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Nicht geleistete Kündigungsfrist: Arbeitgeber kann Entschädigung fordern
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Nicht geleistete Kündigungsfrist: Arbeitgeber kann Entschädigung fordern

📅 Décision du 18 Juni 2008⚖️ Cour de cassation👁️ 12 vues📖 5 min de lecture

Ein gekündigter Arbeitnehmer, der seine Kündigungsfrist nicht einhält, schuldet dem Arbeitgeber eine Entschädigung, es sei denn, er wurde ausdrücklich davon befreit. Der Kassationsgerichtshof erinnert in diesem Urteil vom 18. Juni 2008 daran, was sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer nützlich ist.

Referenzentscheidung: cc • Nr. 07-42.161 • 2008-06-18 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich vor: Sie sind ein kleiner Händler in Capbreton, stellen einen Verkäufer für die Saison ein, und nach ein paar Monaten müssen Sie ihn entlassen. Sie teilen ihm eine Kündigungsfrist (Zeitraum zwischen der Ankündigung der Kündigung und dem tatsächlichen Ende des Vertrags) von einem Monat mit, wie im Vertrag vorgesehen. Aber der Arbeitnehmer erscheint nicht mehr, ohne dass Sie ihn befreit haben. Was passiert? Müssen Sie ihn trotzdem bezahlen? Die Antwort des Kassationsgerichtshofs ist klar: Nein, aber Sie können eine Entschädigung (Geldsumme, die den Schaden ausgleicht) fordern.

Diese Entscheidung vom 18. Juni 2008 (Nr. 07-42.161) betrifft alle Arbeitgeber, aber auch Arbeitnehmer und sogar Vermieter und Mieter, da das Prinzip der Kündigungsfrist bei Mietverträgen für Wohnraum dasselbe ist. Kurz gesagt, sie erinnert daran, dass die Verpflichtung zur Einhaltung der Kündigungsfrist für beide Parteien gilt. Wenn eine Partei sie ohne Befreiung nicht einhält, schuldet sie eine Entschädigung.

Aber was ändert das genau in Ihrem Alltag in Dax oder anderswo? Wir erklären es Ihnen einfach.

Der Sachverhalt: eine Geschichte, wie sie täglich vorkommt

Frau X arbeitete in einem Unternehmen in Dax. Ihr Arbeitsvertrag sah eine gegenseitige Kündigungsfrist von einem Monat im Falle einer Kündigung vor. Am 14. Dezember 2005 wird sie entlassen. Der Arbeitgeber teilt ihr eine Kündigungsfrist von einem Monat mit, aber die Arbeitnehmerin hält sie nicht ein. Sie kommt nicht mehr zur Arbeit. Der Arbeitgeber zahlt ihr in dieser Zeit kein Gehalt. Später verlangt die Arbeitnehmerin die Zahlung ihrer Kündigungsfrist. Der Arbeitgeber lehnt ab und fordert sogar eine Entschädigung (Geldsumme zum Ausgleich des erlittenen Schadens aufgrund der Nichteinhaltung).

Der Fall kommt vor das Conseil de prud'hommes (Gericht, das Streitigkeiten zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern entscheidet). Überraschung: Die Richter weisen die Klage des Arbeitgebers ab, da die Arbeitnehmerin nicht die Initiative zur Kündigung ergriffen habe und während der Kündigungsfrist nicht bezahlt worden sei, also nichts schulde. Der Arbeitgeber legt Kassation ein (Rechtsmittel beim Kassationsgerichtshof, um eine rechtswidrige Entscheidung aufzuheben).

Der Kassationsgerichtshof hebt das Urteil auf: Er erinnert daran, dass die Verpflichtung zur Einhaltung der Kündigungsfrist für beide Parteien gilt. Wenn der Arbeitnehmer seine Kündigungsfrist nicht einhält, ohne davon befreit zu sein (Befreiung durch den Arbeitgeber), schuldet er eine Entschädigung. Mit anderen Worten: Der Arbeitgeber kann diese Summe fordern.

Die Argumentation des Gerichts – aufgeschlüsselt

Der Kassationsgerichtshof stützt sich auf Artikel L. 122-8 Absatz 1 des Code du travail, heute Artikel L. 1234-5. Dieser Text besagt, dass der Arbeitnehmer, der die Kündigungsfrist nicht einhält (außer bei Befreiung), dem Arbeitgeber eine Entschädigung schuldet. Kurz gesagt, es handelt sich um eine gesetzliche Verpflichtung: Die Kündigungsfrist muss gearbeitet oder bezahlt werden.

Die Tatsachenrichter (Conseil de prud'hommes) hatten entschieden, dass die Arbeitnehmerin, da sie nicht die Initiative zur Kündigung ergriffen hatte (der Arbeitgeber hatte gekündigt), keine Entschädigung schulde. Aber der Kassationsgerichtshof korrigiert: Es spielt keine Rolle, wer die Initiative ergriffen hat, entscheidend ist die Nichteinhaltung der Kündigungsfrist. Wenn der Arbeitnehmer während der Kündigungsfrist nicht arbeitet, ohne befreit zu sein, schuldet er eine Entschädigung. Vorsicht jedoch: Wenn der Arbeitgeber den Arbeitnehmer von der Einhaltung der Kündigungsfrist befreit, muss er ihn trotzdem bezahlen (das nennt man bezahlte Kündigungsfrist).

