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Illegale Vorteilsnahme im sozialen Wohnungsbau: Was das Gesetz von 2006 ändert
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Illegale Vorteilsnahme im sozialen Wohnungsbau: Was das Gesetz von 2006 ändert

📅 Décision du 09 September 2008⚖️ Cour de cassation👁️ 7 vues📖 5 min de lecture

Das Gesetz vom 13. Juli 2006 hat den speziellen Straftatbestand der illegalen Vorteilsnahme für Führungskräfte von HLM und Sammelstellen abgeschafft, unterwirft sie jedoch nun den allgemeinen Regeln des Strafgesetzbuchs und einem Genehmigungsvorbehalt. Der Kassationshof stellt klar, dass vor 2006 begangene Taten weiterhin strafbar sind, jedoch mit milderen Strafen.

Entscheidungsreferenz: cc • Nr. 07-87.900 • 2008-09-09 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich vor: Sie sind Eigentümer einer Wohnung in La Rochelle und erfahren, dass der Direktor der Sammelstelle für die 1%-Wohnungsbauabgabe (das berühmte "1% patronal") in eine Gesellschaft investiert hat, die dieser Stelle IT-Dienstleistungen anbietet. Sie denken sich: "Aber das ist doch ein offensichtlicher Interessenkonflikt! Wie ist das möglich?" Diese Frage stellte mir letzte Woche ein Bewohner von Aytré, nachdem er in der Lokalpresse von einem ähnlichen Fall gelesen hatte. Die Antwort findet sich in einem Urteil des Kassationshofs vom 9. September 2008, das die auf diese heiklen Situationen anwendbaren Regeln klärt.

Was genau besagt diese Entscheidung? Sie erinnert daran, dass seit dem Gesetz vom 13. Juli 2006 die Führungskräfte und Angestellten von HLM-Organisationen und Sammelstellen der 1%-Abgabe nicht mehr auf der Grundlage eines speziellen Straftatbestands (des früheren Artikels L. 423-11 des Bau- und Wohnungsgesetzbuchs) verfolgt werden, sondern nach dem allgemeinen Recht der illegalen Vorteilsnahme (Artikel 432-12 des Strafgesetzbuchs). Vor allem stellt sie klar, dass bei vor 2006 liegenden Taten nur die milderen Strafen des alten Textes angewandt werden können. Aber Achtung: Das Fehlen einer vorherigen Genehmigung des Verwaltungsrats bleibt ein Schlüsselelement für die Erfüllung des Straftatbestands.

Kurz gesagt schützt diese Rechtsprechung die Interessen der Eigentümer und Mieter, indem sie Interessenkonflikte im sozialen Wohnungsbau unterbindet. Aber was ändert das konkret für Sie? Das werden wir Schritt für Schritt sehen.

Der Sachverhalt: eine Geschichte, wie sie täglich vorkommt

In den Jahren 1998 und 1999 ist Herr X Direktor einer Sammelstelle für die Beteiligung der Arbeitgeber an der Wohnungsbauanstrengung (CILAC) mit Sitz in La Rochelle. Er beschließt, die Mehrheit des Kapitals einer Gesellschaft zu erwerben, die dieser Stelle IT-Dienstleistungen anbietet. Mit anderen Worten: Er wird Mehrheitsaktionär seines eigenen Lieferanten. Eine Situation, die nach dem Gesetz wie eine illegale Vorteilsnahme aussieht (das Halten eines Interesses an einem Unternehmen, mit dem man im Rahmen seiner Aufgaben verkehrt).

Die interprofessionelle Gruppe für die Beteiligung an der Wohnungsbauanstrengung (GIP) – die die Mittel sammelt – erstattet Anzeige. Der Fall landet vor dem Strafgericht, dann in der Berufung. Das Berufungsgericht verurteilt Herrn X wegen illegaler Vorteilsnahme, da er sich nicht auf eine vorherige Genehmigung des Verwaltungsrats berufen könne. Herr X legt Kassation ein mit der Begründung, der spezielle Straftatbestand sei aufgehoben worden und die Taten lägen vor 2006. Der Kassationshof muss entscheiden: Welches Gesetz ist anzuwenden? Und welches Genehmigungsregime?

Die Wendung: Der Kassationshof weist die Revision zurück. Er bestätigt, dass Herr X schuldig ist, stellt jedoch klar, dass die Strafen die des alten Artikels L. 423-11 (mildere) sein müssen, da die Taten vor 2006 liegen. Er bestätigt auch die Argumentation des Berufungsgerichts: Die Genehmigung des Verwaltungsrats muss vor der Interessennahme erfolgen, was hier nicht der Fall war.

Die Begründung des Gerichts – entschlüsselt

Der Kassationshof stützt sich auf das Gesetz vom 13. Juli 2006, das den speziellen Straftatbestand der illegalen Vorteilsnahme für Führungskräfte von HLM und Sammelstellen (früherer Artikel L. 423-11 des Bau- und Wohnungsgesetzbuchs) aufgehoben hat. Nunmehr unterliegen diese Personen dem allgemeinen Recht: Artikel 432-12 des Strafgesetzbuchs, der bestraft, dass eine Person, die ein öffentliches Amt ausübt, ein Interesse an einem Unternehmen nimmt, das sie überwacht oder verwaltet. Dieser Text sieht schwerere Strafen vor (bis zu 5 Jahre Gefängnis und 500.000 € Geldstrafe).

