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Stundung von Mietrückständen: Kann die Räumung fortgesetzt werden?
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Stundung von Mietrückständen: Kann die Räumung fortgesetzt werden?

📅 Décision du 30 Mai 1995⚖️ Cour de cassation👁️ 22 vues📖 5 min de lecture

Der Kassationshof stellt klar, dass die Stundung einer Mietrückstands die Zwangsvollstreckungsmaßnahmen zu deren Beitreibung aussetzt, aber den Vermieter nicht daran hindert, die Räumung des Mieters zu betreiben. Eine Schlüsselentscheidung für Eigentümer und Mieter in Schwierigkeiten.

Entscheidungsreferenz: cc • N° 93-04.189 • 1995-05-30 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich die Szene vor: In Biarritz vermietet Herr Dupont eine Wohnung an eine Familie, die aufgrund eines Schicksalsschlags mehrere Monatsmieten schuldet. Herr Dupont zeigt Verständnis: Er stimmt einem Stundungsplan für die Schulden zu, verteilt auf 24 Monate. Aber die laufenden Mieten werden immer noch nicht gezahlt. Kann er trotzdem die Räumung verlangen? Das ist die Frage, die dieses Urteil des Kassationshofs vom 30. Mai 1995 klärt. Mit anderen Worten: Schützt die Stundung einer Mietrückstands den Mieter vor jeglicher Verfolgung, einschließlich der Räumung? Die Antwort ist nein, und das hat konkrete Auswirkungen für die Hunderttausenden von Mietverträgen in Frankreich. In diesem Artikel analysieren wir diese Entscheidung für Sie, Eigentümer und Mieter, damit Sie genau wissen, woran Sie sind.

Der Sachverhalt: Eine Geschichte, wie sie jeden Tag passiert

Herr und Frau X, Mieter in Hendaye, häufen Mietrückstände an. Ihr Vermieter gewährt ihnen eine Stundung der Schulden, d.h. einen Ratenzahlungsplan. Aber die Schwierigkeiten bleiben bestehen: Die laufenden Mieten (die jeden Monat anfallen) werden nicht bezahlt. Der Vermieter beantragt daraufhin beim Gericht die Feststellung der Kündigung des Mietvertrags (Aufhebung des Mietverhältnisses) und die Räumung der Mieter. Herr und Frau X sind der Ansicht, dass die Stundung jedes Räumungsverfahren blockiert, da dieses auf die Beitreibung der Schulden abzielt. Das Berufungsgericht in Pau gibt ihnen recht: Es setzt die Räumung aus, da die Stundung jede Zwangsvollstreckungsmaßnahme (Verfahren zur zwangsweisen Beitreibung) verbietet. Der Vermieter legt Kassation ein. Der Fall gelangt bis zum Kassationshof, der das Berufungsurteil aufhebt und die Sache zurückverweist. Fazit: Die Stundung ist kein absoluter Schutzschild gegen die Räumung.

Die Begründung des Gerichts – aufgeschlüsselt

Der Kassationshof stützt sich auf Artikel 1244-1 des Code civil (seit 2016 Artikel 1343-5), der dem Richter erlaubt, Zahlungsfristen zu gewähren. Aber er präzisiert: Diese Fristen setzen nur die Vollstreckungsverfahren aus, die auf die Beitreibung der Schulden abzielen (wie Lohnpfändung oder Sachpfändung). Sie hindern den Vermieter jedoch nicht daran, die Kündigung des Mietvertrags und die Räumung zu verlangen, da diese Maßnahmen nicht direkt auf die Beitreibung der Schulden abzielen, sondern auf die Beendigung des Mietverhältnisses. Mit anderen Worten: Die Stundung setzt die Vollstreckungsmaßnahmen gegen das Vermögen des Mieters aus, aber nicht das Räumungsverfahren selbst. Das Berufungsgericht hatte also einen Fehler gemacht: Es hatte die Aussetzung der Zwangsvollstreckung mit der Aussetzung der Kündigungsklage verwechselt. Dies bestätigt die frühere Rechtsprechung: Der Kassationshof hält an einer klaren Unterscheidung zwischen Schuld und Vertrag fest. Klar gesagt: Der Mieter, der eine Stundung erhält, muss weiterhin seine laufenden Mieten zahlen und seine Verpflichtungen erfüllen, sonst riskiert er die Räumung.

Was das für Sie konkret ändert

Wenn Sie Vermieter sind: Sie können einer Stundung zustimmen, ohne befürchten zu müssen, die Möglichkeit zur Räumung bei neuen Zahlungsrückständen zu verlieren. Wenn Ihr Mieter in Hendaye beispielsweise 5.000 € schuldet, stimmen Sie einem Plan über 24 Monate zu, aber er zahlt die Januar-Miete nicht. Dann können Sie beim Gericht die Kündigung des Mietvertrags und die Räumung beantragen, auch wenn der Stundungsplan noch läuft. Achtung: Sie müssen schnell handeln, denn die Räumung ist ein langwieriges Verfahren (durchschnittlich 6 bis 12 Monate).

