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Droit Immobilier

VEFA: Wenn der Kauf einer Bestandsimmobilie mit Bauarbeiten zu einer auferlegten VEFA führt

📅 Décision du 01 März 2023⚖️ Cour de cassation👁️ 8 vues📖 5 min de lecture

Der Kassationshof hat am 1. März 2023 daran erinnert, dass der Verkauf einer bestehenden Immobilie mit der Verpflichtung zu Bauarbeiten als Verkauf im künftigen Fertigstellungszustand (VEFA) umqualifiziert werden kann, was den Verkäufer zur Fertigstellung der Arbeiten verpflichtet. Eine entscheidende Entscheidung für Käufer und Verkäufer.

Referenzentscheidung: cc • N° 21-20.398 • 2023-03-01 • Entscheidung einsehen →

In Doullens, im Zuständigkeitsbereich von Amiens, hatte ein Paar einen alten Bauernhof gekauft, in der Hoffnung, daraus eine ländliche Unterkunft zu machen. Der Verkäufer hatte sich verpflichtet, das Dach und die Isolierung zu erneuern. Sechs Monate später war die Baustelle zum Stillstand gekommen, und die Käufer standen vor einem unfertigen Gebäude. Der Verkäufer hingegen behauptete, der Verkauf sei ein klassischer Verkauf einer Bestandsimmobilie gewesen, und die Arbeiten unterlägen lediglich einer einfachen Sorgfaltspflicht. Dies ist eine Situation, die viele Eigentümer kennen oder fürchten.

Die Frage, die sich jeder Käufer stellt, wenn er eine alte Immobilie zur Renovierung kauft: Wer ist verantwortlich, wenn der Verkäufer die versprochenen Arbeiten nicht ausführt? Wer zahlt die Mehrkosten? Und vor allem: Kann man den Verkäufer zwingen, die Baustelle zu beenden? Der Kassationshof hat nun mit einem Urteil vom 1. März 2023 (Nr. 21-20.398) geantwortet.

Diese Entscheidung, die von der ersten Zivilkammer getroffen wurde, stellt klar, dass der Verkauf einer bestehenden Immobilie in einen Verkauf im künftigen Fertigstellungszustand (VEFA) umqualifiziert werden kann, sobald der Verkäufer sich verpflichtet, umfangreiche Arbeiten durchzuführen. Praktische Konsequenz: Der Verkäufer ist zu einer Erfolgspflicht verpflichtet, und der Käufer wird durch ein äußerst günstiges Sonderregime geschützt. Vollständige Erläuterungen.

Der Sachverhalt: eine Geschichte, wie sie sich täglich ereignet

Herr und Frau L., ein Paar in den Dreißigern, beschließen, Corbie zu verlassen und sich einige Kilometer entfernt in einer Nachbargemeinde niederzulassen. Sie besichtigen ein Dorfhaus, bewohnbar, aber heruntergekommen, das von der SCI „Le Chêne Vert“, einer Gesellschaft für den Verkauf von Immobilien, verkauft wird. Der Kaufvertragsentwurf erwähnt, dass „das Gebäude nach vollständiger Sanierung übergeben wird: Dach, Elektrik, Sanitär, Türen und Fenster“. Der Preis ist global: 250.000 €. Das Paar zahlt eine Anzahlung von 15 % bei Unterzeichnung des Vorvertrags.

Am Tag des notariellen Kaufvertrags unterzeichnen die SCI und die Käufer einen Vertrag mit dem Titel „Verkauf im künftigen Fertigstellungszustand“. Dieser Vertrag präzisiert nicht, ob die bereits begonnenen Arbeiten (das Dach ist abgedeckt) im Kaufpreis enthalten sind oder nicht. Die SCI verpflichtet sich im Vertrag, „die Arbeiten gemäß den beigefügten Plänen ordnungsgemäß durchzuführen“. Die Dinge komplizieren sich, als die Arbeiten nach zwei Monaten abrupt eingestellt werden.

