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Nachbarschaftsstörung und gerichtliches Sanierungsverfahren: Wann muss die Forderung angemeldet werden?
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Nachbarschaftsstörung und gerichtliches Sanierungsverfahren: Wann muss die Forderung angemeldet werden?

📅 Décision du 07 Dezember 2004⚖️ Cour de cassation👁️ 14 vues📖 5 min de lecture

Ein vermietender Eigentümer wird wegen Belästigungen durch seinen Mieter verurteilt. Aber wenn der Mieter sich in einem gerichtlichen Sanierungsverfahren befindet, muss der Vermieter dann seine Forderung zur Tabelle anmelden? Der Kassationshof stellt klar, dass die Forderung mit der Zustellung der Klage entsteht, selbst wenn die Störung nach Eröffnung des Verfahrens fortbesteht.

Entscheidungsreferenz: cc • Nr. 02-13.804 • 2004-12-07 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich die Szene vor: Sie sind Eigentümer eines kleinen Gebäudes in Castelnaudary im Département Aude. Sie vermieten es an einen Handwerker, der dort seine Werkstatt einrichtet. Alles läuft gut, bis sich eines Tages Ihr Nachbar, Herr Dupont, über unerträglichen Lärm und Gerüche beschwert. Er verklagt Sie auf Vornahme von Arbeiten und Schadensersatz. In der Zwischenzeit wird Ihr Mieter in ein gerichtliches Sanierungsverfahren (redressement judiciaire) versetzt. Sie müssen dann Ihre Forderung zur Tabelle des Insolvenzverfahrens anmelden. Aber wann entsteht diese Forderung? Ist es der Tag, an dem die Störung begann? Der Tag der Klagezustellung? Oder der des Urteils? Diese scheinbar technische Frage kann Sie Tausende von Euro kosten, wenn Sie einen Fehler machen. Der Kassationshof gibt in einem Urteil vom 7. Dezember 2004 eine klare Antwort: Das auslösende Ereignis der Forderung ist die vom Nachbarn zugestellte Klage, nicht das Fortbestehen der Störung. Mit anderen Worten: Es ist die Handlung, die Sie in Anspruch nimmt, die Ihr Recht begründet, eine Entschädigung von Ihrem Mieter zu verlangen.

Diese Entscheidung, die von der Handelskammer des Kassationshofs getroffen wurde, betrifft einen Eigentümer (Herrn A...), der wie Sie ein Gebäude vermietete. Sein Mieter verursachte ungewöhnliche Nachbarschaftsstörungen (Lärm, Vibrationen usw.). Der Eigentümer des angrenzenden Grundstücks verklagte Herrn A... auf Vornahme von Arbeiten und Schadensersatz. Da sich der Mieter im gerichtlichen Sanierungsverfahren befand, musste Herr A... seine Forderung anmelden. Das Berufungsgericht hatte jedoch entschieden, dass die Forderung nach dem Eröffnungsurteil entstanden sei, da die Störung fortbestand. Der Kassationshof hebt diese Entscheidung auf: Er stellt klar, dass die Forderung des Vermieters ihren Ursprung in der ihm zugestellten Klage hat, die vor der Eröffnung des Insolvenzverfahrens liegt. Es spielt keine Rolle, dass die Störung danach weiterging.

Warum ist das für Sie wichtig? Denn wenn Sie als vermietender Eigentümer und Ihr Mieter sich in einem Insolvenzverfahren (Sanierungs- oder Liquidationsverfahren) befindet, müssen Sie Ihre Forderung fristgerecht anmelden. Wenn Sie zu spät anmelden, verlieren Sie jedes Recht auf Rückzahlung. Und wenn Sie gar nicht anmelden, passiert dasselbe. Diese Entscheidung hilft Ihnen, den Startpunkt Ihrer Forderung zu bestimmen: Es ist die Klagezustellung oder die Mahnung, nicht die Dauer der Störung. Kurz gesagt: Sobald Sie eine Klage erhalten, wissen Sie, dass Ihre Forderung entstanden ist. Sie müssen sie daher beim Insolvenzverwalter Ihres Mieters anmelden, selbst wenn die Störung andauert.

Der Sachverhalt: eine alltägliche Geschichte

Herr A..., Eigentümer eines gemischt genutzten Gebäudes (Wohn- und Geschäftsräume) in Castelnaudary, vermietet es an eine Gesellschaft, die dort ein Geschäft betreibt. Die Aktivitäten dieser Gesellschaft verursachen erhebliche Lärm- und Geruchsbelästigungen für den Nachbarn, Herrn B..., Eigentümer des angrenzenden Gebäudes. Dieser erträgt die Störungen seit mehreren Monaten. Verzweifelt verklagt er Herrn A... vor dem Tribunal de grande instance von Toulouse auf Durchführung von Isolierungsarbeiten und Zahlung von Schadensersatz wegen Nutzungsbeeinträchtigung. Die Klage wird im März 2001 zugestellt.

