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Tage der Arbeitszeitverkürzung: Der variable Gehaltsanteil muss erhalten bleiben
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Tage der Arbeitszeitverkürzung: Der variable Gehaltsanteil muss erhalten bleiben

📅 Décision du 28 März 2018⚖️ Cour de cassation👁️ 11 vues📖 5 min de lecture

Der Kassationsgerichtshof hat entschieden, dass variable Prämien, die an die Tätigkeit des Arbeitnehmers geknüpft sind, in die Berechnung der Vergütung für Tage der Arbeitszeitverkürzung (RTT) einbezogen werden müssen, sofern keine abweichende tarifvertragliche Regelung besteht. Analyse für Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

Referenzentscheidung: cc • Nr. 16-27.626 • 2018-03-28 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich vor: Sie sind Verkäufer in Montauban, und Ihr Arbeitgeber gewährt Ihnen Tage der Arbeitszeitverkürzung (RTT). Sie nehmen einen Tag frei, und auf Ihrer Gehaltsabrechnung stellen Sie fest, dass Ihre Verkaufsprämie gekürzt wurde. „Normal“, sagt man Ihnen, „Sie haben an diesem Tag nicht gearbeitet.“ Aber ist das wirklich rechtmäßig? Diese Frage, die sich täglich Tausende von Arbeitnehmern stellen, hat der Kassationsgerichtshof am 28. März 2018 beantwortet. Und die Antwort ist klar: Der Arbeitnehmer darf bei Inanspruchnahme eines RTT-Tages keinen Gehaltsverlust erleiden, es sei denn, eine tarifvertragliche Regelung sieht etwas anderes vor. Variable Prämien, die an die Tätigkeit geknüpft sind, müssen erhalten bleiben. Analyse.

Der Sachverhalt: Eine alltägliche Geschichte

Herr X, Verkäufer in einem Unternehmen in Castelsarrasin, hatte eine Jahresarbeitszeitvereinbarung mit RTT-Tagen. Seine Vergütung bestand aus einem Fixum und einer Bruttoverkaufsprämie, die auf der Grundlage seiner monatlichen Leistung berechnet wurde. Wenn er einen RTT-Tag nahm, kürzte der Arbeitgeber die Prämie anteilig nach der Anzahl der nicht gearbeiteten Tage. Herr X legte Widerspruch ein: Seiner Ansicht nach müsse die Prämie in voller Höhe erhalten bleiben, da sie die Gegenleistung für seine Tätigkeit sei und die RTT-Tage eine Ruhezeit darstellten, auf die er ohne Gehaltseinbuße Anspruch habe.

Der Fall gelangte vor das Arbeitsgericht von Montauban und anschließend vor das Berufungsgericht von Toulouse. Das Berufungsgericht gab Herrn X recht: Die Verkaufsprämie, die eng mit der Tätigkeit des Arbeitnehmers verbunden sei, müsse in die Berechnungsgrundlage der RTT-Vergütung einbezogen werden. Der Arbeitgeber legte Kassation ein. Der Kassationsgerichtshof wies die Kassation mit Urteil vom 28. März 2018 zurück und bestätigte die Entscheidung des Berufungsgerichts. Der Arbeitnehmer darf keinen Gehaltsverlust erleiden, es sei denn, die tarifvertragliche Regelung sieht etwas anderes vor.

Die Begründung des Gerichts – entschlüsselt

Der Kassationsgerichtshof stützt sich auf Artikel L. 3121-59 des Arbeitsgesetzbuchs (ehemals L. 212-9), der vorsieht, dass Stunden des Freizeitausgleichs oder der Arbeitszeitverkürzung zu keiner Minderung der Vergütung führen dürfen. Klar gesagt: Der Arbeitnehmer muss sein übliches Gehalt erhalten, als hätte er gearbeitet. Aber wie definiert man das „übliche Gehalt“? Die Kernfrage war, ob die variable Prämie, die je nach Verkaufserfolg schwankt, für einen RTT-Tag in voller Höhe ausgezahlt werden muss, obwohl der Arbeitnehmer an diesem Tag keine Verkäufe getätigt hat.

Die Richter sind der Ansicht, dass diese Prämie die direkte Gegenleistung für die Tätigkeit und Leistung des Arbeitnehmers ist. Sie ist ebenso Teil der Vergütung wie das Fixum. Daher darf ihre Berechnung nicht aufgrund der Inanspruchnahme von RTT gekürzt werden. Mit anderen Worten: Der Arbeitgeber muss die Prämie auf einem Niveau halten, das dem Durchschnitt eines Referenzzeitraums entspricht, oder eine Wiederherstellungsmethode anwenden. Vorsicht jedoch: Der Gerichtshof stellt klar, dass dies „vorbehaltlich einer spezifischen Bestimmung der tarifvertraglichen Regelung“ gilt. Wenn die tarifvertragliche Regelung eine andere Modalität der Aufrechterhaltung vorsieht, ist diese Bestimmung anzuwenden. Fehlt eine solche, gilt der Grundsatz des Gehaltserhalts.

Was nur wenige wissen: Dieses Urteil bestätigt eine ständige Rechtsprechung: Die variable, an die Tätigkeit geknüpfte Vergütung muss während der Ruhezeiten aufrechterhalten werden. Es handelt sich um einen Schutz des Arbeitnehmers vor Missbrauch des RTT-Systems. In meiner Praxis bin ich auf Fälle gestoßen, in denen der Arbeitgeber versuchte, die Prämien pro Abwesenheitstag um 1/22 zu kürzen, was bei RTT-Tagen rechtswidrig ist (es sei denn, die tarifvertragliche Regelung sieht dies vor).