Die Käufer fordern die SCI auf, die Baustelle wieder aufzunehmen. Diese erwidert, dass die Bestandsimmobilie „im Ist-Zustand“ verkauft wurde und die Arbeiten nur einer Unterstützungspflicht unterlägen, nicht einer Lieferpflicht. Das Paar verklagt die SCI vor dem Tribunal judiciaire in Amiens, um die Wiederaufnahme der Arbeiten und Schadensersatz zu erreichen. Sie verlieren in erster Instanz, da das Gericht der Ansicht ist, dass der Verkauf einer Bestandsimmobilie nicht „mit Sicherheit“ eine VEFA darstellen könne. Auch das Berufungsgericht in Amiens weist ihre Klage ab. Daraufhin legen sie Kassationsbeschwerde ein.

Die Begründung des Gerichts – im Detail

Der Kassationshof hebt das Berufungsurteil auf, gestützt auf die Artikel L261-1 und folgende des Code de la construction et de l'habitation (die die VEFA definieren) und Artikel 1240 des Code civil (der zur Wiedergutmachung des durch eigenes Verschulden verursachten Schadens verpflichtet). Was genau sagt das Urteil? Die Vorrichter hatten entschieden, dass der Verkauf der Bestandsimmobilie eine VEFA nicht „mit Sicherheit“ zulasse. Nun, so der Kassationshof, hätten die Beklagten nie geltend gemacht, dass ein solcher Verkauf unmöglich sei. Anders ausgedrückt: Die SCI selbst hatte nicht bestritten, dass das Objekt, obwohl bestehend, unter dem Regime der VEFA verkauft werden könne. Sie hatte unter diesem Regime verkauft und vor den Richtern nie behauptet, es sei unanwendbar. Das Berufungsgericht hatte also eine Bedingung hinzugefügt, die das Gesetz nicht vorsieht.

Tiefergehend gilt die VEFA, sobald der Verkäufer sich verpflichtet, ein Gebäude zu errichten (oder, erweiternd, zu sanieren), und der Käufer in Raten zahlt. Dass das Gebäude vollständig existiert oder teilweise gebaut ist, ist kein Hindernis, sofern die Arbeiten eine solche Bedeutung haben, dass sie die Lieferung eines fertigen Gebäudes bedingen. Hier war das Haus in einem desolaten Zustand: ohne Dach, ohne Elektrik, ohne Sanitär. Die geplanten Arbeiten stellten keine bloßen Verschönerungen dar, sondern eine echte Komplettsanierung. Der Vertrag erwähnte „VEFA“, die Zahlungen waren gestaffelt, die Pläne beigefügt. Die Voraussetzungen waren also erfüllt.

Diese Entscheidung ist weder eine Weiterentwicklung noch eine Kehrtwende: Sie bestätigt eine ständige Rechtsprechung des Kassationshofs, der wiederholt, dass Gegenstand der VEFA auch eine zu renovierende Immobilie sein kann. Das Interessante hier ist, dass der Kassationshof nicht über die Qualifikation des Vertrags entscheiden musste: Er scheint davon auszugehen, dass, wenn die Parteien sich entschieden haben, einen VEFA-Vertrag zu unterzeichnen, dieser Anwendung findet, es sei denn, der Schuldner weist einen Willensmangel oder einen Rechtsirrtum nach. Eine weitere Lehre: Der Verkäufer kann sich nicht im Nachhinein hinter der „bestehenden“ Natur des Objekts verstecken, um seinen Verpflichtungen zu entgehen. Er muss die Arbeiten zu Ende führen.

