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Zahlungsgarantie für Bauleistungen: Auch nach Kündigung muss der Bauherr noch zahlen
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Zahlungsgarantie für Bauleistungen: Auch nach Kündigung muss der Bauherr noch zahlen

📅 Décision du 18 Mai 2017⚖️ Cour de cassation👁️ 13 vues📖 5 min de lecture

Der Kassationsgerichtshof erinnert daran, dass die vom Bauherrn an den Unternehmer geschuldete Zahlungsgarantie auch nach Kündigung des Vertrags verlangt werden kann, solange der Betrag der Arbeiten nicht vollständig beglichen ist. Eine Entscheidung, die Unternehmer und ihre Subunternehmer absichert.

Entscheidungsreferenz: cc • Nr. 16-16.795 • 2017-05-18 • Entscheidung einsehen →

Sie sind Eigentümer in Saint-Amand-Montrond und haben einem Handwerker die Renovierung Ihres Daches anvertraut. Während der Bauarbeiten bricht ein Streit aus, Sie kündigen den Vertrag. Der Unternehmer verlangt die Bezahlung der bereits erbrachten Leistungen. Aber Sie sind der Meinung, dass die Kündigung Sie von jeder Verpflichtung befreit. Wer hat recht?

Auf diese Frage, die sich jeder Bauherr (Eigentümer, der Arbeiten in Auftrag gibt) stellt, hat der Kassationsgerichtshof in einem Urteil vom 18. Mai 2017 geantwortet: Die gesetzlich vorgesehene Zahlungsgarantie kann auch nach Kündigung des Vertrags verlangt werden, sofern der Betrag der Arbeiten nicht vollständig beglichen wurde. Mit anderen Worten: Kündigen entbindet nicht von der Zahlung des Geschuldeten.

Diese Entscheidung, die zu einem privaten Bauvertrag ergangen ist, betrifft sowohl Privatpersonen als auch Gewerbetreibende. Sie klärt die Pflichten des Bauherrn gegenüber dem Unternehmer und hat wichtige praktische Konsequenzen für alle Akteure des Baugewerbes. Analyse.

Der Sachverhalt: eine alltägliche Geschichte

Ein Unternehmer, nennen wir ihn Herrn Dupont, schließt einen Bauvertrag mit einem Privatmann, Herrn Martin, über den Bau eines Hausanbaus in Aubigny-sur-Nère. Der Betrag der Arbeiten beträgt 45.000 Euro. Während der Bauarbeiten kommt es zu Meinungsverschiedenheiten über die Qualität der Ausführungen. Herr Martin kündigt den Vertrag einseitig, ohne die gesamten Herrn Dupont geschuldeten Beträge zu zahlen.

Herr Dupont, der bereits 60 % der Arbeiten, also 27.000 Euro an Leistungen, erbracht hat, verlangt die Zahlung dieses Betrags. Aber Herr Martin weigert sich mit der Begründung, die Kündigung beende den Vertrag und damit jede Verpflichtung seinerseits. Der Unternehmer ruft daraufhin den Richter im Eilverfahren an, um eine Vorauszahlung auf den geschuldeten Betrag zu erwirken.

Das Tribunal de grande instance von Bourges und dann das Berufungsgericht geben ihm recht: Der Bauherr muss auch nach der Kündigung eine Zahlungsgarantie stellen. Herr Martin legt Kassation ein. Der Kassationsgerichtshof weist seine Beschwerde zurück und bestätigt das Berufungsurteil. Er stellt klar, dass die Verpflichtung zur Sicherung der Zahlung der Arbeiten nicht ernsthaft bestreitbar ist, sofern der Betrag der Arbeiten nicht vollständig beglichen wurde.

Die Begründung des Gerichts – entschlüsselt

Um das Urteil zu verstehen, muss man auf die gesetzliche Grundlage zurückkommen: Artikel 1799-1 des Code civil (in seiner damals geltenden Fassung) verpflichtet den Bauherrn, dem Unternehmer für private Bauverträge mit einem Betrag von mehr als 12.000 Euro eine Zahlungsgarantie zu stellen. Diese Garantie kann eine Bankbürgschaft oder eine Versicherungsabtretung sein. Ihr Zweck: den Unternehmer vor dem Risiko der Nichtzahlung zu schützen.

Die Debatte drehte sich um die Frage: Erlöscht die Kündigung des Vertrags die Verpflichtung zur Stellung dieser Garantie? Herr Martin vertrat die Ansicht, ja, da der Vertrag nicht mehr bestehe. Aber der Kassationsgerichtshof sagt nein. Seine Begründung ist einfach: Solange die Arbeiten nicht vollständig bezahlt sind, hat der Unternehmer Anspruch auf eine Garantie. Die Kündigung ändert nichts an der bestehenden Schuld.

Die Richter stützen sich auf den Wortlaut: Die Garantiepflicht entsteht mit Vertragsschluss und besteht fort, bis die Zahlung vollständig erfolgt ist. Die Kündigung ist kein Erlöschensgrund für die Zahlungspflicht. Dies ist eine Bestätigung der Rechtsprechung: Der Kassationsgerichtshof hatte bereits 2013 in diesem Sinne entschieden (Cass. civ. 3e, 11. Dezember 2013, Nr. 12-27.579).

In der Praxis bedeutet dies, dass sich der Bauherr nicht hinter einer Kündigung verstecken kann, um die Zahlung zu verweigern. Der Richter im Eilverfahren kann die Zahlung einer Vorauszahlung anordnen, da die Verpflichtung nicht ernsthaft bestreitbar ist.

