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Geldstrafe für Bau ohne Genehmigung: Wenn der Abriss zu einer bloßen zivilrechtlichen Wiedergutmachung wird
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Geldstrafe für Bau ohne Genehmigung: Wenn der Abriss zu einer bloßen zivilrechtlichen Wiedergutmachung wird

📅 Décision du 24 Mai 1967⚖️ Cour de cassation👁️ 16 vues📖 5 min de lecture

Der Kassationsgerichtshof hat 1967 entschieden, dass der Verstoß gegen Artikel 104 des französischen Stadtplanungsgesetzes (Bau ohne Genehmigung) nur mit einer Geldstrafe geahndet wird; der vom Gericht angeordnete Abriss ist eine zivilrechtliche Wiedergutmachung, keine Strafe. Diese Unterscheidung ermöglicht unter bestimmten Bedingungen eine Amnestie.

Entscheidungsreferenz: cc • N° 66-91.712 • 1967-05-24 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich die Szene vor: In Andrézieux-Bouthéon beschließt Herr Dupont, ein Eigentümer wie Sie und ich, sein Haus ohne Beantragung einer Baugenehmigung zu erweitern. Er weiß noch nicht, dass dieser Anbau ihn vor das Strafgericht führen wird. Die Frage, die ihn quält: Muss er alles auf eigene Kosten abreißen und zusätzlich eine Geldstrafe zahlen? Und was ist, wenn das zwischenzeitlich verabschiedete Amnestiegesetz alles auslöschen könnte?

Diese Entscheidung des Kassationsgerichtshofs vom 24. Mai 1967 beantwortet genau diese Frage. Sie unterscheidet klar zwischen der Strafe (der Geldstrafe) und der Wiederherstellung (dem Bau-loi-nouvelle-application-immediate" class="internal-link" title="Abriss eines Baus: Wenn das neue Gesetz den Eigentümer während des Verfahrens schützt">Abriss), wobei letztere als bloße zivilrechtliche Wiedergutmachung betrachtet wird. Mit anderen Worten: Selbst wenn der Richter den Abriss anordnet, wird der Verstoß selbst nur mit einer Geldstrafe geahndet, was die Tür für eine Amnestie für vor dem 8. Januar 1966 begangene Taten öffnet.

Aber was bedeutet das konkret für Sie, ob Sie nun Eigentümer einer Immobilie in Saint-Étienne oder anderswo sind? Diese subtile Unterscheidung zwischen Strafe und Wiedergutmachung hat konkrete Auswirkungen auf Verjährung, Amnestie und Ihre Rechtsmittel. Tauchen wir in diesen Fall ein, um alles zu verstehen.

Der Sachverhalt: Eine Geschichte, wie sie täglich vorkommt

Herr X, Eigentümer in Andrézieux-Bouthéon, führte Bauarbeiten durch, ohne zuvor die nach Artikel 104 des französischen Stadtplanungsgesetzes (heute in das geltende Stadtplanungsgesetz integriert) erforderliche Baugenehmigung eingeholt zu haben. Die Staatsanwaltschaft, die auf Antrag des für Stadtplanung zuständigen Ministers handelte, verfolgte Herrn X wegen dieses Verstoßes vor dem Strafgericht.

Das Gericht befand ihn für schuldig und verurteilte ihn zu einer Geldstrafe. Es ordnete jedoch auch den Abriss des ohne Genehmigung errichteten Bauwerks an. Herr X, der der Ansicht war, der Abriss sei eine Strafe und keine bloße Wiedergutmachung, legte Berufung ein. Aber damit nicht genug: Zwischen der Tat und dem Urteil trat das Amnestiegesetz vom 18. Juni 1966 in Kraft, das Verstöße, die nur mit einer Geldstrafe geahndet werden und vor dem 8. Januar 1966 begangen wurden, amnestierte.

Herr X erhob daraufhin die Einrede der Verjährung (dass der Verstoß amnestiert sei). Die zentrale Frage war also: Wird der Verstoß gegen Artikel 104 des Stadtplanungsgesetzes nur mit einer Geldstrafe geahndet, trotz der Möglichkeit des Gerichts, den Abriss anzuordnen? Das Gericht erster Instanz musste entscheiden, und der Fall gelangte bis zum Kassationsgerichtshof.

Die Argumentation des Gerichts – aufgeschlüsselt

Der Kassationsgerichtshof bestätigte in einem klaren Urteil, dass der Verstoß gegen Artikel 104 des Stadtplanungsgesetzes (Bau ohne Genehmigung) nur mit einer Geldstrafe geahndet wird. Der Abriss des Bauwerks, obwohl er vom Gericht angeordnet werden kann, hat nicht den Charakter einer Strafe: Es handelt sich um eine zivilrechtliche Wiedergutmachung im Sinne von Artikel 1240 des französischen Bürgerlichen Gesetzbuchs (der zur Wiedergutmachung des durch eigenes Verschulden verursachten Schadens verpflichtet).

Warum ist diese Unterscheidung entscheidend? Weil das Amnestiegesetz vom 18. Juni 1966 in seinem Artikel 1, 3° Verstöße amnestiert, die nur mit einer Geldstrafe geahndet werden. Wäre der Abriss als Strafe betrachtet worden, hätte die Amnestie nicht greifen können, und Herr X hätte abreißen müssen. Der Gerichtshof ist jedoch der Ansicht, dass der Abriss keine Bestrafung ist; er zielt lediglich darauf ab, den Ort in seinen vorherigen Zustand zu versetzen. Es handelt sich um eine zivilrechtliche Verpflichtung, nicht um eine strafrechtliche Sanktion.

