Aller au contenu principal
Zaun ohne Baugenehmigung: Die Änderung eines bestehenden Zauns ist keine Ordnungswidrigkeit
Droit-foncier

Zaun ohne Baugenehmigung: Die Änderung eines bestehenden Zauns ist keine Ordnungswidrigkeit

📅 Décision du 26 Februar 1985⚖️ Cour de cassation👁️ 31 vues📖 5 min de lecture

Der Kassationsgerichtshof stellt klar, dass nur die Errichtung eines neuen Zauns eine Baugenehmigung erfordert. Die Änderung eines bestehenden Zauns (Erhöhung, Austausch) ist nicht strafbar, es sei denn, sie verstößt gegen den Bebauungsplan. Eine schützende Entscheidung für Eigentümer.

Entscheidungsreferenz: cc • N° 84-94.829 • 1985-02-26 • Entscheidung einsehen →

Sie wohnen in Albert, und Ihr Betonzaun, der vor zwanzig Jahren errichtet wurde, beginnt sich zu senken. Sie beschließen, ihn um fünfzig Zentimeter zu erhöhen, um mehr Privatsphäre zu gewinnen. Ein unzufriedener Nachbar zeigt Sie beim Rathaus an. Und dann kommt die kalte Dusche: Ein Mitarbeiter teilt Ihnen mit, dass Sie eine Baugenehmigung hätten beantragen müssen. Ihnen droht ein Bußgeld, möglicherweise sogar ein Abriss. Ist das wirklich möglich?

Diese Frage stellen sich jedes Jahr Hunderte von Eigentümern. Ist eine Genehmigung erforderlich, um einen bestehenden Zaun zu ändern? Die lange unklare Antwort wurde durch ein Urteil des Kassationsgerichtshofs vom 26. Februar 1985 geklärt. Und die gute Nachricht: In den meisten Fällen haben Sie nichts zu befürchten.

In diesem Artikel werden wir diese Entscheidung analysieren, verstehen, was sie für Sie ändert, und Ihnen konkrete Ratschläge geben, um Streitigkeiten zu vermeiden. Ob Sie Eigentümer in Corbie, Mieter in Amiens oder Immobilienprofi sind, diese Regeln betreffen Sie.

Der Sachverhalt: Eine Geschichte, wie sie jeden Tag passiert

Herr X, Eigentümer eines Geschäftslokals in Albert, beschließt, den Zaun zu ändern, der sein Grundstück umgibt. Er erhöht ihn um einige Dutzend Zentimeter, ohne das Fundament oder die Pfeiler zu verändern. Für ihn ist es eine einfache Reparatur, eine Auffrischung. Aber das Rathaus sieht die Sache anders: Es leitet ein Strafverfahren wegen Bauens ohne Genehmigung ein.

Der Fall landet vor dem Strafgericht, dann vor dem Berufungsgericht und schließlich vor dem Kassationsgerichtshof. Die Staatsanwaltschaft argumentiert, dass jede Änderung, auch eine geringfügige, eines bestehenden Zauns eine Baugenehmigung erfordere, da der Zaun eine bauliche Anlage im Sinne des Stadtplanungsgesetzes sei. Herr X hingegen argumentiert, dass das Gesetz nur die „Errichtung“ eines neuen Zauns, nicht aber dessen Änderung betreffe.

Die Debatte ist technisch, hat aber immense praktische Konsequenzen. Stellen Sie sich vor: Wenn das Gericht der Staatsanwaltschaft zustimmen würde, müssten Sie jedes Mal, wenn Sie einen Pfosten ersetzen, ein Gitterpanel wechseln oder eine Mauer auffrischen, eine Genehmigung einholen. Ein administrativer Albtraum.

Der Kassationsgerichtshof entschied zugunsten von Herrn X. Er hob das Urteil des Berufungsgerichts auf, das ihn verurteilt hatte, und erinnerte an das geltende Recht. Ein Sieg für den gesunden Menschenverstand.

