie in Belfort zum Preis von 250.000 €, mit einer aufschiebenden Bedingung für ein Darlehen von maximal 200.000 €. Die Bank gewährt Ihnen 180.000 €. Sie müssen die restlichen 70.000 € aus Eigenmitteln aufbringen. Wenn Sie diese nicht haben, können Sie den Kauf ablehnen, ohne eine Entschädigung zahlen zu müssen. Der Verkäufer kann die Unwirksamkeit nicht allein wegen des niedrigeren Darlehensbetrags verlangen.

Questions fréquentes

Le prêt obtenu est inférieur au maximum prévu, mais le vendeur refuse de vendre. Que faire ?

Vous pouvez l'assigner en justice pour faire constater la vente parfaite. La jurisprudence vous est favorable. Consultez un avocat rapidement, car les délais de prescription sont courts (5 ans à compter de la signature du compromis).

Puis-je renoncer à la vente si le prêt obtenu est inférieur et que je n'ai pas l'apport ?

Oui, mais à vos risques. Vous devez prouver que le prêt est insuffisant pour financer l'acquisition. Si le vendeur conteste, un juge appréciera votre bonne foi.

Quel délai pour agir après un refus du vendeur ?

Vous avez jusqu'à 5 ans pour saisir le tribunal. Mais agissez vite pour éviter que le vendeur ne revende le bien à un tiers.

Le compromis prévoit un prêt « de 200 000 € » sans mention « maximum ». Est-ce pareil ?

Non. Si le montant est fixe, le prêt doit être exactement de 200 000 €. Un prêt inférieur ne serait pas conforme. Faites modifier la clause avant de signer.

Le vendeur peut-il réclamer des dommages et intérêts si je renonce ?

Oui, s'il prouve que vous avez abusé de votre droit. Par exemple, si vous refusez sans motif un prêt conforme. Mais en pratique, les tribunaux sont indulgents envers les acquéreurs de bonne foi.

Informations juridiques

  • Numéro: 20-11.224
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 14 janvier 2021

Mots-clés

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Cas d'usage pratiques

1

Acquéreur à Belfort avec prêt inférieur au maximum

M. Y signe un compromis pour une maison à 250 000 €, avec un prêt maximum de 200 000 €. Il obtient 180 000 €. Le vendeur refuse de vendre.

Application pratique:

M. Y doit mettre en demeure le vendeur de réitérer la vente, puis saisir le tribunal judiciaire de Belfort pour faire constater la vente. Il peut aussi demander des dommages et intérêts pour le préjudice subi (frais de dossier, etc.).

2

Vendeur à Beaucourt confronté à un prêt insuffisant

Mme Z vend son appartement 180 000 €. L'acquéreur obtient un prêt de 150 000 €, mais ne dispose pas des 30 000 € d'apport.

Application pratique:

Mme Z peut invoquer la caducité si elle prouve que l'acquéreur ne peut pas financer l'acquisition. Elle doit demander des justificatifs à l'acquéreur (relevés de compte, refus de prêt complémentaire).

3

Agent immobilier : rédiger une clause claire

Un agent à Belfort rédige une promesse de vente avec une condition suspensive vague : « prêt nécessaire à l'acquisition ».

Application pratique:

Cette clause est risquée. Il est préférable de mentionner un montant maximum et d'ajouter : « tout prêt d'un montant inférieur ou égal à ce maximum est réputé conforme ». Cela évite les interprétations divergentes.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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