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Haftung des Verwalters: wenn sein fehlerhafter Rat eine quasi-deliktische Pflichtverletzung darstellt
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Haftung des Verwalters: wenn sein fehlerhafter Rat eine quasi-deliktische Pflichtverletzung darstellt

📅 Décision du 04 April 1984⚖️ Cour de cassation👁️ 6 vues📖 5 min de lecture

Ein Verwalter, der Arbeitnehmer bewusst in ein zum Scheitern verurteiltes Verfahren lenkt, begeht eine quasi-deliktische Pflichtverletzung, die seine Haftung begründet. Der Kassationshof erinnert in einem Urteil von 1984 daran, das für Wohnungseigentümergemeinschaften noch immer aktuell ist.

Entscheidungsreferenz: cc • Nr. 82-15.178 • 1984-04-04 • Entscheidung einsehen →

In Uzès, wie auch in Pont-Saint-Esprit, können die Beziehungen zwischen einem Verwalter und den Wohnungseigentümern oder Bewohnern manchmal aus dem Ruder laufen. Stellen Sie sich vor: Sie sind Arbeitnehmer eines in Schwierigkeiten geratenen Unternehmens, und der Verwalter der Wohnungseigentümergemeinschaft rät Ihnen, vor das Arbeitsgericht zu gehen, um Ihre ausstehenden Löhne einzutreiben. Er weiß jedoch genau, dass diese Klage aufgrund einer Regel zur Aussetzung von Vollstreckungsmaßnahmen unmöglich ist. Ergebnis: Sie verlieren Zeit, Geld, und das Verfahren scheitert. Aber wer ist dann verantwortlich? Genau das hat der Kassationshof in diesem Urteil vom 4. April 1984 entschieden.

Die Frage, die sich jeder Eigentümer oder Mieter stellt: Kann ein Verwalter für die Folgen seiner Ratschläge haftbar gemacht werden, auch wenn er kein Anwalt ist? Die Antwort lautet ja, wenn er bösgläubig oder mit grober Fahrlässigkeit handelt. Diese Entscheidung, obwohl vierzig Jahre alt, bleibt ein Referenzpunkt für alle Immobilienfachleute.

In diesem Artikel werden wir diesen Fall analysieren, die Argumentation der Richter verstehen und konkret sehen, was dies für Sie ändert, ob Sie nun Eigentümer, Mieter oder Immobilienprofi im Gard, Hérault oder Vaucluse sind.

Der Sachverhalt: eine Geschichte, wie sie täglich vorkommt

1978 schreibt eine Gewerkschaft (die CFDT-Baugewerkschaft) an einen Verwalter einer Wohnungseigentümergemeinschaft, um die Interessen mehrerer Arbeitnehmer eines Unternehmens zu vertreten. Diese Arbeitnehmer haben weder ihre Lohnabrechnungen noch ihre Schecks erhalten, obwohl diese vom Verwalter abgezeichnet waren. Der Verwalter, anstatt sie korrekt zu informieren, fordert sie auf, das Arbeitsgericht anzurufen. Er weiß jedoch, dass sich das Unternehmen in Insolvenz (früher: gerichtlicher Vergleich) befindet und dass individuelle Klagen gesetzlich ausgesetzt sind. Dies ist eine zwingende Rechtsnorm, von der nicht abgewichen werden kann.

Die Arbeitnehmer folgen seinem Rat, leiten ein arbeitsgerichtliches Verfahren ein, stoßen jedoch aufgrund der Aussetzung der Vollstreckungsmaßnahmen auf rechtliche Unmöglichkeit, Recht zu bekommen. Sie erleiden daher einen Schaden: Anwaltskosten, Zeitverlust, enttäuschte Hoffnungen. Sie beschließen, den Verwalter auf zivilrechtliche Haftung zu verklagen, um Schadensersatz zu erhalten.

Das Berufungsgericht, das mit dem Rechtsstreit befasst ist, stellt fest, dass der Verwalter Kenntnis von der Aussetzung der Vollstreckungsmaßnahmen hatte. Es hält ihm vor, eine quasi-deliktische Pflichtverletzung (d.h. eine vorsätzliche oder fahrlässige zivilrechtliche Pflichtverletzung) begangen zu haben, indem er die Arbeitnehmer bewusst dazu aufforderte, ein zum Scheitern verurteiltes Verfahren einzuleiten. Der Verwalter legt Kassation ein, aber der Kassationshof weist seine Beschwerde zurück. Er bestätigt, dass das Berufungsgericht zu Recht seine Haftung angenommen hat, auch wenn es überflüssigerweise eine Beratungspflicht erwähnt hat, die im vorliegenden Fall nicht bestand.