Wenn Sie Mieter sind: Die Stundung verschafft Ihnen eine Atempause, entbindet Sie aber nicht von der Zahlung der laufenden Mieten. Wenn Sie diese nicht zahlen können, kann der Vermieter die Räumung verlangen, und der Stundungsplan schützt Sie nicht. In meiner Praxis habe ich Fälle erlebt, in denen Mieter dachten, sie seien nach Erhalt von Zahlungsfristen in Sicherheit, und einige Monate später eine Räumungsklage zugestellt bekamen. Seien Sie wachsam: Die Stundung ist nur eine Atempause, keine endgültige Lösung.

Wenn Sie Immobilienprofi sind (Makler, Verwalter): Informieren Sie Ihre vermietenden Kunden, dass die Gewährung von Zahlungsfristen die Räumung nicht blockiert. Sie können ihnen raten, beides zu kombinieren: einen Stundungsplan zu akzeptieren und gleichzeitig ein Kündigungsverfahren einzuleiten, wenn die laufenden Mieten nicht gezahlt werden. Dies ist eine Strategie des Mietrisikomanagements.

Vier Tipps, um solche Streitigkeiten zu vermeiden

  • Schließen Sie eine schriftliche Zusatzvereinbarung zum Mietvertrag: Wenn Sie eine Stundung gewähren, formalisieren Sie diese schriftlich mit einem genauen Zahlungsplan und einer Klausel, die besagt, dass der Zahlungsverzug einer einzigen Rate den Verfall der gesamten Restschuld zur Folge hat (d.h. die gesamte Schuld wird sofort fällig).
  • Bestehen Sie auf vorrangiger Zahlung der laufenden Mieten: Sehen Sie in der Zusatzvereinbarung vor, dass Zahlungen zuerst auf die laufenden Mieten und dann auf den Rückstand angerechnet werden. So stellen Sie sicher, dass die laufende Schuld bei Teilzahlungen nicht ansteigt.
  • Überwachen Sie die Einhaltung des Plans genau: Senden Sie beim ersten Zahlungsverzug eine Mahnung

Questions fréquentes

Le rééchelonnement suspend-il l'expulsion ?

Non, le rééchelonnement suspend seulement les voies d'exécution pour recouvrer la dette (comme la saisie), mais pas la procédure d'expulsion elle-même.

Puis-je expulser un locataire qui respecte le plan de rééchelonnement mais ne paie pas les loyers courants ?

Oui, car le non-paiement des loyers courants est un motif de résiliation du bail indépendant de la dette rééchelonnée.

Quels sont les délais pour agir en expulsion ?

Une fois le commandement de payer délivré (acte officiel qui donne au locataire 2 mois pour payer), si le locataire ne paie pas ou ne respecte pas le plan, vous pouvez saisir le tribunal. La procédure d'expulsion prend généralement 6 à 12 mois, selon les juridictions.

Que faire si je suis locataire et que je ne peux pas payer mes loyers courants malgré le rééchelonnement ?

Contactez rapidement votre bailleur pour renégocier un nouveau plan, ou saisissez le juge des contentieux de la protection pour demander de nouveaux délais. Mais ne restez pas passif : l'expulsion peut être évitée si vous montrez votre bonne foi.

Un rééchelonnement judiciaire est-il plus protecteur qu'un rééchelonnement amiable ?

Un rééchelonnement judiciaire (ordonné par le juge) a la même portée qu'un rééchelonnement amiable : il suspend les voies d'exécution, mais pas l'expulsion. La différence est que le juge peut fixer des modalités précises et que le plan a force exécutoire, ce qui sécurise les deux parties.

Informations juridiques

  • Numéro: 93-04.189
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 30 mai 1995

Mots-clés

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Cas d'usage pratiques

1

Propriétaire à Biarwitz avec locataire impayé

Un propriétaire à Biarritz a un locataire qui doit 4 000 € de loyers. Il accepte un rééchelonnement sur 12 mois, mais le locataire ne paie pas le loyer de mars. Le propriétaire veut savoir s'il peut demander l'expulsion immédiate.

Application pratique:

Oui, le propriétaire peut demander l'expulsion car le non-paiement du loyer courant est un motif de résiliation. Il doit délivrer un commandement de payer visant la clause résolutoire, puis saisir le juge si le locataire ne paie pas dans les 2 mois. Le rééchelonnement antérieur ne bloque pas cette procédure.

2

Locataire à Hendaye pensant être protégé

Un locataire à Hendaye obtient un rééchelonnement de sa dette de 6 000 €. Il pense être à l'abri de toute poursuite, mais il cesse de payer les loyers courants. Il reçoit une assignation en expulsion.

Application pratique:

Le locataire doit comprendre que le rééchelonnement ne suspend que les mesures de recouvrement, pas l'expulsion. Il doit négocier avec son bailleur ou demander au juge de nouveaux délais, en justifiant de sa bonne foi et de ses efforts pour payer.

3

Agent immobilier conseillant un bailleur

Un administrateur de biens à Pau conseille à un propriétaire d'accorder un rééchelonnement sans engager de procédure d'expulsion. Le locataire ne paie plus et le propriétaire se retrouve sans recours.

Application pratique:

L'agent doit informer le propriétaire que l'expulsion reste possible. Il peut recommander de cumuler rééchelonnement et mise en demeure, et de ne pas hésiter à saisir le tribunal si les loyers courants ne sont pas payés. Une clause dans l'avenant peut prévoir la déchéance du terme en cas de nouvel impayé.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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