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Städtisches Vorkaufsrecht: Was tun, wenn der Verkäufer meinen Preis ablehnt?
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Städtisches Vorkaufsrecht: Was tun, wenn der Verkäufer meinen Preis ablehnt?

📅 Décision du 01 Dezember 2010⚖️ Cour de cassation👁️ 21 vues📖 5 min de lecture

Der Kassationsgerichtshof erinnert daran, dass der Inhaber eines Vorkaufsrechts das Enteignungsgericht anrufen kann, um den Preis bei Uneinigkeit mit dem Verkäufer festlegen zu lassen. Eine Schlüsselentscheidung für Eigentümer und Gemeinden.

Referenzentscheidung: cc • N° 09-68.143 • 2010-12-01 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich vor: Sie sind Eigentümer eines kleinen Gebäudes in Villefranche-sur-Mer mit Blick auf die Reede. Sie erhalten ein Schreiben der Stadtverwaltung, in dem Ihnen mitgeteilt wird, dass sie ihr Vorkaufsrecht an Ihrer Immobilie ausübt, die Sie gerade an eine Privatperson verkaufen wollten. Bisher nichts Ungewöhnliches: Die Gemeinde hat das Recht, ein Vorkaufsrecht auszuüben, um ein Projekt von allgemeinem Interesse zu realisieren. Aber der von der Gemeinde vorgeschlagene Preis erscheint Ihnen lächerlich. Was tun? Ablehnen? Unter Zwang akzeptieren?

Die Frage, die sich jeder Eigentümer stellt, der mit einem Vorkaufsrecht konfrontiert ist, ist einfach: „Kann ich den von der Gemeinde vorgeschlagenen Preis anfechten?“ Die Antwort ist im allgemeinen Recht ja, aber das Verfahren kann komplex sein. Und wenn die Gemeinde Ihr Angebot zu einem höheren Preis ablehnt, an wen kann man sich wenden?

Diese Entscheidung des Kassationsgerichtshofs vom 1. Dezember 2010 gibt eine klare Antwort für den speziellen Fall des Archipels von Saint-Pierre-et-Miquelon, aber ihre Argumentation erhellt allen Eigentümern und Gemeinden den Mechanismus der gerichtlichen Festsetzung des Vorkaufspreises. Mit anderen Worten: Wenn sich Verkäufer und Vorkaufsberechtigter über den Betrag nicht einigen, entscheidet der Enteignungsrichter. Aber Vorsicht: Diese Lösung ist nicht überall automatisch, und alles hängt von der örtlichen Bauleitplanung ab.

Der Sachverhalt: eine Geschichte, wie sie jeden Tag passiert

Herr X, Eigentümer eines Grundstücks in Saint-Pierre-et-Miquelon, beschließt, es zu verkaufen. Er erhält ein Kaufangebot von einer Privatperson. Die Gemeinde, die aufgrund der örtlichen Bauleitplanung ein Vorkaufsrecht hat, beschließt, an die Stelle des Käufers zu treten und das Grundstück vorzukaufen. Gemäß Artikel 36 dieser Satzung teilt sie dem Verkäufer ihren Preis mit. Herr X hält diesen Preis für zu niedrig und lehnt ab. Die Gemeinde, anstatt darauf zu verzichten, ruft das für Enteignungssachen zuständige Gericht an, um den Preis festsetzen zu lassen.

Der Verkäufer bestreitet die Zuständigkeit des Enteignungsrichters. Er argumentiert, dass die örtliche Bauleitplanung, die im Falle der Weigerung des Verkäufers vorsieht, dass „der Inhaber des Vorkaufsrechts den Wert des Grundstücks durch das für Enteignungssachen zuständige Gericht festsetzen lässt“, keine Verfahrensvorschriften enthält. Seiner Ansicht nach findet das Enteignungsgesetzbuch nicht automatisch Anwendung. Der Fall gelangt bis zum Kassationsgerichtshof.

Die Wendung? Der Kassationsgerichtshof gibt der Gemeinde recht. Er entscheidet, dass, sobald die örtliche Satzung auf das für Enteignungssachen zuständige Gericht verweist, die Verfahrensregeln dieses Gerichts mangels gegenteiliger Bestimmungen Anwendung finden. Klar gesagt: Der Enteignungsrichter ist zuständig und muss sein eigenes Verfahrensrecht anwenden.