Was das für Sie bedeutet – konkret

Für Käufer von alten, zu renovierenden Immobilien: Diese Entscheidung ist ein Schutz. Wenn Sie einen Vertrag mit dem Titel VEFA unterzeichnet haben, oder auch wenn der Vertrag „Verkauf einer zu renovierenden Immobilie“ heißt, Sie aber je nach Baufortschritt zahlen, ist der Verkäufer zu einer Lieferpflicht verpflichtet. Konkret können Sie die Wiederaufnahme der Baustelle unter Androhung eines Zwangsgeldes verlangen und Schadensersatz erhalten, wenn die Verzögerung Ihnen einen Schaden verursacht.

Nehmen wir ein konkretes Beispiel, inspiriert von der Situation der

Questions fréquentes

Qu'est-ce qu'une vente en l'état futur d'achèvement (VEFA) ?

La VEFA est un contrat par lequel le vendeur s'oblige à construire ou réhabiliter un immeuble, et l'acheteur paie le prix au fur et à mesure de l'avancement des travaux. Le vendeur doit livrer un bien achevé et garantir les travaux pendant 1, 2 ou 10 ans.

Puis-je acheter un bien ancien à rénover sans être soumis à la VEFA ?

Oui, si l'acte précise que le vendeur n'intervient que pour coordonner des travaux à vos frais et risques, et que le paiement n'est pas fractionné selon l'avancement. Sinon, les juges peuvent requalifier en VEFA.

Quels délais pour agir contre un vendeur qui n'a pas fini les travaux ?

Vous avez 10 ans pour agir en garantie décennale et 10 ans pour le défaut de livraison. Cependant, il faut agir rapidement après le retard pour préserver vos droits, au plus tard dans les 5 ans.

Comment obliger le vendeur à reprendre les travaux ?

Envoyez une mise en demeure par lettre recommandée avec accusé de réception, puis saisissez le juge des référés pour obtenir une expertise judiciaire et une provision. Vous pouvez aussi exiger l'exécution forcée en justice.

Quel est le coût d'une procédure pour faire appliquer la VEFA ?

Selon la complexité, comptez entre 2 000 et 5 000 € d'honoraires d'avocat, plus les frais de justice (expertise, huissier). Les frais peuvent être partiellement récupérés si vous gagnez.

Informations juridiques

  • Numéro: 21-20.398
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 01 mars 2023

Mots-clés

VEFAvente en l'état futur d'achèvementrénovation immobilièredroit immobilierprotection de l'acquéreur

Cas d'usage pratiques

1

Acheteur d'une maison à rénover à Corbie

Un particulier achète une maison à Corbie pour 180 000 €, avec des travaux de rénovation lourds. Le vendeur promet de refaire la toiture et l'électricité. Le contrat est signé sous le nom de « vente d'immeuble existant », mais le paiement est échelonné en 3 fois.

Application pratique:

Après cette décision, l'acheteur peut demander la requalification en VEFA si les travaux sont importants et que le paiement est lié à l'avancement. Il peut ainsi obtenir la reprise des travaux et une indemnisation, en bénéficiant de la garantie de parfait achèvement.

2

Vendeur professionnel à Doullens

Un marchand de biens achète une friche industrielle à Doullens, la rénove partiellement, puis la revend avec engagement de terminer les travaux. Le contrat mentionne « VEFA » pour attirer les acheteurs.

Application pratique:

Le marchand de biens est tenu de livrer un immeuble conforme aux plans et normes. S'il abandonne le chantier, l'acquéreur peut le contraindre à finir ou à rembourser les sommes versées, sous astreinte. La réputation du professionnel peut aussi être affectée.

3

Copropriétaire réalisant des travaux dans un immeuble ancien

Une copropriété à Amiens envisage de vendre un lot à un investisseur qui promet de le réhabiliter. Le lot est vendu « en l'état » mais l'acquéreur s'engage verbalement à tout rénover.

Application pratique:

Cette jurisprudence incite le syndic et le copropriétaire vendeur à formaliser les engagements de rénovation dans l'acte. Si l'acquéreur n'exécute pas les travaux, la copropriété peut le poursuivre sur le fondement de la VEFA, même sans contrat écrit, si les paiements sont échelonnés.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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