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Internationales Arbeitsrecht: Wann das New Yorker Recht auf einen Arbeitnehmer einer französischen Bank anwendbar ist
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Internationales Arbeitsrecht: Wann das New Yorker Recht auf einen Arbeitnehmer einer französischen Bank anwendbar ist

📅 Décision du 18 Mai 1999⚖️ Cour de cassation👁️ 6 vues📖 5 min de lecture

Der Kassationshof stellt klar, dass bei dauerhafter Auslandstätigkeit des Arbeitnehmers das Recht des gewöhnlichen Arbeitsortes anwendbar sein kann, auch ohne Rechtswahl der Parteien. Ein Schlüsselurteil für Expatriates und Unternehmen.

Entscheidungsreferenz: cc • N° 97-40.531 • 1999-05-18 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich vor: Sie sind Führungskraft in einer französischen Bank, seit sechs Jahren an die Niederlassung in New York versetzt. Eines Tages kündigt Ihr Arbeitgeber Ihnen. Welches Recht findet Anwendung? Das französische, das Sie stärker schützt, oder das des Staates New York, das für den Arbeitgeber flexibler ist? Genau diese Frage stellte sich in diesem Fall, und die Antwort des Kassationshofs vom 18. Mai 1999 hat Präzedenzfall geschaffen.

Für Eigentümer und Mieter in Castelnau-le-Lez oder Mauguio mag diese Entscheidung weit entfernt erscheinen. Dennoch veranschaulicht sie ein grundlegendes Prinzip des internationalen Privatrechts: Der Arbeitsvertrag unterliegt in erster Linie dem Recht des Ortes, an dem der Arbeitnehmer seine Tätigkeit gewöhnlich ausübt. Ein Prinzip, das konkrete Auswirkungen für jeden Berufstätigen haben kann, der im Ausland arbeitet, oder für ein Unternehmen, das Arbeitnehmer außerhalb Frankreichs beschäftigt.

Was genau besagt dieses Urteil? Und wie wird es in der Praxis angewendet? Analyse.

Der Sachverhalt: eine alltägliche Geschichte

Herr X, ein Arbeitnehmer der Banque nationale de Paris (BNP), war seit mehreren Jahren als „Leiter der Devisenhandelsabteilung“ in der Niederlassung in New York tätig. 1991 wurde ihm gekündigt. Der Arbeitnehmer, der in Frankreich eingestellt und dann in die USA versetzt worden war, focht die Kündigung vor den französischen Arbeitsgerichten an. Er forderte insbesondere Schadensersatz auf der Grundlage des französischen Rechts und des Tarifvertrags für Bankpersonal.

Die Bank entgegnete jedoch, dass der Arbeitsvertrag dem Recht des Staates New York unterliege, dem Ort der gewöhnlichen Arbeitsausübung. Tatsächlich arbeitete Herr X zum Zeitpunkt der Kündigung seit mehr als sechs Jahren in New York. Zudem gewährte ihm sein Status als „Expatriate“ besondere Vergünstigungen, aber nicht den vollen Schutz der französischen Gesetzgebung. Das Berufungsgericht Paris gab der Bank recht, und der Arbeitnehmer legte Kassation ein.

Die Debatte drehte sich also um das auf den Arbeitsvertrag anwendbare Recht mangels ausdrücklicher Rechtswahl der Parteien. Der Arbeitnehmer berief sich auf französisches Recht, das Land der Einstellung und der Nationalität des Arbeitgebers. Die Bank plädierte für das New Yorker Recht, den Ort, an dem die Arbeit seit Jahren tatsächlich verrichtet wurde.

Die Argumentation des Gerichts – aufgeschlüsselt

Der Kassationshof wies die Kassation des Arbeitnehmers zurück und bestätigte das Berufungsurteil. Seine Argumentation stützt sich auf ein Schlüsselprinzip: Bei internationalen Arbeitsverträgen ist das Recht anwendbar, mit dem der Vertrag die engsten und bedeutendsten Verbindungen aufweist. Dieses Prinzip, heute in Artikel 8 der Rom-I-Verordnung (Nr. 593/2008) kodifiziert, wurde bereits durch die Rechtsprechung entwickelt.

Im vorliegenden Fall stellte das Gericht zwei entscheidende Elemente fest: Einerseits erlaubte der dem Arbeitnehmer verliehene Status (Expatriate) ihm nicht, alle Rechte der französischen Gesetzgebung oder des Tarifvertrags für Banken zu genießen, sondern nur streng definierte Vorteile. Andererseits war der Arbeitnehmer seit mehr als sechs Jahren in New York tätig. Daher unterlag der Vertrag mangels Rechtswahl der Parteien dem Recht des Staates New York, dem Ort der gewöhnlichen Arbeitsausübung.

Das Gericht war der Ansicht, dass die stärkste Verbindung der Ort war, an dem die Arbeit tatsächlich und dauerhaft ausgeführt wurde, und nicht der Ort der Einstellung oder die Nationalität des Arbeitgebers. Vorsicht jedoch: Dies ist keine absolute Regel. Wäre der Arbeitnehmer nur für kurze Zeit entsandt worden, hätte das Ergebnis anders ausfallen können. In diesem Fall wäre wahrscheinlich das Recht des Einstellungslandes angewandt worden.