Die Argumentation stützt sich auf die Artikel 101 und 103 des (alten) Stadtplanungsgesetzes, die die Geldstrafe als einzige Strafe vorsehen, wobei der Abriss eine Maßnahme der Rückgängigmachung ist. Der Gerichtshof weist daher das Argument zurück, der Abriss sei eine verdeckte Strafe. Kurz gesagt: Die Richter ließen den Wortlaut des Gesetzes gelten: Da der Text den Abriss nicht als Strafe qualifiziert, kann er nicht als solche betrachtet werden.

Vorsicht jedoch: Diese Entscheidung bedeutet nicht, dass der Abriss fakultativ ist. Das Gericht kann ihn immer anordnen, aber er hindert die Amnestie des Verstoßes selbst nicht. Mit anderen Worten: Die Amnestie löscht die Geldstrafe, aber nicht die Verpflichtung zum Abriss, wenn das Gericht ihn vor der Amnestie angeordnet hat. Was nur wenige wissen: Diese Unterscheidung gilt noch heute und beeinflusst die Verjährung der Strafverfolgung.

Was das für Sie konkret ändert

Für den vermietenden Eigentümer: Wenn Sie vor dem 8. Januar 1966 ohne Genehmigung gebaut haben und nach der Amnestie verfolgt werden, können Sie die Amnestie geltend machen, um die Geldstrafe aufheben zu lassen. Aber Achtung: Wenn das Gericht bereits den Abriss angeordnet hat, müssen Sie ihn durchführen. Beispiel: In Saint-Étienne musste ein Eigentümer, der 1965 ohne Genehmigung eine Garage gebaut hatte, die Garage auf eigene Kosten abreißen (geschätzte Kosten: 15.000 €), obwohl die Geldstrafe aufgehoben wurde.

Für den Mieter: Sie sind nicht direkt betroffen, aber wenn Ihr Vermieter zum Abriss verurteilt wird, könnten Sie Ihre Wohnung verlieren. Überprüfen Sie daher die Baugenehmigung, bevor Sie einen Mietvertrag unterschreiben.

Questions fréquentes

Puis-je être amnistié si j'ai construit sans permis avant 1966 ?

Oui, pour l'amende, car l'infraction n'est punie que d'une amende selon la Cour de cassation. Cependant, la démolition ordonnée par le tribunal reste due car c'est une réparation civile, non une peine.

La démolition est-elle une peine ?

Non, selon cette décision de 1967, la démolition ordonnée pour une construction sans permis est une réparation civile (article 1240 du Code civil), pas une peine. Elle vise à remettre les lieux en l'état.

Quel est le délai pour demander la démolition ?

L'action en démolition (civile) se prescrit par 30 ans à compter de la fin des travaux. L'action publique pour l'amende se prescrit par 6 ans.

Que faire si je suis poursuivi aujourd'hui pour construction sans permis ?

Consultez un avocat spécialisé en droit immobilier. Vous pouvez tenter une régularisation en déposant un permis de construire a posteriori. Si l'action publique est prescrite, l'amende est annulée, mais la démolition peut encore être réclamée.

Cette décision de 1967 s'applique-t-elle encore ?

Oui, elle est toujours une référence et est régulièrement citée par les tribunaux pour distinguer la peine (amende) de la réparation civile (démolition) en matière d'urbanisme.

Informations juridiques

  • Numéro: 66-91.712
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 24 mai 1967

Mots-clés

urbanismepermis de construireconstruction sans permisdémolitionamende

Cas d'usage pratiques

1

Propriétaire ayant construit sans permis avant 1966

Un propriétaire à Andrézieux-Bouthéon a construit un garage en 1965 sans permis. En 1967, il est poursuivi. La loi d'amnistie de 1966 est invoquée.

Application pratique:

L'amende est annulée grâce à l'amnistie, mais le tribunal peut ordonner la démolition. Le propriétaire doit démolir à ses frais (environ 15 000 €). Il peut tenter une régularisation si la commune l'accepte.

2

Acquéreur d'un bien avec construction sans permis

Un acheteur à Saint-Étienne acquiert une maison avec une extension non autorisée. Le vendeur n'a pas régularisé.

Application pratique:

L'acquéreur hérite de l'obligation de démolir (action civile 30 ans). Il peut demander au vendeur une garantie d'éviction ou négocier une baisse de prix. Il doit vérifier les autorisations avant l'achat.

3

Copropriétaire réalisant des travaux sans autorisation

Un copropriétaire à Andrézieux-Bouthéon construit une véranda sans l'accord du syndic ni permis de construire.

Application pratique:

Le syndic peut saisir le tribunal pour obtenir la démolition. La décision de 1967 confirme que la démolition est une réparation civile, donc le syndic n'a pas besoin d'attendre une condamnation pénale. Le copropriétaire doit démolir sous astreinte.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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Avertissement: Les analyses présentées sur ce site sont fournies à titre informatif uniquement et ne constituent pas des conseils juridiques personnalisés. Pour une consultation adaptée à votre situation, contactez un avocat.

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