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Aufschiebende Bedingung der Unterzeichnung eines neuen Mietvertrags: gilt als nicht geschrieben (Cass. civ. 3e, 22. Okt. 2015)
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Aufschiebende Bedingung der Unterzeichnung eines neuen Mietvertrags: gilt als nicht geschrieben (Cass. civ. 3e, 22. Okt. 2015)

📅 Décision du 22 Oktober 2015⚖️ Cour de cassation👁️ 6 vues📖 5 min de lecture

Der Kassationsgerichtshof hat entschieden, dass eine Klausel, die die Abtretung eines Gewerbemietvertrags von der Unterzeichnung eines neuen Mietvertrags zwischen dem Zessionar und dem Vermieter abhängig macht, als nicht geschrieben gilt, da sie ein wesentliches Element des Vertrags betrifft und die Bedingung potestativ macht. Diese Entscheidung schützt den Zedenten vor dem Nichteintritt der Bedingung, schafft jedoch Unsicherheit für den Zessionar.

Entscheidungsreferenz: cc • Nr. 14-20.096 • 2015-10-22 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich vor: Sie sind Eigentümer eines Geschäftslokals in Versailles, das Sie an einen Gewerbetreibenden vermieten. Dieser möchte seinen Mietvertrag an einen Übernehmer abtreten. Im Abtretungsvertrag ist eine Klausel enthalten, die den Verkauf von der Unterzeichnung eines neuen Mietvertrags zwischen dem Übernehmer und Ihnen, dem Vermieter, abhängig macht. Was passiert jedoch, wenn dieser neue Mietvertrag nie unterzeichnet wird? Ist der Zedent frei? Kann der Zessionar die Unterzeichnung erzwingen? Diese scheinbar technische Frage führte zu einer wichtigen Entscheidung des Kassationsgerichtshofs im Jahr 2015, der entschied: Eine solche Klausel gilt als nicht geschrieben.

Warum diese Strenge? Weil die aufschiebende Bedingung (ein zukünftiges und ungewisses Ereignis, von dem das Zustandekommen des Vertrags abhängt) nicht auf einem wesentlichen Element des Vertrags beruhen darf, andernfalls gilt sie als potestativ (d.h. vom Willen einer einzelnen Partei abhängig). Im vorliegenden Fall hängt die Unterzeichnung des neuen Mietvertrags ausschließlich vom Willen des Vermieters ab, was die Bedingung von seiner Seite potestativ macht. Der Kassationsgerichtshof wandte daher Artikel 1168 des Code civil (a.F.) an, der besagt, dass eine Verpflichtung bedingt ist, wenn sie von einem zukünftigen und ungewissen Ereignis abhängt, und befand, dass die Klausel dem Wesen des Abtretungsvertrags widerspricht.

Was bedeutet diese Entscheidung konkret für Sie? Wenn Sie Zedent sind, können Sie nicht auf unbestimmte Zeit an eine Bedingung gebunden sein, die Sie nicht kontrollieren. Wenn Sie Zessionar sind, müssen Sie vorsichtig sein: Jede Klausel, die die Abtretung von einer neuen Vereinbarung mit dem Vermieter abhängig macht, kann wirkungslos sein. Tauchen wir in die Details ein.

Der Sachverhalt: eine Geschichte, wie sie täglich vorkommt

Herr X, Eigentümer eines Geschäftslokals in Montreuil, hatte ein Lokal an eine Gesellschaft vermietet, die ein Geschäft betrieb. Im Jahr 2011 wollte diese Gesellschaft ihr Mietrecht an einen Übernehmer, Herrn Y, abtreten. Der Abtretungsvertrag, unterzeichnet am 15. März 2011, enthielt eine besondere aufschiebende Bedingung: "Die vorliegende Abtretung steht unter der aufschiebenden Bedingung der Unterzeichnung eines neuen Mietvertrags zwischen dem Zessionar und dem Vermieter zu den üblichen Marktbedingungen." Mit anderen Worten, die Abtretung sollte erst endgültig sein, wenn Herr X, der Vermieter, bereit war, einen neuen Mietvertrag mit Herrn Y zu unterzeichnen.

Herr X weigerte sich jedoch, diesen neuen Mietvertrag zu unterzeichnen, da er die angebotenen Bedingungen für nicht zufriedenstellend hielt. Die aufschiebende Bedingung trat daher nicht ein. Der Zedent (die Gesellschaft) verklagte daraufhin Herrn X, um die Unwirksamkeit der Abtretung feststellen zu lassen und Schadensersatz zu erhalten. Das Tribunal de grande instance de Paris gab dem Zedenten recht, aber das Berufungsgericht Paris hob dieses Urteil auf und entschied, dass die Klausel gültig sei und die Abtretung mangels Bedingungseintritts nichtig sei.