Einige Monate später, im Juni 2001, wird die Mieterin vom Tribunal de commerce Toulouse in ein gerichtliches Sanierungsverfahren versetzt. Herr A... befindet sich nun in einer heiklen Situation: Er wird von seinem Nachbarn wegen Störungen verklagt, die sein Mieter verursacht hat, aber dieser steht nun unter dem Schutz des Handelsgerichts. Um gegen seinen Mieter vorgehen und die Erstattung der Beträge verlangen zu können, zu deren Zahlung er möglicherweise verurteilt wird, muss Herr A... seine Forderung zur Tabelle des Sanierungsverfahrens anmelden. Er tut dies, aber der Insolvenzverwalter bestreitet den Zeitpunkt der Entstehung der Forderung. Seiner Ansicht nach sei die Forderung nach dem Eröffnungsurteil entstanden, da die Störungen nach Juni 2001 fortbestanden. Wenn die Forderung jedoch nach der Eröffnung entstanden ist, handelt es sich um eine nachrangige Forderung, die innerhalb einer anderen Frist anzumelden ist und vor allem ungünstigeren Zahlungsregeln unterliegt.

Das Tribunal de grande instance und später das Berufungsgericht von Toulouse geben dem Verwalter recht: Sie entscheiden, dass das auslösende Ereignis der Forderung das Fortbestehen der Störung nach der Eröffnung sei. Herr A... legt Kassation ein. Der Kassationshof hebt in seinem Urteil vom 7. Dezember 2004 die Entscheidung des Berufungsgerichts auf. Er stellt klar, dass das auslösende Ereignis der Forderung des Vermieters die vom Nachbarn zugestellte Klage ist, die vor dem Sanierungsverfahren liegt. Es spielt keine Rolle, dass die Störung danach weiterging: Die Forderung war bereits zum Zeitpunkt der Klagezustellung entstanden. Herr A... hatte seine Forderung daher fristgerecht angemeldet.

Die Begründung des Gerichts — aufgeschlüsselt

Der Kassationshof stützt sich auf Artikel L. 621-43 des Handelsgesetzbuchs (heute Artikel L. 622-24 ff.), der jeden Gläubiger verpflichtet, seine Forderung zur Tabelle des Schuldners anzumelden.

Questions fréquentes

Quand déclarer ma créance si mon locataire est en redressement judiciaire après une assignation pour trouble de voisinage ?

Vous devez déclarer votre créance dans les deux mois suivant la publication du jugement d'ouverture. La date de naissance de la créance est celle de l'assignation, même si le trouble persiste.

Puis-je me retourner contre mon locataire pour des troubles de voisinage après sa liquidation judiciaire ?

Oui, si vous avez déclaré votre créance à temps. En liquidation judiciaire, la créance sera admise au passif, mais vous serez payé après les créanciers privilégiés, et souvent seulement partiellement.

Quels délais pour déclarer une créance postérieure au redressement judiciaire ?

Pour une créance née après le jugement d'ouverture (par exemple, si le trouble persiste après), vous avez un délai d'un an à compter de la naissance de la créance. Mais attention : les créances postérieures sont moins bien payées.

Que faire si mon locataire est en procédure collective et que je suis assigné pour des nuisances ?

Consultez immédiatement un avocat. Vous devez déclarer votre créance au mandataire judiciaire dans les deux mois. Gardez une copie de l'assignation pour prouver la date de naissance de la créance.

Cette décision s'applique-t-elle aux troubles commis par un locataire commercial ?

Oui, le principe est le même. La créance du bailleur naît de l'assignation, quel que soit le type de bail.

Informations juridiques

  • Numéro: 02-13.804
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 07 décembre 2004

Mots-clés

trouble de voisinageredressement judiciairedéclaration de créancebailleurprocédure collectivenuisancesassignation

Cas d'usage pratiques

1

Propriétaire bailleur à Castelnaudary assigné pour nuisances sonores

M. Martin loue un appartement à Castelnaudary à un étudiant qui fait du bruit. Le voisin l'assigne en mars 2023. En mai 2023, l'étudiant est placé en redressement judiciaire. M. Martin doit déclarer sa créance avant juillet 2023.

Application pratique:

Déclarez la créance sur le formulaire Cerfa n° 10966*01, en joignant l'assignation. Mentionnez le montant estimé des dommages-intérêts que vous pourriez devoir payer. Si le trouble persiste, vous pourrez déclarer une créance postérieure dans l'année.

2

Locataire commercial à Pamiers en redressement judiciaire

Une boulangerie à Pamiers cause des odeurs de pain qui incommodent le voisinage. Le propriétaire est assigné en avril 2023. La boulangerie est en redressement judiciaire depuis février 2023. La créance du bailleur est-elle antérieure ou postérieure ?

Application pratique:

La créance est antérieure (assignation en avril, redressement en février ? Attention : si l'assignation est postérieure au jugement d'ouverture, la créance est postérieure. Dans notre exemple, si le redressement est en février et l'assignation en avril, la créance est postérieure et doit être déclarée dans l'année. Vérifiez bien les dates.

3

Copropriétaire victime de troubles causés par un copropriétaire en liquidation judiciaire

Un copropriétaire à Toulouse cause des infiltrations chez son voisin. Le syndicat l'assigne en janvier 2023. En mars 2023, le copropriétaire est en liquidation judiciaire. Le syndicat doit déclarer sa créance.

Application pratique:

Le syndicat déclare la créance au titre des travaux de remise en état et des dommages-intérêts. La date de naissance est l'assignation. Même si les infiltrations continuent, la créance est antérieure. Le syndicat doit déclarer dans les deux mois suivant le jugement de liquidation.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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