Was nur wenige wissen: Diese Argumentation gilt auch für andere Verträge, wie Mietverträge für Wohnraum. Ein Mieter, der kündigt (Kündigungsfrist) und vor Ablauf der Kündigungsfrist ohne Zustimmung des Vermieters auszieht, schuldet die Miete bis zum Ende der Kündigungsfrist (oder bis zur Neuvermietung).

Diese Entscheidung bestätigt eine ständige Rechtsprechung: Die Kündigungsfrist ist eine gegenseitige Verpflichtung. Sie stellt keine Kehrtwende dar, sondern erinnert nützlich an das Prinzip.

Was das für Sie konkret ändert

Für Arbeitgeber: Wenn ein Arbeitnehmer während seiner Kündigungsfrist nicht mehr zur Arbeit kommt, können Sie das entsprechende Gehalt einbehalten und sogar eine Entschädigung fordern (Betrag in Höhe des Gehalts, das er hätte erhalten sollen). Beispiel in Dax: Ein Verkäufer zum Mindestlohn (ca. 1.400 € brutto pro Monat), der seine einmonatige Kündigungsfrist nicht einhält, können Sie 1.400 € fordern. Aber Vorsicht: Wenn Sie ihn befreien, müssen Sie ihn bezahlen.

Für Arbeitnehmer: Wenn Sie entlassen werden, müssen Sie Ihre Kündigungsfrist einhalten oder schriftlich um Befreiung bitten. Wenn Sie nichts tun, kann der Arbeitgeber eine Entschädigung von Ihnen verlangen. Wenn jedoch der Arbeitgeber Sie befreit, haben Sie Anspruch auf Zahlung Ihrer Kündigungsfrist.

Für Vermieter: Ein Mieter, der kündigt und vor Ablauf der Kündigungsfrist auszieht, schuldet Ihnen die Miete bis zum Ende der Kündigungsfrist (oder bis zur Neuvermietung). Beispiel in Capbreton: Miete 800 €/Monat, Kündigungsfrist 3 Monate, der Mieter zieht nach einem Monat ohne Zustimmung aus: Er schuldet Ihnen 2 Monatsmieten (1.600 €).

In meiner Praxis habe ich Fälle erlebt, in denen ein Eigentümer in Mont-de-Marsan seinen Mieter ohne Kündigungsfrist ziehen ließ, weil er glaubte, nichts fordern zu können. Die Rechtsprechung gibt ihm recht: Er kann die Mieten verlangen.

Vier Tipps für die Praxis

Questions fréquentes

Que faire si un salarié ne vient plus travailler pendant son préavis ?

Vous pouvez retenir le salaire correspondant et réclamer une indemnité compensatrice égale au salaire qu'il aurait perçu pendant le préavis non exécuté, sauf si vous l'avez dispensé par écrit.

Puis-je être dispensé de préavis sans perdre mon indemnité ?

Oui, si l'employeur vous dispense par écrit d'effectuer le préavis, vous avez droit au paiement de votre préavis (indemnité compensatrice de préavis). Sinon, vous devez exécuter le préavis ou payer une indemnité.

Quel est le délai pour réclamer l'indemnité compensatrice de préavis ?

L'action en paiement se prescrit par 2 ans (délai de prescription) à compter de la fin du contrat de travail. Pour les baux, c'est 3 ans.

Un locataire qui quitte avant la fin du préavis doit-il payer les loyers restants ?

Oui, sauf si le bailleur le dispense par écrit ou si le logement est reloué avant la fin du préavis. Il doit les loyers jusqu'au terme initial du préavis.

Que faire si l'employeur ne me paie pas mon préavis alors que je l'ai exécuté ?

Vous pouvez saisir le conseil de prud'hommes pour réclamer le paiement du salaire correspondant au préavis. Rassemblez les preuves de votre présence (fiches de paie, témoignages).

Informations juridiques

  • Numéro: 07-42.161
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 18 juin 2008

Mots-clés

préavisindemnité compensatricelicenciementbail d'habitationCour de cassation

Cas d'usage pratiques

1

Employeur à Dax : salarié abandonne son poste pendant le préavis

Un petit restaurant à Dax licencie un serveur avec un préavis d'un mois. Le serveur ne vient plus, sans dispense. L'employeur ne le paie pas et veut réclamer une indemnité.

Application pratique:

L'employeur peut retenir le salaire du mois de préavis et demander une indemnité compensatrice d'un mois de salaire (environ 1 500 €). Il doit envoyer une mise en demeure et, si nécessaire, saisir le conseil de prud'hommes.

2

Bailleur à Capbreton : locataire part avant la fin du préavis

Un locataire à Capbreton donne congé avec un préavis de 3 mois, mais déménage au bout d'un mois sans accord du bailleur. Le loyer est de 700 €/mois.

Application pratique:

Le bailleur peut réclamer les deux mois de loyer restants (1 400 €) jusqu'à la relocation. Il doit envoyer un courrier recommandé et, si le locataire ne paie pas, saisir le tribunal de proximité.

3

Salarié à Mont-de-Marsan : dispensé de préavis mais non payé

Un employeur dispense verbalement un salarié d'effectuer son préavis d'un mois, mais ne le paie pas. Le salarié réclame son indemnité.

Application pratique:

Le salarié doit prouver la dispense (écrit si possible). À défaut, il peut être considéré comme ayant abandonné son poste. Il doit réclamer par écrit et, en cas de refus, saisir les prud'hommes dans les 2 ans.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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