Der Fall gelangte bis zum Kassationsgerichtshof, der das Berufungsurteil 2015 aufhob. Die obersten Richter befanden, dass die streitige Klausel ein wesentliches Element des Abtretungsvertrags betraf, nämlich die Übertragung des Mietvertrags auf den Zessionar. Die Unterzeichnung eines neuen Mietvertrags ist ein Akt, der allein vom Willen des Vermieters abhängt, was die Bedingung von seiner Seite potestativ macht. Eine potestative Bedingung ist jedoch nach Artikel 1174 des Code civil (a.F.) nichtig. Der Gerichtshof entschied daher, dass die Klausel als nicht geschrieben gilt, was bedeutet, dass sie als nie existent angesehen wird. Folglich war die Abtretung mit der Unterzeichnung des Vertrags perfekt, ohne auf den Eintritt der Bedingung zu warten.

Die Argumentation des Gerichts — aufgeschlüsselt

Um diese Entscheidung zu verstehen, muss man zunächst den Begriff der aufschiebenden Bedingung erfassen. Eine aufschiebende Bedingung ist ein zukünftiges und ungewisses Ereignis, von dem die Entstehung einer Verpflichtung abhängt. Beispielsweise ist bei einem Immobilienkauf die Erlangung eines Darlehens eine übliche aufschiebende Bedingung: Wird das Darlehen nicht gewährt, wird der Kauf annulliert. Diese Bedingung darf jedoch nicht potestativ sein, d.h. sie darf nicht allein vom Willen einer Partei abhängen. Artikel 1174 des Code civil (a.F., jetzt Artikel 1304-2) bestimmt, dass jede unter einer potestativen Bedingung des Verpflichteten eingegangene Verpflichtung nichtig ist.

Im vorliegenden Fall war die aufschiebende Bedingung die Unterzeichnung eines neuen Mietvertrags zwischen dem Zessionar und dem Vermieter. Diese Unterzeichnung hängt jedoch ausschließlich vom Willen des Vermieters ab. Dieser kann frei entscheiden, ob er unterzeichnet oder nicht. Somit ist der Eintritt der Bedingung vollständig dem Willen des Vermieters unterworfen, was sie potestativ macht. Der Kassationsgerichtshof entschied daher, dass die Klausel nichtig ist, da sie ein wesentliches Element des Abtretungsvertrags betrifft. Der Zweck der Abtretung ist die Übertragung des Mietvertrags auf den Zessionar. Wenn die Abtretung vom Abschluss eines neuen Mietvertrags abhängig gemacht wird, wird der Vertrag seines Inhalts beraubt, da der Zessionar keine Rechte erwirbt, wenn der Vermieter sich weigert.

Der Gerichtshof stützte sich auf Artikel 1168 des Code civil (a.F.), der die Bedingung als eine Modalität definiert, die ein bestehendes Rechtsverhältnis betrifft. Hier ist das Rechtsverhältnis

Questions fréquentes

Une clause de cession subordonnée à la signature d'un nouveau bail est-elle valable ?

Non, elle est réputée non écrite car elle est potestative (dépend de la seule volonté du bailleur). La Cour de cassation l'a jugé ainsi en 2015.

Que se passe-t-il si une telle clause figure dans mon acte de cession ?

La clause est ignorée et la cession est parfaite dès la signature. Mais le cessionnaire n'a pas de bail avec le bailleur, ce qui peut poser problème. Consultez un avocat.

Puis-je, en tant que bailleur, imposer la signature d'un nouveau bail pour accepter la cession ?

Oui, mais pas sous forme de condition suspensive. Vous pouvez utiliser une clause d'agrément ou refuser la cession pour des motifs légitimes.

Quels sont les délais pour agir si la condition ne se réalise pas ?

Il faut agir dans les 5 ans à compter de la signature. Dès que le refus du bailleur est connu, consultez un avocat.

Cette décision s'applique-t-elle à tous les baux commerciaux ?

Oui, c'est une décision de principe de la Cour de cassation qui s'applique à tous les baux commerciaux en France.

Informations juridiques

  • Numéro: 14-20.096
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 22 octobre 2015

Mots-clés

cession de bail commercialcondition suspensiveclause potestativebail commercialCour de cassation

Cas d'usage pratiques

1

Cédant d'un bail commercial à Versailles

Un commerçant cède son bail à un repreneur. L'acte contient une condition suspensive de signature d'un nouveau bail avec le bailleur. Le bailleur refuse de signer.

Application pratique:

Grâce à la décision de 2015, la clause est réputée non écrite. La cession est parfaite, le cédant a perçu le prix. Mais le cessionnaire doit négocier un nouveau bail ou agir en justice. Le cédant doit vérifier que l'acte ne contient pas d'autres clauses potestatives.

2

Cessionnaire d'un bail commercial à Montreuil

Un entrepreneur achète un droit au bail 50 000 €. La cession est subordonnée à la signature d'un nouveau bail. Le bailleur refuse.

Application pratique:

La clause étant nulle, la cession est parfaite mais le cessionnaire n'a pas de bail. Il peut demander la nullité de la cession pour erreur ou dol, ou négocier avec le bailleur. Il doit agir rapidement.

3

Bailleur d'un local à Paris

Un bailleur ne veut pas d'un nouveau locataire. Il insère une clause suspensive de signature d'un nouveau bail dans l'acte de cession.

Application pratique:

La clause est nulle. Le bailleur ne peut pas bloquer la cession par ce moyen. Il doit utiliser une clause d'agrément ou exercer son droit de préemption si le bail le permet.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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