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Rücktrittsrecht beim Verkauf einer streitbefangenen Sache: Wer kann es ausüben?
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Rücktrittsrecht beim Verkauf einer streitbefangenen Sache: Wer kann es ausüben?

📅 Décision du 19 November 2014⚖️ Cour de cassation👁️ 1 vues📖 5 min de lecture

Der Kassationsgerichtshof stellt klar, dass nur der Beklagte einer Klage auf Herausgabe eines streitbefangenen Rechts das in Artikel 1699 des Code civil vorgesehene Rücktrittsrecht ausüben kann. Die Kläger, die das Eigentum bestreiten, können nicht davon profitieren. Eine Entscheidung, die die Regeln für Eigentümer und Erwerber klärt.

Referenzentscheidung: cc • N° 13-24.372 • 2014-11-19 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich die Szene vor: In Septèmes-les-Vallons, im Département Bouches-du-Rhône, streiten sich zwei Nachbarn seit Jahren um das Eigentum an einem Grundstück. Der eine, Herr Perrin, behauptet, das Grundstück durch Ersitzung erworben zu haben (d.h. durch dreißigjährige unangefochtene Besitzzeit). Der andere, die Familie Durand, hat das Grundstück gerade von einem Dritten gekauft. Als Herr Perrin von dem Verkauf erfährt, möchte er sein Rücktrittsrecht ausüben: den Kaufpreis an den neuen Eigentümer zurückzahlen, um das Grundstück zurückzuerhalten. Aber kann er das? Die Frage, die sich jeder Eigentümer in einem Grenzstreit oder Besitzkonflikt stellt: Kann ich einen Verkauf durch Rückzahlung des Kaufpreises an den Käufer rückgängig machen?

Die Antwort der Richter ist klar: Nein, in diesem Fall nicht. Der Kassationsgerichtshof stellt in einem Urteil vom 19. November 2014 (Nr. 13-24.372) klar, dass das Rücktrittsrecht nach Artikel 1699 des Code civil (der es demjenigen, der von einem Verlust eines streitbefangenen Rechts bedroht ist, ermöglicht, dieses zurückzukaufen) nur vom Beklagten des Rechtsstreits ausgeübt werden kann, also von demjenigen, der sich gegen eine Klage verteidigt. Im vorliegenden Fall war Herr Perrin der Kläger: Er hatte das Gericht angerufen, um sein Eigentum anerkennen zu lassen. Daher ist er nicht berechtigt, das Rücktrittsrecht auszuüben. Eine Entscheidung, die technisch erscheinen mag, aber sehr konkrete Auswirkungen für alle hat, die in einen Immobilienstreit verwickelt sind.

In diesem Artikel werde ich diesen Fall analysieren, die Argumentation der Richter erläutern und Ihnen vor allem die Schlüssel geben, um zu verstehen, wann und wie dieses berühmte Rücktrittsrecht angewendet (oder nicht angewendet) werden kann. Ob Sie Eigentümer, Mieter, Erwerber oder Wohnungseigentümer sind, Sie werden sehen, dass diese Rechtsprechung die Lage in einem Immobilienkonflikt verändern kann.

Der Sachverhalt: eine alltägliche Geschichte

Der Fall beginnt mit einer klassischen Nachbarschaftsstreitigkeit um Grundstücke. Der verstorbene Jean X... war Eigentümer mehrerer Grundstücke mit den Flurstücksnummern C 169, C 170 und C 171 in Septèmes-les-Vallons. Er hatte seinem Nachbarn, Herrn A..., erlaubt, Material auf den Grundstücken C 169 und C 170 abzuladen. Im Laufe der Zeit errichtete Herr A... auf diesen Grundstücken Bungalows und nutzte sie schließlich dauerhaft. Nach dem Tod von Jean X... erbten seine Nachkommen, die Konsorten X..., die Grundstücke.

Im Jahr 2006 verklagte Herr A... die Konsorten X... vor dem Tribunal de grande instance von Marseille mit dem Antrag, festzustellen, dass er durch Ersitzung (dreißigjährigen Besitz) Eigentümer der Grundstücke C 169, C 170 und C 171 geworden sei. Mit anderen Worten: Er beanspruchte das Eigentum, weil er die Grundstücke seit mehr als dreißig Jahren unangefochten besaß. Während des Verfahrens änderte jedoch ein Ereignis alles: Die Konsorten X... verkauften die streitbefangenen Grundstücke an einen Dritten, Herrn Y... (den Enkel von Jean X...). Als Herr A... von diesem Verkauf erfuhr, wollte er sein Rücktrittsrecht ausüben: Er bot an, den von Herrn Y... gezahlten Preis zurückzuerstatten, um das Grundstück zurückzuerhalten, gestützt auf Artikel 1699 des Code civil.

Das Gericht gab Herrn A... zunächst im Hinblick auf die Ersitzung recht, wies jedoch seinen Rücktrittsantrag ab. Herr A... legte Berufung ein, und das Berufungsgericht von Aix-en-Provence bestätigte die Ablehnung. Der Fall gelangte bis zum Kassationsgerichtshof, der 2014 endgültig entschied.

