Gewerbemietvertrag ohne Eintragung: Der Kassationshof bestätigt die freiwillige Unterwerfung
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Gewerbemietvertrag ohne Eintragung: Der Kassationshof bestätigt die freiwillige Unterwerfung

📅 Décision du 28 Mai 2020⚖️ Cour de cassation👁️ 7 vues📖 5 min de lecture

Der Kassationshof erinnert daran, dass das Statut der Gewerbemietverträge auch ohne Eintragung des Mieters gilt, sofern die Parteien vereinbart haben, sich ihm zu unterwerfen. Eine Entscheidung, die in Unsicherheit abgeschlossene Mietverträge absichert.

Referenzentscheidung: cc • N° 19-15.001 • 2020-05-28 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich die Szene vor: Sie sind Eigentümer eines Geschäftslokals in La Motte-Servolex, diesem kleinen dynamischen Ort vor den Toren von Chambéry. Sie schließen einen Mietvertrag mit einem Friseursalon-Betreiber und legen im Vertrag ausdrücklich fest, dass das Statut der Gewerbemietverträge gilt. Nur hat der Mieter, gerade erst eingezogen, noch keine Eintragung im Handelsregister erhalten. Einige Jahre später läuft das Geschäft hervorragend, und Sie möchten kündigen, um das Lokal zurückzunehmen. Ihr Mieter beruft sich auf das Statut der Gewerbemietverträge, und Sie glauben, es ignorieren zu können, weil er anfangs nicht eingetragen war. Wer hat recht?

Diese Frage, die sich täglich Eigentümer und Mieter stellen, hat der Kassationshof am 28. Mai 2020 beantwortet. Und seine Antwort ist klar: Wenn beide Parteien den Mietvertrag freiwillig dem Statut der Gewerbemietverträge unterworfen haben, steht das Fehlen der Eintragung des Mieters zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses der Anwendung dieses Statuts nicht entgegen. Mit anderen Worten: Ihre Klausel zur freiwilligen Unterwerfung ist wirksam, selbst wenn Ihr Mieter noch nicht im Handels- und Gesellschaftsregister (RCS) eingetragen war.

Diese Entscheidung ist der Schutzschild für in Unsicherheit abgeschlossene Mietverträge. Sie sichert Tausende von Verträgen ab und verhindert, dass Eigentümer wie Sie in die Falle einer nicht eingehaltenen Verwaltungsformalität tappen. Schauen wir uns genauer an, was dieser Fall erzählt und was er konkret für Sie ändert.

Der Sachverhalt: Eine Geschichte, wie sie täglich vorkommt

Herr X, ein Eigentümer aus Chambéry, besitzt ein Geschäftslokal in einem Gebäude in der Rue H. Er vermietet es an die SA Open Sud Gestion, eine Gesellschaft, die ein Einzelhandelsgeschäft betreibt. Der Mietvertrag, ordnungsgemäß unterzeichnet, enthält ausdrücklich die Klausel, dass die Parteien vereinbaren, den Mietvertrag dem Statut der Gewerbemietverträge zu unterwerfen, wie es sich aus den Artikeln L. 145-1 ff. des Handelsgesetzbuchs ergibt. Soweit scheint alles normal.

Allerdings: Zum Zeitpunkt der Unterzeichnung war die SA Open Sud Gestion noch nicht im Handels- und Gesellschaftsregister eingetragen. Sie wird dies einige Wochen später nachholen, aber ist der Schaden bereits angerichtet? Der Eigentümer kündigt einige Jahre später seinem Mieter, um das Lokal zurückzunehmen. Die Mieterin ficht diese Kündigung an und beruft sich auf das Statut der Gewerbemietverträge, um die Verlängerung des Mietvertrags zu erreichen. Der Eigentümer entgegnet, dass das Statut nicht anwendbar sei, da der Mieter zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses nicht eingetragen war.

Der Fall gelangt vor das Tribunal de grande instance von Chambéry und dann vor das Berufungsgericht von Chambéry. Die Tatsachenrichter geben dem Eigentümer recht: Nach ihrer Auffassung ist die Eintragung des Mieters eine Anwendungsvoraussetzung des Statuts, und ohne diese unterliegt der Mietvertrag nicht dem Statut, selbst wenn die Parteien dies vorgesehen haben. Die SA Open Sud Gestion legt Kassation ein. Und dann die Überraschung: Der Kassationshof hebt das Urteil des Berufungsgerichts auf und verweist die Sache an das Berufungsgericht von Grenoble zurück. Für die Richter des obersten Gerichtshofs hat die freiwillige Unterwerfung der Parteien unter das Statut der Gewerbemietverträge Vorrang vor dem Fehlen der Eintragung des Mieters. Der Mietvertrag ist also gewerblich, und der Mieter kann sich auf das Statut berufen.

Die Begründung des Gerichts — aufgeschlüsselt

Um diese Entscheidung zu verstehen, muss man auf die Gesetzestexte zurückkommen. Artikel L. 145-1 des Handelsgesetzbuchs legt den Anwendungsbereich des Statuts der Gewerbemietverträge fest. Er bestimmt, dass das Statut auf Mietverträge über Gebäude anwendbar ist, in denen ein Geschäftsbetrieb ausgeübt wird, vorausgesetzt, der Mieter ist im Handelsregister oder im Handwerksregister eingetragen. Diese Eintragungsvoraussetzung ist grundsätzlich zwingend: Ohne sie kein Statut.