Die Argumentation des Gerichts – aufgeschlüsselt

Zum Verständnis muss man zunächst wissen, dass die zivilrechtliche Haftung durch Artikel 1240 des Code civil (früher 1382) geregelt wird. Dieser Text bestimmt: „Jede Handlung eines Menschen, die einem anderen einen Schaden zufügt, verpflichtet denjenigen, durch dessen Verschulden er eingetreten ist, zum Ersatz.“ Hier wird dem Verwalter vorgeworfen, die Arbeitnehmer wissentlich in ein unmögliches Verfahren gelenkt zu haben.

Was ändert das genau? Das Berufungsgericht stellte fest, dass der Verwalter wusste, dass die arbeitsgerichtliche Klage an der Regel der Aussetzung von Vollstreckungsmaßnahmen scheitern würde. Im Recht der Unternehmen in Schwierigkeiten verbietet diese Regel den Gläubigern (einschließlich der Arbeitnehmer), Klagen zur Beitreibung ihrer vor dem Eröffnungsurteil entstandenen Forderungen einzuleiten oder fortzusetzen. Dies ist eine zwingende Rechtsnorm.

Der Verwalter hat daher eine vorsätzliche Pflichtverletzung begangen: Er hat bewusst versucht, das Anliegen der Arbeitnehmer zu vereiteln, indem er sie aufforderte, vor Gericht zu klagen, obwohl er wusste, dass dies unmöglich war. Das Berufungsgericht erwähnte auch eine Beratungspflicht des Verwalters, aber der Kassationshof stellt klar, dass dies ein überflüssiger Grund ist. Selbst ohne diese Pflicht war die quasi-deliktische Pflichtverletzung durch die bloße Schädigungsabsicht oder grobe Fahrlässigkeit gekennzeichnet.

Die Richter kamen zu dem Schluss, dass der Verwalter nicht als gutgläubiger Berater handelte, sondern in dem Wissen, dass sein Rat in eine Sackgasse führen würde. Dies stellt eine seine Haftung begründende Pflichtverletzung dar, unabhängig von einem Beratungsvertrag. Dieser Grundsatz ist heute gefestigt: Jeder Fachmann, der wissentlich einen falschen Rat erteilt, kann auf der Grundlage der quasi-deliktischen Pflichtverletzung haftbar gemacht werden.

Questions fréquentes

Qu'est-ce qu'une faute quasi délictuelle ?

C'est une faute civile qui cause un dommage à autrui, sans qu'il y ait de contrat entre les parties. Elle est régie par l'article 1240 du Code civil (anciennement 1382).

Puis-je attaquer mon syndic s'il me donne un mauvais conseil ?

Oui, si vous prouvez qu'il a commis une faute (par exemple, en sachant que la procédure était impossible) et que cela vous a causé un préjudice.

Quel est le délai pour agir en responsabilité ?

Vous avez 5 ans à compter du jour où vous avez connu ou auriez dû connaître le préjudice (article 2224 du Code civil).

Que puis-je réclamer comme dommages et intérêts ?

Les frais engagés inutilement (avocat, huissier), le préjudice moral, et parfois la perte de chance (par exemple, si vous avez perdu une opportunité à cause du mauvais conseil).

Que faire si je suis professionnel et que je crains une telle action ?

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Informations juridiques

  • Numéro: 82-15.178
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 04 avril 1984

Mots-clés

responsabilité syndicfaute quasi délictuelleconseil erronésuspension des poursuitescopropriété

Cas d'usage pratiques

1

Propriétaire bailleur à Uzès conseille un locataire

M. Dupont, propriétaire à Uzès, conseille à son locataire d'assigner le voisin pour nuisances sans vérifier les délais de prescription. Le locataire engage des frais et perd. Il attaque M. Dupont en responsabilité.

Application pratique:

M. Dupont pourrait être condamné sur le fondement de l'article 1240 s'il est prouvé qu'il savait que l'action était prescrite. Pour l'éviter, il doit toujours recommander de consulter un avocat et ne pas donner de conseil juridique personnel.

2

Copropriétaire à Pont-Saint-Esprit mal conseillé par le syndic

Mme Martin, copropriétaire à Pont-Saint-Esprit, se voit dire par son syndic qu'elle ne peut pas contester une assemblée générale. Elle suit ce conseil et perd tout recours. Elle découvre ensuite que le délai était de 2 mois.

Application pratique:

Elle peut engager la responsabilité du syndic pour faute quasi délictuelle, en demandant réparation du préjudice (perte de chance de contester). Il faudra prouver que le syndic connaissait le délai ou aurait dû le connaître.

3

Locataire à Nîmes induit en erreur par un agent immobilier

Un locataire à Nîmes se voit conseiller par un agent immobilier de ne pas payer son loyer en raison d'un défaut de chauffage. Il est expulsé pour loyers impayés. Il découvre que le conseil était erroné (il fallait agir en référé).

Application pratique:

L'agent immobilier peut être tenu responsable sur le fondement quasi délictuel. Le locataire peut réclamer les frais de relogement, le préjudice moral et les frais de procédure. Il doit agir dans les 5 ans.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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