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Bezahlter Urlaub und Krankheit: Was tun, wenn die Arbeitsunfähigkeit vor dem Urlaub eintritt?
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Bezahlter Urlaub und Krankheit: Was tun, wenn die Arbeitsunfähigkeit vor dem Urlaub eintritt?

📅 Décision du 04 Dezember 1996⚖️ Cour de cassation👁️ 21 vues📖 4 min de lecture

Ein Arbeitnehmer, der bereits vor seinem Urlaubsantritt krankgeschrieben ist, behält seinen Urlaubsanspruch und kann den Urlaub nachholen, wenn die Arbeitsunfähigkeit vor Ende des Urlaubszeitraums endet. Erkrankt er hingegen während des Urlaubs, kann er diesen nicht nachholen. Der Kassationsgerichtshof unterscheidet nach dem Zeitpunkt der Arbeitsunfähigkeit.

Entscheidungsreferenz: cc • N° 93-44.907 • 1996-12-04 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich vor: In Saint-Cyprien bereitet ein Immobilienmakler seinen lang ersehnten Urlaub vor. Das Zugticket ist gekauft, die Ferienwohnung in Collioure reserviert. Doch zwei Tage vor der Abreise fesselt ihn ein böser Sturz mit einer Verstauchung ans Bett. Was passiert mit seinem bezahlten Urlaub? Kann er ihn nachholen? Und was, wenn die Krankheit während des Urlaubs auftritt? Diese Fragen stellen sich jedes Jahr tausende Arbeitnehmer, aber auch ihre Arbeitgeber.

Die Frage, die sich jeder Inhaber eines Bauunternehmens in Perpignan stellt: „Kann mein bereits vor dem Sommerurlaub krankgeschriebener Mitarbeiter verlangen, seinen Urlaub später zu nehmen?“ Die Antwort ist nicht dieselbe, je nachdem, ob die Arbeitsunfähigkeit vor oder während des Urlaubs beginnt. So hat es der Kassationsgerichtshof in einer Leitentscheidung vom 4. Dezember 1996 entschieden.

Diese Entscheidung, obwohl fast dreißig Jahre alt, ist nach wie vor aktuell und erhellt die Rechte und Pflichten aller Beteiligten. Aber was ändert sich genau? Und wie reagieren, wenn Sie betroffen sind? Tauchen wir in die Details ein.

Der Sachverhalt: eine Geschichte, wie sie täglich vorkommt

Herr X, ein Bauarbeiter im Bezirk Perpignan, wird am 2. Juli 1992 eingestellt. Sein Arbeitgeber, Herr Y, beschließt, das Unternehmen vom 12. November bis 9. Dezember für Urlaub zu schließen. Herr X ist jedoch seit dem 8. November krankgeschrieben. Der Arbeitgeber sendet ihm ein Schreiben, in dem er ihm bestätigt, dass er in dieser Zeit Urlaub hat. Doch Herr X lehnt ab: Er ist krank, er kann seinen Urlaub nicht genießen! Er verlangt, ihn später zu nehmen.

Der Arbeitgeber widerspricht. Er ist der Ansicht, er habe seine Pflicht erfüllt, indem er den Urlaub zum festgesetzten Zeitpunkt angeboten habe, und der bereits krankgeschriebene Arbeitnehmer könne keine Verschiebung verlangen. Herr X ruft daraufhin das Arbeitsgericht an, um die Zahlung des nicht genommenen Urlaubs oder dessen Nachholung zu erwirken.

Das Arbeitsgericht gibt ihm recht, aber das Berufungsgericht hebt das Urteil auf. Der Fall gelangt vor den Kassationsgerichtshof. Die Richter müssen entscheiden: Behält der Arbeitnehmer, dessen Vertrag zum Zeitpunkt des Urlaubs bereits durch eine Krankschreibung suspendiert ist, seinen Urlaubsanspruch?