Die Argumentation des Gerichts – entschlüsselt

Die Argumentation der Richter ist ebenso einfach wie durchschlagend. Der Kassationsgerichtshof stützt sich auf Artikel 36 der örtlichen Bauleitplanung von Saint-Pierre-et-Miquelon, der bestimmt: „Im Falle der Weigerung des Verkäufers, sein Angebot zum von ihm bestimmten Preis anzunehmen, lässt der Inhaber des Vorkaufsrechts den Wert des Grundstücks durch das für Enteignungssachen zuständige Gericht festsetzen.“

Dieser Text, wenn auch lokal, stellt einen allgemeinen Grundsatz auf: Der Enteignungsrichter ist der einzige, der bei Uneinigkeit zur Festsetzung des Preises zuständig ist. Aber die Verfahrensfrage blieb offen: Welche Verfahrensregeln muss dieser Richter anwenden? Das Enteignungsgesetzbuch (das Enteignungen aus Gründen des öffentlichen Wohls regelt) oder das Baugesetzbuch (das Vorkaufsrechte regelt)?

Der Kassationsgerichtshof antwortet: „mangels gegenteiliger Bestimmung führt dies zur Anwendung des für dieses Gericht eigenen Verfahrens aus dem Enteignungsgesetzbuch“. Mit anderen Worten: Der Enteignungsrichter wendet sein eigenes Verfahrensrecht an, nicht das des Baurechts. Dies ist keine Weiterentwicklung, sondern eine Bestätigung einer bereits im allgemeinen Recht anerkannten Lösung: Wenn der Enteignungsrichter mit der Festsetzung eines Vorkaufspreises befasst wird, folgt er seinem eigenen Verfahren.

Was nur wenige wissen: Diese Lösung ist nicht universell. In Frankreich (Mutterland) sieht das Baugesetzbuch spezifische Regeln für die Festsetzung des Vorkaufspreises vor (Artikel L. 213-1 ff.). Aber hier wich die örtliche Satzung vom Baugesetzbuch ab, was die Anwendung des Enteignungsgesetzbuchs rechtfertigte. Mit anderen Worten: Alles hängt von der anwendbaren örtlichen Satzung ab.

Was das für Sie konkret ändert

Für Eigentümer: Wenn Sie ein Vorkaufsangebot zu einem Preis erhalten, den Sie für unzureichend halten, können Sie ablehnen. Aber Vorsicht: In der Regel haben Sie zwei Monate Zeit, um den vorgeschlagenen Preis anzunehmen oder abzulehnen. Wenn Sie ablehnen, ruft die Gemeinde den Enteignungsrichter an (unter den in der örtlichen Satzung vorgesehenen Bedingungen). Sie müssen sich dann vor diesem Richter mit einem Anwalt verteidigen. Beispiel aus der Praxis: In Antibes ein baureifes Grundstück, vom Verkäufer auf 300.000 € geschätzt, aber von der Gemeinde zu 200.000 € vorgekauft. Der

Questions fréquentes

Puis-je refuser le prix proposé par la commune dans le cadre d'un droit de préemption ?

Oui, vous pouvez refuser dans le délai de deux mois suivant la notification. En cas de refus, la commune peut saisir le juge de l'expropriation pour fixer le prix.

Que se passe-t-il si je refuse le prix de préemption ?

La collectivité peut saisir le juge de l'expropriation. Vous devrez alors vous défendre devant ce juge avec un avocat. Le juge fixera le prix après expertise éventuelle.

Quel est le délai pour contester une décision de préemption ?

Vous disposez de deux mois à compter de la notification de la décision de préemption pour la contester devant le tribunal administratif.

Combien coûte une procédure de fixation de prix de préemption ?

Les frais d'avocat peuvent aller de 2 000 à 5 000 € selon la complexité. Les frais d'expertise sont généralement à la charge de la collectivité.

Le juge de l'expropriation est-il toujours compétent pour fixer le prix de préemption ?

Cela dépend du règlement local d'urbanisme. En l'absence de disposition contraire, le juge de l'expropriation est compétent et applique sa propre procédure.

Informations juridiques

  • Numéro: 09-68.143
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 01 décembre 2010

Mots-clés

droit de préemptionurbanismeprixjuge de l'expropriationSaint-Pierre-et-Miquelon

Cas d'usage pratiques

1

Propriétaire à Villefranche-sur-Mer conteste le prix de préemption

Un propriétaire reçoit une offre de préemption à 250 000 € pour un bien estimé à 350 000 €. Il refuse et la commune saisit le juge de l'expropriation.

Application pratique:

Le propriétaire doit mandater un avocat pour défendre la valeur de son bien. Le juge peut ordonner une expertise. La décision s'impose aux deux parties.

2

Acquéreur évincé par une préemption à Antibes

Un particulier avait signé une promesse de vente pour un appartement à Antibes, mais la commune préempte le bien pour un prix inférieur.

Application pratique:

L'acquéreur évincé peut contester la légalité de la préemption devant le tribunal administratif s'il estime qu'elle n'est pas justifiée par un intérêt général.

3

Collectivité territoriale souhaitant préempter un terrain

Une commune souhaite préempter un terrain pour créer un espace vert. Le propriétaire refuse le prix proposé.

Application pratique:

La commune doit saisir le juge de l'expropriation en respectant les délais du règlement local. Le juge fixera le prix après avoir entendu les parties.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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