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Persönliche Haftung eines Arbeitnehmers: Auch auf Anordnung kann Ihr Fehler Ihr Vermögen belasten
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Persönliche Haftung eines Arbeitnehmers: Auch auf Anordnung kann Ihr Fehler Ihr Vermögen belasten

📅 Décision du 22 November 1978⚖️ Cour de cassation👁️ 8 vues📖 5 min de lecture

Ein Arbeitnehmer kann persönlich für verursachte Schäden haften, selbst wenn er auf Anordnung seines Arbeitgebers handelte, sofern die Anordnung offensichtlich rechtswidrig war und der Arbeitnehmer einen Fehler beging. Der Kassationshof hat dies in einem Urteil von 1978 klargestellt, das bis heute anwendbar ist.

Entscheidungsreferenz: cc • N° 77-12.571 • 1978-11-22 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich vor: Sie sind Eigentümer eines Lagers in Fontaine, das an ein Bauunternehmen vermietet ist. Eines Tages, ohne Vorwarnung, bricht ein Angestellter dieses Unternehmens die Tür Ihres Lagers auf und holt gelagertes Material zurück, mit der Behauptung, sein Chef habe ihm den Befehl dazu gegeben. Der Mieter erstattet Anzeige: Das Material wurde im Rahmen eines Auftrags geliefert, und die Rücknahme erfolgte ohne seine Anwesenheit und ohne gerichtliche Genehmigung. Sie fragen sich: Kann dieser Angestellte persönlich haftbar gemacht werden, oder muss sein Arbeitgeber alles übernehmen?

Diese Frage hat der Kassationshof in einem Urteil vom 22. November 1978 (Nr. 77-12.571) beantwortet, das bis heute eine unverzichtbare Referenz im Zivilhaftungsrecht darstellt. Kurz gesagt entschied das oberste Gericht, dass ein Angestellter seine persönliche Haftung begründet, wenn er einen Fehler begeht, selbst wenn er behauptet, auf Anordnung seines Arbeitgebers und für dessen Rechnung gehandelt zu haben. Die behauptete Anordnung muss nachgewiesen werden, und der Angestellte ist nicht zu blindem Gehorsam verpflichtet: Eine grob rechtswidrige Anordnung kann keine Entschuldigung sein.

Mit anderen Worten: Sie können sich nicht hinter der Anweisung Ihres Vorgesetzten verstecken, um eine Handlung zu rechtfertigen, von der Sie wussten oder hätten wissen müssen, dass sie rechtswidrig ist. Diese Entscheidung schützt Dritte (wie Eigentümer, Mieter, Gläubiger), indem sie es ermöglicht, den Schädiger direkt zu belangen, ohne auf den Schutzschild der juristischen Person zu stoßen. Aber was ändert das konkret für Sie, Bewohner von Vienne oder Grenoble? Tauchen wir in die Fakten und die Argumentation ein.

Der Sachverhalt: Eine Geschichte, wie sie täglich vorkommt

Der Fall betrifft die Genossenschaft La Maison pour Tous (ein Bauunternehmen) und einen ihrer ehemaligen Angestellten, Herrn X. Die Gesellschaft hatte einen Gerichtsvollzieher beauftragt, eine Feststellung bezüglich Materials durchzuführen, das an einen Kunden geliefert worden war. Der Angestellte holte auf Anordnung seines Arbeitgebers dieses Material zurück, indem er das Schloss des Lagers aufbrach, in dem es gelagert war, und dies ohne Anwesenheit des Kunden. Der Kunde verklagte daraufhin die Gesellschaft und den Angestellten auf Schadensersatz.

Vor dem Berufungsgericht machte der Angestellte geltend, er habe lediglich die Anweisungen seines Arbeitgebers befolgt, und seine persönliche Haftung könne nicht begründet werden. Die Gesellschaft ihrerseits versuchte, sich zu entlasten, indem sie den Fehler auf ihren Angestellten abwälzte. Die Tatsacheninstanzen bejahten jedoch das persönliche Verschulden des Angestellten und stellten fest, dass die Anordnung nicht nachgewiesen sei, der Angestellte nicht zu passivem und blindem Gehorsam verpflichtet sei und er die Rücknahme gelieferter Sachen ohne gerichtliche Genehmigung und ohne Anwesenheit des Empfängers nicht als rechtmäßig betrachten könne, zumal dies einen Einbruch erforderte.

Der Kassationshof bestätigte diese Analyse: Der Angestellte habe ein persönliches, von dem seines Arbeitgebers zu unterscheidendes Verschulden begangen und müsse daher den Schaden ersetzen. Was wenige wissen: Diese Entscheidung erging vor der berühmten Costedoat-Rechtsprechung (2000) zur Immunität des Angestellten, bleibt aber für Fälle von vorsätzlichem Fehlverhalten oder offensichtlich rechtswidriger Anordnung relevant. Klar gesagt: Selbst wenn Sie nur ausführendes Organ sind, müssen Sie den Gehorsam verweigern, wenn Ihnen ein Befehl eindeutig gesetzeswidrig erscheint.

Die Argumentation des Gerichts – aufgeschlüsselt

Die rechtliche Grundlage der Entscheidung ist Artikel 1382 des Code civil (seit der Reform 2016 Artikel 1240), der besagt: „Jede Handlung eines Menschen, die einem anderen einen Schaden verursacht, verpflichtet denjenigen, durch dessen Verschulden er eingetreten ist, zum Ersatz.“ Einfach ausgedrückt: Wenn Sie durch Ihr Verschulden einen Schaden verursachen, müssen Sie das Opfer entschädigen.