Die Argumentation des Gerichts – aufgeschlüsselt

Der Kassationsgerichtshof trifft in seinem Urteil vom 4. Dezember 1996 eine grundlegende Unterscheidung. Einerseits erinnert er an einen Grundsatz: Erkrankt der Arbeitnehmer während seines bezahlten Urlaubs, kann er nicht verlangen, diesen später zu nehmen. Der Arbeitgeber hat seine Pflicht erfüllt, indem er ihm diese Ruhezeit gewährt hat. Mit anderen Worten: Eine Krankheit während des Urlaubs unterbricht diesen nicht und berechtigt nicht zur Nachholung.

Aber andererseits – und das ist die Neuerung – behält der Arbeitnehmer seinen Urlaubsanspruch, wenn er bereits vor dem vom Arbeitgeber festgesetzten Urlaubsantritt krankgeschrieben ist. Warum? Weil der Vertrag bereits durch die Krankheit suspendiert ist; der Arbeitnehmer konnte seinen Urlaub nicht tatsächlich nutzen. Der Arbeitgeber ist daher nicht von seiner Pflicht befreit. Er muss dem Arbeitnehmer ermöglichen, den Urlaub später zu nehmen, allerdings unter der Bedingung, dass die Arbeitsunfähigkeit vor Ende des Urlaubszeitraums endet.

Die rechtliche Grundlage? Es handelt sich um Artikel L. 3141-1 des Arbeitsgesetzbuchs (und seine Vorgänger), der das Recht auf tatsächlichen Urlaub festlegt. Klar gesagt: Ein Urlaub, der mit einer Krankschreibung zusammenfällt, ist keine „Ruhezeit“ im Sinne des Gesetzes. Achtung jedoch: Dauert die Arbeitsunfähigkeit über den gesetzlichen Urlaubszeitraum hinaus (in der Regel vom 1. Mai bis 31. Oktober), erlischt das Recht auf Nachholung.

In diesem Fall begann die Arbeitsunfähigkeit von Herrn X am 8. November, also vor Urlaubsbeginn am 12. November. Aber endete die Arbeitsunfähigkeit vor Ende des Urlaubszeitraums? Die Tatsachenrichter haben dies nicht geprüft. Der Kassationsgerichtshof hob daher das Berufungsurteil auf und verwies die Sache zurück, damit geprüft wird, ob die Arbeitsunfähigkeit von Herrn X vor dem 31. Mai des Folgejahres (Ende des Urlaubszeitraums) endete. Was nur wenige wissen: Diese Bedingung ist entscheidend: Dauert die Arbeitsunfähigkeit darüber hinaus, erlischt das Recht auf Nachholung.

Was das für Sie konkret ändert

Für Arbeitnehmer ist diese Entscheidung ein Schutz. Wenn Sie vor Ihrem Urlaub krankgeschrieben sind, können Sie Ihren Urlaub nachholen. Beispielsweise kann ein Handelsvertreter aus Saint-Cyprien, der sich am Tag vor der Abreise verletzt, nach seiner Genesung die Tage später im Jahr nehmen. Er muss lediglich seinen Arbeitgeber so bald wie möglich informieren und ein ärztliches Attest vorlegen. Tritt die Krankheit hingegen während des Urlaubs auf, ist keine Nachholung möglich: Die Urlaubstage sind verloren.

Für Arbeitgeber ist es eine Verpflichtung. Sie können einem bereits krankgeschriebenen Arbeitnehmer keinen Urlaub aufzwingen in der Annahme, Sie seien befreit. Sie müssen ihm einen neuen Termin anbieten, innerhalb des gesetzlichen Urlaubszeitraums. Konkret: Wenn Ihr Unternehmen im August drei Wochen schließt und ein Arbeitnehmer seit Juli krankgeschrieben ist, müssen Sie ihm seinen Urlaub zu einem anderen Zeitpunkt gewähren, z. B. im September oder Oktober, wenn seine Arbeitsunfähigkeit vor dem 31. Oktober endet.

Nehmen wir ein konkretes Beispiel: Ein A

Questions fréquentes

Je suis en arrêt maladie avant mes congés payés. Puis-je les reporter ?

