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Gewerbemietvertrag im Insolvenzverfahren: Wann kann der Verwalter den Mietvertrag kündigen?
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Gewerbemietvertrag im Insolvenzverfahren: Wann kann der Verwalter den Mietvertrag kündigen?

📅 Décision du 24 Januar 2018⚖️ Cour de cassation👁️ 22 vues📖 5 min de lecture

Der Kassationshof stellt klar, dass die Kündigung des Mietvertrags durch den gerichtlichen Verwalter mit der Benachrichtigung des Vermieters wirksam wird, unabhängig davon, ob der Verwalter ein späteres Datum festgelegt hat. Eine entscheidende Entscheidung für Eigentümer von Geschäftsräumen.

Entscheidungsreferenz: cc • Nr. 16-13.333 • 2018-01-24 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich vor: Sie sind Eigentümer eines Geschäftsraums in Douarnenez, vermietet an einen Händler. Eines Tages erfahren Sie, dass Ihr Mieter sich in Insolvenzverfahren (redressement judiciaire) befindet. Der Verwalter (die vom Gericht bestellte Person zur Führung des Unternehmens) teilt Ihnen mit, dass er den Mietvertrag nicht fortsetzen möchte, jedoch mit der Maßgabe, dass die Kündigung erst in drei Monaten wirksam wird. Sie fragen sich: Ab wann ist der Mietvertrag wirklich beendet? Kann ich die Räume sofort neu vermieten?

Diese für jeden Vermieter entscheidende Frage wurde vom Kassationshof (Cour de cassation) in einem Urteil vom 24. Januar 2018 geklärt. Das oberste Gericht entschied, dass die Kündigung des Mietvertrags an dem Tag erfolgt, an dem der Vermieter über die Entscheidung des Verwalters informiert wird, selbst wenn dieser ein späteres Datum angegeben hat. Eine Entscheidung, die Vermieter absichert, aber erhöhte Wachsamkeit erfordert.

In diesem Artikel erläutere ich Ihnen diese Entscheidung mit konkreten Beispielen und gebe Ihnen die Schlüssel, um zu reagieren, wenn Sie mit einer ähnlichen Situation konfrontiert sind. Ob Sie Eigentümer in Châteaulin, Mieter in Quimper oder Immobilienfachmann sind, Sie werden mit klaren Orientierungspunkten nach Hause gehen.

Der Sachverhalt: Eine alltägliche Geschichte

Herr X, Eigentümer eines Geschäftsraums in Douarnenez, hatte einen Mietvertrag mit einer Gesellschaft geschlossen, die ein Bekleidungsgeschäft betrieb. Im Jahr 2016 wurde die Gesellschaft in ein Insolvenzverfahren (redressement judiciaire) versetzt (ein Verfahren, das es einem in Schwierigkeiten geratenen Unternehmen ermöglicht, seine Tätigkeit unter gerichtlicher Kontrolle fortzusetzen). Ein Verwalter wurde bestellt, um das Unternehmen zu führen und über das Schicksal der laufenden Verträge zu entscheiden.

Der Verwalter beschloss zunächst, den Mietvertrag fortzusetzen – was bedeutet, dass der Vertrag normal weiterläuft und die Mieten geschuldet sind. Einige Monate später änderte er jedoch seine Meinung: Er informierte den Vermieter per Einschreiben, dass er den Mietvertrag kündige, jedoch mit der Maßgabe, dass diese Kündigung zu einem späteren Zeitpunkt, z.B. dem 30. Juni, wirksam werde. Der Vermieter, der glaubte, noch Zeit zu haben, suchte nicht sofort einen neuen Mieter.

In der Zwischenzeit stellte der Mieter seine Tätigkeit ein und verließ die Räumlichkeiten. Der Vermieter stand mit einem leeren Laden da, konnte ihn aber nicht sofort neu vermieten, da er annahm, der Mietvertrag laufe bis zu dem vom Verwalter angegebenen Datum. Als er versuchte, neu zu vermieten, zog der potenzielle Neumieter seine Zusage zurück, und der Vermieter erlitt einen Mietausfall von mehreren Monaten.

Der Vermieter verklagte daraufhin den Verwalter auf Schadensersatz mit der Begründung, die Kündigung sei nicht ordnungsgemäß erfolgt oder das spätere Datum müsse eingehalten werden. Das Berufungsgericht wies die Klage ab, und er legte Kassation ein. Die dem Kassationshof vorgelegte Frage war klar: Zu welchem Zeitpunkt wird die Kündigung des Mietvertrags wirksam?

Die Begründung des Gerichts – aufgeschlüsselt

Der Kassationshof wies die Kassation des Vermieters ab und bestätigte das Berufungsurteil. Zum Verständnis muss man sich mit Artikel L. 622-14, 1° des Handelsgesetzbuchs (in der damals geltenden Fassung) befassen. Diese Vorschrift sieht vor, dass die Kündigung des Mietvertrags über Grundstücke, die für die Tätigkeit des Unternehmens genutzt werden, an dem Tag erfolgt, an dem der Vermieter über die Entscheidung des Verwalters, den Mietvertrag nicht fortzusetzen, informiert wird. Mit anderen Worten: Die Benachrichtigung ist maßgeblich, nicht das vom Verwalter möglicherweise genannte Datum.

