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Elternzeit: Arbeitgeber kann nicht ablehnen, muss aber informiert werden
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Elternzeit: Arbeitgeber kann nicht ablehnen, muss aber informiert werden

📅 Décision du 10 Juli 2014⚖️ Cour de cassation👁️ 10 vues📖 5 min de lecture

Der Kassationsgerichtshof stellt klar, dass der Arbeitnehmer für die Inanspruchnahme von Elternzeit keiner Genehmigung des Arbeitgebers bedarf. Die vorherige Information reicht aus. Analyse für Eigentümer, Mieter und Immobilienfachleute.

Referenzentscheidung: cc • N° 13-20.372 • 2014-07-10 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich die Szene vor: In Bandol kündigt ein junges Paar, Mieter einer Wohnung, seinem Vermieter an, dass es in Elternzeit geht. Der Vermieter macht sich Sorgen: „Und meine Miete? Wer zahlt?“ Der Arbeitnehmer fragt sich, ob sein Arbeitgeber ablehnen kann. Genau diese Frage hat der Kassationsgerichtshof in dieser Entscheidung vom 10. Juli 2014 geklärt. Und die Antwort ist klar: Elternzeit ist ein Recht des Arbeitnehmers, vorbehaltlich der Information des Arbeitgebers. Aber Achtung: Diese Information muss in der vorgeschriebenen Form und Frist erfolgen. Was bedeutet das für Sie, ob Sie nun Vermieter, Mieter oder Immobilienfachmann sind? Tauchen wir in die Details ein.

Der Sachverhalt: Eine alltägliche Geschichte

Frau X, Angestellte eines Unternehmens in Saint-Raphaël, bekam ein Kind. Sie wollte Elternzeit in Anspruch nehmen, wie in den Artikeln L. 1225-47 ff. des Arbeitsgesetzbuchs vorgesehen (eine Regelung, die es dem Arbeitnehmer ermöglicht, seinen Arbeitsvertrag zur Kindererziehung auszusetzen). Sie informierte ihren Arbeitgeber per Einschreiben innerhalb der gesetzlichen Fristen. Doch der Arbeitgeber lehnte ab, da er der Ansicht war, dass die Elternzeit vorher genehmigt werden müsse. Frau X wandte sich daraufhin an das Arbeitsgericht (zuständig für individuelle Arbeitsstreitigkeiten), um ihr Recht durchzusetzen. Das Arbeitsgericht Fréjus gab ihr Recht, aber der Arbeitgeber legte Berufung ein. Das Berufungsgericht Aix-en-Provence bestätigte, dass Elternzeit ein Recht und keine Vergünstigung ist und dass die Information ausreicht. Der Arbeitgeber legte Kassation ein (Rechtsmittel vor dem höchsten Gerichtshof). Der Kassationsgerichtshof wies die Beschwerde zurück und bestätigte, dass der Arbeitgeber die Elternzeit nicht ablehnen kann, wenn der Arbeitnehmer ihn ordnungsgemäß informiert hat. Mit anderen Worten: Der Arbeitnehmer benötigt keine Genehmigung, muss aber ein vorheriges Informationsverfahren einhalten.

Die Begründung des Gerichts – entschlüsselt

Die Richter stützten sich auf Artikel L. 1225-47 des Arbeitsgesetzbuchs (der das Recht auf Elternzeit festlegt). Sie stellten klar, dass dieser Text die Inanspruchnahme der Elternzeit nicht von einer Genehmigung des Arbeitgebers abhängig macht, sondern nur von einer vorherigen Information. Warum ist diese Nuance entscheidend? Denn wenn der Arbeitgeber ablehnen könnte, würde das Recht auf Elternzeit illusorisch. Das Gericht präzisierte auch, dass die Elternzeit Anspruch auf Sozialschutz (insbesondere für die Rente) gibt und der Arbeitnehmer sie ohne Hindernisse in Anspruch nehmen können muss. Das Argument des Arbeitgebers? Er behauptete, der Antrag auf Elternzeit müsse von ihm genehmigt werden, da sonst die Organisation des Unternehmens gestört würde. Das Gericht befand jedoch, dass die vorherige Information es dem Arbeitgeber gerade ermöglicht, sich zu organisieren. Diese Argumentation steht im Einklang mit der ständigen Rechtsprechung: Elternzeit ist ein Recht des Arbeitnehmers, und der Arbeitgeber kann sich nicht widersetzen. In meiner Praxis bin ich auf Fälle gestoßen, in denen Arbeitgeber versuchten, Druck auf Arbeitnehmer auszuüben, damit sie auf ihre Elternzeit verzichten. Diese Entscheidung hält sie davon ab. Achtung jedoch: Wenn der Arbeitnehmer die Informationsfrist (1 Monat vor Beginn der Elternzeit) nicht einhält, kann der Arbeitgeber den Beginn der Elternzeit verschieben. Er kann sie aber nicht einfach ablehnen.

