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Übertragung des HLM-Mietvertrags nach Tod: Keine Bedingung der Aufenthaltslegalität für den notorischen Lebensgefährten
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Übertragung des HLM-Mietvertrags nach Tod: Keine Bedingung der Aufenthaltslegalität für den notorischen Lebensgefährten

📅 Décision du 20 Oktober 2016⚖️ Cour de cassation👁️ 17 vues📖 4 min de lecture

Der Kassationsgerichtshof hat entschieden, dass der notorische Lebensgefährte eines verstorbenen Mieters einer HLM-Wohnung den Mietvertrag übertragen bekommt, ohne die Legalität seines Aufenthalts in Frankreich nachweisen zu müssen, sofern er zum Zeitpunkt des Todes mindestens ein Jahr mit dem Mieter zusammengelebt hat.

Referenzentscheidung: cc • Nr. 15-19.091 • 2016-10-20 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich die Szene vor: In Parentis-en-Born lebt ein Paar seit mehreren Jahren in einer HLM-Wohnung. Der Mieter des Mietvertrags stirbt plötzlich. Der überlebende Lebensgefährte, der den Alltag des Verstorbenen geteilt hat, möchte in der Wohnung bleiben. Doch die HLM-Organisation lehnt ab: Er hat keinen legalen Aufenthaltstitel. Was tun? Diese Frage stellen sich jedes Jahr Hunderte von Familien an Immobilienfachleute. Die Antwort kam vom Kassationsgerichtshof (dem höchsten französischen Gericht) am 20. Oktober 2016 in einem wegweisenden Urteil. Analyse.

Der Sachverhalt: Eine alltägliche Geschichte

Herr X, Mieter einer Wohnung einer Organisation für Wohnungen mit moderatem Mietpreis (HLM) – der Gesellschaft Coopération – lebte in notorischer Lebensgemeinschaft (d.h. einer stabilen und öffentlichen Paarbeziehung) mit Frau Y. Gemeinsam bewohnten sie die Wohnung seit mehreren Jahren. Nach seinem Tod beantragt Frau Y die Übertragung des Mietvertrags auf ihren Namen, wie es Artikel 40 des Gesetzes vom 1. September 1948 für HLM-Wohnungen vorsieht: Der Lebensgefährte oder der Pacs-Partner, der mindestens ein Jahr mit dem Mieter zusammengelebt hat, kann den Mietvertrag erhalten. Doch die HLM-Organisation lehnt ab, mit der Begründung, Frau Y weise die Legalität ihres Aufenthalts in Frankreich nicht nach (sie ist ausländischer Staatsangehörigkeit). Der Rechtsstreit beginnt. Frau Y ruft das Amtsgericht an, das ihr Recht gibt. Die Organisation legt Berufung ein: Das Berufungsgericht bestätigt. Für die Richter ist die Bedingung des mindestens einjährigen Zusammenlebens erfüllt, und das Gesetz unterstellt die Übertragung nicht der Legalität des Aufenthalts. Die Organisation legt Kassation ein. Wendepunkt: Der Kassationsgerichtshof weist die Kassation zurück und bestätigt die Lösung. Fortan können Lebensgefährten in irregulärer Situation unter bestimmten Bedingungen nach dem Tod des Mieters in der HLM-Wohnung bleiben.

Die Argumentation des Gerichts – aufgeschlüsselt

Der Kassationsgerichtshof stützt sich auf Artikel 40 des Gesetzes vom 1. September 1948, der bestimmt: „Wenn der Mieter einer Wohnung, die einer Organisation für Wohnungen mit moderatem Mietpreis gehört, stirbt, wird der Mietvertrag automatisch auf den überlebenden Ehegatten, den durch einen Pacte civil de solidarité verbundenen Partner oder den notorischen Lebensgefährten übertragen, der zum Zeitpunkt des Todes tatsächlich mindestens ein Jahr mit ihm zusammengelebt hat.“ Klartext: Der Text stellt zwei Bedingungen: (1) notorischer Lebensgefährte sein, (2) mindestens ein Jahr mit dem Mieter zusammengelebt haben. Er erwähnt keine Bedingung der Legalität des Aufenthalts. Das Gericht ist der Ansicht, dass die Tatsachenrichter das Gesetz korrekt angewandt haben: Sie haben überprüft, dass die Lebensgefährtin tatsächlich seit mehr als einem Jahr mit dem Mieter zusammengelebt hat, und sie mussten keinen Aufenthaltstitel verlangen. Die HLM-Gesellschaft argumentierte, das Gesetz vom 1. September 1948 müsse mit dem Gesetzbuch über die Einreise und den Aufenthalt von Ausländern kombiniert werden, das bestimmte Rechte von der Legalität des Aufenthalts abhängig mache. Doch das Gericht weist dieses Argument zurück: Die Übertragung des Mietvertrags ist ein eigenständiges Recht, das nicht mit einem Aufenthaltsrecht verwechselt werden darf. Achtung jedoch: Diese Entscheidung begründet kein Aufenthaltsrecht; sie erlaubt nur, die Wohnung zu behalten. Der Lebensgefährte unterliegt weiterhin den Einwanderungsregeln für seinen Aufenthaltstitel, aber dies beeinträchtigt nicht sein Mietrecht. Was nur wenige wissen, ist, dass diese Lösung in einen schützenden Trend für Lebensgefährten und Partner, auch in irregulärer Situation, einzuordnen ist, um zu vermeiden, dass sie nach einem Todesfall auf der Straße landen.

