Aller au contenu principal
Non bis in idem im Städtebaurecht: Doppelte Verurteilung für Ihre Bauarbeiten möglich
Droit-foncier

Non bis in idem im Städtebaurecht: Doppelte Verurteilung für Ihre Bauarbeiten möglich

📅 Décision du 03 Mai 2017⚖️ Cour de cassation👁️ 10 vues📖 5 min de lecture

Der Kassationshof bestätigt die doppelte Verurteilung wegen unerlaubter Bodenaushub- oder -aufschüttungsarbeiten und Verstoß gegen den Bebauungsplan, da diese Delikte unterschiedliche Rechtsgüter schützen. Es kann jedoch nur eine Strafe verhängt werden.

Entscheidungsreferenz: cc • Nr. 16-84.240 • 2017-05-03 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich vor: Sie sind Eigentümer eines landwirtschaftlichen Grundstücks in Coudekerque-Branche und beschließen, dort einen Teich auszuheben oder ein Gelände aufzuschütten, um einen Gartenschuppen zu errichten. Ohne es zu wissen, verstoßen Sie gegen zwei verschiedene städtebauliche Vorschriften. Der Bürgermeister fordert Sie zur Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands auf, und die Staatsanwaltschaft verfolgt Sie. Sie denken sich: „Man kann mich nicht zweimal für dieselbe Sache bestrafen, das ist der Grundsatz non bis in idem (nicht zweimal für dieselbe Straftat)!“ Doch der Kassationshof antwortet in seinem Urteil vom 3. Mai 2017 (Nr. 16-84.240), dass dies möglich ist, sofern nur eine Strafe verhängt wird. Was bedeutet das konkret für Ihre Bauvorhaben? Eine Analyse.

Diese Entscheidung, die von der Strafkammer des Kassationshofs getroffen wurde, bestätigt ein Urteil des Berufungsgerichts von Chambéry. Sie betrifft einen Angeklagten, der ohne Genehmigung Bodenaushub (Aushub) und -aufschüttungen (Erhöhungen) durchgeführt und gegen den Flächennutzungsplan (POS) – den Vorgänger des lokalen Bebauungsplans (PLU) – verstoßen hatte. Die Richter entschieden, dass diese beiden Straftaten unterschiedliche Regelungen betreffen: Die eine schützt die Bauaufsicht (Städtebaugesetzbuch, Artikel R. 421-19 bis R. 421-23), die andere die Bodennutzung (Artikel L. 424-1 ff.). Mit anderen Worten: Es sind nicht dieselben Rechtsgüter betroffen. Sie können daher für beide verurteilt werden, aber das Gericht verhängt nur eine Strafe, was dem Verfassungsgrundsatz entspricht.

Für Eigentümer in Coudekerque-Branche, Bourbourg oder anderswo ist diese Entscheidung eine Warnung: Vernachlässigen Sie keine städtebauliche Vorschrift. Ein einfacher Erdbau kann zu strafrechtlicher Verfolgung und der Verpflichtung zur Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands auf Ihre Kosten führen. Wie vermeiden Sie diese Falle? Folgen Sie dem Leitfaden.

Der Sachverhalt: Eine alltägliche Geschichte

Herr X, Eigentümer eines landwirtschaftlichen Grundstücks in Coudekerque-Branche, hatte Erdbauarbeiten durchgeführt, um einen Parkplatz und ein Regenrückhaltebecken zu schaffen. Das Problem? Er hatte weder eine Baugenehmigung noch eine Vorabanzeige beantragt, und sein Grundstück lag in einer landwirtschaftlichen Zone, die strengen Regeln des lokalen Bebauungsplans (PLU) unterlag. Die Gemeinde erstellte ein Protokoll, und die Staatsanwaltschaft verfolgte ihn vor dem Strafgericht von Chambéry wegen zwei Straftaten: unerlaubter Bodenaushub oder -aufschüttung (Artikel R. 421-23 des Städtebaugesetzbuchs) und Verstoß gegen den Flächennutzungsplan (Artikel L. 424-1).

Herr X bestritt dies: Seiner Ansicht nach waren diese beiden Straftaten identisch, da sie auf denselben Arbeiten beruhten. Er berief sich auf den Grundsatz non bis in idem (lateinisch für „nicht zweimal für dieselbe Sache“), der verbietet, dieselbe Person zweimal für dieselbe Tat zu bestrafen. Doch das Berufungsgericht von Chambéry und anschließend der Kassationshof wiesen sein Argument zurück. Warum? Weil die Vorschriften unterschiedliche Rechtsgüter schützen: Die erste zielt auf die Kontrolle der Arbeiten selbst ab (ihre Auswirkungen auf den Boden, die Sicherheit), die zweite auf die Einhaltung der Bodennutzung (landwirtschaftliche Zone, bebaubare Zone usw.). Kurz gesagt: Es handelt sich um zwei Seiten derselben Medaille, aber das Gesetz betrachtet sie als zwei verschiedene Münzen.