Die Argumentation des Gerichts – aufgeschlüsselt

Die Richter des Kassationsgerichtshofs stützten sich auf die Artikel L. 441-1 bis L. 441-4 des Stadtplanungsgesetzes (heute kodifiziert in den Artikeln R. 421-12 ff.). Diese Texte sehen vor, dass „nur die Errichtung von Zäunen, die nicht für die landwirtschaftliche oder forstwirtschaftliche Tätigkeit erforderlich sind, einer Verwaltungsgenehmigung bedarf“. Wenn Sie also einen Zaun dort errichten, wo vorher keiner war, müssen Sie eine Genehmigung (oder eine Vorabanzeige je nach Gebiet) beantragen. Wenn Sie jedoch einen bestehenden Zaun ändern, verlangt der Text dies nicht.

Das Gericht stellt auch klar, dass Änderungen an bestehenden Zäunen nur dann verfolgt werden können, wenn sie gegen die Verpflichtungen des Flächennutzungsplans (POS, heute PLU) verstoßen. Wenn Ihr PLU beispielsweise Zäune über 1,50 Meter verbietet und Sie diese Höhe überschreiten, begehen Sie eine Ordnungswidrigkeit. Aber es ist die städtebauliche Regelung, die verletzt wird, nicht die Genehmigungspflicht.

Die Argumentation ist logisch: Das Gesetz unterscheidet klar zwischen „errichten“ (Neues schaffen) und „ändern“ (Bestehendes verändern). Der Gesetzgeber wollte nicht für jede kleine Änderung eine Genehmigung vorschreiben. Das hätte die laufende Instandhaltung von Grundstücken lahmgelegt.

Diese Entscheidung bestätigt die frühere Rechtsprechung. Sie wurde seit 1985 nicht in Frage gestellt, auch nicht nach der Reform der Baugenehmigungen im Jahr 2007. Die Richter halten an dieser grundlegenden Unterscheidung fest.

Was das für Sie konkret ändert

Wenn Sie als Eigentümer und Vermieter in Corbie sind, können Sie aufatmen: Das Ersetzen eines Tores, das Erhöhen einer Mauer oder das Wechseln eines Gitters setzt Sie keinen Strafverfolgungen aus, sofern Sie die örtlichen Vorschriften einhalten. Wenn Sie jedoch einen Zaun auf einem Grundstück errichten, das noch nie einen hatte, müssen Sie eine Vorabanzeige einreichen (Bearbeitungszeit: 1 Monat). Bei Nichteinhaltung droht ein Bußgeld von 1.200 € bis 300.000 € je nach Wert des Grundstücks und eine Abrissverpflichtung.

Für Mieter: Achtung, wenn Sie den Zaun ohne Zustimmung des Eigentümers ändern, riskieren Sie einen Zivilrechtsstreit wegen Verstoßes gegen den Mietvertrag. Der Eigentümer kann die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands verlangen.

Käufer sollten vor dem Kauf prüfen, ob die bestehenden Zäune dem PLU entsprechen. Wenn ein Verkäufer einen Zaun ohne Genehmigung erhöht hat, obwohl der PLU dies verbot, könnten Sie einen Rechtsstreit mit dem Rathaus erben.

Nehmen wir ein konkretes Beispiel: In Amiens erlaubt der PLU in städtischen Gebieten Zäune von maximal 2 Metern. Sie kaufen ein Haus, dessen Zaunmauer 2,20 Meter hoch ist. Der Verkäufer hatte sie vor 10 Jahren ohne Genehmigung erhöht. Das Rathaus kann Sie auffordern, sie zu reduzieren. Kosten der Arbeiten: etwa 1.500 €, ohne Anwaltskosten, falls Sie anfechten.