Aber Vorsicht: Der Verwalter kann diese Entscheidung jederzeit treffen, auch wenn die Mieten fristgerecht gezahlt werden. Dies scheint einem anderen Artikel, Artikel L. 622-13 II, zu widersprechen, der den Verwalter verpflichtet, einen Dauerschuldverhältnis (wie einen Mietvertrag) zu kündigen, wenn er nicht über ausreichende Mittel verfügt, um die nächste Fälligkeit zu zahlen. Der Kassationshof stellt klar, dass diese beiden Artikel nicht unvereinbar sind: Der Verwalter kann auch dann kündigen, wenn die Mittel ausreichen, sofern er der Ansicht ist, dass die Fortsetzung des Mietvertrags für die Tätigkeit nicht nützlich ist.

In diesem Fall hatte der Verwalter den Vermieter über seine Kündigungsentscheidung informiert, jedoch unter Festsetzung eines späteren Datums. Das Gericht entscheidet, dass es sich nicht um eine bedingte oder aufgeschobene Kündigung handelt: Die Kündigung erfolgt sofort mit der Benachrichtigung. Die Angabe eines späteren Datums hat keine Auswirkung auf das gesetzliche Kündigungsdatum. Klar gesagt: Der Vermieter konnte seine Räume sofort nach Erhalt des Schreibens des Verwalters neu vermieten, ohne das angegebene Datum abzuwarten.

Was nur wenige wissen: Diese Entscheidung folgt einer Logik des Vermieterschutzes: Sie verhindert, dass der Verwalter die Räume auf unbestimmte Zeit blockiert, indem er eine zukünftige Kündigung ankündigt, was den Vermieter daran hindern würde, einen neuen Mieter zu finden. Sie erfordert aber auch Wachsamkeit: Der Vermieter muss sofort reagieren.

Was das für Sie konkret ändert

Wenn Sie Eigentümer eines Geschäftsraums (Vermieter) sind, ist diese Entscheidung eine gute Nachricht. Sobald Sie eine Kündigungsmitteilung des Verwalters erhalten, ist der Mietvertrag gekündigt, und Sie können die Räume frei neu vermieten. Achtung jedoch: Wenn der Verwalter kein Datum angibt, ist die Kündigung sofort wirksam. Wenn er eines angibt, ist es ohne Wirkung. In meiner Praxis habe ich Fälle erlebt, in denen

Questions fréquentes

Quand la résiliation du bail par l'administrateur judiciaire prend-elle effet ?

La résiliation prend effet le jour où le bailleur est informé de la décision de l'administrateur, même si ce dernier fixe une date ultérieure. L'article L. 622-14 du code de commerce le prévoit.

Puis-je relouer mon local immédiatement après avoir reçu la notification de résiliation ?

Oui, dès réception de la notification, le bail est résilié. Vous pouvez relouer sans attendre la date éventuellement mentionnée par l'administrateur.

Que faire si l'administrateur ne notifie pas sa décision mais cesse de payer les loyers ?

Dans ce cas, le bail n'est pas résilié automatiquement. Vous devez demander au juge-commissaire l'autorisation de résilier le bail pour défaut de paiement des loyers postérieurs au jugement d'ouverture.

Quels sont les risques pour le bailleur si le locataire est en redressement judiciaire ?

Le principal risque est la résiliation unilatérale du bail par l'administrateur, sans préavis. Vous pouvez perdre des loyers si vous ne relouez pas rapidement. Il est conseillé d'avoir une assurance loyers impayés.

Cette décision s'applique-t-elle aux baux d'habitation ?

Non, cette décision concerne uniquement les baux commerciaux (locaux utilisés pour l'activité de l'entreprise). Les baux d'habitation sont régis par le code civil et la loi du 6 juillet 1989, avec des règles différentes.

Informations juridiques

  • Numéro: 16-13.333
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 24 janvier 2018

Mots-clés

bail commercialredressement judiciairerésiliation bailadministrateur judiciaireCour de cassation

Cas d'usage pratiques

1

Propriétaire d'un local commercial à Douarnenez

Vous louez un local de 80 m² à une boutique de prêt-à-porter. Le locataire est placé en redressement judiciaire. L'administrateur vous notifie la résiliation du bail le 5 mars, mais en précisant que le bail prendra fin le 30 juin. Vous attendez juin pour relouer, perdant trois mois de loyers (soit 4 500 €).

Application pratique:

Selon l'arrêt de 2018, la résiliation était effective dès le 5 mars. Vous pouviez relouer immédiatement. Pour éviter une perte, dès réception de la notification, proposez le local à la location. Si le locataire ne libère pas, engagez une procédure d'expulsion. Consultez un avocat pour sécuriser vos démarches.

2

Locataire commerçant à Châteaulin

Vous exploitez un restaurant. Votre entreprise est en redressement judiciaire. L'administrateur décide de résilier votre bail pour réduire les coûts, même si vous payez vos loyers. Vous recevez une lettre le 10 avril indiquant une résiliation au 30 juin.

Application pratique:

La résiliation est immédiate dès le 10 avril. Vous devez libérer les lieux rapidement, sinon le propriétaire peut demander l'expulsion. Anticipez : négociez avec l'administrateur un délai pour trouver un nouveau local. Si vous estimez que la résiliation est abusive, contestez-la devant le juge-commissaire.

3

Agent immobilier à Quimper

Vous mandat de location d'un local commercial. Le preneur est une société en redressement judiciaire. Le propriétaire vous demande si le bail est toujours valable. Vous ignorez les règles précises.

Application pratique:

Cette décision clarifie que le bail peut être résilié du jour au lendemain. Lors de la rédaction du mandat, conseillez au propriétaire d'exiger une clause d'information sur la situation judiciaire du preneur. En cas de redressement, recommandez-lui de consulter un avocat spécialisé pour suivre la procédure.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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