Der Kassationshof führt jedoch in seinem Urteil vom 28. Mai 2020 eine wesentliche Ausnahme ein: Wenn die Parteien einvernehmlich den Mietvertrag dem Statut der Gewerbemietverträge unterworfen haben, überwiegt dieser gemeinsame Wille die gesetzliche Eintragungsvoraussetzung. Warum? Weil das Statut der Gewerbemietverträge ein Schutzmechanismus für den Mieter ist, aber auch ein vertraglicher Rahmen, den die Parteien frei wählen können. Die Vertragsfreiheit (Artikel 1103 des Code civil, der den Grundsatz der bindenden Wirkung von Verträgen festlegt) erlaubt es den Parteien, sich einer gesetzlichen Regelung zu unterwerfen, auch wenn nicht alle Anwendungsvoraussetzungen erfüllt sind.

Im vorliegenden Fall enthielt der Mietvertrag schwarz auf weiß: „Die Parteien vereinbaren, diesen Vertrag dem Statut der Gewerbemietverträge zu unterwerfen“. Diese klare und präzise Klausel ließ keinen Zweifel an der Absicht der Vertragsparteien. Daher konnte das Fehlen der Eintragung des Mieters zum Zeitpunkt der Unterzeichnung die Anwendung des Statuts nicht in Frage stellen. Das Berufungsgericht von Chambéry hatte daher einen Fehler begangen, als es das Gegenteil entschied.

Diese Entscheidung bestätigt einen bereits vom Kassationshof eingeschlagenen Trend: die Betonung des Parteiwillens. Es handelt sich nicht um eine Kehrtwende, sondern um eine willkommene Klarstellung. Die Richter erinnern daran, dass das Statut der Gewerbemietverträge nur in einem für den Mieter schützenden Sinne zwingend ist, aber von den Parteien über seine gesetzlichen Voraussetzungen hinaus gewählt werden kann. Mit anderen Worten: Man kann immer „mehr“ tun als das Gesetz, aber nicht „weniger“.

Was das für Sie konkret ändert

Für Sie als vermietender Eigentümer in Chambéry oder anderswo ist diese Entscheidung eine gute Nachricht. Wenn Sie einen Mietvertrag mit einer Klausel zur freiwilligen Unterwerfung abgeschlossen haben,

Questions fréquentes

Qu'est-ce que le statut des baux commerciaux ?

C'est un ensemble de règles protectrices pour le locataire commerçant, qui lui donne droit au renouvellement du bail ou à une indemnité d'éviction en cas de non-renouvellement.

Puis-je me passer de l'immatriculation si je suis locataire ?

Oui, si votre bail contient une clause de soumission volontaire au statut. Sinon, l'immatriculation est obligatoire pour bénéficier du statut.

Quels délais pour contester un congé ?

Le locataire doit contester le congé dans les 2 ans suivant sa délivrance, sous peine de perdre ses droits. Passé ce délai, le bail est résilié de plein droit.

Que faire si mon bail ne mentionne pas de soumission volontaire ?

Vous pouvez demander au propriétaire un avenant pour soumettre le bail au statut. S'il refuse, vous devrez justifier de votre immatriculation pour bénéficier du statut.

Combien coûte un avocat pour un bail commercial ?

Une consultation de 30 minutes avec Maître Zakine est à 45€. La rédaction d'un bail complet peut varier entre 500€ et 1500€, selon la complexité.

Informations juridiques

  • Numéro: 19-15.001
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 28 mai 2020

Mots-clés

bail commercialimmatriculationsoumission volontaireCour de cassationstatut des baux commerciauxpropriétaire bailleurlocataire commerçantChambéryLa Motte-Servolex

Cas d'usage pratiques

1

Propriétaire d'un local à Chambéry voulant donner congé

Vous êtes propriétaire d'un local commercial à Chambéry. Vous avez signé un bail avec une clause de soumission volontaire, mais le locataire n'était pas immatriculé au moment de la signature. Vous voulez donner congé pour reprendre le local.

Application pratique:

Grâce à cette décision, vous ne pouvez pas ignorer le statut des baux commerciaux. Vous devez respecter le préavis de 6 mois et, si vous ne renouvelez pas, payer une indemnité d'éviction. Vérifiez la clause : si elle est claire, le statut s'applique, immatriculation ou pas.

2

Locataire à La Motte-Servolex sans immatriculation initiale

Vous êtes locataire d'un local à La Motte-Servolex. Vous avez signé un bail avec soumission volontaire, mais vous n'étiez pas immatriculé au moment de la signature. Aujourd'hui, le propriétaire vous donne congé en arguant que le statut ne s'applique pas.

Application pratique:

Vous êtes protégé : la soumission volontaire vous permet de bénéficier du statut. Vous pouvez contester le congé et demander le renouvellement ou une indemnité d'éviction. Consultez un avocat pour agir dans les 2 ans.

3

Acquéreur d'un fonds de commerce avec un bail ambigu

Vous achetez un fonds de commerce à Chambéry. Le bail du vendeur mentionne une soumission volontaire au statut, mais le vendeur n'était pas immatriculé à l'origine. Vous voulez savoir si vous héritez du statut.

Application pratique:

Oui, vous héritez du statut si la clause de soumission volontaire est claire. Cela sécurise votre investissement : vous aurez droit au renouvellement du bail. Avant d'acheter, faites vérifier le bail par un avocat.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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