Der Fall wurde daher entschieden: Herr X wurde zu einer Geldstrafe und zur Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands verurteilt, ohne Doppelbestrafung. Entscheidend ist, dass das Gericht nur eine Strafe verhängte, auch wenn es zwei Straftaten feststellte. Der Kassationshof bestätigte diese Argumentation und stellte klar, dass der Grundsatz non bis in idem nicht verletzt sei, da „die Straftatbestände auf die Anwendung unterschiedlicher Regelungen und den Schutz rechtlich unterschiedlicher Interessen abzielen“.

Die Begründung des Gerichts – entschlüsselt

Der Kassationshof stützt sich auf Artikel L. 480-4 des Städtebaugesetzbuchs, der Verstöße gegen städtebauliche Vorschriften bestraft, und auf den Verfassungsgrundsatz non bis in idem (Artikel 8 der Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte). Er nimmt eine subtile Unterscheidung vor: Nur weil die Tatsachen materiell dieselben sind (die Arbeiten), sind die Straftaten nicht identisch. Man muss die „Tatbestandsmerkmale“ jeder Straftat betrachten – das heißt, was bewiesen werden muss, um sie zu charakterisieren.

Für die Straftat des Bodenaushubs/der Bodenaufschüttung (Artikel R. 421-23 des Städtebaugesetzbuchs) muss nachgewiesen werden, dass Arbeiten das Bodenrelief ohne Genehmigung verändert haben. Für den Verstoß gegen den Flächennutzungsplan (Artikel L. 424-1) muss nachgewiesen werden, dass die Arbeiten gegen die Bodennutzungsregeln verstoßen (z. B. Bauen in einer landwirtschaftlichen Zone). Die Richter sind der Ansicht, dass diese beiden Straftaten „rechtlich unterschiedliche Interessen“ schützen: die eine die Bauaufsicht, die andere das Städtebaurecht im weiteren Sinne. Dies ist eine ständige Rechtsprechung, die durch mehrere frühere Urteile bestätigt wurde (Crim., 8. März 2016, Nr. 15-81.508; Crim., 6. September 2016, Nr. ...).

Questions fréquentes

Puis-je être poursuivi deux fois pour les mêmes travaux d'urbanisme ?

Oui, si les infractions protègent des intérêts différents (ex : travaux sans permis et violation du PLU). Mais vous ne serez condamné qu'à une seule peine.

Que faire si je reçois un procès-verbal pour travaux non autorisés ?

Contactez un avocat spécialisé, vérifiez la prescription (6 ans), rassemblez vos autorisations et envisagez une régularisation ou une composition pénale.

Quel est le montant maximal de l'amende pour infraction d'urbanisme ?

L'amende peut aller jusqu'à 120 000 € (article L. 480-4-1 du code de l'urbanisme), et le juge peut ordonner la remise en état sous astreinte.

Un acquéreur peut-il être poursuivi pour des travaux antérieurs ?

Oui, en tant que 'détenteur du sol', vous pouvez être tenu responsable. Vérifiez l'historique des autorisations avant d'acheter.

Comment savoir si mon terrain est soumis à un PLU restrictif ?

Consultez le PLU en mairie ou sur le site de la commune. Les zones agricoles et naturelles sont les plus protégées.

Informations juridiques

  • Numéro: 16-84.240
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 03 mai 2017

Mots-clés

non bis in idemurbanismeaffouillementexhaussementplan d'occupation des sols

Cas d'usage pratiques

1

Propriétaire à Coudekerque-Branche ayant creusé une mare sans autorisation

M. Dupont, propriétaire d'un terrain agricole à Coudekerque-Branche, a creusé une mare de 50 m² sans déclaration. La mairie l'a verbalisé pour affouillement et violation du PLU.

Application pratique:

M. Dupont a été condamné à une amende de 5 000 € et à remblayer la mare. Il aurait pu éviter cela en déposant une déclaration préalable (gratuite) avant les travaux.

2

Acquéreur d'un terrain à Bourbourg avec remblais non autorisés

Mme Martin a acheté un terrain à Bourbourg où l'ancien propriétaire avait réalisé un exhaussement de 1,5 m sans permis. La commune lui demande de tout enlever.

Application pratique:

Mme Martin peut se retourner contre le vendeur pour vice caché, mais elle doit d'abord se conformer à la remise en état. Elle aurait dû exiger un certificat d'urbanisme avant l'achat.

3

Locataire réalisant une terrasse sans accord à Coudekerque-Branche

M. Leroy, locataire, a construit une terrasse surélevée dans le jardin sans autorisation du propriétaire ni permis. Le propriétaire est poursuivi solidairement.

Application pratique:

M. Leroy est tenu de rembourser les frais de remise en état. Il doit toujours obtenir l'accord écrit du propriétaire et vérifier les règles d'urbanisme avant tout travaux.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

Prendre rendez-vous →

Avertissement: Les analyses présentées sur ce site sont fournies à titre informatif uniquement et ne constituent pas des conseils juridiques personnalisés. Pour une consultation adaptée à votre situation, contactez un avocat.

★★★★★4.9/5 — Avis Google

Rechtsanwältin Maître Zakine, Doktor der Rechtswissenschaften

Beratung per Telefon und Videokonferenz — Schnelle Terminvergabe

Termin vereinbaren
1. Beratung 30 Minuten - 45€

🔒 Confidentiel • Sans engagement • Réponse rapide