Vier Tipps, um solche Streitigkeiten zu vermeiden

  • Konsultieren Sie den PLU Ihrer Gemeinde vor allen Arbeiten. Gehen Sie auf die Website Ihres Rathauses oder zum Stadtplanungsamt. Prüfen Sie die maximal zulässige Höhe, die vorgeschriebenen Materialien und ob für neue Zäune eine Vorabanzeige erforderlich ist. In Albert beispielsweise verlangen einige historische Gebiete Steinzäune.
  • Bewahren Sie

Questions fréquentes

Faut-il un permis pour rehausser une clôture existante ?

Non, selon la Cour de cassation, seule l'édification d'une clôture nouvelle nécessite un permis. La modification (rehaussement, remplacement) n'est pas soumise à autorisation, sauf si elle contredit le PLU.

Que faire si la mairie me poursuit pour avoir modifié ma clôture ?

Invoquez l'arrêt du 26 février 1985 (n°84-94.829). Montrez que vous n'avez fait que modifier une clôture existante et que vos travaux respectent le PLU. Consultez un avocat spécialisé en urbanisme.

Quel est le risque si je construis une clôture neuve sans déclaration ?

Vous risquez une amende pénale (jusqu'à 300 000 €) et une obligation de démolir. Mieux vaut déposer une déclaration préalable (Cerfa 13703*07) avant tout travaux.

Le locataire peut-il modifier la clôture sans l'accord du propriétaire ?

Non, le locataire doit obtenir l'accord écrit du propriétaire. Toute modification non autorisée peut justifier une résiliation du bail et des dommages-intérêts.

Comment savoir si ma clôture respecte le PLU ?

Consultez le plan local d'urbanisme de votre commune (disponible en mairie ou en ligne). Vérifiez la hauteur maximale, les matériaux autorisés et les règles d'implantation.

Informations juridiques

  • Numéro: 84-94.829
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 26 février 1985

Mots-clés

clôturepermis de construireurbanismemodification clôtureCour de cassation 1985

Cas d'usage pratiques

1

Propriétaire à Corbie rehausse son muret

M. Dupont, propriétaire d'une maison à Corbie, rehausse son muret de 30 cm pour plus d'intimité. Un voisin le dénonce à la mairie pour construction sans permis.

Application pratique:

M. Dupont peut se défendre en invoquant l'arrêt de 1985 : il a modifié une clôture existante, il n'a pas édifié une clôture nouvelle. Si le PLU de Corbie autorise les murets jusqu'à 1,80 m et que le sien est à 1,70 m, il est en règle. Il doit fournir des photos avant travaux.

2

Acquéreur à Albert découvre une clôture non conforme

Mme Martin achète une maison à Albert. Après la vente, elle découvre que la clôture en parpaings de 2,20 m dépasse la hauteur autorisée de 2 m par le PLU.

Application pratique:

Elle peut demander au vendeur une réduction du prix ou des travaux de mise en conformité, si le vendeur ne l'a pas informée. La mairie peut exiger la démolition partielle. Elle doit consulter un avocat pour engager une action en garantie des vices cachés.

3

Locataire à Amiens remplace un grillage sans autorisation

M. Lefevre, locataire d'un pavillon à Amiens, remplace le grillage existant par un grillage plus haut sans prévenir le propriétaire.

Application pratique:

Le propriétaire peut exiger la remise en état initial et refuser de rembourser les travaux. Le locataire doit obtenir un accord écrit avant toute modification. En cas de litige, le tribunal d'instance peut ordonner la remise en état aux frais du locataire.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

Prendre rendez-vous →

Avertissement: Les analyses présentées sur ce site sont fournies à titre informatif uniquement et ne constituent pas des conseils juridiques personnalisés. Pour une consultation adaptée à votre situation, contactez un avocat.

★★★★★4.9/5 — Avis Google

Rechtsanwältin Maître Zakine, Doktor der Rechtswissenschaften

Beratung per Telefon und Videokonferenz — Schnelle Terminvergabe

Termin vereinbaren
1. Beratung 30 Minuten - 45€

🔒 Confidentiel • Sans engagement • Réponse rapide