Der Kassationshof stellt klar, dass die Haftung des Angestellten auch dann begründet sein kann, wenn er auf Anordnung seines Arbeitgebers handelt, sofern er ein persönliches Verschulden begangen hat. Zur Charakterisierung dieses Verschuldens stellen die Richter mehrere Elemente fest: Die behauptete Anordnung wurde nicht vorgelegt (also nicht bewiesen), der Angestellte befand sich nicht in einer Situation passiven Gehorsams (er hatte einen Entscheidungsspielraum und musste sein Urteilsvermögen einsetzen), und die Handlung selbst war offensichtlich rechtswidrig (Rücknahme ohne Recht, mit Einbruch).

Achtung jedoch: Die Entscheidung stellt nicht das Prinzip in Frage, dass der Arbeitgeber für die Fehler seiner Angestellten haftet (Haftung des Geschäftsherrn). Sie eröffnet jedoch einen parallelen Weg gegen den unmittelbaren Schädiger. In meiner Praxis bin ich auf Fälle gestoßen, in denen Angestellte durch übertriebenen Eifer Dritten erhebliche Schäden zugefügt haben und die Opfer sowohl die Gesellschaft als auch den Angestellten verklagten, um ihre Chancen auf Schadensersatz zu maximieren. Im vorliegenden Fall befand das Gericht, dass der Angestellte die Rechtswidrigkeit seiner Handlung nicht ignorieren konnte: Die Rücknahme von im Rahmen eines Auftrags gelieferten Gütern ohne gerichtliche Entscheidung und durch Aufbrechen einer Tür ist ein unentschuldbares Verschulden.

Diese Lösung fügt sich in eine Rechtsprechungslinie ein, die Angestellten keine absolute Immunität gewährt. Begeht der Angestellte ein vorsätzliches oder grobes Verschulden, haftet er persönlich. Hier wird das Verschulden als „wissentliche Mittäterschaft an einem Fehler seines Arbeitgebers“ qualifiziert, was die Vorstellung eines Bewusstseins der Rechtswidrigkeit verstärkt.

Was das für Sie konkret ändert

Für einen vermietenden Eigentümer in Vienne: Wenn ein Angestellter Ihres Mieters Ihre Räumlichkeiten beschädigt, während er eine rechtswidrige Anordnung ausführt (z.B. durch Aufbrechen einer Tür, um Material zurückzuholen), können Sie sowohl den Arbeitgeber als auch den Angestellten persönlich in Anspruch nehmen. Der Angestellte kann sich nicht allein auf die Anordnung seines Chefs berufen, wenn diese offensichtlich rechtswidrig war. Dies gibt Ihnen eine zusätzliche Sicherheit, insbesondere wenn der Arbeitgeber zahlungsunfähig ist oder sich weigert, den Schaden zu regulieren.

Questions fréquentes

Puis-je poursuivre personnellement un employé qui a endommagé mon bien sur ordre de son chef ?

Oui, si l'ordre était grossièrement illégal et que l'employé aurait dû le savoir. Vous devez prouver sa faute personnelle (par exemple, effraction, violence, vol).

Que faire si l'employeur est insolvable ?

Vous pouvez vous retourner contre le salarié fautif. Dans l'affaire de 1978, la victime avait assigné les deux. Il est conseillé de les attraper tous dans la même procédure.

Quels délais pour agir ?

En matière de responsabilité civile, le délai de prescription est de 5 ans à compter de la manifestation du dommage (article 2224 du Code civil). Pour les dommages immobiliers, attention au délai de 10 ans pour les vices cachés.

Le salarié peut-il être couvert par l'assurance de son employeur ?

Oui, si l'acte est commis dans le cadre du travail, l'assurance RC de l'employeur peut couvrir le salarié. Mais en cas de faute intentionnelle, l'assurance peut refuser sa garantie.

Un ordre écrit protège-t-il le salarié ?

Non, pas si l'ordre est illégal. L'écrit peut prouver que vous avez agi sur ordre, mais cela n'exonère pas votre faute personnelle si l'ordre était manifestement illicite.

Informations juridiques

  • Numéro: 77-12.571
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 22 novembre 1978

Mots-clés

responsabilité civilepréposéordre illégalfaute personnelledroit immobilier

Cas d'usage pratiques

1

Propriétaire bailleur à Vienne : porte forcée par un employé

Votre locataire, une société de construction, fait reprendre du matériel par un employé qui force la porte de l'entrepôt. Vous subissez un préjudice de 3 000 € (serrure, porte endommagée).

Application pratique:

Vous pouvez assigner la société et l'employé. En pratique, demandez d'abord à la société, mais si elle est insolvable, poursuivez l'employé sur la base de cet arrêt.

2

Locataire à Fontaine : reprise de biens sans droit

Un livreur, sur ordre de son employeur, reprend des meubles que vous avez achetés et payés, en pénétrant chez vous sans autorisation. Vous perdez 2 000 € de marchandises.

Application pratique:

Le livreur engage sa responsabilité personnelle car il a commis une faute en violant votre domicile.

3

Copropriétaire à Grenoble : enlèvement de biens par le gardien

Le gardien, sur ordre du syndic, enlève vos volets roulants sans décision de justice, les endommageant.

Application pratique:

Vous pouvez poursuivre le gardien pour faute personnelle (effraction, abus) et le syndic pour défaut de mandat.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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