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Streik im öffentlichen Dienst: Fehlende Streikende beenden nicht die Streikankündigung
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Streik im öffentlichen Dienst: Fehlende Streikende beenden nicht die Streikankündigung

📅 Décision du 08 Dezember 2016⚖️ Cour de cassation👁️ 9 vues📖 5 min de lecture

Der Kassationsgerichtshof stellt klar, dass nur die Gewerkschaft, die die Streikankündigung eingereicht hat, diese beenden kann, nicht der Arbeitgeber, selbst wenn keine Streikenden mehr vorhanden sind. Eine entscheidende Entscheidung für Arbeitgeber im öffentlichen Sektor.

Entscheidungsreferenz: cc • N° 15-16.078 • 2016-12-08 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich vor: Sie sind Eigentümer eines Gebäudes in Antibes, und der Hausmeister, ein Gemeindebediensteter, stellt die Arbeit nach einer Streikankündigung seiner Gewerkschaft ein. Nach einigen Tagen streikt niemand mehr. Sie denken, alles sei wieder normal, und fordern ihn zur Wiederaufnahme des Dienstes auf. Aber die Gewerkschaft hat das Ende des Streiks nicht offiziell gemacht. Was passiert, wenn der Arbeitgeber so handelt, als sei der Streik beendet? Diese Entscheidung des Kassationsgerichtshofs vom 8. Dezember 2016 beantwortet genau diese Frage: Das Fehlen von Streikenden reicht nicht aus, um die Streikankündigung zu beenden.

Was ändert das genau? Sehr viel für öffentliche Arbeitgeber und Nutzer. Das oberste Gericht erinnert an einen grundlegenden Grundsatz: Das Streikrecht ist ein individuelles Recht, aber die Streikankündigung ist ein gewerkschaftliches Vorrecht. Solange die Gewerkschaft die Ankündigung nicht zurückgezogen hat, bleibt sie gültig, auch wenn kein Arbeitnehmer streikt.

Was nur wenige wissen: Diese Entscheidung schützt Arbeitnehmer vor unzulässigem Druck, erlegt Arbeitgebern aber auch eine strenge Verwaltung auf. Lassen Sie uns gemeinsam die Fakten, die Argumentation der Richter und vor allem betrachten, was Sie tun müssen, wenn Sie betroffen sind.

Der Sachverhalt: Eine alltägliche Geschichte

Der Fall beginnt in einer lokalen Gebietskörperschaft, die wir beispielhaft Stadt Le Cannet nennen. Eine repräsentative Gewerkschaft reicht am 14. Dezember 2012 eine unbefristete Streikankündigung ein, um gegen einen Umstrukturierungsplan zu protestieren. Einige Tage lang stellen Angestellte die Arbeit ein. Doch bald flaut die Bewegung ab: Am 11. Januar ist kein Arbeitnehmer mehr im Streik. Der Arbeitgeber, der den Streik für beendet hält, fordert die Angestellten zur Wiederaufnahme ihrer Posten auf und betrachtet jede weitere Abwesenheit als unbegründet.

Die Gewerkschaft ruft daraufhin das Tribunal de grande instance (TGI) an, um feststellen zu lassen, dass die Streikankündigung nicht aufgehoben wurde. Das TGI gibt der Gewerkschaft recht und ordnet an, dass der Arbeitgeber die Streikankündigung unter Androhung eines Zwangsgeldes von 75 € pro Tag Verspätung aufheben muss. Der Arbeitgeber legt Rechtsmittel ein und bringt den Fall vor den Kassationsgerichtshof.

Die Debatte dreht sich um eine einfache Frage: Wer entscheidet über das Ende einer Streikankündigung? Der Arbeitgeber, indem er das Fehlen von Streikenden feststellt? Oder die Gewerkschaft als alleinige Urheberin der Ankündigung? Die Vorinstanzen hatten zugunsten der Gewerkschaft entschieden. Der Kassationsgerichtshof musste dies bestätigen oder aufheben.

Die Argumentation des Gerichts – aufgeschlüsselt

Der Kassationsgerichtshof stützt sich auf Artikel L. 521-3 des Arbeitsgesetzbuchs (heute kodifiziert in Artikel L. 1132-1 für öffentliche Dienste), der vorsieht, dass einem Streik im öffentlichen Dienst eine Streikankündigung einer repräsentativen Gewerkschaft vorausgehen muss. Diese Ankündigung muss die Gründe und die Dauer (Beginn und Ende) angeben.

Vor allem aber erinnert das Gericht an einen wesentlichen Punkt: Das Streikrecht ist ein individuelles Recht, während die Streikankündigung ein kollektiver Akt der Gewerkschaft ist. Folglich erlaubt die bloße Feststellung, dass keine Arbeitnehmer streiken, dem Arbeitgeber nicht, auf ein Ende des Streiks zu schließen. Nur die Gewerkschaft, die die Ankündigung eingereicht hat, kann diese beenden, entweder ausdrücklich (Rücknahme der Ankündigung) oder stillschweigend (Einreichung einer neuen Ankündigung).

Klar gesagt: Auch wenn niemand mehr streikt, bleibt die Streikankündigung in Kraft, bis die Gewerkschaft beschließt, sie zurückzuziehen. Der Arbeitgeber kann daher nicht einseitig den Streik als beendet betrachten und die Wiederaufnahme der Arbeit verlangen. Tut er dies, begeht er einen Fehler und kann zu Schadensersatz verurteilt werden.