Bemerkenswert ist, dass diese Entscheidung in einen breiteren Trend der Richter passt, das Recht des gewöhnlichen Arbeitsortes zu bevorzugen, um einen kohärenten Schutz des Arbeitnehmers zu gewährleisten, der oft die schwächere Partei ist. Aber hier, paradoxerweise, war es der Arbeitnehmer, der das französische Recht, das schützendere, wollte. Das Gericht wandte daher das objektive Kriterium des Arbeitsortes an, ohne Rücksicht auf das günstigere Recht.

Was das für Sie konkret ändert

Für einen Expatriate bedeutet diese Entscheidung: Wenn Sie seit mehr als sechs Jahren in einem fremden Land arbeiten, unterliegt Ihr Vertrag wahrscheinlich dem Recht dieses Landes, es sei denn, die Parteien haben ein anderes Recht gewählt. Dies kann erhebliche Auswirkungen auf Ihre Rechte im Falle einer Kündigung, von bezahltem Urlaub oder Sozialschutz haben.

Wenn Sie Arbeitgeber sind, müssen Sie wachsam sein: Indem Sie einen Arbeitnehmer für längere Zeit ins Ausland entsenden, riskieren Sie, dass Ihr Vertrag einem fremden Recht unterliegt, mit anderen Verpflichtungen (Kündigungsfrist, Abfindungen usw.). Daher ist es entscheidend, eine Rechtswahlklausel im Arbeitsvertrag vorzusehen.

Nehmen wir ein konkretes Beispiel: Ein Führungskraft eines Unternehmens aus Mauguio wird für sieben Jahre in die Tochtergesellschaft in New York versetzt. Im Falle einer Kündigung findet das New Yorker Recht Anwendung, das möglicherweise weniger schützend ist als das französische Recht. Umgekehrt bleibt ein Arbeitnehmer aus Castelnau-le-Lez, der für sechs Monate nach New York entsandt wird, dem französischen Recht unterworfen.

In meiner Praxis bin ich auf Fälle gestoßen, in denen Arbeitnehmer nach Jahren im Ausland bestimmte französische Sozialschutzrechte verloren hatten. Daher ist es wichtig, den Vertrag vor der Abreise gut auszuhandeln.

Vier Tipps zur Vermeidung solcher Streitigkeiten

  • 1. Fügen Sie eine Rechtswahlklausel in Ihren Arbeitsvertrag ein. Bereits bei der Einstellung oder vor einer Versetzung ins Ausland sollten Sie ausdrücklich das anwendbare Recht vereinbaren.

Questions fréquentes

Quelle loi s'applique à mon contrat de travail si je travaille à l'étranger sans clause de choix ?

La loi du pays où vous exercez habituellement votre travail, si vous y êtes depuis longtemps (plusieurs années).

Puis-je choisir la loi française même si je travaille à New York ?

Oui, à condition d'insérer une clause expresse dans votre contrat. Cette clause est valable tant qu'elle ne prive pas le salarié de la protection impérative de la loi du lieu de travail.

Que faire si je suis licencié à l'étranger et que je veux contester ?

Vérifiez d'abord la loi applicable. Si c'est une loi étrangère, vous devrez agir devant les tribunaux de ce pays, sauf clause attributive de juridiction.

Cette décision s'applique-t-elle aux salariés en télétravail depuis l'étranger ?

Oui, le lieu d'exécution habituelle du travail peut être le domicile si c'est là que vous travaillez la plupart du temps. La question est actuellement débattue.

Quels sont mes droits si je suis expatrié depuis plus de 6 ans ?

Vos droits seront déterminés par la loi du pays d'accueil, sauf clause contraire. Vous pouvez perdre certaines protections françaises, d'où l'importance de bien négocier votre contrat.

Informations juridiques

  • Numéro: 97-40.531
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 18 mai 1999

Mots-clés

droit du travailloi applicablecontrat de travail internationalexpatriationCour de cassation

Cas d'usage pratiques

1

Salarié expatrié à New York : quel droit applicable ?

Un cadre d'une banque française travaille depuis 7 ans à New York. Licencié, il souhaite appliquer le droit français, plus protecteur. La justice retient la loi new-yorkaise.

Application pratique:

Avant toute mutation longue durée, faites insérer une clause de choix de loi dans votre contrat. En cas de litige, la loi du lieu d'exécution habituelle du travail sera retenue si aucune clause n'existe.

2

Entreprise française avec salariés détachés aux États-Unis

Une PME de Mauguio envoie un technicien en mission de 8 ans à New York. En cas de conflit, le contrat sera soumis au droit américain, avec des conséquences sur les indemnités de licenciement.

Application pratique:

Prévoyez une clause de choix de loi française et une clause attributive de juridiction aux tribunaux français pour conserver un cadre juridique familier.

3

Salarié en télétravail depuis l'étranger

Un développeur de Castelnau-le-Lez travaille depuis 3 ans depuis son domicile au Portugal pour une entreprise française. Quelle loi s'applique ?

Application pratique:

Le lieu d'exécution habituelle est le Portugal. Sans clause, la loi portugaise s'applique. Pour éviter cela, le contrat doit désigner la loi française et préciser que le télétravail à l'étranger est exceptionnel.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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