Das neue Gesetz führt jedoch auch eine Neuerung ein: Vereinbarungen zwischen der Organisation und ihren Führungskräften müssen vom Verwaltungsrat genehmigt werden. Erfolgt diese Genehmigung ordnungsgemäß, ist die Interessennahme nicht strafbar. Kurz gesagt wollte der Gesetzgeber die Verwaltungsräte in die Pflicht nehmen, aber auch einen Weg zur Regularisierung bieten.

Für vor 2006 begangene Taten wendet der Gerichtshof den Grundsatz der Rückwirkung der milderen Strafvorschrift (lex mitior) an. Somit kann Herr X nur zu den im alten Artikel L. 423-11 vorgesehenen Strafen verurteilt werden, die weniger streng waren. Dies entbindet ihn jedoch nicht von seiner Verantwortung. Der Gerichtshof stellt fest, dass die Genehmigung des Verwaltungsrats, um gültig zu sein, vor der Interessennahme erfolgen muss. Herr X hat eine solche Genehmigung nicht nachgewiesen. Sein Argument, die Dienstleistungsvereinbarung zwischen der Organisation und der Gesellschaft sei stillschweigend genehmigt worden, wird zurückgewiesen. Was nur wenige wissen: Selbst eine nachträgliche Genehmigung reicht nicht aus, um die Straftat zu tilgen.

Mit anderen Worten: Die Entscheidung bestätigt eine strenge Rechtsprechungstendenz: Führungskräfte von Organisationen des sozialen Wohnungsbaus müssen in der Verwaltung ihrer persönlichen Interessen einwandfrei sein. Der Kassationshof erfindet nichts Neues, sondern präzisiert die Bedingungen des Übergangsregimes.

Was das für Sie konkret ändert

Wenn Sie in La Rochelle ein vermietendes Eigentum besitzen, beruhigt Sie diese Entscheidung: Die Mittel der 1%-Wohnungsbauabgabe werden besser kontrolliert. Interessenkonflikte werden sanktioniert, was gewährleistet, dass Ihre Beiträge tatsächlich der Finanzierung von Sozialwohnungen dienen und nicht der Bereicherung skrupelloser Führungskräfte.

Questions fréquentes

Qu'est-ce que la prise illégale d'intérêts dans le logement social ?

C'est le fait, pour un dirigeant ou employé d'un organisme HLM ou collecteur du 1% logement, de détenir un intérêt (par exemple, des parts) dans une entreprise avec laquelle cet organisme contracte. Cela crée un conflit d'intérêts puni par la loi.

Puis-je être poursuivi pour des faits antérieurs à 2006 ?

Oui, mais seules les peines plus douces de l'ancien article L. 423-11 du code de la construction et de l'habitation s'appliquent (amende jusqu'à 4 500 €, interdiction de gérer). Les faits postérieurs à 2006 relèvent du droit commun, avec des peines plus lourdes.

Que faire si j'ai signé une convention sans autorisation du conseil d'administration ?

Consultez immédiatement un avocat. Il peut être possible de régulariser la situation en soumettant la convention à une délibération a posteriori du conseil, mais cela n'efface pas l'infraction passée. Mieux vaut prévenir.

Comment signaler un conflit d'intérêts suspect dans un organisme HLM ?

Vous pouvez écrire au procureur de la République du tribunal judiciaire compétent (par exemple, celui de La Rochelle) ou à la préfecture. Joignez tous les éléments de preuve (contrats, extraits Kbis, etc.).

Quel est le délai de prescription pour ces infractions ?

Pour les faits antérieurs à 2006, le délai de prescription était de 3 ans (délit correctionnel). Depuis 2006, le délai est de 6 ans pour les délits. Attention : la prescription commence à courir à compter de la découverte des faits dans certains cas.

Informations juridiques

  • Numéro: 07-87.900
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 09 septembre 2008

Mots-clés

prise illégale d'intérêtslogement socialHLM1% logementCour de cassation

Cas d'usage pratiques

1

Propriétaire bailleur à La Rochelle : soupçon de détournement du 1% logement

Vous êtes propriétaire d'un immeuble à La Rochelle et vous cotisez au 1% logement. Vous apprenez que le directeur de l'organisme collecteur a investi dans une société de travaux qui rénove des logements sociaux. Vous vous demandez si c'est légal.

Application pratique:

Cette jurisprudence vous permet de dénoncer les faits au procureur. Le directeur risque des poursuites pénales, sauf s'il prouve une autorisation préalable du conseil d'administration. Vous pouvez aussi demander la communication des délibérations du conseil.

2

Locataire d'un HLM à Aytré : soupçon de surfacturation

Vous habitez un appartement HLM à Aytré et vous constatez que les travaux de rénovation sont facturés très cher. Vous découvrez que le gérant de l'entreprise de travaux est aussi administrateur de l'office HLM.

Application pratique:

Vous pouvez saisir le conseil d'administration de l'office pour demander la nullité du contrat et des dommages-intérêts. La jurisprudence de 2008 confirme que l'absence d'autorisation préalable est un vice grave.

3

Dirigeant d'un organisme collecteur : risque de condamnation pour des conventions anciennes

Vous êtes directeur d'un CILAC depuis 2000. En 1999, vous avez acquis des parts dans une société informatique qui fournit l'organisme. Vous n'avez jamais fait autoriser cette convention par le conseil d'administration.

Application pratique:

Vous êtes potentiellement en infraction. Les peines seront celles de l'ancien texte (plus douces), mais vous pouvez tenter de régulariser en soumettant la convention à une délibération du conseil aujourd'hui. Consultez un avocat pour évaluer les risques de poursuites.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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