Zusätzlicher vierteljährlicher Urlaub: Wann muss der Arbeitgeber die Feiertage bezahlen?
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Zusätzlicher vierteljährlicher Urlaub: Wann muss der Arbeitgeber die Feiertage bezahlen?

📅 Décision du 22 Juli 1986⚖️ Cour de cassation👁️ 5 vues📖 4 min de lecture

Der Kassationshof stellt klar, dass Feiertage und wöchentliche Ruhetage nicht vom zusätzlichen vierteljährlichen Urlaub abgezogen werden dürfen, der im Tarifvertrag für Einrichtungen für behinderte Personen vorgesehen ist. Eine Schlüsselentscheidung für die Arbeitnehmer dieses Sektors.

Referenzentscheidung: cc • Nr. 83-44.185 • 1986-07-22 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich vor: Sie arbeiten als medizinische Sekretärin in einer spezialisierten Einrichtung in Lagord, nahe La Rochelle. Ihr Tarifvertrag gewährt Ihnen einen zusätzlichen vierteljährlichen Urlaub von zwei Tagen pro Quartal. Aber Ihr Arbeitgeber, wohl um die Verwaltung zu vereinfachen, zieht von diesen zwei Tagen die Feiertage und das Wochenende ab. Ergebnis: Sie haben nur einen oder zwei Tage echte Erholung. Ist das legal? Sie fragen sich das zu Recht.

Diese Frage hat der Kassationshof am 22. Juli 1986 in einem Fall beantwortet, der genau eine Arbeitnehmerin dieses Sektors betraf. Das oberste Gericht entschied: Feiertage und wöchentliche Ruhetage dürfen nicht vom zusätzlichen vierteljährlichen Urlaub abgezogen werden. Mit anderen Worten: Der Arbeitnehmer hat Anspruch auf zwei volle Werktage, ohne Abzug der arbeitsfreien Tage.

Wie wird das konkret angewendet? Und wenn Sie betroffen sind, welche Rechte haben Sie? Lassen Sie uns diese Entscheidung gemeinsam entschlüsseln, die, obwohl vor fast vierzig Jahren ergangen, für Tausende von Arbeitnehmern immer noch aktuell ist.

Der Sachverhalt: eine Geschichte, wie sie täglich vorkommt

Frau Y. ist als medizinische Sekretärin in einer Einrichtung beschäftigt, die unter den nationalen Tarifvertrag für Einrichtungen und Dienste für behinderte und beeinträchtigte Personen fällt. Dieser Tarifvertrag sieht in seinem Anhang II, Artikel 6, einen zusätzlichen vierteljährlichen Urlaub von zwei Werktagen pro Quartal vor, zusätzlich zum jährlichen bezahlten Urlaub. Aber: Ihr Arbeitgeber, ein Zentrum mit Sitz in Châtelaillon-Plage, zieht von diesen zwei Tagen die Feiertage ab, die in die Urlaubszeit fallen, sowie die zwei wöchentlichen Ruhetage (Samstag und Sonntag). In der Praxis: Wenn ein Feiertag auf einen Montag fällt, nimmt der Arbeitnehmer nur einen Urlaubstag für Montag und Dienstag oder etwas Ähnliches.

Frau Y. hält diese Praxis für tarifwidrig. Sie ruft das Arbeitsgericht von La Rochelle an, das ihr recht gibt. Der Arbeitgeber legt Berufung ein, aber das Berufungsgericht bestätigt die Entscheidung. Der Fall gelangt dann vor den Kassationshof, der eine Rechtsfrage klären muss: Ist der zusätzliche vierteljährliche Urlaub in Werktagen zu berechnen (wie der jährliche bezahlte Urlaub), oder kann der Arbeitgeber Feiertage und wöchentliche Ruhetage abziehen?

Der Rechtsweg ist ein klassischer Arbeitsrechtsstreit: eine Arbeitnehmerin, die für ein ihr tariflich zustehendes Recht kämpft, ein Arbeitgeber, der die Texte zu seinen Gunsten auslegt, und Richter, die das Recht sprechen müssen. Was diesen Fall interessant macht, ist die präzise Frage der Urlaubstageberechnung, die eine nicht unerhebliche finanzielle Auswirkung haben kann.

Die Argumentation des Gerichts — aufgeschlüsselt

Der Kassationshof hat mit Urteil vom 22. Juli 1986 die Revision des Arbeitgebers zurückgewiesen. Er bestätigte, dass der zusätzliche vierteljährliche Urlaub besonderen Bestimmungen (Artikel 6 des Anhangs II) unterliegt, die sich von denen des Artikels 22 desselben Tarifvertrags (der den jährlichen bezahlten Urlaub betrifft) unterscheiden. Folglich darf der Arbeitgeber weder Feiertage noch die beiden wöchentlichen Ruhetage gemäß Artikel 21-a abziehen.

Die rechtliche Grundlage ist einfach: Der Tarifvertrag sieht einen Anspruch auf zusätzlichen Urlaub von zwei Werktagen pro Quartal vor. Werktage sind alle Tage der Woche außer Sonntag und arbeitsfreien Feiertagen. Aber Achtung: Der Begriff „Werktage“ umfasst den Samstag, und die Berechnung erfolgt von Montag bis Samstag unter Ausschluss der Feiertage. Allerdings stellt das Gericht klar, dass der zusätzliche vierteljährliche Urlaub ein eigenständiges Recht ist: Er fällt nicht mit dem jährlichen bezahlten Urlaub zusammen. Daher sind Feiertage und wöchentliche Ruhetage keine Urlaubstage, und der Arbeitgeber kann sie nicht auf die zwei Tage anrechnen, auf die der Arbeitnehmer Anspruch hat.

