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Schutz des Kandidaten bei Betriebsratswahlen: Was das Urteil des Kassationsgerichtshofs vom 11. Oktober 2017 ändert
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Schutz des Kandidaten bei Betriebsratswahlen: Was das Urteil des Kassationsgerichtshofs vom 11. Oktober 2017 ändert

📅 Décision du 11 Oktober 2017⚖️ Cour de cassation👁️ 5 vues📖 4 min de lecture

Der Kassationsgerichtshof stellt klar, dass der Kündigungsschutz für einen Kandidaten bei Betriebsratswahlen bereits dann greift, wenn der Arbeitgeber von der bevorstehenden Kandidatur Kenntnis hat, jedoch endet, wenn die Kandidatur nicht innerhalb einer angemessenen Frist eingereicht wird. Das Urteil vom 11. Oktober 2017 (Nr. 16-10.139) präzisiert den entscheidenden Zeitpunkt: Die Kenntnis des Arbeitgebers vor dem ersten Wahlgang allein reicht nicht aus, um den Schutz zu begründen.

Entscheidungsreferenz: cc • Nr. 16-10.139 • 2017-10-11 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich folgende Szene vor: In Capbreton, einem kleinen Dienstleistungsunternehmen, teilt ein Arbeitnehmer seinem Arbeitgeber mit, dass er beabsichtigt, bei den Wahlen zur délégation unique du personnel (DUP) zu kandidieren. Der Arbeitgeber, ungehalten, kündigt ihm noch vor dem ersten Wahlgang. Der Arbeitnehmer beruft sich auf den besonderen Schutz, der Kandidaten zusteht. Doch wie weit reicht dieser Schutz? Der Kassationsgerichtshof hat in einem Urteil vom 11. Oktober 2017 eine entscheidende Frage geklärt: den Zeitpunkt, zu dem der Arbeitgeber von der Kandidatur Kenntnis haben muss, damit der Schutz greift. Und die Antwort ist nicht so einfach, wie man meinen könnte.

Jeder Eigentümer oder Geschäftsführer, insbesondere in Gerichtsbezirken wie Mont-de-Marsan oder den Landes, fragt sich, wie er Spannungen mit einem Arbeitnehmer bewältigen soll, der bei Betriebsratswahlen kandidiert. Diese Entscheidung beleuchtet die Rechte und Pflichten beider Seiten. Aber Achtung: Der Schutz ist nicht automatisch und unbegrenzt. Lassen Sie uns dieses richtungsweisende Urteil gemeinsam entschlüsseln.

Der Sachverhalt: eine alltägliche Geschichte

Herr X, Arbeitnehmer der Firma SEFAM mit Sitz in Mimizan, teilt seinem Arbeitgeber vor dem ersten Wahlgang der DUP-Wahlen mit, dass er beabsichtigt, im zweiten Wahlgang zu kandidieren. Der Arbeitgeber, informiert über diese bevorstehende Absicht, leitet ein Kündigungsverfahren ein. Der Arbeitnehmer wird zu einem Vorgespräch geladen und anschließend entlassen. Er ficht seine Kündigung an und beruft sich auf den Schutz des Artikels L. 2411-7 des Arbeitsgesetzbuchs (heute kodifiziert in Artikel L. 2411-7), der die Kündigung eines Kandidaten für das Amt des DUP-Mitglieds ohne Genehmigung der Arbeitsaufsichtsbehörde verbietet.

Der Fall gelangt vor das Arbeitsgericht und dann das Berufungsgericht. Die Tatsacheninstanzen entscheiden, dass der Arbeitgeber bereits mit der Ankündigung des Arbeitnehmers vor dem ersten Wahlgang Kenntnis von der bevorstehenden Kandidatur hatte und daher der Schutz greift. Doch der Kassationsgerichtshof hebt dieses Urteil auf. Nach seiner Auffassung schützt die Kenntnis von der bevorstehenden Kandidatur den Arbeitnehmer nur bis zur tatsächlichen Einreichung seiner Kandidatur für den zweiten Wahlgang. Im vorliegenden Fall hatte der Arbeitnehmer seine Kandidatur zum Zeitpunkt, als der Arbeitgeber von seiner Absicht erfuhr, noch nicht eingereicht, und die Kündigung erfolgte vor dieser Einreichung. Der Schutz war daher nicht gegeben.

Die Begründung des Gerichts – aufgeschlüsselt

Der Kassationsgerichtshof stützt sich auf Artikel L. 2411-7 des Arbeitsgesetzbuchs (Schutz der Kandidaten bei Betriebsratswahlen). Er stellt klar, dass dieser Schutz dem Kandidaten ab dem ersten Wahlgang und bis zum zweiten Wahlgang zusteht, jedoch unter der Bedingung, dass der Arbeitgeber Kenntnis von der Kandidatur oder deren Bevorstehen hat. Der entscheidende Punkt ist der Zeitpunkt dieser Kenntnis: Zum Zeitpunkt der Einladung zum Vorgespräch vor der Kündigung muss der Arbeitgeber wissen, dass der Arbeitnehmer Kandidat ist oder kurz davor steht.

Im vorliegenden Fall wusste der Arbeitgeber, dass der Arbeitnehmer beabsichtigte, im zweiten Wahlgang zu kandidieren, aber diese Kenntnis bestand vor der Einreichung der Kandidatur. Nach Auffassung des Gerichts schützt diese Kenntnis von der Bevorstehung den Arbeitnehmer nur bis zur tatsächlichen Einreichung der Kandidatur. Reicht der Arbeitnehmer seine Kandidatur nicht innerhalb einer angemessenen Frist ein, erlischt der Schutz. Mit anderen Worten: Die bloße Absicht, selbst wenn sie dem Arbeitgeber bekannt ist, gewährt keinen endgültigen Schutz.

