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Beschlagnahme von CBD in einer Immobilie: Warum der Kassationsgerichtshof die Überprüfung der Herkunft des Produkts verlangt
Droit Immobilier

Beschlagnahme von CBD in einer Immobilie: Warum der Kassationsgerichtshof die Überprüfung der Herkunft des Produkts verlangt

📅 Décision du 23 Juni 2021⚖️ Cour de cassation👁️ 19 vues📖 5 min de lecture

Der Kassationsgerichtshof erinnert in einem Urteil vom 23. Juni 2021 daran, dass gemäß dem Recht der Europäischen Union eine Verurteilung wegen Besitzes von CBD voraussetzt, dass der Richter prüft, ob das Produkt in einem anderen Mitgliedstaat legal hergestellt wurde. Diese Entscheidung betrifft direkt Eigentümer und Mieter, die mit Beschlagnahmen oder Strafverfolgungen im Zusammenhang mit CBD konfrontiert sind, und eröffnet ihnen einen Anfechtungsweg, der auf der Warenverkehrsfreiheit beruht.

Referenzentscheidung: Cour de cassation, chambre criminelle • N° 20-84.212 • 2021-06-23 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich vor: Sie sind Eigentümer eines Geschäftslokals in Paris, vermietet an einen Wellness-Shop. Eines Morgens durchsuchen die Polizeikräfte die Räumlichkeiten und beschlagnahmen alle Produkte auf Basis von Cannabidiol (CBD). Ihr Mieter wird wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz verfolgt. Ist der Mietvertrag gefährdet? Kann Ihre Haftung in Anspruch genommen werden? Und was, wenn die Beschlagnahme illegal war? Auf diese Fragen gibt das Urteil der Strafkammer des Kassationsgerichtshofs vom 23. Juni 2021 eine indirekte Antwort. Indem es den Tatsachengerichten auferlegt, vor jeder Verurteilung die Herkunft des CBD zu überprüfen, zeichnet der oberste Gerichtshof die Grenzen der Bekämpfung des "Wohlfühl"-Cannabis neu und eröffnet Perspektiven für Immobilienakteure.

Dieses Urteil befasst sich nicht direkt mit einem Konflikt zwischen Vermieter und Mieter, aber es berührt den Kern der Sorgen eines jeden Inhabers einer Immobilie, in der CBD vorhanden ist – von der Familienwohnung bis zum Geschäftslokal. Denn wenn eine Substanz in einer Wohnung oder einem Geschäft beschlagnahmt wird, bestimmt die Frage ihrer Legalität nicht nur das strafrechtliche Schicksal des Bewohners, sondern auch die Gültigkeit der rechtlichen Akte, die mit der Immobilie verbunden sind (Mietvertrag, Verkauf, Sicherungsbeschlagnahme). Die Entscheidung des Kassationsgerichtshofs erinnert uns, mit Beweisen, daran, dass das europäische Recht einem absoluten nationalen Verbot entgegenstehen kann. Sollte man also eine Polizeirazzia wegen einer Flasche CBD-Öl fürchten, die in Deutschland gekauft wurde? Kann man einen Mietvertrag wegen illegaler Aktivität kündigen, ohne den Nachweis der Illegalität des CBD zu haben? Als Anwältin schlage ich vor, in die Details dieses Urteils einzutauchen und seine konkreten Auswirkungen zu messen.

Bevor wir in die Materie eintauchen, ein Wort zum Kontext. CBD, ein nicht psychotropes Molekül, das aus Hanf gewonnen wird, steht seit mehreren Jahren im Zentrum eines rechtlichen Wirrwarrs. Frankreich verbietet im Namen der öffentlichen Gesundheit den Verkauf von CBD aus der ganzen Pflanze, während das aus den Fasern und Samen gewonnene erlaubt ist. Aber diese Unterscheidung stößt auf den Grundsatz des freien Warenverkehrs innerhalb der Europäischen Union. Es ist dieser Normenkonflikt, den der Kassationsgerichtshof entschieden hat, indem er ein Berufungsgericht rügte, das einen Angeklagten verurteilt hatte, ohne zu prüfen, ob das beschlagnahmte CBD aus einem Mitgliedstaat stammte, in dem es legal hergestellt wird. Hier ist, warum diese Entscheidung das Blatt für Tausende von Eigentümern und Mietern wenden könnte.