Der Arbeitgeber argumentierte, dass die Berechnung wie beim jährlichen bezahlten Urlaub in Werktagen erfolgen müsse, was den Abzug der arbeitsfreien Tage erlaube. Aber das Gericht befand diese Argumentation für falsch: Der zusätzliche vierteljährliche Urlaub unterliegt eigenen Regeln, und Artikel 6 verweist nicht auf die allgemeinen Bestimmungen über bezahlten Urlaub, außer zur Bestimmung des Zeitraums der tatsächlichen Arbeit (d.h. der Anzahl der gearbeiteten Tage, die den Urlaubsanspruch begründen).

Diese Entscheidung bestätigt die frühere Rechtsprechung, die die Rechte der Arbeitnehmer schützt, die tariflichen Urlaub erhalten. Sie zeigt die Strenge, mit der die Richter Tarifverträge auslegen: Wenn der Text klar ist, kann er nicht durch Managementpraktiken umgangen werden.

Was das für Sie konkret ändert

Wenn Sie Arbeitnehmer einer Einrichtung oder eines Dienstes sind, der unter den nationalen Tarifvertrag für Einrichtungen und Dienste für behinderte und beeinträchtigte Personen fällt (Sie kennen sie vielleicht als ESAT, IME, MAS usw.), hat diese Entscheidung direkte Auswirkungen auf Ihre Ansprüche auf zusätzlichen vierteljährlichen Urlaub. Konkret: Wenn Ihr Arbeitgeber Feiertage oder das Wochenende von Ihren zwei Tagen vierteljährlichem Urlaub abzieht, handelt er rechtswidrig. Sie haben Anspruch auf zwei volle Werktage, d.h. zwei Tage, die Sie frei nehmen können, ohne dass Ihnen gesagt wird: „Dieser Feiertag zählt als Urlaubstag.“

Nehmen wir ein konkretes Beispiel: Sie arbeiten in Châtelaillon-Plage, und Ihr Referenzquartal läuft von Januar bis März.

Questions fréquentes

Qu'est-ce qu'un congé trimestriel supplémentaire ?

C'est un congé prévu par certaines conventions collectives, comme l'annexe II de la convention collective des établissements pour personnes inadaptées et handicapées, qui accorde deux jours ouvrables supplémentaires par trimestre, en plus des congés payés annuels.

Mon employeur peut-il déduire les jours fériés de mon congé trimestriel ?

Non, selon la Cour de cassation (arrêt du 22 juillet 1986), les jours fériés et les jours de repos hebdomadaire ne peuvent pas être déduits du congé trimestriel supplémentaire. Vous avez droit à deux jours ouvrables complets.

Que faire si mon employeur a déduit des jours fériés de mes congés trimestriels ?

Vous pouvez demander un rappel de salaire pour les jours de congé non pris ou indûment déduits. Rassemblez vos bulletins de paie et plannings, puis contactez votre employeur par écrit. En cas de refus, saisissez le conseil de prud'hommes dans un délai de 3 ans.

Cette décision s'applique-t-elle à tous les salariés ?

Non, elle concerne spécifiquement les salariés relevant de la convention collective nationale des établissements et services pour personnes inadaptées et handicapées (IDCC 413). D'autres conventions peuvent prévoir des règles différentes.

Puis-je cumuler mes congés trimestriels d'un trimestre à l'autre ?

La convention collective ne le prévoit pas expressément. En général, le congé doit être pris dans le trimestre. Reportez-vous à votre convention ou à votre accord d'entreprise.

Informations juridiques

  • Numéro: 83-44.185
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 22 juillet 1986

Mots-clés

congé trimestrielconvention collective 413jours fériéscongés payésprud'hommes

Cas d'usage pratiques

1

Salarié d'un ESAT à Lagord : des jours fériés déduits

M. D. travaille comme éducateur dans un ESAT à Lagord. Depuis deux ans, son employeur déduit systématiquement les jours fériés (1er mai, 14 juillet, etc.) de ses deux jours de congé trimestriel. Il se retrouve à ne poser qu'un seul jour de vrai repos. Il a perdu l'équivalent de 6 jours de congé sur deux ans.

Application pratique:

M. D. peut réclamer un rappel de salaire pour ces 6 jours non pris. Il doit rassembler ses plannings et bulletins de paie, puis envoyer un courrier recommandé à son employeur pour demander le paiement des jours de congé trimestriel non utilisés. Si l'employeur refuse, il peut saisir le conseil de prud'hommes de La Rochelle.

2

Employeur à Châtelaillon-Plage : comment rectifier ses pratiques

Un centre médico-psychologique à Châtelaillon-Plage a l'habitude de déduire les jours fériés des congés trimestriels de ses 20 salariés. Une inspection du travail révèle la pratique et met en demeure l'établissement de régulariser sous peine de poursuites.

Application pratique:

L'employeur doit immédiatement cesser cette pratique et régulariser les trois dernières années pour chaque salarié : calculer le nombre de jours de congé trimestriel indûment déduits, les indemniser, et informer les salariés. Il peut négocier un échéancier avec les représentants du personnel. Un avocat peut l'aider à évaluer le coût total et à éviter un contentieux prud'homal.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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