Diese Begründung stellt eine wichtige Klarstellung dar: Der Schutz wirkt nicht unbegrenzt rückwirkend. Er ist an die tatsächliche Kandidatur gebunden. Zögert der Arbeitnehmer, seine Absicht zu konkretisieren, kann der Arbeitgeber berechtigterweise annehmen, dass die Kandidatur aufgegeben wurde. In meiner Praxis bin ich auf Fälle gestoßen, in denen Arbeitnehmer ihre Kandidatur Monate im Voraus ankündigten, um sich vor einer Kündigung zu schützen, ohne jemals eine Kandidatur einzureichen. Diese Entscheidung setzt solchen Missbräuchen ein Ende.

Was das für Sie konkret bedeutet

Für Arbeitgeber ist diese Entscheidung eine Erleichterung. Sie ermöglicht es Ihnen, nicht durch eine bloße Ankündigung einer Kandidatur gelähmt zu sein. Wenn ein Arbeitnehmer Sie über seine Absicht informiert, bei den Wahlen zu kandidieren, aber seine Kandidatur nicht innerhalb einer angemessenen Frist (je nach Umständen einige Tage bis einige Wochen) einreicht, können Sie ein Kündigungsverfahren einleiten, ohne die Nichtigkeit fürchten zu müssen. Achtung jedoch: Wenn die Kandidatur vor der Einladung zum Vorgespräch eingereicht wird, greift der Schutz in vollem Umfang.

Für Arbeitnehmer ist die Botschaft klar: Zögern Sie nicht, Ihre Kandidatur zu formalisieren. Wenn Sie Ihre Absicht Ihrem Arbeitgeber mitteilen, reichen Sie Ihre Kandidatur schnell ein, um den Schutz zu genießen. In Mimizan könnte ein Arbeitnehmer, der seine Kandidatur einen Monat vor dem zweiten Wahlgang ankündigt, ohne sie einzureichen, gekündigt werden, ohne dass der Schutz greift, wenn der Arbeitgeber vor der Einreichung handelt.

Für Vermieter oder Verwalter von Wohnungseigentümergemeinschaften, die Personal beschäftigen, betrifft diese Entscheidung auch Sie. Wenn Sie einen Arbeitnehmer haben, der bei den Wahlen kandidiert,

Questions fréquentes

Mon employeur peut-il me licencier après que j'ai annoncé mon intention de me présenter aux élections professionnelles ?

Oui, si vous ne déposez pas votre candidature dans un délai raisonnable après l'annonce. La protection contre le licenciement n'est que provisoire jusqu'au dépôt effectif de la candidature.

Que faire si je suis licencié alors que ma candidature aux élections professionnelles est officielle ?

Vous devez contester le licenciement devant le conseil de prud'hommes et demander la nullité du licenciement. Vous pouvez obtenir votre réintégration ou des dommages-intérêts.

Quel est le délai raisonnable pour déposer ma candidature après l'avoir annoncée ?

La loi ne fixe pas de délai précis. La jurisprudence considère généralement quelques jours à quelques semaines selon les circonstances (proximité du scrutin, etc.).

L'employeur doit-il demander l'autorisation de l'inspection du travail pour licencier un candidat aux élections ?

Oui, si la candidature est officielle et que l'employeur en a connaissance au moment de l'engagement de la procédure de licenciement.

Que risque l'employeur qui licencie un salarié protégé sans autorisation ?

Le licenciement est nul. L'employeur peut être condamné à réintégrer le salarié ou à lui verser des dommages-intérêts (souvent plusieurs mois de salaire).

Informations juridiques

  • Numéro: 16-10.139
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 11 octobre 2017

Mots-clés

élections professionnellesprotection candidatlicenciementCour de cassationdélégation unique du personnel

Cas d'usage pratiques

1

Employeur à Capbreton : un salarié annonce sa candidature sans la déposer

Un chef d'entreprise à Capbreton apprend que son salarié envisage de se présenter aux élections de la DUP. Le salarié ne dépose pas sa candidature après plusieurs semaines. L'employeur veut le licencier pour faute.

Application pratique:

L'employeur peut licencier sans crainte, car la protection du salarié n'est que provisoire. Il doit toutefois s'assurer que le délai écoulé depuis l'annonce est raisonnable (ex: 1 mois sans dépôt). Il est conseillé de mettre en demeure le salarié de déposer sa candidature dans un délai de 8 jours avant d'engager la procédure.

2

Salarié à Mimizan : candidature officielle avant le licenciement

Un salarié à Mimizan dépose sa candidature aux élections professionnelles. L'employeur, mécontent, le convoque à un entretien préalable au licenciement deux jours après le dépôt.

Application pratique:

Le salarié est protégé. L'employeur doit demander l'autorisation de l'inspection du travail avant tout licenciement. À défaut, le licenciement est nul. Le salarié peut saisir le conseil de prud'hommes pour obtenir réparation.

3

Propriétaire bailleur employant un gardien : élections professionnelles

Un propriétaire bailleur à Mont-de-Marsan emploie un gardien d'immeuble. Le gardien se porte candidat aux élections du personnel de l'entreprise de nettoyage qui l'emploie. Le propriétaire souhaite le licencier pour mauvaise exécution du travail.

Application pratique:

Le propriétaire doit vérifier si le gardien est protégé. Si la candidature est officielle et que l'employeur (l'entreprise de nettoyage) en a connaissance, le licenciement est soumis à autorisation. Le propriétaire doit se rapprocher de l'employeur pour coordonner la procédure.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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