Was das für Sie konkret ändert

Für HLM-Mieter: Wenn Sie in notorischer Lebensgemeinschaft mit einer Person ausländischer Staatsangehörigkeit ohne Aufenthaltstitel leben, können Sie beruhigt sein: Ihr Lebensgefährte kann bei Ihrem Tod den Mietvertrag übertragen bekommen, vorausgesetzt, er weist ein Jahr gemeinsamen Lebens nach. Für überlebende Lebensgefährten: Sie müssen die Legalität Ihres Aufenthalts nicht nachweisen, um die Wohnung zu behalten. Sie müssen jedoch die Notorietät der Lebensgemeinschaft belegen (z.B. Nachbarbescheinigungen, gemeinsame Rechnungen usw.). Konkretes Beispiel: In Tarnos lebte eine 65-jährige Frau seit drei Jahren mit ihrem Partner, einem HLM-Mieter. Nach seinem Tod verweigert das HLM-Amt die Übertragung, weil sie sich in irregulärer Situation befindet. Dank dieses Urteils kann sie das Gericht anrufen, um ihre Rechte geltend zu machen. Wenn sie das mindestens einjährige Zusammenleben nachweist, ordnet der Richter die Übertragung an. In der Praxis neigen HLM-Organisationen oft dazu, einen Aufenthaltstitel zu verlangen. Aber diese Entscheidung verbietet ihnen das. Wenn Sie in dieser Situation sind, sollten Sie: (1) die Beweise für das gemeinsame Leben sammeln (Mietquittungen, Bescheinigungen, Briefe), (2) der Organisation unter Berufung auf das Urteil schreiben, (3) im Falle einer Ablehnung den Richter für Streitigkeiten des Schutzes (ehemals Amtsgericht) anrufen. Für private Vermieter: Diese Entscheidung gilt nur für HLM. Bei privaten Wohnungen wird die Übertragung des Mietvertrags auf Lebensgefährten durch das Gesetz vom 6. Juli 1989 geregelt, das ebenfalls ein mindestens einjähriges Zusammenleben voraussetzt.

Questions fréquentes

Le concubin notoire doit-il justifier d'un titre de séjour pour bénéficier du transfert du bail HLM ?

Non, selon la Cour de cassation (arrêt du 20 octobre 2016), le concubin notoire qui vivait avec le locataire depuis au moins un an n'a pas à prouver la régularité de son séjour en France pour que le bail HLM lui soit transféré.

Que faire si l'organisme HLM refuse le transfert du bail à mon profit ?

Vous devez envoyer une lettre recommandée en citant l'arrêt de la Cour de cassation. Si le refus persiste, saisissez le juge des contentieux de la protection dans les deux ans suivant le décès du locataire.

Quels sont les délais pour contester un refus de transfert de bail HLM ?

Le délai de prescription est de deux ans à compter du décès du locataire. Il est important d'agir rapidement.

Cette décision s'applique-t-elle aux baux privés ?

La décision concerne spécifiquement les baux HLM. Pour les baux privés, la loi du 6 juillet 1989 ne prévoit pas non plus de condition de séjour régulier, mais la jurisprudence n'est pas encore fixée. Il est conseillé de consulter un avocat.

Quelles preuves dois-je fournir pour démontrer le concubinage notoire ?

Tous documents attestant d'une vie commune stable et publique : quittances de loyer, factures communes, attestations de voisins, relevés bancaires, etc.

Informations juridiques

  • Numéro: 15-19.091
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 20 octobre 2016

Mots-clés

transfert de bailbail HLMconcubin notoireséjour irrégulierCour de cassationdroit au logement

Cas d'usage pratiques

1

Locataire HLM décédé : concubine en situation irrégulière

Mme X, ressortissante sans titre de séjour, vivait depuis 3 ans avec M. Y, locataire HLM à Parentis-en-Born. À son décès, l'office HLM refuse le transfert du bail. Elle doit prouver la vie commune.

Application pratique:

Elle doit rassembler les preuves de vie commune (attestations, factures) et saisir le juge en citant l'arrêt du 20 octobre 2016. Le juge ordonnera le transfert sans condition de séjour.

2

Propriétaire bailleur privé : refuser le transfert à un concubin sans titre

Un propriétaire à Tarnos refuse de transférer le bail au concubin d'un locataire décédé car ce dernier est en situation irrégulière. La loi du 6 juillet 1989 ne prévoit pas cette condition.

Application pratique:

Le concubin peut contester le refus devant le juge. Bien que l'arrêt concerne les HLM, le raisonnement peut être invoqué par analogie. Il est conseillé de consulter un avocat.

3

Organisme HLM : vérifier la condition de vie commune

Un office HLM doit vérifier si le concubin notoire vivait effectivement avec le locataire depuis au moins un an. Il ne peut pas exiger de titre de séjour.

Application pratique:

L'office doit accepter le transfert sur simple preuve de la vie commune. En cas de doute, il peut demander des documents complémentaires mais ne peut refuser pour défaut de titre de séjour.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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