Diese Entscheidung bestätigt die bisherige Rechtsprechung (insbesondere Cass. soc., 13. Juli 2004, Nr. 02-30.210). Es gibt keine Kehrtwende: Der Gerichtshof hält an einer schützenden Linie des Streikrechts fest.

Mit anderen Worten: Der Arbeitgeber muss abwarten, bis die Gewerkschaft die Streikankündigung aufhebt. Stellt er fest, dass keine Streikenden mehr vorhanden sind, kann er die Gewerkschaft bitten, das Ende des Streiks zu bestätigen, aber er kann dieses Ende nicht erzwingen.

Was das für Sie konkret bedeutet

Diese Entscheidung hat direkte Auswirkungen auf mehrere Akteure.

Für öffentliche Arbeitgeber (Gemeinden, Krankenhäuser usw.): Sie können nicht vom Ende eines Streiks ausgehen. Selbst wenn mehrere Tage lang kein Angestellter streikt, bleibt die Streikankündigung gültig. In der Praxis: Wenn Sie einen Angestellten zur Wiederaufnahme der Arbeit auffordern und dieser sich unter Berufung auf die Streikankündigung weigert, können Sie ihn nicht sanktionieren. Sie müssen entweder die Gewerkschaft kontaktieren, um eine offizielle Aufhebung zu erhalten, oder das Ende der Streikankündigung abwarten (falls befristet).

Für streikende Arbeitnehmer: Sie können den Streik jederzeit individuell beenden. Wenn die Streikankündigung jedoch noch in Kraft ist, können Sie auch ohne neue Ankündigung wieder in den Streik treten. Achtung: Wenn der Arbeitgeber Sie zur Wiederaufnahme der Arbeit auffordert, sind Sie nicht verpflichtet, dem nachzukommen, solange die Streikankündigung nicht aufgehoben ist.

Für Nutzer und Eigentümer: Wenn Sie auf eine öffentliche Dienstleistung warten (Müllabfuhr, Hausmeisterdienst usw.) und ein Streik angekündigt ist, auch wenn er scheinbar vorbei ist, kann die Streikankündigung noch gültig sein. Sie sollten sich nicht allein auf die Abwesenheit von Streikenden verlassen. Die Dienstleistung kann jederzeit ohne Vorankündigung wieder eingestellt werden, solange die Streikankündigung nicht zurückgezogen wurde.

Questions fréquentes

Un employeur peut-il considérer la grève terminée si plus personne ne fait grève ?

Non, seul le syndicat qui a déposé le préavis peut y mettre fin. L'absence de grévistes ne suffit pas. L'employeur doit contacter le syndicat pour obtenir une levée officielle.

Que faire si mon employeur me sanctionne pour absence alors que le préavis de grève est toujours en cours ?

Vous pouvez contester la sanction devant les prud'hommes. Conservez le préavis et les preuves de votre absence. La jurisprudence vous protège.

Cette règle s'applique-t-elle à toutes les grèves ?

Elle s'applique spécifiquement aux services publics. Dans le secteur privé, il n'y a pas d'obligation de préavis, sauf dispositions conventionnelles.

Un préavis de grève peut-il être illimité ?

Oui, la loi n'impose pas de durée maximale. Le préavis doit mentionner une durée, même indéterminée, et seul le syndicat peut y mettre fin.

Quels sont les risques pour l'employeur qui agit comme si la grève était terminée ?

Il peut être condamné à des dommages et intérêts pour violation du droit de grève, et les sanctions infligées aux salariés peuvent être annulées.

Informations juridiques

  • Numéro: 15-16.078
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 08 décembre 2016

Mots-clés

droit du travailgrèvepréavis de grèveservice publicCour de cassation

Cas d'usage pratiques

1

Employeur municipal à Antibes confronté à une grève sans grévistes

Le syndicat des agents municipaux d'Antibes dépose un préavis de grève illimité. Après deux semaines, plus aucun agent ne fait grève. Le maire demande la reprise du travail, mais le syndicat n'a pas levé le préavis.

Application pratique:

Le maire ne peut pas sanctionner les agents qui refusent de reprendre. Il doit contacter le syndicat pour obtenir une levée écrite, ou saisir le juge des référés. En attendant, il peut organiser un service minimum.

2

Salarié gréviste à Le Cannet sanctionné pour absence injustifiée

Un agent de la voirie à Le Cannet fait grève après un préavis illimité. Après 5 jours, il reprend le travail, mais un mois plus tard, il constate que le préavis est toujours en vigueur. Il décide de refaire grève. L'employeur lui inflige une mise à pied.

Application pratique:

Le salarié peut contester la sanction car le préavis était toujours valide. Il doit fournir au conseil de prud'hommes la copie du préavis et prouver que l'employeur n'a pas demandé la levée au syndicat.

3

Propriétaire d'un immeuble à Grasse impacté par une grève des gardiens

Un propriétaire bailleur à Grasse a un gardien employé par la copropriété. Le gardien fait grève sur préavis illimité. Au bout d'une semaine, plus de grève, mais le préavis n'est pas levé. Le propriétaire demande la reprise du service.

Application pratique:

Le propriétaire doit se renseigner auprès du syndic de copropriété. Celui-ci doit contacter le syndicat pour officialiser la fin de la grève. En attendant, le gardien peut légalement ne pas travailler, et le propriétaire ne peut pas exiger une baisse de loyer.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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