Die Argumentation des Gerichts – aufgeschlüsselt

Der Kassationsgerichtshof musste Artikel 1699 des Code civil auslegen, der bestimmt: „Derjenige, gegen den ein streitbefangenes Recht abgetreten wird, kann sich von dem Zessionar durch Rückerstattung des Abtretungspreises zuzüglich der Kosten und Auslagen sowie durch Zahlung der Zinsen auf den Preis ab dem Tag, an dem der Zessionar den Abtretungspreis gezahlt hat, befreien lassen.“ Im Klartext ermöglicht dies einer Person, die von einem Verlust eines Rechts bedroht ist, das Gegenstand eines Rechtsstreits ist (ein „streitbefangenes Recht“), dieses Recht vom Käufer zurückzukaufen, indem sie den Preis und die Kosten erstattet.

Aber wer kann dieses Recht ausüben? Der Kassationsgerichtshof antwortet: Nur der Beklagte des Rechtsstreits, d.h. die Person, gegen die die Herausgabeklage gerichtet ist. Im vorliegenden Fall war Herr A... der Kläger: Er hatte das Gericht angerufen, um sein Eigentum anerkennen zu lassen. Die Konsorten X... (und später Herr Y...) waren die Beklagten. Das Rücktrittsrecht soll jedoch den Beklagten schützen, der Gefahr läuft, ein ihm gehörendes Gut zu verlieren. Der Kläger kann sich nicht darauf berufen, da er den Streit verursacht hat.

Die Richter wiesen daher den Antrag von Herrn A... ab und bestätigten damit die Position des Berufungsgerichts. Vorsicht jedoch: Der Kassationsgerichtshof stellt das Rücktrittsrecht an sich nicht in Frage, sondern präzisiert lediglich seine Ausübungsbedingungen. Es handelt sich um eine Grundsatzentscheidung, die sich in eine ständige Rechtsprechung einfügt (siehe z.B. Cass. civ. 1re, 19. März 1996, Nr. 94-10.391).

Was nur wenige wissen, ist, dass diese Regel auch dann gilt, wenn der

Questions fréquentes

Qu'est-ce que le droit de retrait dans une vente de bien litigieux ?

Le droit de retrait, prévu à l'article 1699 du Code civil, permet à une personne menacée de perdre un droit qui fait l'objet d'un procès (un droit litigieux) de racheter ce droit à l'acheteur, en remboursant le prix et les frais. Mais seuls les défendeurs peuvent l'exercer.

Puis-je exercer le droit de retrait si je suis le demandeur dans un procès en revendication de propriété ?

Non. La Cour de cassation a clairement indiqué que seul le défendeur à l'instance peut exercer le droit de retrait. Si vous êtes le demandeur, vous ne pouvez pas.

Quels sont les délais pour exercer le droit de retrait ?

Le droit de retrait doit être exercé avant que le tribunal ne rende son jugement sur le fond. Il n'y a pas de délai légal précis, mais il est conseillé d'agir dès que vous avez connaissance de la cession du droit litigieux.

Que faire si j'ai acheté un bien immobilier qui fait l'objet d'un litige ?

En tant qu'acquéreur, vous êtes défendeur si l'ancien occupant vous attaque. Vous pouvez alors exercer le droit de retrait pour racheter son droit, ou défendre votre titre de propriété. Consultez un avocat rapidement.

Quel est le coût d'une consultation avec Maître Zakine pour ce type de litige ?

Une première consultation de 30 minutes est proposée à 45 €. Cela permet d'analyser votre situation et de déterminer les meilleures options, y compris l'exercice du droit de retrait.

Informations juridiques

  • Numéro: 13-24.372
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 19 novembre 2014

Mots-clés

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Cas d'usage pratiques

1

Propriétaire assigné en revendication de propriété

M. Dupont, propriétaire d'une parcelle à Septèmes-les-Vallons, est assigné par son voisin qui revendique la propriété par prescription acquisitive. Pendant le procès, le voisin vend son droit à un tiers. M. Dupont veut racheter ce droit.

Application pratique:

En tant que défendeur, M. Dupont peut exercer le droit de retrait en remboursant le prix payé par le tiers (disons 30 000 €) plus les frais et intérêts. Il doit le faire avant le jugement. Il doit prouver sa qualité de défendeur.

2

Acquéreur d'un bien litigieux à Gemenos

Mme Martin achète une maison à Gemenos, mais l'ancien occupant l'assigne en revendication. Elle découvre que le vendeur lui a cédé un droit litigieux.

Application pratique:

Mme Martin est défenderesse. Elle peut exercer le droit de retrait à l'encontre de son vendeur pour racheter le droit de l'ancien occupant. Alternativement, elle peut défendre son titre de propriété. Une consultation avec un avocat est recommandée.

3

Locataire voulant devenir propriétaire par prescription

M. Lambert occupe un appartement à Marseille depuis 35 ans sans titre. Il intente une action en prescription acquisitive. Le propriétaire vend le bien pendant le procès.

Application pratique:

M. Lambert est demandeur. Il ne peut pas exercer le droit de retrait. Il doit poursuivre l'action au fond pour faire reconnaître sa propriété. Il devra prouver une possession continue et non équivoque pendant 30 ans.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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