Was das für Sie konkret ändert

Für den vermietenden Eigentümer (Bauherr): Sie müssen wissen, dass die Kündigung eines Bauvertrags Sie nicht von der Zahlung des Geschuldeten befreit. Hat der Unternehmer bereits Arbeiten ausgeführt, müssen Sie diese bezahlen. Und wenn der Betrag 12.000 Euro übersteigt, müssen Sie ihm auch nach der Kündigung eine Zahlungsgarantie stellen. Stellen Sie sich in Aubigny-sur-Nère vor, Sie kündigen einen Vertrag über 20.000 Euro nach 8.000 Euro ausgeführten Arbeiten: Sie müssen diese 8.000 Euro bezahlen und für den Restbetrag eine Bankbürgschaft stellen.

Für den Unternehmer: Diese Entscheidung schützt Sie. Wenn Ihr Kunde den Vertrag ohne Zahlung kündigt, können Sie den Richter im Eilverfahren anrufen, um eine Vorauszahlung zu erhalten. Sie müssen nicht abwarten, bis der Rechtsstreit in der Hauptsache entschieden ist. Das spart Zeit und Geld.

Für den Subunternehmer: Auch Sie profitieren von dieser Garantie. Das Gesetz sieht vor, dass der Subunternehmer die Garantie vom Bauherrn verlangen kann. Ist der Hauptunternehmer zahlungsunfähig, können Sie sich direkt an den Eigentümer wenden.

Für den Erwerber eines Gebäudes: Wenn Sie eine Immobilie im Bau kaufen, überprüfen Sie, ob der Verkäufer die Zahlungsgarantien gegenüber den Unternehmern gestellt hat. Andernfalls könnten Sie Schulden erben.

Vier Tipps, um solche Streitigkeiten zu vermeiden

  • Verlangen Sie die Garantie bereits bei Vertragsunterzeichnung. Beginnen Sie nicht mit den Arbeiten, ohne die Bankbürgschaft oder Versicherungsabtretung erhalten zu haben. Im Falle einer Kündigung sind Sie abgesichert.
  • Erstellen Sie vor einer Kündigung eine genaue Bestandsaufnahme. Fotografieren Sie die ausgeführten Arbeiten, lassen Sie gegebenenfalls ein gerichtliches Protokoll erstellen. So können Sie im Streitfall den Umfang der Leistungen nachweisen.

Questions fréquentes

Puis-je résilier un contrat de travaux sans payer si l'entrepreneur a mal travaillé ?

Non, la résiliation ne vous dispense pas de payer les travaux déjà réalisés. Vous devez régler les sommes dues, puis engager une action en justice pour obtenir des dommages-intérêts si les travaux sont défectueux.

Quel est le montant minimum pour que la garantie de paiement soit obligatoire ?

Le seuil est fixé à 12 000 euros HT pour les marchés de travaux privés. En dessous, la loi n'impose pas de garantie, mais vous pouvez la prévoir contractuellement.

Comment obtenir la garantie de paiement après résiliation du marché ?

Vous devez envoyer une lettre recommandée avec accusé réception au maître d'ouvrage pour exiger la garantie. En cas de refus, saisissez le juge des référés qui pourra ordonner son versement sous astreinte.

Quels sont les délais pour agir en justice pour non-paiement des travaux ?

Pour une action en référé, quelques semaines. Pour une action au fond, vous avez 5 ans à compter de la résiliation du contrat ou de la fin des travaux.

Que faire si le maître d'ouvrage est insolvable ?

Si la garantie de paiement (caution bancaire) a été fournie, vous pouvez vous retourner contre la banque. Sinon, vous pouvez tenter de saisir les biens du maître d'ouvrage, mais les chances de recouvrement sont faibles.

Informations juridiques

  • Numéro: 16-16.795
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 18 mai 2017

Mots-clés

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Cas d'usage pratiques

1

Propriétaire ayant résilié un contrat de travaux à Saint-Amand-Montrond

M. Durand, propriétaire à Saint-Amand-Montrond, résilie son contrat de rénovation de toiture après un différend sur la qualité. L'entrepreneur a déjà effectué 8 000 € de travaux sur un marché de 18 000 €.

Application pratique:

M. Durand doit payer les 8 000 € et fournir une caution bancaire pour le solde de 10 000 €. Il ne peut pas refuser sous prétexte de résiliation.

2

Entrepreneur à Aubigny-sur-Nère confronté à un client qui ne paie pas après résiliation

Un artisan d'Aubigny-sur-Nère a réalisé 15 000 € de travaux pour un client qui a résilié le contrat. Le client refuse de payer, arguant que la résiliation met fin à toute obligation.

Application pratique:

L'artisan peut saisir le juge des référés pour obtenir une provision de 15 000 €, car l'obligation de payer n'est pas sérieusement contestable.

3

Sous-traitant impayé après résiliation du marché principal

Un sous-traitant en plomberie a effectué 6 000 € de travaux dans le cadre d'un marché de 25 000 €. L'entrepreneur principal a résilié le contrat avec le maître d'ouvrage, et ne paie pas le sous-traitant.

Application pratique:

Le sous-traitant peut réclamer la garantie de paiement directement au maître d'ouvrage, même après résiliation. Il doit mettre en demeure le maître d'ouvrage puis agir en référé.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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