Was das für Sie konkret bedeutet

Für Arbeitnehmer (Verkäufer, Führungskräfte mit Jahresarbeitszeitvereinbarung): Wenn Sie eine variable Prämie (Zielprämie, Provision, Leistungsprämie) erhalten und Ihr Arbeitgeber diese kürzt, wenn Sie einen RTT-Tag nehmen, haben Sie Anspruch auf Nachzahlung. Ein Verkäufer in Montauban, der 12 RTT-Tage pro Jahr nimmt und durchschnittlich 200 € Prämie pro Tag verliert, kann 2.400 € pro Jahr zuzüglich Zinsen fordern.

Für Arbeitgeber: Überprüfen Sie Ihre tarifvertragliche Regelung oder Ihren Arbeitsvertrag. Wenn kein Text eine besondere Modalität vorsieht, müssen Sie die variable Vergütung aufrechterhalten. Sie können in einer Vereinbarung eine Glättung über das Jahr oder eine anteilige Berechnung vorsehen, jedoch nur unter der Bedingung, dass dies nicht zu einem Verlust für den Arbeitnehmer führt. In der Praxis ist es ratsam, die Prämie auf der Grundlage des Durchschnitts der letzten 12 Monate zu zahlen.

Für Immobilienfachleute (Makler, Notare): Diese Entscheidung kann Ihre Arbeitnehmer betreffen, aber auch Sie selbst, wenn Sie Angestellter einer Agentur sind. Verkaufsprovisionen sind variable Prämien. Stellen Sie sicher, dass Ihre Gehaltsabrechnungen konform sind.

Wenn Sie sich in dieser Situation befinden, müssen Sie schnell handeln: Die Verjährungsfrist beträgt 3 Jahre (Artikel L. 3245-1 des Arbeitsgesetzbuchs). Sammeln Sie Ihre Gehaltsabrechnungen der letzten 3 Jahre und vergleichen Sie die Prämienhöhe in Monaten mit und ohne RTT.

Vier Tipps zur Vermeidung solcher Streitigkeiten

  • Tarifvertragliche Regelung prüfen: Lesen Sie Ihre RTT-Vereinbarung oder Ihren Tarifvertrag sorgfältig.
  • Prämienberechnung dokumentieren: Führen Sie Aufzeichnungen darüber, wie variable Prämien berechnet werden, insbesondere in Bezug auf RTT-Tage.
  • Rechtliche Beratung einholen: Bei Unklarheiten konsultieren Sie einen auf Arbeitsrecht spezialisierten Anwalt.
  • Regelmäßige Überprüfung der Gehaltsabrechnungen: Kontrollieren Sie Ihre Abrechnungen monatlich auf Unstimmigkeiten bei Prämien.

Questions fréquentes

Mon employeur peut-il réduire ma prime variable si je prends un jour RTT ?

Non, sauf si un accord collectif prévoit une autre modalité. À défaut, la prime doit être maintenue intégralement.

Que faire si je constate une perte de salaire sur mes jours RTT ?

Rassemblez vos bulletins de paie des 3 dernières années, envoyez un courrier recommandé à votre employeur pour demander un rappel, et consultez un avocat spécialisé.

Quel est le délai pour réclamer un rappel de salaire pour RTT ?

Vous avez 3 ans à compter de la date d'exigibilité du salaire (article L. 3245-1 du Code du travail).

Cette règle s'applique-t-elle à toutes les primes ?

Oui, aux primes variables liées à l'activité du salarié (ex : commissions, primes sur objectifs). Les primes fixes (13e mois, ancienneté) ne sont pas concernées.

Puis-je réclamer des dommages et intérêts en plus du rappel de salaire ?

Oui, si vous prouvez un préjudice distinct, comme la mauvaise foi de l'employeur. Mais l'essentiel est le rappel de salaire.

Informations juridiques

  • Numéro: 16-27.626
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 28 mars 2018

Mots-clés

jours RTTprime variablemaintien de salaireCour de cassation 2018droit du travail

Cas d'usage pratiques

1

Commercial à Montauban perd sa prime sur ventes pendant RTT

M. Durand, commercial dans une entreprise de Montauban, perçoit une prime mensuelle sur ventes. Depuis 2 ans, son employeur réduit cette prime de 1/22e par jour RTT. Il estime avoir perdu 4 500 €.

Application pratique:

M. Durand peut réclamer un rappel de salaire de 4 500 € plus intérêts. Il doit envoyer un courrier recommandé à son employeur, puis saisir le conseil de prud'hommes de Montauban. La prescription étant de 3 ans, il peut remonter jusqu'en 2020.

2

Employeur à Castelsarrasin doit ajuster ses pratiques

Une PME de Castelsarrasin verse à ses cadres une prime d'objectif annuelle. Lors de la prise de RTT, elle applique un prorata. Aucun accord collectif ne le prévoit.

Application pratique:

L'employeur doit cesser cette pratique et verser la prime comme si le salarié avait travaillé. Il peut négocier un accord collectif pour définir une méthode de lissage (ex : moyenne annuelle). En cas de contrôle, il risque des rappels et des pénalités.

3

Agent immobilier salarié à Toulouse

Mme Lopez, agent immobilier salarié d'une agence à Toulouse, perçoit des commissions sur ventes. Son employeur réduit ses commissions lorsqu'elle prend des RTT.

Application pratique:

Mme Lopez peut réclamer le maintien de ses commissions. Elle doit conserver ses bulletins de paie et un détail des ventes. La procédure est identique : courrier puis prud'hommes. La décision de 2018 lui est favorable.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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