Der Sachverhalt: eine Geschichte, wie sie täglich vorkommt

Die Angelegenheit beginnt ziemlich banal in einer Provinzstadt, bevor sie schließlich unter den Marmor des Kassationsgerichtshofs in Paris landet. Eine Person wird in Besitz von Produkten, die CBD enthalten, aufgegriffen. Diese Substanzen werden in einer Wohnung beschlagnahmt, die sowohl als Wohnsitz als auch als Lagerort für eine kleine Online-Verkaufsaktivität dient. Die Staatsanwaltschaft erhebt Anklage wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz: Anbieten, Besitzen, Überlassen und Verwenden von Cannabis oder Derivaten. Für die Staatsanwaltschaft ist die Sache klar: Sobald CBD aus der ganzen Pflanze gefunden wird, gilt das nationale Verbot automatisch.

Der Angeklagte bestreitet. Er behauptet, die Produkte seien keine Betäubungsmittel und seien legal in Italien hergestellt worden. Dieses Argument überzeugt die ersten Richter und das Berufungsgericht nicht. Letzteres erkennt ihn in einem begründeten Urteil für schuldig und verhängt eine Geldstrafe oder mehr. Aber rechtlich endet die Geschichte hier nicht. Die Verteidigung legt Kassationsbeschwerde ein und macht eine Verletzung der Artikel 34 und 36 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) geltend, die mengenmäßige Einfuhrbeschränkungen und Maßnahmen gleicher Wirkung verbieten, es sei denn, sie sind aus Gründen der öffentlichen Gesundheit gerechtfertigt.

Und genau hier liegt das Problem. Das Berufungsgericht hat nicht geprüft, ob die beschlagnahmten Substanzen tatsächlich aus einem anderen Mitgliedstaat stammten und dort legal vermarktet wurden. Es hat sich darauf beschränkt festzustellen, dass der Gehalt an Tetrahydrocannabinol (THC, das psychoaktive Molekül von Cannabis) unter der gesetzlichen Schwelle lag, ohne die Herkunft des Produkts zu hinterfragen. Damit hat es dem Angeklagten eine unwiderlegbare Vermutung der Illegalität auferlegt, während das europäische Recht eine Einzelfallanalyse verlangt. Die Bühne ist bereitet, damit der Kassationsgerichtshof die Rolle des Richters in Erinnerung ruft.

Die Begründung des Gerichts – im Detail

Um die Motivation der hohen Richter zu verstehen, ist ein kleiner Ausflug in das Unionsrecht erforderlich. Artikel 34 AEUV verbietet "mengenmäßige Einfuhrbeschränkungen sowie alle Maßnahmen gleicher Wirkung" zwischen den Mitgliedstaaten. Artikel 36 sieht Ausnahmen vor, insbesondere "den Schutz der Gesundheit und des Lebens von Menschen", jedoch unter der Bedingung, dass die nationale Maßnahme verhältnismäßig ist. Auf dieser Grundlage hat der Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) am 19. November 2020 ein mit Spannung erwartetes Urteil erlassen (Rechtssache C-663/18, B S und C A). Darin entschied er, dass ein Mitgliedstaat die Vermarktung von CBD, das in einem anderen Mitgliedstaat legal hergestellt wurde, nicht allein deshalb verbieten kann, weil es aus der gesamten Cannabispflanze gewonnen wird, sofern es keine Gefahr für die öffentliche Gesundheit darstellt. Eine nationale Regelung kann nicht über das hinausgehen, was zum Schutz der Gesundheit erforderlich ist.