Oui, si votre arrêt de travail prend fin avant la clôture de la période de prise des congés (généralement le 31 mai de l'année suivante). Vous devez en informer votre employeur par écrit. L'employeur n'est pas libéré de son obligation et doit vous accorder un nouveau créneau.

Je tombe malade pendant mes congés. Puis-je les récupérer plus tard ?

Non, sauf si votre convention collective prévoit une disposition plus favorable. La Cour de cassation considère que l'employeur s'est acquitté de son obligation en vous accordant le congé à la date prévue. La maladie survenue pendant le congé ne le suspend pas.

Mon employeur refuse de reporter mes congés malgré mon arrêt maladie avant. Que faire ?

Vous pouvez saisir le conseil de prud'hommes dans un délai de 2 ans à compter de la fin de la période de congés. Vous pouvez demander une indemnité compensatrice de congés payés correspondant aux jours non pris. Il est conseillé de conserver tous les justificatifs (certificats médicaux, courriers de l'employeur).

Y a-t-il un délai pour prendre les congés reportés après un arrêt maladie ?

Oui, les congés reportés doivent être pris avant la fin de la période de prise suivante (généralement le 31 mai de l'année N+1). Au-delà, ils sont perdus, sauf si votre convention collective prévoit un délai plus long ou si l'arrêt se prolonge au-delà de cette date.

Cette règle s'applique-t-elle aux salariés en CDD ou aux intérimaires ?

Oui, le droit à congés payés est identique pour tous les salariés, quel que soit leur contrat. Si un salarié en CDD ou intérimaire est en arrêt maladie avant ses congés, il peut les reporter dans les mêmes conditions. L'employeur doit lui permettre de les prendre avant la fin de son contrat ou lui verser une indemnité compensatrice.

Informations juridiques

  • Numéro: 93-44.907
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 04 décembre 1996

Mots-clés

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Cas d'usage pratiques

1

Salarié en arrêt maladie avant les congés d'été

M. Dupont, employé dans une entreprise de BTP à Perpignan, se fracture la cheville le 10 juillet. Ses congés étaient prévus du 1er au 31 août. Il est en arrêt jusqu'au 15 août. Il reprend le travail le 16 août et souhaite prendre ses 15 jours de congé non utilisés.

Application pratique:

M. Dupont a droit au report de ses 15 jours de congés, car son arrêt a pris fin avant la clôture de la période (31 octobre dans le BTP). Il doit en informer son employeur par écrit dès la reprise. L'employeur doit lui proposer une nouvelle date avant le 31 octobre. Si l'employeur refuse, M. Dupont peut réclamer une indemnité compensatrice de congés payés.

2

Employeur confronté à un arrêt maladie avant les congés

Mme Lopez, gérante d'un hôtel à Collioure, a un employé en arrêt maladie depuis le 20 juin. Les congés de l'hôtel sont fixés du 1er au 31 juillet. L'employé est toujours en arrêt le 1er juillet. Il reprend le 10 juillet.

Application pratique:

Mme Lopez doit reporter les congés de son employé sur une période après le 10 juillet, avant la clôture de la période (31 octobre pour l'hôtellerie). Elle doit lui proposer par écrit les nouvelles dates. Si elle ne le fait pas, l'employé pourra demander une indemnité. Il est conseillé de planifier le report dès la connaissance de l'arrêt pour éviter un litige.

3

Salarié malade pendant ses congés : pas de report possible

M. Martinez, commercial à Saint-Cyprien, part en congés du 1er au 15 septembre. Le 5 septembre, il attrape une grippe sévère et est arrêté par son médecin jusqu'au 12 septembre. Il souhaite récupérer les jours de congé perdus.

Application pratique:

M. Martinez ne peut pas exiger le report de ses jours de congé. La Cour de cassation est claire : la maladie pendant les congés n'ouvre pas droit à un report. L'employeur est considéré comme ayant rempli son obligation. Seule une disposition conventionnelle plus favorable (ex: convention collective prévoyant un report en cas de maladie) pourrait l'autoriser. M. Martinez doit vérifier sa convention collective.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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