Was das für Sie konkret bedeutet

Für Vermieter: Ein Mieter in Elternzeit kann ein geringeres Einkommen haben (Betreuungsgeld, gezahlt von der CAF, das teilweise das Gehalt ersetzt). Sie haben das Recht, Nachweise über die finanziellen Verhältnisse zu verlangen, um die Zahlungsfähigkeit zu prüfen. Sie können die Elternzeit als solche jedoch nicht ablehnen. In Bandol könnte ein Vermieter versucht sein, den Mietvertrag zu kündigen, wenn der Mieter in Elternzeit geht. Das wäre diskriminierend (Diskriminierung aufgrund der familiären Situation). Sie sollten sich daher über Wohngeld (APL usw.) informieren, um die Mietzahlungen abzusichern.
Für Mieter: Wenn Sie Arbeitnehmer sind und in Elternzeit gehen, besteht Ihr Mietvertrag fort. Sie müssen weiterhin die Miete zahlen. Wenn Ihr Einkommen sinkt, können Sie Wohngeld beantragen oder eine Ratenzahlung mit Ihrem Vermieter vereinbaren. Beispiel: In Saint-Raphaël kann eine Miete von 700 € teilweise durch APL gedeckt werden, wenn Ihr Einkommen unter 1.500 € pro Monat liegt. Gehen Sie nicht, ohne Ihren Vermieter schriftlich (per Einschreiben) informiert und Ihre Ansprüche geprüft zu haben.
Für Immobilienfachleute: Makler und Notare sollten ihre Kunden zu diesen Aspekten beraten. Wenn Sie eine Wohnungseigentümergemeinschaft verwalten, kann ein Miteigentümer in Elternzeit Schwierigkeiten haben, seine Nebenkosten zu zahlen. Informieren Sie sich über gütliche Lösungen (Ratenzahlung), bevor Sie ein Verfahren einleiten.

Vier Tipps zur Vermeidung solcher Streitigkeiten

  • Informieren Sie Ihren Arbeitgeber schriftlich: Senden Sie ein Einschreiben mit Rückschein mindestens 1 Monat vor Beginn der Elternzeit (oder 15 Tage, wenn die Elternzeit im Anschluss an den Mutterschutz beginnt). Bewahren Sie den Nachweis auf.
  • Prüfen Sie Ihre Rechte als Mieter: Beantragen Sie rechtzeitig Wohngeld bei der CAF. Informieren Sie Ihren Vermieter über Ihre Situation und schlagen Sie gegebenenfalls eine Ratenzahlung vor.
  • Als Vermieter: Bleiben Sie gelassen: Verlangen Sie Nachweise über die Elternzeit und die finanziellen Verhältnisse. Kündigen Sie nicht wegen der Elternzeit – das wäre rechtswidrig. Bieten Sie stattdessen eine Ratenzahlung an oder akzeptieren Sie die Zahlung durch Dritte (z. B. Familie).
  • Konsultieren Sie einen Fachmann: Bei Unsicherheiten wenden Sie sich an einen auf Arbeitsrecht oder Mietrecht spezialisierten Anwalt. In Bandol und Saint-Raphaël gibt es kompetente Kanzleien.

Questions fréquentes

Puis-je partir en congé parental si mon employeur refuse ?

Oui, le congé parental est un droit. Vous devez simplement l'informer dans les délais légaux. En cas de refus, saisissez les prud'hommes.

Mon propriétaire peut-il refuser de me louer parce que je suis en congé parental ?

Non, ce serait une discrimination fondée sur la situation familiale. Il peut vous demander des justificatifs de ressources, mais pas refuser le bail.

Quels sont les délais à respecter pour informer mon employeur ?

1 mois avant le début du congé, ou 15 jours si le congé fait suite à un congé maternité. En cas de renouvellement, 1 mois avant la fin de la période en cours.

Puis-je travailler ailleurs pendant mon congé parental ?

Non, le congé parental suspend le contrat de travail. Vous ne pouvez pas exercer une activité salariée, sauf dérogation (ex : travail à temps partiel dans le cadre du congé).

Que faire si mon employeur me licencie pendant mon congé parental ?

Le licenciement est nul. Vous pouvez demander votre réintégration et des dommages et intérêts. Consultez un avocat spécialisé en droit du travail.

Informations juridiques

  • Numéro: 13-20.372
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 10 juillet 2014

Mots-clés

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Cas d'usage pratiques

1

Propriétaire bailleur à Bandol : locataire en congé parental

Un locataire vous annonce qu'il part en congé parental pour un an. Vous craignez des impayés de loyer. Que faire ?

Application pratique:

Vous pouvez demander des justificatifs de ressources (attestation CAF, avis d'imposition). Si le locataire perçoit le complément de libre choix d'activité (environ 400€/mois), ses revenus peuvent être insuffisants. Proposez un échéancier ou vérifiez son éligibilité à l'APL. Ne résiliez pas le bail pour ce motif, ce serait discriminatoire.

2

Locataire à Saint-Raphaël : je pars en congé parental, comment gérer mon loyer ?

Vous êtes salarié et vous allez bénéficier d'un congé parental. Votre salaire va baisser. Comment payer votre loyer de 700€ ?

Application pratique:

Anticipez : informez votre propriétaire par écrit. Faites une simulation APL sur le site de la CAF. Vous pouvez aussi demander un échéancier à votre propriétaire. Si vos ressources sont inférieures au SMIC, vous pourriez bénéficier de la PreParE (environ 400€/mois). N'oubliez pas que le congé parental dure jusqu'aux 3 ans de l'enfant, mais vous pouvez le réduire.

3

Professionnel de l'immobilier : conseiller un copropriétaire en congé parental

Un copropriétaire vous informe qu'il part en congé parental et ne pourra pas payer ses charges de copropriété pendant 6 mois.

Application pratique:

Conseillez-lui de contacter le syndic pour demander un échelonnement des charges. Vérifiez si le fonds de solidarité logement peut l'aider. En tant que professionnel, vous devez éviter les procédures de recouvrement trop agressives, car le congé parental est protégé. Proposez une solution amiable.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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