Gestützt auf diese Auslegung nutzt die Strafkammer des Kassationsgerichtshofs die Gelegenheit. Sie wirft dem Berufungsgericht vor, nicht geprüft zu haben, ob das beschlagnahmte CBD aus einem anderen Mitgliedstaat stammte und dort legal hergestellt wurde. Die Entscheidung des Kassationsgerichtshofs stellt klar, dass die Richter verpflichtet sind, die Herkunft des CBD zu überprüfen, bevor sie eine Verurteilung aussprechen. Dies ist ein bedeutender Schritt, der die Rechte von Eigentümern und Mietern stärkt, die mit Beschlagnahmen konfrontiert sind.

Questions fréquentes

Que change exactement l’arrêt du 23 juin 2021 pour un propriétaire parisien ?

Il oblige les juges à vérifier si le CBD saisi dans son bien a été légalement produit dans un autre État membre de l’UE avant de le condamner ou de sanctionner son locataire. Cela peut éviter une résiliation abusive du bail ou des poursuites pénales injustifiées.

Puis-je cultiver du cannabis pour mon usage personnel dans ma maison ?

Non. L’arrêt ne concerne que le CBD importé d’un État membre où il est légalement produit. La culture personnelle, même sans THC, reste interdite en France et peut entraîner la saisie de votre bien immobilier si elle est découverte.

Quels sont les recours si mon locataire vend du CBD et que la police a saisi tout son stock ?

En tant que bailleur, vous pouvez exiger du locataire qu’il conteste la saisie en justice en invoquant l’arrêt de 2021. S’il obtient gain de cause, le bail n’est pas résilié pour activité illicite. Vous pouvez aussi demander réparation du préjudice locatif si la fermeture vous a fait perdre des loyers.

La décision s’applique-t-elle aux copropriétés ?

Oui, indirectement. Si un copropriétaire stocke du CBD dans ses parties privatives et que le syndic souhaite agir, il devra prouver l’illégalité du produit, ce qui impose une analyse de son origine conformément à la jurisprudence européenne.

Combien de temps prend une procédure de contestation de saisie ?

Elle peut durer entre 3 et 12 mois selon la complexité et la juridiction. Une consultation rapide avec un avocat permet d’évaluer les chances de succès et d’engager les recours dans les délais.

Informations juridiques

  • Numéro: 20-84.212
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 23 juin 2021

Mots-clés

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Cas d'usage pratiques

1

Bailleur d’un local commercial à Paris face à une saisie de CBD

Vous louez une boutique de 80 m² rue du Faubourg-Saint-Denis à un commerce de CBD. Les forces de l’ordre y font une descente et saisissent 30 000 € de marchandises. Votre locataire est mis en examen. Le loyer impayé depuis 3 mois s’élève à 9 000 €.

Application pratique:

Invoquez l’arrêt du 23 juin 2021 pour contester la résiliation du bail. Si le locataire prouve que le CBD vient d’un pays de l’UE et y est légal, l’activité n’est pas illicite. Vous pouvez réclamer les loyers dus et éviter la vacance.

2

Locataire d’un appartement parisien perquisitionné pour détention de fleurs de CBD

Dans votre studio du 18e arrondissement, la police découvre 200 grammes de fleurs de CBD achetées sur un site tchèque. Vous êtes poursuivi pour détention de stupéfiants. La facture mentionne une conformité à la loi tchèque.

Application pratique:

Présentez immédiatement la facture à votre avocat. Demandez au tribunal de vérifier l’origine du produit. Si le juge constate que la substance est licite en République tchèque, il pourra relaxer et ordonner la restitution des fleurs.

3

Acquéreur d’une maison avec culture de cannabis à usage personnel

Vous achetez une maison en Île-de-France et découvrez dans le jardin une serre contenant des plants de cannabis. Le vendeur affirme qu’il s’agit de variétés à faible THC destinées à un usage thérapeutique.

Application pratique:

Avant la vente définitive, exigez une expertise botanique et juridique. Si les plants sont conformes à la réglementation d’un autre État membre, l’activité pourrait être tolérée, mais la revente sans autorisation reste risquée. Négociez une clause de garantie.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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Avertissement: Les analyses présentées sur ce site sont fournies à titre informatif uniquement et ne constituent pas des conseils juridiques personnalisés. Pour une consultation adaptée à votre situation, contactez un avocat.

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